Autor: Wissen

  • Episode #26 – Organisationen im Gesundheitswesen

    In dieser Folge geht es darum, welche Organisationen die Standards im Gesundheitswesen prägen. Renato und Christian geben einen Überblick über wichtige Akteure wie HL7 International, HL7 Deutschland, DIMDI, NEMA und Integrating the Healthcare Enterprise(IHE). Dabei wird ihre Rolle für Interoperabilität und Standardisierung eingeordnet.

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    Transkription

    Unser Hauptthema sind wie gesagt die Organisationen, die dahinter stehen, hinter dem, was wir in den letzten 25 Podcasts so gebracht haben. Also ihr könnt euch ja vielleicht selbst mal fragen, wisst ihr denn überhaupt, wer das da hinten dran alles macht? Also wer pflegt denn den ICD-Katalog? Wer pflegt denn den CDA-Standard? Oder wer vergisst denn eindeutige IDs für DICOM oder CDA? Wenn ihr das wisst, dann könnt ihr euch diese Folge vielleicht sogar sparen, aber ansonsten hör zu und freut euch über die neuen Erkenntnisse, die ihr bekommt. Wir fangen an mit den Organisationen, die sich um die Schnittstellen kümmern. Und zwar fangen wir mit der größten Organisation an. Wir haben sie ja im letzten Podcast sogar schon gehighlightet, hatten eigenen Podcast bekommen, Christian. Wer steht hinter HL7? 

    Die Organisationen mit dem gleichen Nagen nämlich HL7 wurde gegründet, sieben 80 in den USA und hat eine Internetseite, die man besuchen kann unter HL7.org. Seit 1993 gibt es auch in Deutschland einen Verein. Seit 2011 ist der dort auch eingetragen und der sitzt im schönen Köln am Rhein. Es gibt unterschiedliche Mitgliedschaften und kann also bei dem Verein Mitglied werden. Und da gibt es unterschiedliche Abstufungen, man kann förderer sein, da gibt es laut den Daten aus dem Internet ganze drei. Es gibt ungefähr 100 kooperative Mitglieder, also welche HL7anbieter oder Organisationen. Es gibt Krankenhäuser und gemeinnützige Organisationen, die Mitglieds sind und auch 90 einzelne Personen, sogenannte persönliche Mitglieder. Der Geschäftsführer in Deutschland ist Herr Dr. Kai Heitmann, der uns auch über den Podcast vor einem knappen Monat hier mal angeschrieben hat bei Xing. Also schöne Grüße nach Köln an den schönen Rhein. Ja, was macht so die HL7 Organisationen? In den einzelnen Ländern gibt es die technischen Komiteß. Deutschland ist das genauso. Da gibt es meines Wissens Vier, eines beschäftigt sich mit CDA und eines mit Messaging und HL7V2. Ein Komiteß beschäftigt sich mit den Terminologien und eins mit dem Thema FHIR. Großteil der Themen, die wir hier haben, haben wir auch schon im Podcast besprochen. 

    Genau, das habe ich gerade auch schon gesagt, was HL7 so macht als Organisationen, HL7V2, das ist ja der Kommunikationsstandard im Krankenhaus, HL7V3, der Kommunikationsstandard, der zwar schön durchdacht und extrem elbasiert ist, der war kaum eingesetzt wird. CDA, haben wir auch schon hier als Thema der Arden Syntax, der beschreibt eigentlich, wie man wissen, repräsentieren kann in Form von Regeln und das dann noch er austauschen kann, wird meiner Meinung nach auch sehr selten eingesetzt. Und etwas ganz neues, was ich vorher gar nicht kannte, CCOW, ich weiß gar nicht wie man das ausspricht, was tut er von schon was gehört, visuelle Integration, unterschiedliche Anwendungen auf einem Desktop, keine Ahnung, aber Herr Eitmann, vielleicht nehmen wir sie mal wieder rein und dann erklären Sie uns, das machen und sind zuhören. Gut, ja, ansonsten haben wir auch schon gesagt, was macht HL7, das sind eben die Bereiche, mit denen sich HL7 als Organisation beschäftigt und es gibt natürlich enge Verknüpfung zu anderen Systemen, zu Klassifikationen, zu Nomenklaturen, die werden nämlich in HL7 in den Standards genutzt, wie LOINC, was wir auch schon hatten, wie SNOMED CT, was wir schon hatten, ICD für die Diagnosen, ICF für die Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, Medra und so weiter und so weiter. 

    HL7, glaube ich, der wichtigste Verein oder die wichtigste Organisation für die Standardisierung der Kommunikationen im Gesundheitswesen weltweit und wenn wir vom wichtigsten Reden, dann reden wir direkt danach vom zweitwichtigsten meiner Meinung nach oder der zweitwichtigste Standard sehr verbreitet in der Radiologie und in allen bildgebenden Kommunikationen ist DICOM. Kennt jeder aber vielleicht kennen die wenigsten in Deutschland die Nema, die Nema, die National Electrical Manufacturers Association aus USA, die Nema steht hinter dem Standard DICOM, die Nema ist eigentlich schon eine ziemlich alte Organisation, gegründet 1926 und wie der Name eben sagt, das ist eine Vereinigung von Electrical Supplyers, also von Anbietern die elektronische Geräte herstellen. Damals vereinigt eben von dieser Associated Manufacturers of Electrical Supplies und der Electric Power Club, der Sitz ist in Rosslyn, Virginia und sie sind sowas wie die Interessensvertretung der elektrotechnischen Industrie und sie machen eigentlich dieses DICOM nur nebenher, also die sind jetzt nicht wie halt sieben vor allem tätig im Bereich DICOM, sondern DICOM ist ein sehr wichtiges Feld aber nur eins von vielen, also die Leute, die USA erfihen sind und vielleicht auch die amerikanischen Zugörer von euch, die kennen den Nema-Stecker, das ist der typische amerikanische Stecker und der wurde eben auch von dieser Organisation festgelegt und eine dieser Untergruppen ist Medical Imaging & Technology Alliance, die MITA und die gibt den DICOMstandard raus. Jeder, der mal auf dieser Webseite war, der wird etwas verwundert sein, dass eine Firma, die sich mit etwas so modernen wie die DICOM auseinandersetzung eine Old School Webseite hat, aber die Inhalte verstecken sich so ein bisschen hinter dem, doch etwas alten Layout, das was da drin ist, das ist sehr gut und sehr gut durchdacht. Im Gegensatz zu HL7 ist ja DICOM sehr stark standardisiert und ist fast so eine Art Plug-in-Play-Schnittstelle, Informationen, die in diesen Dokumenten stehen, die sind wirklich sehr hilfreich, wenn man sich mit dem Thema DICOM näher auseinandersetzt. 

    Vielleicht schaffen wir ja auch mal eine Folge DICOM hier in diesem Podcast. Ich mache jetzt schon wieder eine Klammer auf, die wir irgendwann mal zu machen müssen. Wir haben noch einige Themen, die offen sind, deswegen reden wir öfter mal über das Thema, was wir denn jetzt noch alles versprochen hatten in früheren Podcasts. Ist schrecklich, weil ich bin ja so ein bisschen monkmäßig unterwegs, wenn ich in eine Powerpoint sehe und jemand eine Klammer aufmacht, bei irgendwas und die Klammer nicht zumacht, das finde ich ganz schrecklich. Und wie machen die ganze Zeit auch Klammern auf, wir sagen, ihals in europäischen Ländern machen mehrere und machen aber nicht mehrere und das ist, müssen wir noch mal aufrollen. Ja, ja, ja. 

    Okay, ich mache jetzt auf jeden Fall mal für diese Folge die DICOM-Klammer zu und gebe weiter zu Christian, der auch eine wichtige Organisation beschreibt und zwar die IHE. 

    Genau, IHE ist eigentlich eine Initiative von Anwendern und Herstellern und damit auch eine Organisation, die sind international aufgestellt, wobei es für jedes Land selbst auch noch mal eigene Landesorganisation gibt. Es gibt auch noch europäische Organisationen, die nennt sich dann IHE, Europe. Und dort gibt es dann einzelne auch wieder Komiteen, es gibt ein Steering-Kommitie, ein Development-Kommitie und ein Marketing-Kommitie. Deutschland ist es auch inzwischen als eingetragener Verein etabliert und was machen die, die kümmern sich hauptsächlich um die technischen Rahmenwerke, also die Technik-Framworks, über die wir auch schon gesprochen haben in einem vergangenen Hotgeist, das heißt, die Menschen, die in diesem Verein organisiert sind, die entwickeln diese Rahmenwerke weiter, diese Profile. Ansonsten ja, genau, voranstalten den Connectathon, haben wir auch schon gesprochen, was das ist, wo sich dann die Hersteller zertifizieren lassen können, eben von IHE und das ist in ganz, ganz kurz so die Hauptaufgabe, die IHE macht, in Deutschland sitzen, die in Berlin und Aufgabe sind auch noch, ja, einfach IHE weiter den Gedanken zu verbreiten. Also es gibt Infotages, es gibt Referates, es gibt Konferenzen, es gibt Interoperabilitätsforum und so weiter und so weiter. Also auch relativ umtriebig. 

    Gut, so viel zum Thema IHE. Haben wir noch was oder sind das schon am Ende? 

    Na, wir haben könnten vielleicht, wenn wir das Thema IHE und IHE kommen und Teil 7 besprechen, noch einmal kurz auf den Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen hinweisen. Wir haben ja vor einiger Zeit einen News mal gebracht, das der sich jetzt neu formiert hat, der versucht, diesen Gedanken eben in Deutschland weiter zu verbreiten und sieht sich so als Sprachrohr, gegenüber der Bundesregierung und versucht da auch, in dem Fall positive Lobbyarbeit zu betreiben. Die Vorsitzende von diesem Spitzenverband des Übrigen, die Frau Professor Sylvia Thun, sie ist ihre Zeichensübringensprofessoren an der Hochschule Niederrein in Kräfeld. 

    Okay, ein kurzer Abstecher noch in den Bereich UED. Ich habe ja vorhin gefragt, wer vergibt denn eigentlich diese UIDs? Das sind eben auch genau diese Organisationen, vielleicht kurz die Problematik, die dahinter steht. Wenn wir von semantischer Interoperabilität sprechen, dann reden wir ja davon, dass wir Informationen austauschen und die Systeme untereinander auch verstehen, um was es geht. Das heißt, wenn wir bestimmte Katalogen referenzieren, dann muss das eine System auch wissen, welcher Katalog zum Beispiel das andere System gerade verwendet hat, um eine Krankheit zu verschlüsseln oder um einen Laborwehr zu verschlüsseln. Und das heißt, dass zumindest auch die Kataloge und viele andere Objekte aus dem Bereich von HL7 oder CDA, dass diese eine eindeutige IT brauchen und die muss natürlich zentral bekannt sein. Das heißt, die muss zentral vergeben werden von einer zentralen Stelle und das ist bei den CDA UIDs, die wir da haben, die HL7 Organisationen. Es gibt noch eine andere Sache, die mit eindeutigen IDs ein hergeht. Das sind die Objekteidys, die OIDs, die werden normalerweise nicht von zentraler Stelle vergeben, sondern werden auf den jeweiligen Systemen, wo die Objekte entstehen, also zum Beispiel ein Bild, werden dort generiert. Das heißt, jedes Bild in der DICOMbült hat eine ganz eindeutige IT, die weltweit eindeutig ist. Die wird aber nicht vorgegeben von einer zentralen Stelle, sondern zum Großteil lokal generiert, aber trotzdem muss auch ein Teil zentral vergeben werden, damit es dort keine Überschneidung gibt. Das heißt, es gibt eine zentrale Stelle. Bei DICOMbült ist es eben die Nema, die die Präfixte dieser OIDs vergibt. Der hintere Teil der Sufix von diesen OIDs kann dann lokal durch einen Zufallsgenerator oder einen anderen Prozess generiert werden. Kann man sich ein bisschen vorstellen, auch wie Domainnahmen. Das heißt, die Top Level Domainst.de kommen und so weiter diesen vorgegeben, die Domainnahmen selbst sind, vorgegeben auch. Das heißt, Ihr eHealth-Podcast kann man nicht einfach so benutzen, sondern man muss sich dafür extra registrieren. Wenn man das hat, dann kann man dort aber noch mal Subdomain einrichten oder Verzeichnisse einrichten. Und es ist dadurch sichergestellt, dass jede Internet-Adresse genau eindeutig ist. So ähnlich ist das ja auch. 

    Vielleicht eine Anmerkung noch zu den OIDs? Jetzt von einer Woche beim DIMDI, damit beantworten wir schon die Frage aus der Einführung. Für unsere HBG auch eine OID beantragt. Ich bin mal gespannt, wie lange das dauert und ob wir eine bekommen werde, dazu auf jeden Fall ja auch noch berichten. Und wenn wir bei diesen eindeutigen IT sind, dann vielleicht noch eine Vergabestelle. Wir hatten sie hier, glaube ich, mal kurz erwähnt, die International Medical Device Regulation Forum IMDRF. Diese Organisation vergibt eindeutige ITs für Medizinprodukte. Und das soll bei Rückrufen helfen. Wenn man dann ein solches Medizinprodukt zurückrufen muss, dann ist es gut, wenn man das mit einer eindeutigen IT gekennzeichnet hat. 

    Gut, jetzt haben wir einen Querschnitt durch den Bereich E-Health gemacht, diesmal vielleicht von der anderen Seite, nicht so sehr von den Themenseiten, sondern von der organisatorischen Seite. Ich hoffe, es war mal ein guter Einblick in die Organisation dahinter. Tschüss. 

  • Episode #25 – HL7v2 und HL7v3

    In dieser Folge geben Renato und Christian eine Einführung in die Standards der Health Level Seven International (HL7). Im Fokus steht dabei insbesondere HL7 v2, das in vielen Krankenhäusern als zentraler Kommunikationsstandard etabliert ist.Die beiden erläutern grundlegende Konzepte wie Nachrichtentypen (z. B. ADT für Aufnahme, Verlegung und Entlassung), Segmente, Header-Strukturen sowie die typische Syntax mit Trennzeichen und Zeilenumbrüchen.Ergänzend wird HL7 v3 auf einer übergeordneten Ebene eingeordnet und die Unterschiede zu HL7 v2 sowie dessen begrenzte Verbreitung diskutiert.

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    Transkription

    Wir beschäftigen uns heute mit HL7 sowohl ganz kurz der Organisation dann mit HL7 v2, HL7 v3 und in einem anderen Podcast werden wir uns mal mit dem RIM beschäftigen Überleitung. 

    Ich habe in der Klausur dich jetzt vor kurzem korrigiert, habe die Studenten gefragt, wo ist der Unterschied zwischen CDA und HL7. Ich habe jetzt leider eben nicht gefragt, HL7 v2 oder V3 und CDA sondern nur HL7 und CDA bin davon ausgegangen, dass die Studenten verstehen, dass ich vermutlich HL7 v2 meint. Jetzt war bestimmt die Hälfte der Studenten tatsächlich so schlau und haben dann ja Antworten, HL7 ist eine Organisation und CDA ist dann eben, ja also auch eine Art Kommunikationsstandard. Und das war klug, das war gut gemacht, das war von mir unpräzise formuliert von den Studenten gut geantwortet, volle Punktzahl, erzähl mal was ist denn die HL7-Organisation. 

    Die HL7-Organisation ist die Organisation, die neben HL7 auch noch ein paar andere Standards im Kommunikationswesen beschreibt. 

    Die HL7-Organisation kümmert sich eben um HL7 v2, HL7 v3, das Rimm, CDA, FHIR, die Arden Syntax und so weiter. Sie hat sich also die Kommunikation im Gesundheitswesen auf die Fahnen geschrieben. Da wir jetzt schon planen, den nächsten Podcast mit den Institutionen zu machen, würde ich jetzt hier vielleicht die Spannung aufrechterhalten und auf den nächsten Podcast verweisen, weil dort werden wir das Thema noch mal intensiv von den Organisationen herbeleuchten. 

    Ich fragte dich ja immer so gerne spontan, du magst es nicht, aber hier weiß ich, dass du die Antwort weißt, HL7, wo versteht es, siebte-Level im dem Schnittstellenstack. Genau, OSI-Referenzmodells, dass die siebte eben die Anwendungsebene und dafür steht eben auch die 7 in HL7. 

    Genau, HL7 v2 gibt es eigentlich V1, da habe ich nie was von gehört. Egal, also wie beschäftigt uns erst mal mit HL7 v2, das ist der international am weitesten verbreitete Kommunikationsstandard im Gesundheitswesen, der basiert eben auf keinem Referenzmodell, werden wir vielleicht gleich noch kurz anschneiden, nicht wie CDA und nicht VHL7 v3. Wenn man jetzt einfach noch ein paar Gefühle, weil sie mitnehmen möchte zu HL7 v2, dann ist es, dass es eher pragmatische Ansatz ist, dass der ja textbasiert ist, nach dem Motto, Everyone is special in healthcare, ist es kein Plug-in-Play, sondern man muss eigentlich jede HL7 Kommunikation zwischen zwei Systemen im Krankenhaus, zum Beispiel ein bisschen anpassen, das ist der Nachteil, also one size fits none, auf der anderen Seite ist dieses Anpassen eben sehr pragmatisch und geht sehr schnell vonstatten. In Deutschland ist es glaube ich über 99 Prozent die HL7 v2 einsetzen, dort gibt es unterschiedliche Unterversionen von 2.1, ich glaube aktuell ist gerade die 2.6, die sind untereinander kompatibel, aber das mit der Kompatibilität ist ja sowieso so eine Sache, weil Felder relativ leicht definiert werden können. Es gibt nationale Technical Committees, die in diese HL7-Organisation auch drin sind und die können dann nochmal eigene Z-Signante definieren. In Deutschland gibt es ja die eGK, elektronische Gesundheitskarte und damit die Daten auch über HL7 v2 übermittelt werden können, gibt es eben das Technical Commit, unterwerden solche Deutschland-Spezifika auch definiert. 

    Dann machen wir weiter Renato und mich zu Verbreitung, aber habe ich gerade schon mitgemacht oder? Ja, du hast mir so ein bisschen was weggenommen, auch zu den voren Nachteilen nachher noch, aber ich werde mit dann einfach die Punkte rauspicken, die ich noch brauche. Also die Verbreitung, man kann zwar 7V2 sagen, das ist im Gegensatz zu V3 auch, wahrscheinlich der wichtigste Schnittstellen Standard ist, ausgenommen jetzt die Bilder oder der radiologische Bereich. Es kommt vor im administrativen Bereich, also bei Aufnahmeverlegung und Lassung werden die Systeme mit ADT-Nachrichten synchronisiert. Es kommt vor bei dem ganzen Funktionstellen und Laborbereich, also die Auftragserteilung, Terminvergabe und Nachdurchführung der Maßnahmen, dann auch die Befundübermittlung findet über HL7 statt. Das sind dann ORM, ORR, ORU und DFT die Nachrichtentypen bei der Übertragung von Dokumenten. Da gibt es dann NDM-Dokumente und letztendlich ist es auch Thema bei der Abrechnung. Gut, das waren jetzt die Anwendungsbereiche und wie sehen denn jetzt die einzelnen Nachrichten aus, beziehungsweise wie sind sie aufgebaut, Christian? 

    Aussehen tun sie nicht gut. Es ist nicht besonders schön menschenlesbar, wenn man sich mal so eine HL7 v2 nachricht anguckt, wird man schnell feststellen, dass es dort ganz viele Striche gibt. Also die Pipes, wenn man was mitnehmen möchte, wo dann erkennt man HL7 v2 nachrichten an den ganz vielen Pipes. Wie sind hier aufgebaut? Eine Nachricht besteht aus mehreren Segmenten. Jedes Segment hat dann Felder und innerhalb dieser Felder kann es nochmal komponenten gehen. Jedes Segment ist leicht zu erkennen, innerhalb einer Nachricht, weil jedes Segment durch einen Zeilenumbruch gekennzeichnet wird. Also wenn man eine Nachricht hat mit sechs Zeilen, wenn man nichts automatischen Zeilenumbruch anstellt, im Notepad oder wo immer, dann weiß man, dass man in dieser Nachricht sechs Segmente hat. Jedes Segment beginnt mit einem Header, mit einem Segment Header und in jedem Segment habe ich ja schon gesagt, gibt es mehrere Felder und diese Felder sind dann mit den Pipes getrennt. Das meint ich vorhin mit diesen Strichen. Also den Strich, den man bekommt, wenn man auf der deutschen Tastatur alt ger und dieses größer kleiner Zeichen drückt, dann gibt es diesen Strich oder für alle Apple jünger, wenn man alt taste und dann die sieben drückt. Das muss das sein, sorry. Genau, also am Anfang von jedem Segment gibt es den Header und der Header beschreibt, um was für ein Segment ist. Segment könnte zum Beispiel sein, ein Patient Visit. Jedes Feld kann eben auch wieder komponenten haben, die können angetrennt sein durch einen Dach. Also das, was man bekommt, wenn man auf den normalen deutschen Tastatur ganz oben, ganz links, diese Tastatur drückt unter Escape, Renato, was ist das beim Mac? Das ist das Dach. Beim Mac heißt das Dach, danke schön. Oder z. B. Das und Zeichen, das trennt dann nochmal Subcomponenten. Ja, ich weiß gar nicht, ob man wenn man das einfach nur hört, das jetzt dann alles sich so merken kann. Also nur mal ihn ganz schnell zusammengefasst. Eine Nachricht besteht aus Mähren, Segmenten, Segment wird durch einen Zeilen Umbruch getrennt. Jedes Segment hat einen Header. Da steht drin, um was es sich für ein Segment handelt. Zum Beispiel Patient Visit. Jedes Segment hat mehrere Felder. Die Felder sind durch diese Pipe getrennt. Wenn ein Feld keine Informationen hat oder auch fünf Felder hintereinander, dann hat man dort einfach vier oder fünf Pipes nebeneinander, ohne dass irgendwas dazwischen steht. Das macht das typische Aussehen von diesen Hals 7v2 Nachrichten aus. Was kann in so einem Feld drin stehen? Na ja zum Beispiel, wenn es sich so in den Patienten handelt der Nachnahme, Vornahme, Geburtstattung etc. Nachrichten Typen hast du gerade schon gesagt. Und es kann ja zum Beispiel sein, dass in einem System, in dem die Patienten aufgenommen werden, eben neuer Patient aufgenommen wurde, dann müssen die anderen Systeme informiert werden. Hallo, wir haben einen neuen Patient bzw. Einen neuen Fall und dann gibt es eben den Nachrichten Typ ADT, steht für den Miss admission discharge and transfer und die häufigsten Nachrichten Typen sind eben ADT, also für Patienten Bewegung, ORM, ORRU und ORU, für orda entry, wenn also einen System im anderen System einen Auftrag schickt, der terminiert werden soll und der befunden nachher zurückgeht. MDM Nachrichten, wenn nachher Dokumente verschickt werden oder auch bar Nachrichten, wenn es um Leistungsdaten zum Beispiel geht nach OPS und ICT. 

    Jetzt haben wir also uns kurz angeschaut, wir sind die Nachrichten selbst aufgebaut. Was man natürlich noch sagen muss, da über bei H7V2 ist nicht festgelegt, wie diese Nachrichten an selbst bemittelt werden können. Kann natürlich eine TCP/IP-Socket-Kommunikation machen, gibt auch Häuser, wo die Informationen, diese Nachrichten dann in der Dateigeschrieben werden und die Dateien dann irgendwie auf einem Netzlaufwerk abgelegt werden. Diese H7V2 nach hinten kann man natürlich auch über Web-Service es irgendwo hinschreiben, das ist ja dann nur der Übertragungsweg. 

    Ja, ich habe jetzt die Aufgabe, die Vor-Nachteile zu erläutern und da muss ich dir an einer Stelle gleich mal widersprechen beziehungsweise. Okay, ich gebe dir recht, schön sind die Nachrichten nicht, aber ein Vorteil von HL7 ist, dass es doch lesbar ist. Also man macht so eine Datei auf oder man guckt sich die Logfiles an und man kann erahnen, was da gerade übertragen wurde. Also wenn ein Labor wird übertragen wurde, dann steht dann meistens der Name und der Wert drin. Das ist schon mal ein großer Vorteil, wenn man zum Beispiel mal versucht hat, daikum Nachrichten zu lesen. Was extrem schwierig ist, weil dort eben nicht Text übertragen wird, sondern in vielen Fällen werden Code übertragen oder es werden die Sachen in Beiz kutiert. Ich verstehe, Menschen freut nicht verstehe HL7 ist sowas wie CDA, wo dann eben drin steht. Jetzt geht ein Diagnosenbereich auf, dann steht die Diagnosen jetzt geht der Diagnosenbereich zu. Das stimmt ja. Also im Vergleich zu CDA, ist es schlechter lesbar, im Vergleich zu DICOM, ist es wesentlich besser lesbar, wesentlich besser lesbar als so einige Handschriften von Ärzten. Ja, Vorteil auch, es ist flexibel, du hast dir vorhin schon gesagt, man hat zwar regeln, aber man kann dir auch anpassen und das wird teilweise auch getan. Also gerade halt, sieben Nachrichten werden für alle mögliche Kommunikationen eingesetzt. Man kann dann ORM Nachrichten auch dafür missbrauchen, andere Sachen anzufordern oder man kann ORU Nachrichten auch dafür missbrauchen, andere Informationen zu übertragen. Also nicht nur befunde, sondern zum Beispiel auch Informationen, die während einer OP entstanden sind und so weiter. Außerdem natürlich noch die große Verbreitung, also jeder kennt HL7 v2 kaum ein Haus, das das nicht verwende, es gibt kaum einen Softwareanbieter, der nicht irgendwie eine hal 7V2 Schnittstelle anbietet, das heißt, die Wissen über hal 7V2 ist weit verbreitet und es ist einfach. Die Nachteile hast du vorhin ja schon genannt, es ist kein Plug-and-Play, es ist ein wenig standardisiert, teilweise versucht die EHE da, Standards reinzubringen, aber da ist natürlich Wildwuchs Tor und Tür geöffnet und es enthält eben keine Semantik für deine beliebte semantische Interoperabilität, sondern eigentlich nur die Syntax. Also jedes System muss dann auf der anderen Seite genau gesagt bekommen, was es mit den Daten tut. 

    Ja, das war HL7 v2, dann schauen wir uns doch mal die weiterentwicklung an Christian, wie sieht’s mit HL7 v3 aus? 

    Ja, eigentlich kann man das, was wir gerade dann vor Nachteilen genannt haben, kann man jetzt genau invertieren und kann sagen, HL7 v3 ist eigentlich überraschenderweise ein neuerer Standard, das ist ein richtiger Plug-and-Play Standard, da ist, das ist jetzt meine private Einschätzung viel, viel verkopf da, HL7 v2, also HL7 v2 ist also der hemmt hermlige mit so einem, ja, ist in die Karo Holzfälle hemmt und HL7 v3 ist eher der glatzköpfige mit brülle verkopfte Wissenschaftler, allerdings auch mit altbewährter Technik nämlich XML, V3 ist modell basiert, also basiert auf dem RIM, was wir uns noch mal anschauen werden, dort sind die Rollen der Applikationen klar definiert, Problem ist, HL7 setzt keiner ein, also wenn man in der Untersuchung gesehen finde ich leider nicht mehr, das über 99% HL7 v2 einsetzen und das ist auch das große Problem bei HL7 v3 erstens ein bisschen verkopf, das heißt irgendwelche Anpassungen sind gutes Stück schwieriger, machbar als in HL7 v2 und es setzt keiner ein, weil es keine einsetzt, programmiert es keiner und weil es keiner programmiert, setzt es keiner ein, also es wäre eigentlich eine fast unnötige Investition, Ausnahme ist, dass die IHE Profile standardmäßig eigentlich HL7 v3 nachrichten referenzieren, also IHEEXDS haben wir ja schon mal gesagt, dort wenn auch HL7 nachrichten referenziert, aber eben HL7 v3 und da ist eben die Frage, ob die Anbieter dann über diese IHEE Geschichte irgendwann gezogen werden, HL7 v3 zu machen, meiner Meinung nach hat es kein großen Mehrwert oder ob die einfach sagen wir machen IHEE mit HL7 v2, lassen HL7 v3 einfach komplett aus und das wir haben nicht meinen preferierte Methode wir springen von HL7 v2 direkt auf FHIR, was wir hier ja auch schon mal im Podcast hatten, jetzt habe ich die bestimmte irgendwelche Sachen vorweg genommen oder? 

    Eigentlich alles. Ja, also IHEEXDSML passiert, hast ja schon genannt und wir werden uns in einem eigenen Podcast mal nur mit dem Rimm und mit dem genauen Aufbau beschäftigen. 

    Vielleicht noch eine Sache, weil du HL7 v3 mit FHIR in Verbindung gesetzt hast oder das miteinander verglichen hast, ja ich glaube auch, dass FHIR eher Chancen hat, später mal eingesetzt zu werden, einmal vor dem Hintergrund, dass sich viele Leute eben auch mit Rest Services auskennen und in HL7 v3 muss man sich dann mal komplett neu eindenken und HL7 v3 hat eben auch diesen Anspruch der Vollständigkeit, also die wollen ja unbedingt die komplette Welt mit HL7 v3 damit im Rimm abdecken, was irgendwie zum Scheitern verurteilt ist und was dann auch dazu führt, dass es unnötig komplex ist und da hat FHIR den Vorteil, dass es effizient ist, den Lieblingswort, fängt mit P an, pifizient, nein, fängt mit P und A an, es hört endlich auf wie dann vorn haben und fängt mit P an. Ach so, Pareto-Prinzip, ja genau, da wollte ich eigentlich doch auf den Haus auf das Pareto-Prinzip, dass man gar nicht versucht, vollständig zu sein, sondern dass man sagt, wir beschränken uns auf die 80% wichtigsten Dinge und brauchen dafür dann aber nur 20% der Arbeit reinzustecken und das finde ich einen guten Ansatz, ich will jetzt nicht sagen, dass HL7 v3 dem Tote geweint ist, aber ich persönlich würde mich auch eher auf FHIR stürzen. 

  • Episode #24 – Klassifikationen und Kataloge bei Medikamenten

    In dieser Folge steht das Thema Medikation. Renato und Christian geben einen strukturierten Überblick über relevante Ordnungssysteme, Klassifikationen und Kataloge im Arzneimittelbereich. Dabei ordnen sie zentrale Begriffe wie PZN, ATC, DDD, PPN und ABDA ein und erläutern deren Bedeutung für eine einheitliche und effiziente Arzneimitteldokumentation.

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    Da habe ich jetzt die heutige Agenda vorstellen. Also heute beschäftigen wir uns im Hauptteil mit dem Thema Medikation und alles was so sich darum herrumrankt. Wir sprechen über verschieden Ordnungssysteme, Klassifikationen und so weiter. Dann haben wir auch noch das Thema Kataloge. Da gibt es ja einiges an Katalogen, die sich so ein bisschen konkurrieren und wir stellen da verschiedene Kataloge vor, unter anderem rote liste, ABDA, Gelbe Liste und so weiter. 

    Wir sind jetzt unserem Hauptthema und das Hauptthema beschäftigt sich heute wie schon gesagt mit der Medikation. Vielleicht als kurzen Hinweis noch, wer haben ja das Thema Medikation bereits einmal aufgegriffen? In einem früheren Podcast, Christian, du kennst immer die Nummern der Podcast, ich weiß sie doch nicht, da ging es um Closed Loop Medication. Das war die 71. Ja, genau, die 71 zurück in die Zukunft, Teil 7. Wir haben und damit Closed Loop Medication beschäftigt und Closed Loop Medication macht natürlich nur Sinn, wenn man gewisse Ordnungssysteme hat, um die Medikamente dort einzuordnen und genau um das Thema soll es jetzt eben gehen. Deswegen vorweg welche Ordnungssysteme gibt es, was für Arten haben wir die Medikamente einzuteilen. Das wahrscheinlich bekannte und älteste Ordnungssystem für Medikamente ist ATC und DDD. Also ATC, das Teil, die Medikamente nach ihrem Wirkort oder ihrem Wirksystem ein, dann auf der nächsten Stufe nach dem Wirkmechanismus und ganz am Ende steht dann eben noch die Einteilung nach den jeweiligen Wirkstoffen. Das Ganze hat schon eine sehr lange Geschichte ursprünglich eingeführt, war das Ganze in 1976, damals ging es um den Arzneimittelverbrauch ins Skandinavien, dann in den 80er Jahren wurde das Ganze auch für Deutschland angepasst und seit den Mitte 90er Jahren, also seit 1994 gibt es eine regelmäßige Publikation in Deutschland und seit 2004 ist es dann auch amtlicher deutscher Katalog, der von DIMDI veröffentlicht wird und ein bisschen später, also 2006, wurde das Ganze in ein regelgebundenes Verfahren eingebunden, wo dann jährlich Aktualisierungen stattfinden, die über gewisse Mechanismen dann laufen müssen. Den Aufbau habe ich ja vorhin schon so ein bisschen erklärt, also das Ganze ist hier rasch strukturiert, die Wirkstoffe sind hier aufgeführt, es sind keine Präparate, also es geht hier nicht darum, die auf dem Markt befindlichen Präparate mit dem Präparate Namen zu katalogisieren und kategorisieren, sondern es geht darum, die Wirkstoffe zu kategorisieren. Es ist so, dass die Wirkstoffe teilweise auch in mehren Klassen sein können. Jetzt sagt man, oh, das ist dann aber keine richtige Klassifikation mehr, weil bei einer Klassifikation muss ja jedes Medikament eindeutig in einer Klasse sein. Und man konnte das hier deswegen aufweichen, weil die Medikamente in dem Fall nicht nach ihrem Wirkstoff einkategorisiert werden, sondern es geht darum, Wirkstoff plus Anwendung zu katalogisieren. Also gutes Beispiel dafür ist Aspirin. Das kennt jeder von euch. Aspirin, das wird zum einen bei Kopfschmerzen gegeben, also wenn jemand Schmerzen hat allgemein, dann ist Aspirin ein Schmerzmittel, aber diejenigen, die schon ein bisschen älter sind und am Herzen haben, die wissen, dass Aspirin eben auch ein Thrombozytenaggregationshemmer ist, der bei gewissen Herzleiden verschrieben wird. Das Ganze ist auch in unterschiedlichen Dosierungen dann. Also für das Herzleiden wird eine wesentlich geringere Dosierung verwendet als für das Schmerzmittel und in dem Fall sind das dann zwei verschiedene Anwendungsarten, die dann in zwei verschiedenen Klassen einsortiert werden. Das heißt, hier wird Aspirin nicht in einer Klasse verwurstelt, sondern je nachdem in was für ein Kontext ist verwendet wird, kommt es dann in unterschiedliche Klassen. 

    Genau, also als gutes Beispiel, das nutze ich in den Vorlesungen auch immer, das ist gleiche Medikament ist der gleiche Wirkstoff aber zwei unterschiedliche Art. Medikamente, beziehungsweise deren ATC-Codes in einer Wissensdatenbank aufgeführt sind, also das ATC-Code A vom Medikament A vielleicht mit ATC-Code B von Medikament B integriert sind, also nicht alle Medikamente miteinander aufgeführt und verglichen, sondern immer nur die Wirkstoffe. Ich habe ja vorhin gesagt, dass DIMDI nicht nur ATC veröffentlicht, sondern ATC-DDD und das DDD enthält die durchschnittliche Dosis für ein Medikament. Ich habe ja ganz am Anfang gesagt, dass die initiale Begründung für dieses System, für dieses Ordnungssystem bei einer Arzneimittelverbrauchsstudie und dafür reicht es natürlich nicht einfach nur zu sagen, welches Medikament gegeben wird, sondern eben auch, wie viel von den Medikament gegeben wird und da wird so ein Mittelwert genommen, eine angenommene mittlere tägliche Erhaltungsdosis, also dass die Wirkung erhalten bleibt, für die Hauptindikation bei Erwachsenen. Das ist weder eine maximal Dosis, noch ist es eine empfohlene Dosis, sondern es ist einfach eine durchschnittliche Dosis bei unterschiedlichen Leuten. Letztendlich geht es bei DDD einfach darum, dass man die Medikamente untereinander vergleichbar machen kann. Die Organisation, die dahinter stehen, einmal die WHO und national ist es Dimdi, also diese Organisation, die die ganz vielen Systeme und Catalogie veröffentlicht und als fachlichen Hintergrund die WIdO. Wenn man sich jetzt die Zahlen anguckt, ein Großteil der COTS stammt tatsächlich dann von der WHO, das sind 4736 COTS, sind von der WHO und weil es eben deutsche Besonderheiten gibt, hat die WIdO auch noch mal ein paar COTS dazugenommen, ein paar ist untertrieben, es sind 1859 insgesamt ergeben sich damit 6595 COTS. Und als Beispiel hatte ich ja vorhin schon Aspirin genannt, also Aspirin in den verschiedenen Indikationen, einmal wird es auch bei gewissen Entzündungen im Magen-Darm-Trakt besser gesagt hier jetzt im Mundbereich gegeben, deswegen ist es in dem ATC-Code in der ersten Gruppe beinhaltet, das ist die Gruppe A, die sich mit alimentären Medikamenten beschäftigt, da hat es die A-01-AD-05, dann wenn es um Blutverdünnung geht, das ist das B, hat es den ATC-Code B-01-AD-06 und wenn es um die Schmerzindikation geht, dann hat es den ATC-Code N-02-BA-01. Der ATC-Code gibt dann den Weg durch den Baumann, ganz am Anfang der Buchstabe der steht dann für die Anatomie, also auf welches System sich das bezieht und je weiter man dann den Code entlang geht, also die Zahlen, die zweiten Buchstaben und so weiter, kommt man dann über den Anwendungsbereich zu dem jeweiligen Wirkstoff. Also wenn wir uns jetzt zum Beispiel die letzte Indikation, die Schmerzindikation angucken, dann steht N für Nervesystem, also für Nervensystem N-02 für Analgetika, also Schmerzmittel, B steht dann für andere Analgetika, BA für Salizilsäure und deren Derivate und BA-01 ist dann die Acetylsalicylsäure. So haben wir uns dann langsam durch diesen Baum durch gekämpft. Wie ich es vorhin schon gesagt habe wird die Klassifikation von dem die zur Verfügung gestellt, die haben so ein paar Anforderungen, wenn man diesen Katalog verwendet, zum einen darf man keine Veränderungen dran vornehmen, man darf keine Werbung drin einbauen und wenn man ihn benutzt, muss man darauf verweisen, also Quellenverweis machen. 

    Kommen wir zur nächsten Klassifikation oder zum nächsten Ordnungsystem. 

    Genau, komm jetzt zu pzn, pzn ist die Pharmazentralnummer und das ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Identifikationsschlüssel für Arzneimittel, Hilfsmittel und andere Apothekenprodukte. Jetzt ist du ja vorhin gut erklärt, was der ATC-Code ist und dass der abhängig ist vom Wirkstoff und eben von der Anatomie und dem System. Bei der Pzn ist es was anderes. Da hat jedes Medikament, also jede Packung sozusagen eine eigene Pharmazentralnummer. Beispiel, wir haben einmal eine Aspirin plus CEO-rangige Brauseterpletten und die dann einmal in 10 Stück und einmal in 20 Stück und wir haben Aspirin plus C Brauseterpletten nicht im Orangengeschmack, sondern von mir aus im Zitronengeschmack. Also vier unterschiedliche Packung einmal 10 und einmal 20 und jeweils die 10 und die 20er noch im Orangengeschmack. Alle vier Packung haben eine eigene Pzn und die verweist dann eben auf das Produkt. Die ist gar nicht hierarchisch aufgebaut, also man kann mit der Pzn wenn man jetzt nicht irgendwo eine Datenbank hat und weiß diese Nummer ist genau diese Medikamentenpackung, kann man damit nichts anfangen, man kann sich das also nicht irgendwie herleihen. Und wenn man sich so nur Medikamentenverpackung anschaut, dann ist hier draußen immer so ein Barcode drauf, dieser Strichcode und dieser Sprichcode, der verschlüsselt einfach nur genau die Zahlen, die dann die Pzn sind. Die Pzn wird quasi in laufender Reihenfolge gegen Gebühr vergeben. Auf zwei Jahre kann sich also auch durchaus mal ändern. Genutzt wird die zur Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen, aber man kennt es auch, wenn man privat versichert ist oder bei der Beihilfe, wenn man Beamter ist oder Landesangestellter, dann darf man diese Pzn auch immer bei der Beihilfe angeben, wenn man nachher also Geld für Medikamente wieder haben möchte, teilweise wirklich nervig. Wo man sonst vielleicht auch noch mit der Pzn in Berührung kommt, ist bei Versandapotheken, dort ist es häufig auch so, dass man in die Bestellmaske die Pzn eintragen kann. Die wird in Deutschland von den Informationsstellen für als Neispezialität in IFA vergeben. 

    Genau, ich glaube, dieser Beispiel mit diesen Aspirinpackungen machts relativ deutlich. Wir haben vier unterschiedliche Packungen, vier unterschiedliche Pzn und trotzdem haben alle Tabletten aus diesen vierpackungen den gleichen ATC-Cout, wenn es zum Beispiel dann für Kopfschmerzen eingesetzt wird. Gut, dann haben wir noch was eine Weiterentwicklung von der Pzn, gibt es bald auch die Ppn, das ist die Pharmacy Product Number (PPN), die wird die Pzn ersetzen und zwar gibt es eine Richtlinie von der EU, die 20f62 und die verlangt in einer allgemeinen Form die Erkennungsmöglichkeit von gefälschten Arzneimitteln. Und da spiel dann die Ppn mit rein, also erstens wird die Pzn ersetzt, das was ich gerade erklärt habe durch die Ppn. Und zwar kommen da einfach vor die Pzn und hinter die Pzn zwei neue Nummern und dann ist es die neue Ppn. Die ersten beiden Nummern werden verschlüsseln, wo dieses Medikament registriert wurde und die hinteren Nummern, die check-digits sind einfach nur eine Prüfnummer. Also ersten beiden Nummern sind die Product Registration Agency, in dem ich wo das Produkt registriert wurde, das zum Beispiel in Deutschland und die IFA und die letzten beiden sind einfach ja so eine Art Prüfnummer. Das ist das eine, das heißt das muss umgesetzt werden von der EU und das zweite ist, dass man dann auch so ein QR-Code auf die Verpackung drücken kann und dann die Verpackung gegen Feltschung geschützt ist, wie funktioniert das Ganze, der Hersteller drückt auf jede Packung. Also wenn man sich später in der Apotheke eine Schachtel Aspirin holt, dann ist in diesem QR-Code genau dieses Schachtel auch eindeutig identifiziert. Wenn der Hersteller also dieses Schachtel hergestellt hat, dann würde in der zentralen Datenbank gespeichert. Ich habe diese Aspirin-Pakung jetzt hergestellt. Wenn die dann an den Großhändler verkauft wird, dann skinnt der jede Schachtel ein und dann weiß man okay, dieses Schachtel genau die Seine ist jetzt beim Großhändler, wenn die in der Apotheke ist, wird zu dort auch wieder eingeskennt, weiß man jetzt ist in der Apotheke und der Apotheker-Sgenze auch ein, wenn er sie dann den Patienten gibt, dann weiß man, jetzt ist diese Nummer verbraucht. Wenn irgendjemand jetzt quasi diese Packung findet, die fotografiert, wieder zusammenbastelt nach origamiart und da dann einfach irgendwelche Zuckertabletten reintut, die an der Apotheke verkaufen will, würde die diesen Code ein, den fotografiert und würde feststellen, ne Mensch, das ist schon mal an Patienten rausgegangen, das ist eine Fälschung, die kauf ich dir nicht ablieber Großhändler als Beispiel, also es wird einfach jede Packung ein deutig identifiziert und wenn die herausgegeben wurde, würde so zu sagen aus dem System gelöscht oder als gegeben markiert, sodass die nicht noch mal verkauft werden kann. 

    Vielleicht mal ganz kurz Unterschied, ATC ist stark vereinfacht ausgedrückt, der Wirkstoff pro Indikation und Organ, DDD hängt an diesem ATC Code, ist die mittlere Erhaltungsdosis bei einem erwachsenen hauptsächlich genutzt um Medikamente wirtschaftlich vergleichen zu können. PZN ist der aktuelle Code von einer Medikamentenverpackung, stichwort die vier unterschiedlichen Aspirinverpackung und die PPN ist die Weiterentwicklung aufgrund derer man nachher diese Ziffer auch international einsetzen kann und auch die Möglichkeit zum Fälschungsschutz. 

    Jetzt haben wir diese Klassifikation oder die Ordnungsystem uns angeschaut, erzähle du doch mal bitte wo es überhaupt überall Katalogge gibt, die man kaufen kann, wo die Medikamente drinstehen. Da kennt ein jeder ja die Rote Liste. 

    Genau, mit der Rote Liste will ich tatsächlich anfangen, nicht unbedingt, weil es das wichtigste Nachschlagwerk ist, sondern weil es auch das älteste ist. Wir befinden uns im Jahr 1933 und dort kommt diese Rote Liste das erste Mal raus, das ist eine Zeit, wo man sich noch die Mühe gemacht hat, wie GPDA auszutrucken und das zum Beispiel in dem Rockhaus zur Verfügung zu stellen. Und genauso hat man damals das Ganze auch in geschriebener getruckter Form noch veröffentlicht. Da waren Kataloget tatsächlich noch aus Papier und die Rote Liste war eben auch aus Papier. Dort wurden alle Arzneimittel mit ihrem Präparat und Handelsnamen aufgeführt und das Ganze hat sich dann über die Jahre hin eigentlich gehalten, bis die Zeit kam, wo Papier nicht mehr standes gemäß war und wo es dann auch online Katalogegeben musste. Sie sind Werbefinanziert und Werbung darf bei medizinischen Sachen nur Fachvertretern präsentiert werden, das heißt die Rote Liste ist nicht verfügbar für die normalbevölkerung. Eine kurze Annegdote oder Anmerkung zwischendurch als ich studiert habe, hat uns unser damaliger Professor gesagt, wenn sie Medikamente nachschlagen wollen, man kann man auf www.roteListe.de gehen, das geht jetzt halt zu Tag nicht mehr und man kann sich anwenden. Überlegen sie mal, was man als benutzter Name und Passwort für Rote und Liste eingeben könnte. Also benutzter Name Passwort Rote Liste. Einfach überlegen sich mal was, dann gucken Sie mal, ob es reinkommt, es hat funktioniert jahrelang. Ja, da ist nicht so schwer auch als normalbürger an Werbefinanzierte Informationen ranzukommen. 

    Genau, das ist das eine und das andere ist, dass die Rote Liste sich finanziert über die Hersteller, also die Hersteller bezahlen dafür, dass sie in der roten Liste ihre Informationen veröffentlichen. 

    Dann haben dann irgendwann einige Hersteller gesagt, nee, das wollen sie nicht mehr bezahlen, sie kriegen die Informationen noch anders an den Mann und deswegen sind in der roten Liste mittlerweile nicht mehr alle Preparate aufgeführt. Trotzdem ist die Rote Liste das älteste Werk und ist auch zumindest in den früheren Zeiten in die anderen neueren Werke integriert gewesen. Einer dieser Werke ist der ABDA-katalog von der Avoxa ABDATA, das ist eine Tochter der Mediengruppe deutscher Apotheker. Inhalte von diesem Katalog sind eben die PZN, die du vorhin gehabt hast, die Bezeichnung, packungsgröße, da reichungsformpreis und so weiter und so weiter. Man sieht schon Rote Liste, da war der Preis noch nicht enthalten, zumindest damals noch nicht, das ist auch schwer, wenn man jährlich die Sachen rausbringt und der Preis sich aber häufiger ändern kann, der ABDA-Katalog hat tägliche Aktualisierung bis 14 tägige Aktualisierung, das heißt in sehr häufiger Frequenz werden die Daten aktualisiert, die Quellen dafür sind, die Informationen von den Farmer herstellern, Packungsbeilagen, Fachinformation, aber auch Gesetzestexte oder andere Veröffentlichungen. Zusätzlich zum ABDA gibt es noch Ergänzung zum Beispiel, Kavel, das ist das, was du vorhin genannt hast, das sind die Interaktionen, die es zwischen Medikamenten geben können, Risikoprüfung für Ärzte, hier das Thema AMTS, also Arzneimittel, Therapiesicherheit, damit man, wenn man als Arzt Sachen verschreibt, auch sieht, ob vielleicht der Patient in seinem Alter oder seinem Geschlecht oder mit anderen Krankheiten, die er hat, die Medikamente nicht nehmen darf oder, wenn es zwischen den Medikamenten, die er verordnet bekommen hat, Interaktionen gibt, dann gibt es neben der roten Liste und ab Data auch noch ganz viele andere Kataloge, ich will jetzt nur kurz hier aufhören, das wäre zum Beispiel die Gelbe Liste, die ist ähnlich wie die Roteliste, nur hat ein bisschen anderen Schwerpunkt, das auch Werbe finanziert, AMIS, ist auch licensiert über DIMDI und dann gibt es auch noch die Scholz-Datenbank, die sich auch mit Medikamenten beschäftigt. Das wäre mal so ein kurzer knackiger Überblick über die Kataloge, der wahrscheinlich aktuell wichtigste ist ab da. Ich. 

  • Episode #23 – Snomed CT Reloaded

    In dieser Folge sprechen Renato und Christian über SNOMED CT und seine Bedeutung für die medizinische Dokumentation. Sie erläutern die Unterschiede zwischen Klassifikationen und Nomenklaturen und ordnen ein, welche Rolle SNOMED CT im Versorgungsalltag spielt. Zudem diskutieren sie, warum die manuelle Codierung medizinischer Inhalte mit SNOMED CT wenig praktikabel ist und in welchen Anwendungsfällen das System seine Stärken insbesondere bei der strukturierten Suche nach Informationen besser entfalten kann.

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    Danach kommen wir zum großen Thema, das ist heute nochmals SNOMED CT. Wir haben zwar schon in einer Folge drüber gesprochen, nämlich in der Folge 007 mit Becker Matthias Becker. Da ging es aber hauptsächlich um die automatische Überleitung von Text ins SNOMED CT-Codes und diesmal wollen wir uns ins SNOMED CT noch mal ein bisschen genauer anschauen. Da starten wir zuerst gleich mit Werste herausgeber, wo liegen die Rechte. Dann macht der Renato eine kleine kurze Historie und erklärt dann was eine Nomenklatur überhaupt ist. Dann schauen wir uns ein bisschen die Achsen an, in denen es im SNOMED CT gibt. Schauen wir uns den Einsatz in Deutschland an. Unterscheidung zwischen SNOMED CT zu gängigen Klassifikationen wie LOINC, ICD, OPS. Und gehen dann auf die Eigenschaften ein, Beispiele und dann verabschieden wir uns. S SNOMED CT, was heißt das SNOMED CT erstmal? Da stellen wir uns Janstum und sagen, S SNOMED CT steht für… Du wolltest Zeit stehen, um Nacht zu kommen. Im Gegensatz zu dir frage ich sowas nie ab, aber es heißt Systeme heißt Nomenklatur oder Klassur. Nomenklatur, also eine systematisierte Nomenklatur, der Medizin und das CT steht für Klinikultur. 

    Okay, das ist richtig. So, wir gibt es heraus, das wird seit 2007 bei einer Organisation gepflegt, nämlich International Healthcare Terminologies Standards Development Organization Abkürzung IHTSDO. Klingt ein bisschen, also wenn man Beatboxen würde, die sitzen in Dänemark. Und bei denen liegen eben seit April 2007 die Rechte. Deswegen kann man den nicht einfach so, zumindest in Deutschland nutzen, was ein bisschen schade ist, aber doch kommen wir gleich noch mal dazu. Diese IHTSDO veröffentlicht den in Englisch und in Spanisch. Und jetzt schön groß an Professor Haas, der’s SNOMED CT das durchanfabringen, ist deswegen wichtig, weil man dann sehr schön suchen kann mit Home, Recall und einer hohen Präzision. Freichtig, wieder weißt du, was das ist Präzision und Recall. Vielleicht einen Beispiel bei Google. 

    Okay, Vollzähligkeit, also Recall, wenn ich bei Google was eingebe und ich bekomme wirklich alle Artikel, wo dieser Begriff vorkommt, dann ist das eine Vollzähligkeit. Das heißt aber, dass ich wahrscheinlich auch ganz viele Artikel bekommen, die nichts damit zu tun hat. Das heißt, darunter leide die Präzision, die Relevanz. Umgekehrt, wenn ich nur die relevantesten Artikel bringe, dann kann es sein, dass die Vollzähligkeit darunter leidet. Und dass ich vielleicht, also Artikel bekommen, der mich interessiert, vielleicht interessiert, aber der vielleicht nicht ganz so relevant ist. Das vielleicht so ein bisschen wie die heißen Berksche und Unschärferelation, man kann nie beides haben. Stimmt immer einen Tod. Ja, ehrlich, du hast ja mal schon wieder hier ganz oben mit dabei. Genau, also wir möchte all das haben, was ein interessiert, aber auch nicht mehr in Kürze. Gut, das war meine Einführung, jetzt kommt du mit der Historie. Das ist nur mit zwei, drei, fünf, fünf, eins, vierte, drei, einhalb und so weiter. Ich mach’s auch kurz. Also es ist eine lange Geschichte, die beginnt schon in den 70er-Jahren aus. So wie du. Eine gute Geschichte, die besten Geschichten beginnt in den 70er-Jahren. Abgeleitet ist dieses SNOMED aus dem SNOP-Systemeist, Nomenklötche, auf Pathorik. Ja, und dann gab’s eine erste Version des SNOMED 1974 und dann gab’s eine zweite 1979 und eine Wiederauflage 1982 und so weiter. Und hier kommt jetzt auch das erste Mal eine deutsche Version in die Schlagzeilen. Im Moment befinden war und auf einer Stufe da hatte dieses SNOMED insgesamt 7 Achsen, was eine Achse ist, da kommst du ja gleich noch drauf und 81.000 Einträge. 81.000, das ist dann ein Zehntel von dem, wo wir uns jetzt gerade befinden. Also das war in den späten 70ern, frühen 80er-Jahren, dann gab’s ein Snow-Mit 3 und Snow-Mit 3,5. Ihr auf dieser Zeit wurde dann auch LOINC integriert, was LOINC ist, hatten wir glaube ich auch schon mal. Wir werden es nachher auch noch mal kurz ansprechen, das ein weiteres Ordnungssystem, das hier eine wichtige Rolle spielt und dann gab’s ein Snow-Mit RT, Reference Terminology und das aktuelle ist das Snow-Mit CT, das Snow-Mit Clinical Terms. Jetzt haben wir 18 bzw. 19 Achsen und 800.000 Einträge. 

    Jo, das ist schon eine Hausnummer 18 Achsen, nicht schlecht, Renato, ich weiß, dass du das in einer deiner Vorlesung machst, ich glaube bei medizinischen Dokumentation, was ist denn eine Nomenklatur und wie unterscheidet sich das zur Klassifikation? Oh ja, da freuen sich die Studenten immer drüber, weil die wissen, das kommt bestimmt irgendwie in der Klausur dran. Wie geht es mal die Frage nach Plural von Status, oder? Oh ja, und trotzdem machen es immer noch Leute falsch. Ordnungssysteme, genau, wir befinden uns bei den Ordnungssystemen und dort gibt es zwei große Klassen von Ordnungssystemen, einmal die Klassifikation und einmal die Nomenklatur die haben unterschiedliche Ziele und unterschiedliche Arten, wie man die Objekte darin ordnet. Wenn man das Ganze vergleich, dann kann man die Klassifikation vielleicht mit den klassischen Windows-Ordnern vergleichen. Das heißt, die Objekte, in dem Fall werden sie da teilen, packt man in eine Klasse, also in einen Ordner rein. Im Gegensatz dazu stehen die Nomenklatoren, das kann man vielleicht am Ästen mit diesen Text verstehen, oder neu Deutsch und im Schagon von Facebook und Twitter werden das Hashtags. Hashtags haben den Vorteil gegenüber den Ordnern, dass man ihnen auch mehrere Hashtags geben kann, diesen einzelnen Objekten. Also, jeder, der jetzt vielleicht, sagen wir mal, vor 1980 geboren ist und mit dem Konzept der Hashtags nicht so vertraut ist, man kann zum Beispiel seinem Eintrag in Facebook kann man mehrere Beschreibungen geben, wenn ich einen Twitter-Tweet, einen Twitter-Tweet. Vor 1980, wenn ich sagen will, das hat was mit der Bucket-Challenge zu tun, dann gebe ich dem den Hashtag-Bucket-Challenge. Jetzt ist da aber auch zufällig noch irgendein prominenter drauf, dann kann ich dem zusätzlich noch den Hashtag-Otto-Walkes vergeben, oder das ist vielleicht lustig und dann gebe ich ihm auch noch den Hashtag lustig, das ist klar geworden. Ja, das ist aber bei Ordnern etwas schwierig, weil ich kann eine Dateien ich in mehrere Ordner packen, da müsste ich dann für weiß, für links oder sowas machen. Aber ich glaube, es ist jetzt klar geworden, wo der Unterschied zwischen einer Klassifikation und einer Nomenklatur besteht, also Klassifikation entspricht im Ordnensystem, Nomenklatur entspricht den Hashtags. Und die Vorteile von dem ein oder anderen ist, diese Klassifikationssysteme, die eignet sich sehr gut zum Auswerten und die Nomenklatoren eignet sich unter anderem sehr gut zum suchen und finden. Insbesondere wenn man nach mehreren Sachen suchen und finden will, die sich mit diesem Objekt verbinden. So viel zur Theorie. Dann gucken wir uns mal die Praxis an mit den Action-Inz-Nomenklitty. Die Praxis-Theorie, sagen wir mal prägen den Begriff, die Praxis-Theorie. Genau, also das Nomenklitty besteht eigentlich aus ein paar Grundkomponenten nämlich Konzepte und die haben Attribute Bezeichnung und Beziehung zwischen diesen Konzepten und alle Komponenten, also Konzepte, Attribute, Bezeichnung und Beziehung. Die haben jeweils eine eigene SCT-ID, das ist die Snow-Mit-Clinical-Terms-ID, also nix anderes als eine ID. Jetzt haben wir 18 Hierarchien bzw. Achsen, die möchte ich gar nicht alle vorlesen. Ich sag nur mal ein paar, dass man einen Eindruck bekommt, was man alles mit dem Snow-Mit-City verschlüsseln kann. Also es gibt natürlich klinische Befunde, befundene Krankheiten, man kann die Anatomie beschreiben, man kann eine Substanz beschreiben, eine Besuchungsmaterial, man kann realer Objekte beschreiben, physikalische Kräfte, man kann Umwelt oder auch geografische Regionen beschreiben und das waren so einige der wichtigsten Hierarchien, der wichtigsten Achsen, ganz wichtig, was du gerade schon gesagt hast, wenn man etwas beschreiben möchte, muss man nicht alle 18 Hierarchien bzw. Achsen benutzen, das geht ja auch gar nicht. Genau, Renato Snow-Mit-City-Einsatz in Deutschland. Was macht es uns dazu erzählen? Ich ziehe vielleicht, weil es gerade passt, einen Punkt von weiter unten vor. Um den ganzen jetzt noch ein bisschen mehr Füllung zu geben, vielleicht das noch mal einem Beispiel erläutert, also nehmen wir mal das Beispiel der infektiösen Pneumonie. Das ist was, was ich auf der Achse der, zu mir sich selbst gucken, klinischen Befunde findet. Wenn wir also das Beispiel der infektiösen Pneumonie haben, dann hat diese Pneumonie zum Beispiel, weil es eigentlich hierarchie ist und auch eine poliche Archie, hat es zwei Eltern und zwar einmal die Pneumonie und die infektiöse Krankheit. Pneumonie ist ein allgemeiner Begriff für Lungenentzündung, das muss nicht infektiös sein, das kann zum Beispiel auch durch Giftdesign oder durch Strahlung oder sonst was, aber zusammen mit einer infektiösen Krankheit, das sind beides Eltern, entsteht eben diese infektiöse Pneumonie und diese infektiöse Pneumonie, je nachdem, was für ein infektiöses Agenz wir haben, hat dann zum Beispiel auch noch als Kind, die virale Pneumonie, das könnte auch noch eine bakterielle Pneumonie als Kind geben und so weiter. Und das war jetzt auf der Achse der Clinical Findings und von diesen Einträgen gibt es jetzt querverbindungen, zum Beispiel zu der Achse der Organismen und zwar dieses Agenz, in dem Fall des Virus bei der viralen Pneumonie, das wird dann eben noch mal beschrieben, das können dann verschiedene Viren sein, die eben Pneumonie auslösen. Bei der bakteriellen Pneumonie gibt es auch eine Verknüpfung zum Agenz und das bei dann eben ein Bakterium und so im Krom ist jetzt das ganze aufgebaut, ich bring vielleicht noch ein Beispiel, anhand der Common Code, also das sind jetzt konkrete Codes, wir haben die viral upper respiratory tract infection, die hat dann die Konzeptide 28/17/94/904, wenn das jemand nachgucken will, es gibt auch Browser, sage ich gleich noch was dazu und diese viral upper respiratory tract infection, die hat zum Beispiel ein Kind und das heißt Common Code, also allgemeine Erkältung und das hat jetzt zum Beispiel die Konzeptide 8/22/7/206 und auch hier gibt es dann wieder Querverbindungen zu zum Beispiel den Viren, die das ganze auslösen können. Vielleicht ein kleines Beispiel, auch das ist, wenn man ein bisschen schaut nach Snowmet und nach Beispielen sucht, dann findet man häufig die Virus in sich verlieht es bei einem Waldarbeiter, das ist meistens nach Snowmet, CT verschlüsselt, ist aber ein schönes Beispiel der weiner ein gutes Stück, kleiner, der hier in dem Festnum mit 3, was man dort alles verschlüsseln kann, also man kann Waldarbeiter tatsächlich verschlüsseln. Könntest du einen Beruf, kann man auch verschlüsseln, ja? Könnte auch sagen, bei einem Waldarbeiter aus ein Papuanäuginär und könnte da eben auch den konkreten Virus mitgeben, also da geht sehr, sehr viel. Und man merkt schon so ein bisschen in was für eine Richtung es gehen könnte, Waldarbeiter und Nackenschmerzen und dann findet ein System vielleicht raus, oder könnte sich um eine Meningoenzephalitis. Aber dazu später noch mehr, ich hab eben schon den Browser erwähnt, ist es für die man einbeist? Ja, genau, Waldarbeiter, Zecke, FSME, Frühsommer, Meningo, NC, Verlittes, das wäre dann ein Beispiel. Wenn wir verlinken hier den Show Notes, einen noch ein Browser, wo man sich mal in diesem Snow-Met ein bisschen hin und her bewegen kann, da kann man nach verschiedenen Begriffen suchen, man kann sich mal durch diese Aktion durch hangeln und kann man den Snow-Met CT etwas erkunden. 

    Okay. 

    Und jetzt musst du sagen, was das nächstes kommt, du bist ja gesprungen und hast jetzt meine schöne Reihenfolge miteinander gemacht. 

    Mist, ach stimmt, jetzt kommt ich noch mal mit Einsatz von Snow-Met in Deutschland, also man muss sagen, das kam ja auch schon raus bei dem Interview mit Matthias Becker, dass der Einsatz in Deutschland aktuell noch sehr bescheiden ist. Ganz einfach deswegen, weil eine valide deutsche Übersetzung halt noch fehlt. Ansonsten kommt Snow-Met natürlich, sage ich, in Anführungszeichen bei HL7 v3 vor, auch dachten wir ja schon mal ein bisschen drüber berichtet und auch bei CDA, also CDA, in seinem Level 3, dort kann man ja einzelnen Punkten aus dem Text, zum Beispiel Medikamente oder Laborwerte, die kann man mit Coats versehen und einer der möglichen Code-Catalogue, neben Loang und ICD, ist eben auch der Snow-Met. Snow-Met natürlich sehr breit ausgelegt und mit sehr vielen Möglichkeiten ist dann auch nicht das allerbliebte Katalogsystem. 

    Vielleicht kurz, der Querverweis ist jetzt mülllich, ihr Held Podcast Episode 9 haben wir auch schon über CDA entsprochen. Genau. Vielleicht sollte man an der Stelle jetzt auch noch sagen, jetzt sollte keiner auf die Idee kommen über den Snow-Met jetzt manuell zu verschlüsseln, wie man es vielleicht macht bei ICD, heutzutage macht das zwar auch keiner mehr so richtig, aber man fängt bei Snow-Met jetzt nicht an, sich den Code aus dem Riesen-Catalogue oder aus dem Browser rauszusuchen und dann diese Sachen manuell zu verschlüsseln, sondern wenn dann würde das ein System automatisch machen, dann würde man eben das, was Matthias gerade in seiner Doktorbeid im Bauchte, ist noch deutsche Texte da eingeben kann, das wird übersetzt und ein Loang Data Mind verschlüsselt. Da kommen wir auch gleich zu dem. Der Loang von ICD und OPS, also erst mal der Verbreitungsgrad ICD, OPS, ist natürlich in Deutschland extrem weit verbreitet, Loang ist auch sehr weit verbreitet, weil der, wo er viel mehr kann, eigentlich viel genutzt wird, um dann Labor, Werte vom Labor ins Krankenhaus-Informationssystem oder teilweise auch in Arztpraxissysteme zu übertragen, inhaltlich greift, haben wir gerade gehört, der ist noch mit CT ein gutes Stück weiter, der verschlüsselt also nicht nur Diagnose, nicht nur OPS und der schiezt zwischen Omen Klatur und Klassifikation, haben wir gerade auch schon gehabt und dass der Loang also ins Nom mit CT inkludiert wurde, hast du auch schon gesagt. Sorry, natürlich, was willst du mir mal eben nachdem du ja alles durcheinander gebracht hast, meine schöne Ordnung, Podcast, was willst du mir jetzt eine Überleitung zu Länderlizenzen? Wir kommen jetzt zu den Länderlizenzen. Das war ganz großes Kino, also Länderlizenzen, genau, das ist also so, dass die USA-Hollland-Portugerschweren, die Schweiz, Australien, Belgien, United Kingdom, Canada, Spanien, Denmark und so weiter und so weiter, 27 Länder in Summe, 17 Alleine davon in Europa, eine Länderlizenz haben zu Snow-Mitsität, das heißt dort darf der kostenlos genutzt werden, in Deutschland ist es nicht so. Ja, das ist natürlich nicht so richtig schön, vor allen Dingen ist es deswegen ein bisschen komisch, weil es Förderprogramme gibt zur Medizininformatik, auch hier wäre ein Querverweis auf den Podcast zum Secondary Use, das heißt, wir geben in Deutschland Geld für sinnvolle Förderung aus, nämlich, dass die Informationen, die man sowieso schon sammelt, für die Forschung auch genutzt werden können. Allerdings passt es dann nicht so richtig dazu zusammen, dass wir diese, ja, was jetzt glaube ich, 1,3 Millionen Aufnahmegebühr und ca. 800.000 jedes Jahr für ganz Deutschland, die Zenskosten nicht bereit sind zu investieren, weil das meiner Meinung nach eigentlich der erste Schritt ist, und der nicht gemacht wird, aber der zweite Schritt zum Thema Medizininformatik schon. Und jetzt ist es eines einfach ein Grundbaustein für das andere. Aber da habe ich spazzen von den Dächern feifen gehört, dass sich die Universitätsklinikade wohl alle dafür ausgesprochen haben, dass das jetzt mal passiert und formal muss dann das BMG bei dieser Izzo, die wir am Anfang schon gehört haben, Mitglied werden. Warum ist das so wichtig? Na ja, wenn es so eine Systematik gibt, um medizinische Sachverhalte zu verschlüsseln, dann wäre es doch gut, wenn man damit bestimmen kann, mitbestimmen kann man nur, wenn man Mitglied ist. Denn es ist ganze relativ englisch sprachig, bisher getrieben, das wäre auch gut, wenn dann die deutschsprachigen Länder dieses zukunftszutema nicht nur den englischsprachigen Länder überlassen würde. Und natürlich das größte, die Datenkompatibilität nicht nur innerhalb von Deutschland sind auch zu anderen internationalen Projekten und Forschungsvorhaben, dass man dort entsprechend mitmachen kann. Welche Spazzen haben es denn von den Dächern gepfiffen, wie valides denn diese Twitter-Rei? Dass man ein valides Spazentweet, also relativ valide, ist auch kein großes Geheimnis, also das gehört ja dazu, also wenn man dieses Förderkonzept machen möchte, dann ist das auch nicht überraschend, dass da die Universitätskliniker dafür einsetzen. Ja, also da könnte sich ja dann auch unser neu gegründeter Dachverband, HL7 und IHA dafür einsetzen, vielleicht hört ja davon jemand zu, winkewinke. 

    Okay, vielleicht noch ganz kurz ein paar Beispiele, in Kanada wird noch mit eingesetzt für den Impfpass. Die haben dort eine Augenhaltkunde E-Akte in Portugal, wird es für den staatlichen Allergiepass eingesetzt, die USA setzt. Und das ist meiner Meinung, auch richtig praktisch und sehr sinnvoll bei Arzneimittelzulassung. Dort müssen ja auch die Wechselwirkung oder unerwünschte Ereignisse verschlüsselt werden und der Ereignitzigt ist noch mit zitärvorragter zu. Holland nutzt es für Arzneimitteltherapiesicherheit, aber es gibt auch die Siemensmanagement, Programme und Darmkrebsvorsorge. Die Schweiz nutzt es für Infektionsschutzmeldungen, auch sind voll ähnlich wie bei den Arzneimittelzulassung. Böchsterreich ist ja so ein gutes Stück weiter, als wir in Deutschland im Thema IHA, nämlich mit der Elga, die nutzen das dort auch. 

    Vielleicht noch auf Deutschland verwiesen, der bvitg-Arztbrief enthält auch Snow Med City Einträger. Von daher sind wir auch mit dabei, aber noch auf einer sehr theoretischen Ebene. Aber auch nur weil auf CDA referenziert und in CDA-Dance-Nomit-City so halb mitgekludiert ist, oder? Genau, immerhin, immerhin. 

    Gut, dann, wie findst du den Snow Med City? Ich finde ihn ja, wie immer grundsätzlich gut, er ist einfach riesig groß, also sich da einzuarbeiten und das vielleicht in sein eigenes System einzubinden. Das ist durchaus schwierig, insbesondere, also da muss man sagen, das ist wie bei ganz vielen Sachen Export ist einfach. Import ist das schwieriger, also exportieren, das mag vielleicht noch gut gehen. Aber wie bringe ich jetzt die Daten, die mir von jemand anderem geschickt werden, die mit Snow Med verschlüsselt sind? Wie glieder ich die in mein eigenes System ein? Und da hakt’s bei ganz vielen Systemen oder bei ganz vielen Softwareherstellern. Wart, die machen’s einfach nicht. Also die sagen ja, wenn die es exportieren kann, reicht ja erst mal. Und um alles andere kümmern wir uns dann später und das später wird dann nie erreicht. Deswegen finde ich, es ist eine sehr hohe Hürde, um mit so einem Thema zu beginnen. Ja, die fragst natürlich, ob man alles importieren muss oder ob man dann nicht nur die wichtigsten Sachen importiert. Also wenn man nachher ein webping hat von mir ist von irgendwelchen Klinikelfindix auf die CD, dass man vielleicht nachher nur die CD importiert, etc. Da muss man sich sicher noch mal ein bisschen Gedanken machen. Ich finde es deswegen super, weil es die semantische Interoperabilität ist. Da wieder, da wieder, da wieder. Sie ist aber genauso, dass es unübersichtlich ist. Also da es wird sich sicher niemand hinsetzen und würde eine komplette Patientenaktem Snow Med City reinkloppen und heraus suchen. Das ist einfach überhaupt nicht effizient, das geht nicht. Von daher braucht man da vernünftige Algorithmen, die durchgehen und eigentlich genau das machen, was wir nur noch sieben schon gesagt haben. Haben mich das, was Matthias Becker nur macht. 

  • Episode #22 – Apps im ambulanten Sektor

    In dieser Folge sprechen Renato und Michael über aktuelle Entwicklungen im ambulanten Gesundheitssektor mit Fokus auf moderne Health-Apps. Michael bringt als Vertriebsleiter bei medatixx praxisnahe Einblicke in die Anforderungen und Trends rund um digitale Patientenlösungen mit. Gemeinsam beleuchten sie, welche App-Arten zunehmend an Bedeutung gewinnen, wie weit deren Integration in Praxisverwaltungssysteme vorangeschritten ist und welche technologischen Hürden dabei bestehen insbesondere im Hinblick auf plattformunabhängige Ansätze wie HTML5.

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    Neun Podcast und zwar geht es heute wieder um den ambulanten Bereich. Wir haben einen neuen Gast und zwar bleibt die Firma gleich, die Firma ist medatixx, aber wir haben einen neuen Spezialisten und zwar Michael Schoba. Michael willst du dich kurz selbst vorstellen. Ja, guten Morgen, oder NATO. Vielen Dank, dass ich heute hier dabei sein kann. Mein Name ist Michael Schoba. Ich leite den Vertrieb bei der medatixx. Ich bin nur seit vielen Jahren tätig und ursprünglich aus der Informatik und war dann jahrelang als Projektmanager für die Markteinführung von neuen Produkten verantwortlich. Wann immer die Mischung zwischen Informatik und Betriebswirtschaft ganz spannend, dann kam das Betriebswirtschaftstudium seit etwa zwei Jahren als Vertriebsmadatätik. Wir waren beschäftigen wir uns seit ungefähr 1,5 Jahren, der in den Sieben und den Thema Patienten-Apps. 

    Sehr schön, dann haben wir jetzt auch schon das Thema den Apps in der ambulanten Versorgung. Vielleicht zur Abgrenzung, wir reden jetzt heute nicht von Gesundheitsapps im Allgemeinen, also Fitnessapps und so weiter, sondern der Fokus liegt schon auf den ambulanten Apps oder die Apps, die die ambulanten Versorgung unterstützen. Und was wir auch nicht so in den Fokus stellen, sind die Apps, die Ärzte betreffen, sondern die, die sich mit den Patienten auseinandersetzen. Ja, wenn man sich den Markt betrachtet, der medizinischen Apps, dann ist denke ich erstmal eine Differenzierung oder eine differenzierte Betrachtung. An der Stelle ist sehr, sehr wichtig. Es gibt mehrere Studien und Publikationen zum Thema medizinische Apps und da werden ja teilweise erstaunlichste Zahlen von hunderttausenden Gesundheitsapps und medizinischen Apps in den Appstores genannt, die auch erstmal prinzipiell so stimmen. Aber es ist eben so, man zählt und einfach die Storkategorien Gesundheit und Medizin und dann findet man eben da hunderttausende. Aber wenn man diese Vielfalt an Apps maler Runde bricht auf die Apps, die ein tatsächlich einen ernsthaften medizinischen Ansatz verfolgen, in Deutschland relevanter Userzahlen haben und auch ein funktionierendes Geschäftsmodell besitzen, dann ist diese Vielfalt schon deutlich geringer. Genau, ich denke, das kann man schon mal als Abgrenzung nehmen, dass man sagt, wir beschäftigen uns heute mit den anstaften medizinischen Apps, die für zum Beispiel Patienten, die eine chronische Krankheit haben. Genau und wenn wir jetzt schon gesagt haben, was wir nicht tun, dann kommen wir vielleicht noch zu den Sachen, die die Apps dann auch wirklich tun. In was wir Kategorien arbeiten, denn die Apps, was für Funktionalitäten haben, denn die Apps so im Kroben. Also, auch dort kann man nochmal differenzieren mit Sicherheit. Es gibt eine ganze Fülle an Apps, die sich eher mit organisatorischen Themen beschäftigen. Also jetzt mal Apps für Online, Termin, Planung, die Online-Video-Sprächstunde. Es sind so öppische Apps, die erstmal Prozesse an sich digitalisieren und verbessern. Aber ein Großteil der Apps mit den Vions beschäftigen, mit den Markt sich und dann auch beschäftigen, der Markt auch wechselt, tatsächlich medizinische Apps, also weniger organisatorisch, sondern tatsächlich auf eine bestimmte Indikation zum Gechnitten. Also Apps für Migräne, für Depressionen, Wehrheitsrückmustörungen, für Diabetes-Management, solche Geschichten. Ah, okay, also das geht dann schon richtig ins eingebracht, wenn man so will. Und wenn wir von den organisatorischen Apps sprechen, hast du schon gesagt, Termin-Management, da können wir ja auch noch verweisen auf die Folge mit deinem Chef Jens Naumann, die wir vor 2-3 Folgen gemacht haben, wo es um die Online-Termin-Sprächstunde ging. Da haben wir ja auch schon in dieses Thema reingeschnuppert. Gut, dann Beispiel für Apps, haben wir schon genannt, oder hast du noch andere? Ja, also ich denke jetzt gäbe noch ein ganz repartbar, dass man sich da ansehen kann. Was eben klar ist und was man auch in den Userzahlen relativ deutlich sieht ist, dass wenn es eine App schafft, eine chronische Krankheit zu der es auch kleine, große Patientenzahl gibt, sich durchzusetzen, dann gibt es da wirklich große Userzahlen und diese Apps schaffen es wirklich ganz gut in Alltag, diese schon oft Jahre lang mit dieser Krankheit, konfrontierten Patienten, echt zu verbessern. Das ist sehr wenig erläufig zum Arzt muss, weil er dort tagtäglich seine Informationen, seine Messwerte speichern kann, teilweise auch heute schon dem Niedergelassenen Arzt zur Verfügung stellen kann. Und diesen Weg wollen wir ein Stück weit in Zukunft verbessern. Ganz klar fokussieren wir uns und fokussiert sich der Markt auf die Apps, wo die großen Volkskrankheiten dahinter stecken, wie Diabetes eben, wie Rückenleiden, Herzrückenmustärungen, Herz-Kreislauf, Geschichten. Aber da gibt es eine unzählige Anzahl an Apps, die jetzt hier sehr wenig sind, wo macht ihr aufzuzellen, aber das sind so die großen Dinge, die spewiegenden Indikationen. 

    Dann wechseln wir mal die Perspektive, gehen wir mal in die Perspektive, derjenigen, die die Apps anwenden, Ärzte, Patienten, wie stehen die denn zu diesen Hälferleihen? Ja. Also wie schon gesagt, ich glaube, die Patienten stehen im ganzen erst mal der positiv gegenüber, du dich ja das auch immer was mit IT Affinität des Patienten jeweils zu tun. Und zu ich mehr sagen kann, auf jeden Fall ist die Haltung der Niedergelassenen Arzt zu schafft. Und da kann man ganz klar sagen, dass die Niedergelassenen Arzt zu schafft, den Kommentaren mit dem Thema medizinische Apps noch wenig beschäftigt, aber durch ihre Patienten und auch den aktuellen Hype rund um dieses Thema regelmäßig damit konfrontiert wird. Und wir halten bereits heute viele Anfragen von unseren Kunden, wie sie mit den Patienten umgehen sollen, die ihre medizinischen Daten aus irgendwelchen medizinischen Apps in die Behandlung einfließen lassen wollen. Genau aufgrund dieser Situation beschäftigen wir uns mit dem Thema. Genau deswegen wollen wir den Arzt neben einem Praxist taugliche Lösung ermöglichen und den Weg durch diesen Dschungel an Gesundheitsapps eben aufzeigen. Und das ist so der Hintergrund, dass der Patient in die Praxis kommt, mit irgendeiner App und kann mit dem Primärsystem des Arztes Arten austauschen will, weil dort wilder Arzt am Ende die Mäder des Patienten auch haben. Wenn er sie denn will, dann wollen wir eine Lösung entwickeln. Und dazu haben wir uns dann vor einerinhalb Jahren ein Projektimgegründet und haben uns dann mit der Bandbiedern Gespräche begeben und versuchen da herauszufinden, eine strukturede Kommunikation zwischen der medizinischen App auf dem Smartphone des Patienten und der Praxissoftware des Behandeln Arztes aussehen kann. Und wir wollen, um die Erwartungshaltung der Ärzte gerade abzuschließen, wir wollen, dass am Ende eine Plattform für unsere Ärzte entsteht oder allgemein für Ärzte entsteht, in der sie einsehen können, welche medizinischen Apps in strukturierter Form mit der Praxissoftware kommunizieren können. Weil am Ende des Tages ist es immer die Praxissoftware und natürlich auch die Praxissoftware, in der alle Informationen zum jeweiligen Patienten aus den verschiedensten Subsystemen der Arztpraxen zusammenlaufen. Und durch die Plattformen, und das ist der entscheidende Vorteil, erhalten die Ärzte die Möglichkeit, in Patienten für verschiedene Indikationen, Patienten Apps zu nennen, mit der diese strukturede Kommunikation eben möglich ist und so hoffentlich langfristig die Behandlung des Patienten weiter optimieren. 

    Wie ist es denn mit den Ärzten? Wir haben jetzt in den letzten Podcast immer wieder mal gehört, dass Ärzte sehr affin sein können oder nicht so affin. Wie ist denn deine Einschätzung? Stehen die Ärzte eher dahinter oder fühlen sie sich eher als getriebene der Patienten? Also würden die das auch tun, wenn die Patienten sie nicht treiben würden? Sehr gute Frage muss ich sagen, ich würde die Haltung der Ärzte schafft zum Thema heute als Gemisch bezeichnen. Es hat viel, wie du schon sagtest, auch mit dem Thema IT-Affinität vielleicht zu tun, auch einmal vielleicht auch mit der Struktur. Also wie ist die Praxissoftware heute schon IT-Technisch ausgestattet? Also wie ist die IT-Durchdringung heute schon in der jeweiligen Praxis? Das sehen wir immer wieder als Faktor, der wichtig ist, ob sich ein Arzt und mit so einem innovativen Thema wie medizinischen Apps für Patienten beschäftigt oder eben nicht. Ich glaube tatsächlich, dass der Patient schon derjenige momentan ist, der den Druck ausübt und das Thema an deutlich ringere Heip wäre, wenn diese Druck nicht da wäre. Also ich glaube dann wird es noch deutlich länger dauern bis solche Stimme einzug in den Alltag der Praxen halten. Aber man hat ja auch politisch gewisse Rahmenbedingungen gesetzt für das Thema. Also auch in mir ist das Gesetz steht ja, dass die Gematik, ich glaube bis 2019, eine Konzeption liefern soll, wie Patienten Apps an Primärsysteme angebunden werden können. Also wieder Daten sich ja ausgetauscht werden können. Es gibt erste Krankenkassen, die Patienten Apps finanzieren und dadurch halten die einfach einzug in die Regelversorgung und so entsteht vielleicht nicht nur direkt durch den Patienten, sondern auch durch andere und Institutionen gewisser Druck auf die Ärzte schafft. Und zum Glück gibt es auch einige Ärzte, dass es aus unserer Sicht noch die kleineren Zahlen momentan, aber es gibt einige, die sich proaktiv mit dem Thema beschäftigen. Und sagen sie halten das für sinnvoll, diese Apps in die tägliche Behandlung einzubinden. Aber natürlich gibt es eine große Zurückhaltung, weil man sagt, wer stellt denn sicher, dass diese App richtig missed, ums mal ganz Salopp zu sagen? Wer stellt eine gute medizinische Qualität dieser Apps sicher? Da gibt es unterschiedliche Institutionen, die sich momentan damit beschäftigen, dort zur Zertifikate oder Siegellösungen für Apps aufzulegen, dass es irgendein medizinischer Überprüfung dieser Apps gibt, weil das medizinprodukte Gesetz ist ja auch schon etwas in die Jahre gekommen und ist vor allem nicht entwickelt worden. Also sie überhaupt schon medizinische Apps in dieser Form gaben. Also das ist der wirklich Ansatz dafür, ist da immer hingestellt und deswegen braucht es denke ich, neben dem Beschäftigung mit dem Thema Apps braucht es für die Ärzte schafft auch noch irgendwie ein Siegel oder ein Zertifikat, was dem Arzt sagt, hey, du kannst dich die Messwerte und die Messungen in der App verlassen, Medizin. Ja, das hatten wir auch schon ein paar mal, dass das medizinprodukte Gesetz tatsächlich sehr träge und sehr groß und sehr überladen ist, wenn sich ein Unternehmen, wie ich glaube, mein Sugar zum Beispiel, Medizinprodukte zertifizieren lässt, dann geht es ein ganz schöner Batzen, das Aufwand es geht eben genau in diese Medizinprodukte zertifizierung und da ist nicht immer alles, sagen wir mal, Sicherheitsrelevant, was da gemacht werden muss. Aber ich glaube, das ist auch nochmal ein ganz anderes, ein ganz großes Thema, vielleicht beschäftigen wir uns noch mal mit dem Thema in einem der zukünftigen Podcasts. 

    Dann wechseln wir nochmal die Perspektive, ihr App-Anbieter, was sind denn eure Wünsche, eure Interessen, wenn man sich diesen Markt anschaut? Ja, also wir können da nur die Erfahrungen mal wiedergeben, die wir bisher gesammelt haben, in Gesprächen mit App-Anbietern, vielleicht soll ich das noch dazu sagen, wir haben um uns ein tiefer Einblick in die ganze Patienten App-Szene zu gewährleisten, haben wir, sind wir eine Kooperation eingegangen mit dem Flying Health in cubato und Berlin, Dr. Mischo nicht und erlaubt nach begleiten da mit ihrem Team mehrere Patienten App-Anbieter in den Markt, helfen ihnen dort Partner zu finden und in den Markt zu kommen. Mit vielen dieser Patienten App-Anbieter haben wir schon direkt Gespräche geführt und die Wünsche der App-Anbieter sind natürlich letztendlich wegen wie für ihre App, die schon da ist, noch einen weiteren Mehrwert zu bieten und da ist eben einer der Mehrwerte, dass man sagt, ne, lieber Patient oder lieber App-Juser, du nutzt jetzt meine App schon seit Jahren oder Monaten sehr erfolgreich und wir ermöglichen dir jetzt zukünftig, dass du mit deinem behandelnden Arzt, deine Daten ständig und in Strukturiertern sicherer Form austauschen kannst. Und das ist ein Mehrwert, den es heute zumindest in einer Standardisierten Form nicht wirklich gibt. Das ist eben so, dass wenn man sich Patienten App-S anschaut, wenn du mein Sugar ist ein gutes Beispiel, die haben eben heute schon eine Report-Funktionalität und auch andere Apps, die ich schon genannt habe, haben heute schon die Möglichkeiten, Report zu erstellen, den kann man dann als PDF oder in manchen anderen Formaten seinem Arzt zur Verfügung stellen. Aber eben nicht in einer unbedingt sicheren Form und auch nicht in der Form, dass das direkt im Primärsystem des behandelnden Arztes landet und dafür wollen wir eben eine Lösung entwickeln und das finden die App-Anbieter sehr spannend. Am ihre Report-Funktionen dann auch in Strukturier der Form, dort den Arzten bereitzustellen. Und die App-Anbieter, denn Wunsch ist natürlich, dass wir was völlig sinnvoll ist, dass wir dort nichts proprietäres bauen, sondern dass wir auf internationales Standards setzen, die es schon im Gesundheitswesen gibt. Und es haben wir uns auch auf die Fahne geschrieben und soll ja auch für die ganze Branche gelten. Das man sagt, man entwickelt nicht wieder irgendwas Neues für die Kommunikation zwischen Praxis Software und Patienten Apps, sondern man setzt auf internationales Standards, die schon da sind. Ja, da plettieren wir ja auch jedes Mal oder sehr häufig in unserem Podcast dafür, finde ich auch proprietär, sondern das, was es sowieso schon gibt, warum muss man das Rad immer wieder Neuer finden? Und es ist gut. Vielleicht noch ein letzter Punkt, was der Hauptwunsch oder natürlich der Hauptgrund der App-Anbieter ist, auch mit der Praxis Softwarebranche an der Stelle zu sprechen ist, dass der Niedergelassene Arzt, der dem Patienten behandelt, natürlich ein Supermultiplikator ist für die App. Also das kann ja so weit gehen, dass ein Arzt sagt, na ja, ich empfehle meinen Patienten, die Diabetes haben, denen empfehle ich jeweils diese spezifische App, um mit mir eine bessere medizinische Behandlung herzustellen und das sehen die App an wieder schon. Und das sehen wir auch so, dass der Arzt dann toller Multiplikator sein kann. Dafür muss man die Ärzte daneben auch motivieren oder muss ihn zeigen, dass man dadurch einen Mehrwert hat? Genau, richtig. 

    Kommen wir vielleicht noch auf die technischen Sachen, also welche Betriebssysteme arbeiten damit, wie es da ungefähr die Verteidung keine genauen Zahlen, aber nur einfach die Erfahrungen, die ihr da so gemacht habt, iOS, Android oder da wird vielleicht sogar was in HTML5 programmiert. Okay, ja, welche Erfahrung wir bisher da gesammelt haben, ist, dass die App-Anbieter vor allem auf die Plattformen iOS und Android setzen, meine persönliche Erfahrungen sogar häufiger auf iOS beginnen und dann weiter für Android. Das Ganze ausbauen und diese Apps werden nahezu alle, die ich kenne, werden nativ für das jeweilige Betriebssystem entwickelt, weil es für gewöhnlich, für jede Indikation oder für jede chronische Krankheit mehrere Apps am Markt gibt, wenn man sich den Markt mal betrachtet und natürlich jede App nen Mehrwert oder ein Alleinstellungsmärkmal gegenüber der anderen. Sicher arbeiten muss und dafür ist eine native Entwicklung für das Betriebssystem ganz entscheidend, dass die App eben eine einfache Bedienung, eine schöne Bedienung hat, eine Bedienung, die auch ins Gerät angepasst ist und deswegen findet man fast nur native Apps, die für sie jeweilige Betriebssystem optimal zugeschnitten sind. Also es sind weniger Anwendungen, die jetzt irgendwie nur eine Weboberfläche sind und zeigen mal keine wirkliche native iOS oder Android App, sondern sind tatsächlich viele native Apps, ganz wenig Portale auf die man noch zugreift oder so, wenn man das vielleicht aus den Anwendungen für Erzten erkennt, also wenn man sich Apps für Erzene anzieht, da ist ganz häufig so, dass es irgendwelche Portale sind, mit HTML und was weiß ich, aber wenn man sich Patientenappmarkt anschaut, dann sind es wirklich sehr oft native Anwendungen. Damit ergeben sich ja dann auch Möglichkeiten in iOS zum Beispiel, wird da häufig das HealthKit benutzt? Ja, ja absolut, da muss man leider an der Stelle auch unterscheiden, also das HealthKit ist ein sehr medizinisch getriebenes Konstrukt und viele Apps, die so heute schon gibt und die relevante User-Zahlen haben, die haben heute schon die Möglichkeit ihre Daten im HealthKit abzuspeichern, also das HealthKit ist ja am Ende ein Repository, das eine unglaubliche Menge an Gesundheitsdaten oder medizinischen Daten auch speichern kann und natürlich beschäftigen wir uns damit, weil wenn es eine strukturede Kommunikation und sichere Kommunikation zwischen den Daten aus dem HealthKit und dem Praxis Software-System in Gabe, dann werden dann natürlich eine ganze Fülle an Apps, die schon mit HealthKit kommunizieren können, mitindegriert quasi. Das ist aber leider nur die Antwort bei den Apples-Systemen, bei Google-Bedriebssystemen, also Android hat ja, ich glaube, dieses Google Fit heißt es, aber das ist aus unserer Sicht sehr viel stärker am Thema Fitness-orientiert, also Schritt-Zähler und so weiter, Jogging-Runden-Aufnahme, aber hat ein deutlich weniger medizinischen Ansatz wie das Apple HealthKit aus unserer Sicht. Deswegen ist es Apple HealthKit, das man natürlich nur die Antwort für die iOS-Geräte und für Android sehen wir da auch nichts ähnliches zu unnest. 

    Gut, dann kommen wir vielleicht schon so zum Ende und wollen noch einmal einen Ausblick wagen, wenn du jetzt so 5 oder 10 Jahre an die Zukunft guckst, was denkst du, wie sich die Apps und der Markt der Apps im ambulanten Sektor entwickelt haben? Ich glaube, 5 bis 10 Jahre ist ein guter Zeitraum. Ich denke und ich hoffe auch, dass sich in 5 bis 10 Jahren, dass es der Standard sein wird und auch Flächendeckend eingesetzt wird, dass eben Patienten, Apps und Strukture der Form nicht nur mit Praxissoftwarelsystemen aus meiner Sicht, sondern mit allen möglichen Primärsystemen, die von Leistungserbringern eingesetzt werden, also auch in der Klinik kommunizieren können und ich glaube, es ist wichtig jetzt, damit zu beginnen, gerade in Deutschland hinkt man ja, weil der Digitalisierung ist gesundheitswissen sowieso internationalen Vergleichen ein bisschen hinterher, wenn man das mal so sagen darf und deswegen, weil es ganz entscheidender jetzt zu beginnen, deswegen finden wir es auch sehr spannende Thema und ich glaube, die rechtlichen Rahmenbedingungen und politischen Rahmenbedingungen sind durch, durch das eHealth-Gesetz und weitere Gesetzgebungen, die da folgen sollen, schon so getrieben, dass das auf jeden Fall auch so kommen wird, dass wir hoffentlich schon in fünf Jahren Flächendeckend in Deutschland des Patienten ermöglichen können, dass sie aus ihren Apps ihre medizinischen Daten jederzeit ihrem behandelnden Arzt zur Verfügung stellen können. Ich glaube, das wird in 5 bis 6 Jahren die Realität sein. Copyright WDR 2020. 

  • Episode #21 – Gendiagnostik

    In dieser Folge sprechen Renato und Christian über das Thema Gendiagnostik und deren Bedeutung für die personalisierte Medizin. Dabei wird das Thema nicht nur theoretisch beleuchtet, sondern auch anhand eines Selbstversuchs mit einem Gentest eingeordnet.

    Die persönlichen Erfahrungen bieten einen anschaulichen Einblick in Chancen und Grenzen solcher Analysen und ergänzen die fachliche Diskussion um eine praxisnahe Perspektive.

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    Und damit sind wir auch schon direkt beim Thema. Stichwort Personalisierte Medizin oder auch Genanalyse. Das ist das Thema heute. Ist jetzt vielleicht nicht das klassischste eHealth-Thema, weil IT dort eigentlich nicht direkt ins Auge springt. Werden wir schon sehen, dass nachher viele Bereiche, die wir besprechen werden, auch durch IT unterstützt werden oder man Sachen auch einfach ganz einfach über das Internet ordern kann. Genau, das ist heute unser Thema. Aber wir fangen natürlich einfach mal an, und zwar habe ich wieder was gemacht, wieder eine Schnapsidee. Ich habe mich bei 23andMe registriert und habe dort eine Genanalyse beauftragt. Das Ganze schon Dezember 2016, habe jetzt inzwischen auch die Ergebnisse und habe gedacht, ich berichte einfach mal darüber hier im Podcast. 

    Wie konntest du nur? Ich weiß, du [würdest sagen], du bist ja der Datenschützer und so weiter, aber ich bin ja ein sorgloses, leichtlebiges, leichtes Reh, das man auf dem weiten Feld des Datenschutzes erlegen kann. Genau, aber ich glaube schon, dass wir wieder zwei Rollen einnehmen werden, zwei Positionen einnehmen werden. Christian wird wahrscheinlich eher dafür und ich eher so dagegen stimmen, aber das werdet ihr im Laufe des Podcasts noch hören. Genau, vielen Dank schon mal für die Vorankündigung. 

    Also wie ist es gelaufen? Ich habe mir ein Probenset gekauft, in den USA, für 190 Dollar, das ist dann auch geliefert worden, relativ schnell, ich glaube eine Woche später. Auf diesem Probenset ist dann eine ID aufgedruckt, sowohl Barcode als auch einfach eine Zahlenkombination, und mit der kann man sich dann bei 23andMe registrieren. Das heißt, dieses Probenset selbst kaufen kostet was, aber man muss sich nicht registrieren — über diese ID registriert man sich dann, und dann ist eben der Anmeldung auch diese Probe zugeordnet. In diesem kleinen Päckchen ist also so ein Röhrchen drin, da spuckt man dann rein, sogar relativ viel Spucke, knickt dann den Kopf von diesem Röhrchen um, das heißt, da fließt dann so eine Flüssigkeit in die Spucke, dann ruft man einen Expressboten an von FedEx, und der war bei mir tatsächlich sogar so eine halbe Stunde später da — und das sogar in der Weltmetropole Konstanz —, und der nimmt das dann mit. 

    Vielleicht eine Anmerkung noch: Bei der Registrierung bei 23andMe kann man natürlich auch theoretisch Fantasienamen nehmen, sowohl für die Anmeldung als auch nachher, wenn man einmal angemeldet ist, kann man Genanalysen für mehrere Personen machen, natürlich nur, wenn man das auch gesetzlich darf. Bei beiden Varianten kann man natürlich Fantasienamen nehmen, technisch möglich, könnte natürlich identifiziert werden später über die Bezahlmethode, wenn man mit PayPal oder Visa-Karte zahlt. Dann bekommt man zwei Tage später den Eingang bestätigt, dass also die Probe dann eben in der Firma in den USA angekommen ist, und dann hat es bei mir nochmal fünf Wochen gedauert, bis auch eine Meldung kam, dass die Daten ausgewertet worden sind. 

    Ich habe mich dann eingeloggt bei 23andMe, und ich wusste vorher schon, was dort ausgewertet wird, was man da sieht. Das ist nämlich ein Unterschied, ob man Bürger der EU ist oder ob man Bürger der USA ist. Vielleicht vorab — ich weiß, dass du dich damit schon mal beschäftigt hast —, warum ist da ein Unterschied, warum wird dort unterschieden zwischen amerikanischen und europäischen Bürgern? Also zumindest in Deutschland ist es so, dass wir ein Gendiagnostikgesetz haben, und bei dem Gendiagnostikgesetz gibt es einige Vorgaben, unter anderem, dass eben die Durchführung, die Beratung, die Aufklärung nur durch Fachärzte vorgenommen werden darf, dass das Ganze auch nur zu medizinischen Zwecken gemacht werden darf, oder wenn man es zu medizinischen Zwecken durchführt, dann muss eben durch Ärzte aufgeklärt werden und so weiter. Und das ist, glaube ich, ein Grund, weswegen die dann in ihren Bedingungen schreiben, dass es kein medizinischer Test ist und so weiter, dass diese ganzen Einschränkungen da sind. 

    Aber du hättest es ja nicht gemacht, wenn nur unwichtige Daten gekommen wären. Genau, ich hab mich also angemeldet und hab dann die Auswertung gesehen, ich wusste, dass es dort eben nur diese Auswertung gibt, das ist aber nicht so wahnsinnig viel. Ich hab dann völlig überrascht festgestellt, dass ein Großteil meiner Vorfahren Westeuropäer sind, wer hätte das gedacht, und ein anderer, kleinerer Teil auch Osteuropäer. Das war das einzige, was dort eigentlich stand, das zweite war noch der Prozentsatz, zu dem ich Neandertaler bin, kann auch nicht so wahnsinnig viel mit anfangen im täglichen Leben. Und was man machen kann, was ich nicht gemacht hab — oder dann sogar ich, der ich leichtfüßig wie Rotkäppchen mit meinen Daten umgehe, wollte das dann doch nicht: Man kann seine genetischen Daten auch teilen und 23andMe nach unbekannten Verwandten suchen lassen. Also es könnte sein, dass vielleicht der Bruder meines Opas nach Amerika ausgewandert ist und dort dann irgendwelche Großcousinen oder Großcousins von mir rumspringen, und dann könnte 23andMe die finden anhand dieser genetischen Untersuchung. Das wollte ich aber nicht, das war sogar mir zu hart. 

    Das heißt, die Daten, die dort dann erstmal präsentiert worden sind, sind überschaubar, das ist nichts, was sich lohnt, dann für 190 Dollar. Was man aber machen kann, was ich auch wusste: Man kann sich die Daten, die analysiert worden sind, auch als Rohdaten herunterladen im CSV-Format, und da stehen dann ein paar 10.000 untersuchte Daten drin, die sogenannten SNPs. Renato, und du bist Arzt: What is a SNP? Da stellen wir uns ganz dumm. Nein, also SNP ist eine Abkürzung, und das sind Single Nucleotide Polymorphisms, also einzelne Änderungen in den Nukleotiden, also in den Basenpaaren, und man findet jetzt so langsam raus, dass diese einzelnen Änderungen in den Basenpaaren sich auswirken könnten auf bestimmte multifaktorielle Krankheiten. 

    Jetzt muss ich wieder einen Haufen Sachen erklären. Multifaktorielle Krankheiten — so, jetzt haben wir hier richtig die Sau rausgelassen. Ich wollte auf die Kacke hauen. Also ich fange mal an einer anderen Stelle an: Es gibt ja einige Sachen wie Herzinfarkt und Asthma und vielleicht Allergien, die sich jetzt nicht auf ein einzelnes Gen zurückführen lassen, die lassen sich teilweise noch nicht mal auf Gene allein zurückführen. Gerade Herzinfarkt, da wissen wir ja alle, dass das was mit der Ernährung, mit Rauchen, mit Trinkgewohnheiten und so weiter zu tun hat, und unter anderem spielt da aber auch die Genetik eine Rolle, und dort hat man jetzt rausgefunden, dass so einzelne Änderungen in den Basenpaaren Hinweise geben können auf solche genetischen Veranlagungen. Und man merkt, glaube ich, schon an den vielen Konjunktiven, die ich verwende: Man ist da noch sehr am Anfang, und die Sachen, die da sind, die sind noch nicht wirklich wissenschaftlich validiert, und die widersprechen sich teilweise auch, und da muss man sehr, sehr vorsichtig mit den Daten umgehen. 

    Genau, also ich erzähle mal weiter in meiner Geschichte. Also die Daten runterladen können — die Rohdaten, mit denen kann jetzt ein normal Sterblicher nichts anfangen. Was es aber gibt: Es gibt etwas Ähnliches wie Wikipedia für diese SNPs, und da könnte man jetzt hingehen und könnte sich dann die mehreren 10.000 SNPs, die man analysiert bekommen hat, natürlich — könnte sie dort auf der Seite eingeben, könnte sich dann die Artikel durchlesen. In den Artikeln steht immer dieses SNP, und dann ist aufgelistet, bei welchen Ausprägungen was es für Auswirkungen hat und woher man diese Informationen hat, das heißt, dort unten ist immer aufgelistet, 5, 6, 7, teilweise 20 unterschiedliche Studien, die eben untersucht haben, wie sich eine Ausprägung bei einem bestimmten SNP auf eine Indikation auswirkt. 

    Das kann man natürlich jetzt nicht selbst machen, sondern da sind dann auch wieder Anbieter in die Bresche gesprungen. Man kann also diese Daten, die man dort runtergeladen hat, Renato — und jetzt wird es dir gleich ganz schwarz vor Augen —, die kann man wieder hochladen bei irgendeinem obskuren oder nicht obskuren Anbieter, dem überweist man dann 5 Euro oder 5 Dollar, und der wertet diese CSV dann so aus, dass er einfach den SNP nachschaut und einem das dann präsentiert. Das heißt, danach bekommt man dann das, weswegen man eigentlich diese ganze Geschichte gemacht hat: Man kann sich dann darstellen lassen, wo man vielleicht ein erhöhtes Risiko hat oder wo man eigentlich ein niedrigeres Risiko hat als der Durchschnitt. 

    Das heißt, da haben [wir] jetzt natürlich ein Datenschutzproblem, dort muss man allerdings keinen Namen etc. angeben, da man aber Geld bezahlen muss, ist es theoretisch natürlich auch wieder rückverfolgbar, aber das ist natürlich auch wieder [etwas], was für mehrere Personen sein könnte. Außerdem gibst du ja da deine E-Mail-Adresse an. Ja, wenn man die richtige E-Mail-Adresse angibt, genau. Auch da gibt es ja wieder Möglichkeiten. 

    Interessiert dich, was dabei rausgekommen ist? Beziehungsweise ich habe es dir schon geschickt, das war eigentlich eine Pro-forma-Frage. Sag mal, ja, ja, ja, Mensch, dann erzähle ich dir doch mal die Sachen. Also ich bin zum Beispiel ein Ultra-Fast-Metaboliser für Diazepam. Diazepam ist so ein Psychopharmakon, und das würde ich besonders schnell verstoffwechseln, also ich bräuchte davon mehr als der Durchschnittsbürger. Meiner Meinung nach ist ganz wichtig, dass man diese Werte auch verstehen kann. Wenn jetzt zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, dass ich an Brustkrebs erkranke, sehr, sehr, sehr, sehr gering ist, dann ist eine Steigerung [um Faktor] 1,7 auch nicht so wahnsinnig schlimm. Das heißt, wenn es eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 10.000 ist oder 100.000, dann haben wir auf einmal 2 zu 100.000, also was 1 zu 50.000 entspricht. Das ist nicht so wahnsinnig schlimm. Wenn man aber vielleicht eine Krankheit hat, die häufig vorkommt — dass, wenn ich jetzt das zweifache Risiko hätte bei Prostatakarzinom, und Prostatakarzinom bei Männern sehr häufig vorkommt, dann würde das von, was weiß ich, in einem gewissen Alter sicher bei 20 Prozent, auf 40 Prozent steigen, und das ist natürlich dann effektiv ein gutes Stück schlimmer. 

    Das ist auch direkt ein Problem, was ich hier sehe: Wenn Leute, die sich natürlich dort nicht auskennen oder sich nicht damit beschäftigen wollen — ist es für die schwierig, die Daten zu interpretieren. Ich selbst hoffe, dass ich es jetzt richtig gemacht habe, aber das ist natürlich ein Problem. Letztes Mal hatten wir schon [das Thema] Nocebo oder Placebo. Es kann natürlich sein, dass dort steht, [jemand hat] ein 0,5-faches Risiko auf einen Herzinfarkt, und der sagt, Mensch, alles okay, jetzt gehe ich jeden Tag zu meiner Lieblings-Fastfood-Kette und mache keinen Sport mehr, weil mir nichts passieren kann. Umgekehrt kann es genauso passieren, dass man vielleicht nachher — bleiben wir mal bei Prostatakarzinom — ein Prostatakarzinom hat, weil man jetzt dann aber jeden Monat beispielsweise zur Vorsorgeuntersuchung geht, wird das vielleicht gefunden, das wird rausoperiert, obwohl es sich vielleicht selbst zurückgebildet hätte, also diese klassische Problematik, die man generell auch ansonsten beleuchtet, wenn es um Screening geht. Genau, Rückbildung passiert da selten, aber manchmal macht es einfach nichts, also der Spruch, den man dann hat, ist: Man stirbt häufig mit einem Prostatakarzinom, aber nicht an dem Prostatakarzinom. Ja, okay. 

    Das ist auch der Kritikpunkt, den ich habe. Und jetzt, ohne in die ethische Ecke abrutschen zu wollen: Das ist etwas, wo man sich vorher natürlich Gedanken machen sollte. Es ist bei mir, Gott sei Dank, nichts Dramatisches rausgekommen, also außer, dass — da war ich völlig überrascht — ich ein siebenfach erhöhtes Risiko für Glatzenbildung habe. Und das war für mich besonders wichtig: Die Wahrscheinlichkeit, dass Koriander für mich seifig schmeckt, ist relativ hoch. Also, das heißt, da stehen auch teilweise so komische Sachen drin. Es hätte aber natürlich auch passieren können, dass jetzt bei irgendeiner sehr schlimmen Krankheit die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr hoch ist, und dann muss man sich vorher überlegen, ob das passt, wie man damit umgeht. Und dann sollte man — man kann nicht nur raten, man sollte das nicht leichtfertig machen, was man eben macht —, sondern man sollte sich wirklich vorher unterhalten und sollte vorher darüber nachdenken. Und deswegen gibt es ja in Deutschland eben auch dieses Gendiagnostikgesetz, das dann fordert, dass ein Arzt einen da berät, und ich halte das durchaus für sinnvoll. 

    Also, wenn jemand so belesen ist wie du und ja medizinisch vorgebildet ist, dann — deswegen habe ich da gerade so eingehakt, bei dem Prostatakarzinom, das sich zurückbildet. In dem Fall ist aber das Interesse da, man kann sich eben über das Thema weiterbilden. Aber bei vielen ist vielleicht das Interesse gar nicht so da, sondern man will halt mal diesen Test machen und findet dann was raus und steht dann auf einmal gefühlt vor einem Scherbenhaufen, und man hätte einfach nur eine bessere Interpretation der Daten gebraucht. Oder, wie du schon sagst, dass man sich im Vorfeld mal drüber Gedanken gemacht [hätte]: Was haben denn diese Daten überhaupt für mich dann später für eine Auswirkung, was kann das alles für mich bedeuten, will ich das wirklich wissen? Es gibt ja auch einige Krankheiten, von denen er vielleicht gar nicht wissen will, dass man sie hat, weil man auch gar nichts dagegen tun kann, und dann macht man sich schon mit 20 Gedanken über eine Krankheit, die vielleicht mit 60 ausbrechen könnte. Könnte. Genau, das sind genau die Punkte, und da muss man sich vorher — muss man sich selbst kennen, muss [man] sich da Gedanken machen. Das spricht natürlich dagegen. 

    Es kann durchaus sein, dass man sich dann 40 Jahre lang den Kopf macht oder noch länger, und das bricht nachher gar nicht aus. Das kann natürlich sein. Andere Leute sagen dann, wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist — und ich kenne mich, ich würde da nicht wahnsinnig darüber nachgrübeln —, dann würde ich vielleicht, weil ich mein Leben nicht anders leben [würde], mehr Vorsorge treffen, würde vorher schauen, würde die Familie besser absichern etc. Das heißt, da gibt es für beide Seiten einfach extrem viele Punkte, und das ist einfach, was ich meine: Dann muss ich da vorher genau drüber Gedanken machen, bevor man so was macht. Das stimmt, da gebe ich dir recht, aber um jetzt mal dagegenzuhalten: Wenn man sich nur gesund ernährt, weil man vielleicht ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt hätte, dann sollte man sich überlegen, ob man da das Richtige macht — also man sollte sich grundsätzlich gesund ernähren. Ja, stimmt, aber ich würde jetzt hier, also diese Ethik-Schiene jetzt hier, ein bisschen abbrechen. 

    Noch eine Anmerkung von mir. Also ich habe noch eine Sache, weil du es vorhin mit der Absicherung hattest: Da gibt es tatsächlich auch noch rechtliche Bestimmungen. Also wenn man jetzt zum Beispiel wüsste, man macht so einen Gentest und man weiß, man wird arbeitsunfähig ab einem gewissen Alter, oder man weiß, man würde vielleicht schon früher sterben, und sagt dann, okay, jetzt mache ich eine Lebensversicherung und eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung, dann mache die mal besonders hoch, damit meine Familie abgesichert ist — dann ist das nur bis zu einem gewissen Rahmen erlaubt. Also bei besonders hohen Versicherungssummen, da spricht man von über 250.000 oder über 300.000 Versicherungssumme, oder bei 30.000 jährlicher Rente, da kann der Versicherer solche genetischen Sachen einfordern, beziehungsweise fragen, ob genetische Untersuchungen stattgefunden haben, und die muss man dann auch angeben. Ich glaube, das ist auch wieder ein Bereich, den man richtig in der Tiefe beleuchten müsste, [hier] können wir nur an der Oberfläche kratzen. Ich glaube, das kann man nicht so pauschalisieren, das hängt ja von den Versicherungen ab, wer dann die Diagnosen gestellt hat und so weiter und so weiter. 

    Eine Anmerkung noch, was ich rausgefunden habe oder was mir aufgefallen ist, dass sich teilweise die Sachen widersprechen. Also ich habe zum Beispiel unter anderem auch bei einem SNP — kam heraus, dass ich ein niedriges Risiko habe für Alkoholismus, und bei einem anderen, ein bisschen weiter unten, kam dann raus, dass ich ein leicht erhöhtes Risiko für Alkoholismus habe. Also manchmal widersprechen sich die Dinge auch. Was man dann eigentlich machen müsste: Müsste sich dann alle Studien durchlesen von beiden Bereichen, könnte sich dann überlegen, was vielleicht für einen selbst die validere Information ist, aber ganz ehrlich, das ist so eine völlige Informationsflut, mit der man da dann auch wirklich überfordert ist. Also, jetzt auch aus meinem Mund nochmal Kritik dazu. 

    Ich habe noch eine Anmerkung zum Datenschutz, und zwar habe ich noch einen ganz interessanten Beitrag mal gehört, den verlinken wir dann auch in den Shownotes. — Anregend, sehr anregender Beitrag. Der geht allgemein um die Schweigepflicht bei den Ärzten und beschäftigt sich aber auch so ein bisschen mit dem Datenschutz und mit diesen genetischen Untersuchungen, und er hat eigentlich ganz treffend angemerkt: Der Unterschied zwischen den bisherigen Untersuchungen, die man so macht, und den bisherigen medizinischen Daten und den genetischen Daten ist, dass die bisherigen Daten normalerweise mit der Zeit verblassen. Also man bricht sich das Bein, und das ist vielleicht noch einen Monat lang relevant oder ein Jahr lang, und dann sind diese Daten eigentlich irrelevant. Also je älter diese Daten werden, desto mehr verblassen sie. Bei den genetischen Daten ist es so, dass sie mit der Zeit nicht abnehmen, sondern im Gegenteil eher zunehmen, weil wir mehr Erkenntnisse haben, weil wir mehr wissen über diese genetischen Prädispositionen. Das heißt, diese Daten hören nicht auf, interessant für andere Leute zu sein, sondern nehmen immer mehr zu. Deswegen muss man da ganz, ganz besonders auf den Datenschutz achten. Ja. (Lachen.) 

  • Episode #20 – eHealth bei den großen IT-Firmen (Apple und Google)

    In dieser Folge stehen die beiden Technologiekonzerne Google und Apple im Mittelpunkt. Beide Unternehmen spielen eine zunehmend wichtige Rolle im Gesundheitsbereich, was auch im Podcast aus unterschiedlichen Perspektiven eingeordnet wird. Im Fokus stehen ihre vielfältigen Aktivitäten und Entwicklungen von digitalen Versicherungsansätzen über innovative Technologien wie smarte Kontaktlinsen bis hin zu umfangreichen Gesundheitsdatenplattformen für Forschungszwecke. Darüber hinaus werden auch die langfristigen Visionen der Unternehmen thematisiert, etwa das Ziel, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und die Lebensqualität nachhaltig zu erhöhen.

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    Transkription

    News kommen wir dann also zu unserem Hauptthema die großen heute mal mit Google und Apple. Wir werden das wahrscheinlich noch als Serie weiterführen und noch ein paar andere große Raussuchen. Also Microsoft ist ja da sicherlich noch ein großer Player, wobei er sich eher zurückzieht. Aber wir werden das dann noch berichten. IBM. IBM ist auch noch mit dabei genau. Genau. Aber wie starten jetzt heute mit Google und Apple Firmen, wo wir beide durchaus unsere Referenzen haben wir immer gespannt, ob wir das jetzt objektiv rüberbringen und wer gewinnt vor allem. Ich habe schon gesehen gerade, dass du unten Vorteile gegenüber anderen Firmen, sowas brauche ich gar nicht. Wenn ich fertig bin und vorgestellt habe, was Google hier alles macht, dann ist es so klar, wer gewundert. Ja, aber du hast nicht weit genug runtergezrollt, es gibt dann noch was wie Kritik. Kritik kommt auch noch. Okay, also starten wir mit Dr. Google, du bist jetzt lange nicht mehr ärztlich tätig. Ich habe einige niedergelassene Ärzte als Freunde und mit denen spreche ich natürlich apputzung dann auch über Gesundheitseiti und die sagen, ah, das nervt. Wenn dann wieder irgendwelche Patienten kommen und dann die vorher lange Google suchen ihre Symptome und dann schon eigentlich mitten vor definierten Krankheitsbild dahin kommen, je nach psychische Einstellungen, ob es dann jetzt eher positiv eingestellt sind oder eher Hypochonder sind. Sind das dann natürlich dann häufig auch viel schwerwiegendere Krankheiten, die sie selbst diagnostizierte haben, als es eigentlich nachher ist? Also Dr. Google ist eigentlich schon ein Fixerbegriff und die Ärzte sind häufig ein bisschen genervt, weil sie dann ja auch den Patienten teilweise Krankheiten ausreden müssen. Auf der anderen Seite natürlich gibt es auch mündigere Bürger. Vielleicht ein paar Fakten dazu am Anfang, 80 Prozent der Patienten Google vor oder und nach dem Arztbesuch ihre Symptome und ihre Krankheiten. Ein Prozent aller Suchanfragen bei Google sind einfach nur medizinische Symptome und eine von 20 Suchanfragen, also 5 Prozent ist Gesundheitsbezogen, das ist schon eine echte Hausnummer. 

    Noch ein paar Fakten, es gibt eine Studie von der Krankenkasse, Dr. Google, Internet und der wurden über 41 Millionen Google-Sache, Suchanfragen aus Deutschland ausgewertet und die Top 50 Krankheiten herausgesucht und was meinst du Renato, was ist die Hauptkrankheit nach der Googlet wird? Das ist wahrscheinlich nicht so was häufig ist, also keine richtige Krankheit, sondern wahrscheinlich Erkältung, Grippe. Grippe, genau, die Grippe, wie viele Leute alle meine Grippe haben und nicht ins Krankenhaus müssen, weil es sind wirklich keine oder keine Kältung haben, ist die Schildrüsenvergrößerung. Also ist ja irgendwie auch logisch oder, das heißt, wenn man ein bisschen übergewichtigt ist, dann ist es ja meistens die Schildrüse, den ich richtig funktioniert. Ja, ja, genau, das ist nicht das viele Essen, das man in sich reinsteht. Ist ja nicht der leckere Stollen oder so oder die mangelle Bewegung heißt die Schildrüse. Danach kommt die Diabetes, die Diabetes hat 140.000 Anfragen gehabt, die Monat und gefährt im Zeitraum dann Hämorrhoiden, Magen, Schleimhaut, Entzündung, Prostata, Vergrößerung, am wenigsten gegugelt dort, bei den Top 50 allerdings waren er so psychosomatische Erkrankungen wie Hyperhidrose, also über mässiges Spitzen, so viel ein bisschen zu den Fakten. 

    Was Google jetzt gemacht hat, die sind ja auch nicht doof, die haben gemerkt, dass also sehr viel zur Gesundheit gegugelt wird, sagt man schon gegugelt, dann schrecklich. Bei über Google gesucht wird, haben die jetzt leider nur für den englischen Bereich, so eine Art Symptomen, Spezialsuche eingerichtet, wenn man also mit dem englischen Google und auch vielleicht über den amerikanischen Proxy, zum Beispiel Tonsillitis sucht, wort es Tonsillitis oder OK Google sagt und dann dieser Sprachassistent aufgeht und man fragt wort es Tonsillitis, ist eine Mandelentzündung, dann bekommen also medizinisch verifizierte Informationen wie groß ist die Ansteckungsgefahr und der Ansteckungsweg, welche Altersgruppe ist besonders betroffen, ein paar Informationen zur Inzidenz, etc. Also da wird dann zuerst nicht irgendwas von irgendeiner Webseite gezeigt, sondern tatsächlich medizinisch verifizierte Informationen und was man hier auch noch mal sagen muss zum Thema Dr. Google, das natürlich viele Leute sagen, ist es gefährlich aufgrund des Nocebo-Effekts Renato, WTF Nocebo-Effekt. Das Gegenteil von Placebo, jetzt müssen wir noch wissen, was Placebo ist, ja erklärt os. Ich hätte auch gesagt, das Gegenteil von Placebo, Placebo kennt jeder. Nocebo ist das Gegenteil und wo es eigentlich jeder kennt, ist das wenn bestimmte Menschen den BIPAC-Zettel von Medikamenten studieren, kann das sein, dass sie nachher die Medikamente nicht mehr einnehmen wollen oder aber im schlimmeren Fall, dass sogar Symptome von Nebenwirkungen auftreten, obwohl sie eigentlich biologisch diese Krankheit gar nicht haben. Ich kenne das übrigens gut. Ich habe für das zweite Staatsexam gelernt, da geht man noch mal den gesamten menschlichen Körper mit all seinen Krankheiten durch und ich habe mir das damals so angewöhnt, dass ich das ganze organweise lerne und dann habe ich in einer Woche das Herz-Kreislauf-System gehabt, in einer Woche Kopf-Schädel gehören und so weiter und das war dann wirklich wochenweise so, dass ich einmal Herzschmerz bekommen habe, dann habe ich immer so Kopfschmerzen bekommen, als ich den Bauch durchgenommen hat, hat der Bauch gekommelt, also man ist da auch als professioneller an Anführungszeichen nicht gefeiert. Was hat es als du dann Frauengesundheit durchgenommen hast? Menofause oder sowas? Ja, schlechte Stimmung und schlechter gereizt und so. Jetzt müssen wir aufpassen. Du warst, du warst der Gender, war oft drückt hier. Okay, BIP-BIP-BIP-BIP-BIP. Es gibt wohl eine Studie, einen interessanten Fall. Das ist nur Zehbo. Ich ist allerdings auch kein Link da. Es war gab es wohl mal einen Proband in einer Studie, der antidepressiver bekommen hat, die aber wohl nicht so richtig gut gewirkt haben und er sich mit einer Überdosis von eben diesen Studien antidepressiver das Leben leben wollte. Sein Krankenhaus eingeliefert worden wegen extrem niedrigen Blutdruck. Dort stellte sich heraus, dass er in der Platzsehbo-Gruppe war. Also dass er quasi einfach nur so zuckertabletten ohne Pharmakologisch Wirksamstoff gegessen hat und das aber trotzdem ausgereicht hat, dass er geglaubt hat, das wären richtige Medikamente, das sind Blutrück gefährlich absank. Das kann natürlich jetzt bei Dr. Google auch passieren. Google, man nach Kopfschmerz oder irgendwas, dann kann natürlich auch hier im Tumor rauskommen. Wo man vielleicht einfach nur, ja, vielleicht der erste Januar ist und man bis vier Uhr morgens gefeiert hat, dann hat einfach nur einen kleinen Kater und nicht vielleicht ein hier im Tumor. Also das sind so ein bisschen pro und kontra, da können man sich ja auch viel durch rediskutieren über Dr. Google. 

    Punkt Nummer zwei sind die Investition von Alphabet. Alphabet ist ja der Mutterkonzern von Google. Google ist quasi nur eine Unterfirma von Alphabet und dieses Alphabet hat also einen eigenen Finanzbereich, der Start-ups fördert. Das nennt sich Google Capital und der hat jetzt in den letzten Jahren mehr als 30 Millionen in reiner Online-Krankenversicherung gesteckt. Diese Online-Krankenversicherung gibt es nur den USA, New York und New Jersey und die haben ja jetzt schon relativ viele Mitglieder, sodass sie über 60 Millionen Dollar Prämien einen Namen haben und diese Online-Krankenversicherung nennt sich Oscar und die garantiert den Kundenenter von zehn Minuten, wenn einem Arzt telefonieren zu können. Die verschenken Fitness-Tracker, wenn man die benutzt, dann sinken die Prämien und die wollen eben in Zukunft jedem Kunden aufgrund seines Gesundheitsprofils, individuelle Prämien berechnen. Also eigentlich ziemlich genau das Gegenteil von dem, was wir in Deutschland hier haben, mit den Geckerfauen und etwas, was diesem Solidaritätsprinzip halt völlig entgegenspricht. Findest du wahrscheinlich nicht so gut oder? Wichtig gerne. Ich finde es ziemlich grausam, aber da hat Amerika leider auch eine andere Tradition, also das Solidaritätsprinzip hat es da ja noch nie gegeben und es ist schon bezeichnet, wenn die gegen Obama aufmüpfen und sagen, das sind Nazi-Methoden, wenn den nur versucht, eine allgemeine Krankenkasse einzuführen. Ist halt nicht so meine Welt, ich bin in einer anderen Welt groß geworden. Im Saarland, da wo die Welt noch in Ordnung ist. Ja, da sind wir noch Solidarische, aber da kennen wir uns auch alle. Im Solidarland. Okay, zweites Projekt, was Google Capital fördert, ist die diabetische Kontaktlinse. Menschen, die Diabetes haben, können dann so eine intelligente Kontaktlinse einsetzen, die Kontaktlinse wird gemeinsam mit der Novartis-Tochter Alcon entwickelt. Ja, wie der Name schon sagt, geht es da um den Multimilladenmarkt Diabetes, die Linse soll also im Auge in der Augenflüssigkeit den Blutzuckerspiegel messen und diese Informationen dann an Handy übertragen und dann so dem Diabetiker, die Insulin-Dusierungen zu erleichtern. Sicher, spannendes Thema. Oh nein, jetzt habe ich es gesagt, ist spannendes Thema. Das ganze 20 Minuten gedauert. Ich habe mich vorbereitet, Renato. Ich wollte vorschlagen, dass wir nicht mehr spannend sagen, habe vorher mal Synonyme rausgesucht. Statt spannend können wir auch sagen, atemberaubend aufrütteln. Bei aufrütteln ist er so, RTL-Explosiv, gibt es es noch keine. Bewegend, dramatisch, ergreifend, erregend, faszinierend, festelend, erlebnisreich, interessant, mittreißend, packenspannungsreich, anregend. Also, nächst mal eins von denen. Okay, sucht den anders von den Worten aus. UT, ich gehe mal bisschen Gas, jetzt mach ich schon bei 20 Minuten. 

    Dann, das wird dich freuen, hat Google auch mal Geld in den Sand gesetzt. Das gab nicht mehr Google Health von 2008 bis 2011. Das war so eine Art elektronische Patientenakte und zwar vom Patienten selbst geführt, Institution übergreifend, fall übergreifend. Und da konnten die Benutzer, die bei Google angemeldet waren, ihren allgemeinen Gesundheitzustand, Informationen über Allergien oder auch Laborergebnisse, Medikationen und so weiter dort ablegen. Und konnten das dann für ein Arzt verfügbar machen. Da gab allerdings auch Medikamenten, Wechselwirkungschecks, also AMTS. Und man konnte auch Arztbriefe dort hochladen und ja, Suchfunktion für Ärzt- und Krankenhäuser in der Nähe, etc. Damals nicht total überraschend hat, auch der Vorsitzendes für Wandspazierende Schutz ist gewettet, dass das ganz schrecklich ist. Sieh ich sogar auch, also das sind Daten, die ich bei Google nicht haben möchte. Gab’s ein relativ, wenn ich nämlich denn jetzt einen relativ faszinierend und feste Erlebnisreichenartikel, den ich auch nicht schon als passend werde, nämlich die Gründe für das Scheitern. Damals kannten viele Benutzer von Google noch gar nicht den Begriff E-Health-Record, also was eine Patientenakte ist und die, die da wussten, was das ist, die hatten in der Regel schon eine bei ihrem Arzt, Krankenhaus oder bei der Krankenkasse. Dann hat Google es nicht so richtig geschafft, Verbindung zu Krankenkassen oder niedergelassen Ärzten zu bekommen und große Probleme natürlich in Waren auch, die Sorgen um den Datenschutz unabhängig davon, ob es jetzt berechtigt war oder nicht. Also das ist gescheitert, allerdings waren sie damals nicht alleine, sondern in der Zeit, 2008, also jetzt neun Jahre her, da gab’s ja unzählige solcher Patientenakten online und die sind ja zum Großteileile wieder gestorben. Einfach, weil es kein richtiges Geschäftsmodell gab. Gut, das gab’s hier bei Google, da ein Sammeln, aber wir haben ja gerade die vier anderen Gründe gehört. 

    Letzter Punkt, dann bin ich auch fertig mit Google. Jetzt wird es mysteriös. Und zwar geht’s um Calico. Calico, kann ich euch nur raten, die du hörst, das Podcast macht einmal ein Google Alert drauf. Gibt nicht so wahnsinnig viele Informationen und das ist durchaus ein spannendes, nein, durchaus ein packendes und mittreißendes Thema, denn das ist ein Unternehmen, was 20 13 gegründet wurde, Biologie, Techunternehmen und das sucht nichts geringeres als Methoden gegen die menschliche Alterung zu entwickeln, also das Leben zu verlängern. Ihr habt gesagt, nee, Krebs, brauchen wir nicht, ist für so eine Volkskrankheit, aber das bringt im Schnitt nur drei Jahre mehr Leben. Wir versuchen einfach, das Leben generell zu verlängern. Viel, viel mehr Informationen bekommt man dazu auch nicht, und das tatsächlich so ein bisschen ja mysteriös. Und jetzt die Überleitung zu dir, was Google natürlich auch hat, mit ihrem Betriebssystem Android für mobile Systeme, Google hat natürlich auch ein Health in Android implementiert. Google Fit nennt sich das, wo dann eben die Information aus diesen ganzen Fitness Tracking Apps und Jog Apps und so weiter zusammengesammelt werden können, also den ganzen Schrittzeller und so weiter, Krams. Aber das habe ich gesehen, dass du gleich noch ein bisschen ausführlich bei iOS. 

    So, jetzt habe ich viel geredet, jetzt kommst du. 

    Ja, gute Überleitung, weil Health, das Framework von Apple, ist sauber für den Benutzer, der damit zuerst zu tun hat, eben genau das, einen Datensammelkontainer, der aus verschiedenen Bereichen sich die Daten zusammensucht und die zusammen darstellt und die dann auch in Relation zunandersetzen kann. Also zum Beispiel kann man schauen, wie sich das Gewicht entwickelt, wenn man gewisse sportliche Aktivitäten macht oder gewisse Sachen ist. Wenn man nicht Probleme mit der Schilddrüse hat. Genau, und man kann natürlich auch die Schilddrüsen Probleme mit eingeben und gucken, ob das noch eine Unterschied macht. Aber das ist das, was die Leute als erstes mit Health verbinden. Aber wir werden gleich noch sehen, da steckt noch ein bisschen mehr dahinter. Du hast vorhin gesagt, dass du deine Gesundheitsdaten auch nicht bei Google ablegen würdest, weil du sie dann nicht für sicher hältst. Da hat Apple so einen kleinen Vorteil, weil auch wenn man da nicht genau weiß, was dann am Schluss mit den Daten passiert, ist aber die Maßrichtung von Apple diejenige, dass die Daten dem Benutzer gehören. Also sie liegen nicht zentral auf einem Serverunverschlüssel, sondern sie liegen auf dem Smartphone oder auf der Apple Watch, werden dort verschlüsselt und können dann verschlüsselt in die Cloud oder in die EyeCloud gelegt werden. Das ist die offizielle Maßrichtung, was dann letztendlich immer mit diesen Daten passiert. Das kann man steuern, aber nicht immer ganz vorher sagen, weil es App Anbieter gibt, Firmen gibt, die da natürlich auch auf die Daten zu greifen und die über die Datenschutzvereinbarungen versichern, dass sie die Daten nicht an dritte weitergeben, aber jetzt darfst du intervenieren. Von da ist es ja auch nicht so groß anders als bei Google. Also es ist jetzt auch nicht so, dass es irgendwo einen FTP oder Webseller gibt, wo man dann einfach ein Benutzer auswählt, der ein Android Telefon hat und dann kann man sich angucken, wie schnell er wann wohl laufen. Also das ist auch verschlüsselt und da gibt es auch Datenschutzbestimmung. Es ist jetzt bei Apple ja auch so, dass man nachher die Daten, die jetzt ja schon über ein Jahr von den ganzen iPhone benutzen, gesammelt werden, dass man da auch, wenn man begründeten Forschungsantrag stellt, darauf zugreifen kann. Also es ist nicht so, dass die Daten nur komplett dir gehören. Wie gesagt, nein, aber da kommen wir gleich zu. Und das zweite ist, das Problem ist, dass einfach Google schon zu viel von mir weiß und Apple zu viel von dir, dass ich den jetzt nicht noch Gesundheitsdagen geben möchte. Die wissen schon, was ich suche, die wissen, mit wem ich schreibe, die wissen, wo ich bin, wann, die müssen nicht noch wissen, dass ich einen massiven Schittrüssen schaden, deswegen übergewichtigt bin. Ja, es geht ja auch um so Sachen, wie man geht joggen, man geht laufen und man macht es nicht in seiner gebunden Umgebung in Konstanz, sondern man macht es zum Beispiel auf den malitiven und dann weiß man auch schon, dass derjenige jetzt in Urlaub ist und kann vielleicht daraus irgendwelche Schlüsse ziehen und die Werbung dafür machen oder oder oder oder oder. Aber ich wollte noch, bevor wir jetzt in die große Diskussion abtriften, in die große faszinierende Diskussion abtriften, vielleicht noch ein bisschen was über die Tätigkeiten da sagen. Also diese Herbstgeschichte ist ein Framework, grundsätzlich mal ein Datensammelkontener, wo Apple mit seinen eigenen Apps aber auch ganz viele andere Apps reinschreiben und rauslesen können. Da haben wir dann, wie gesagt, auch schon das Datenschutzproblem, Apple kann natürlich für sich beschließen, dass die Daten auf dem iPhone verschlüsselt abgelegt werden, aber sie können nicht 100 Prozent gewährleisten, dass die anderen Apps, die auf diese Helstdaten zugreifen, bis auch tun. Dann ist Apple natürlich noch ein aktiver Datensammler, also nicht nur, dass sie die Daten speichern, sondern mit dem iPhone, mit der Apple Watch sammeln sie diese Daten natürlich auch, Bewegungsdaten, Schrittzähler, Distanzzähler und so weiter. Und dann ist es auch noch ein Datenanzeigegerät, also der aktuelle Status wird angezeigt, zum Beispiel, wie viel bin ich heute schon gelaufen, wie viel habe ich geschlafen, es wird etwas über die Ernährung angezeigt und auch das Thema Achtsamkeit ist dort genannt, ich gehe jetzt da aber nicht noch näher drauf ein. Und das ist eine sehr ausgewogene Kombination mit der Apple Watch, die sich dann dieses Konzept natürlich nahtlos einreihen. IWatch war das, die man glaub ich dreimal im Tag aufladen muss, oder? Und nachts zweimal. Ja, aber das ist ja auch eine Form von Achtsamkeit und von man bleibt aktiv. Genau, also die Apple Watch passt sich da relativ gut ein als Datensammler und als Datenanzeiger. Und natürlich ist nicht nur die Apple Watch als Datensammler möglich, sondern es gibt auch andere Fitnessdrecker. Wobei nicht alle sind sehr bestreb, die Daten mit Apple zu teilen, weil dann ihr eigenes Geschäftsmodell etwas verloren geht. Mit der Zeit haben sich aber immer mehr von den Fitnessdrecker herstellern Apple angeschlossen, ich glaube, die die jetzt noch als große, noch übrig bleiben ist Fitbit, die haben noch nix selbst geschrieben, dann muss man dann auf Fremdsoftware zurückgreifen, die das abbleicht mit dem Heskit, aber die anderen Garmin, Xiaomi, Polar, die haben sich schon in diese Reihe mit eingekliedert, Nike, ganz klar und die tragen ihre Daten in die Hälst-App ein. Dann gibt’s noch weiterentwicklungen, denn Apple sagt, die wollen nicht nur jetzt den reinen Endverbraucher unterstützen, sondern sie sehen sich wirklich als Dienstleister für die Gesundheitsbranche, und deswegen ist das Thema ResearchKit gekommen, da hast du vorhin gesagt, dass Leute mit einem Forschungsantrag sich Daten abgreifen können, das stimmt, aber dafür muss natürlich der Benutzer seine Daten auch dafür freigeben. Und da gibt’s das ResearchKit für, da kann man dann einmal Daten ablegen, anonymisiert, man kann Daten dann abgreifen und man kann auch eigene Studien drüber laufen lassen. Der Vorteil ist hier, dass es einfacher ist, Teilnehmer zu rekrutieren. 

    Neben dem ResearchKit, das wurde dann weiterentwickelt zum CareKit, das ist so, dass dann nicht nur eine große Gemeinschaft von Wissenschaftlern, das Ganze auswerten kann, sondern hier geht’s darum, dass das Ganze im Krankenhaus, Umfeld von Arzt zu Patient ausgetauscht werden kann. Das ist doch das, was damals dann nach dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern über West Berlin abgeworfen wurde, oder? So was ähnliches, ja, damals gab’s ja noch keine E-Fonds, da hat man das Ganze dann an so kleine Falschämme hängen müssen. Also es gibt tatsächlich schon einige Kliniken in den USA, die HealthKit einsetzen und zwar als zusätzliche Patientenakte. Dort können dann die Patienten noch Selbstdaten eintragen und austauschen mit dem Arzt. Ob das jetzt immer so die beste Variante ist, mag’s sein, aber, na ja, ob das Arzt nutzt, die Sachen eintragen können, herzlichen Glückwunsch kann es in Deutschland auch schon, aber ob Arzt Zeit hat und Mums so da reinzukucken, das ist die Frage für mich. Ja, wenn er halt selbst eine Fragestellung hat, dann wird er natürlich die Daten sich auch angucken. Ich glaube nicht, dass er jetzt einfach in die Patientenakte des Patienten reinschaut, um mal zu gucken, was er so getan hat, das bezweiflich. Aber wenn der Arzt eigene Fragestellungen hat, zum Beispiel irgendwelche psychischen Sachen und der Patient soll sagen, wie er sich über die letzten Wochen hin gefühlt hat, dann wird der Arzt dann natürlich rein gucken und den Verlauf sich anschauen. 

    Du hast vorhin schon angekündigt, dass ich noch Vorteile gegenüber der Konkurrenz nennen möchte. Also gegenüber Google ist, glaube ich, ein wichtiger Vorteil. Man traut Apple ein klein wenig mehr Datenschutz zu. Zum einen, weil sie eben auch damit Werbung machen, dass die Daten verschlüsselt auf dem Gerät sind. Zum anderen, weil Apple nicht eine so extreme Geschichte hat wie Google. Die haben natürlich auch, finde ich, finde ich gut, dass das auch so objektiv bericht ist. Ja, Apple ist wie alle. Die haben natürlich ihr Geschäftsmodell. Aber ich glaube, Apple hat bis jetzt noch keine E-Mails von Leuten ausgewertet oder die Dokumente, die in der iCloud liegen. Ich hoffe, dass jetzt wir mal, dass wir ein bisschen Kommentator anstachen und wir sind ein bisschen Flamware haben, wo sich dann Apple und Google-Ginger soffen. Wie seht ihr das? Glaubt ihr auch, dass Apple die Welt besser machen möchte? Wir glauben beide nicht dran, dass Apple oder Google die Welt besser machen wollen, die wollen sich beide reicher machen. Immerhin hat Google ja den Wahlspruch, der und die E-Well. Also von daher kann ich genau sagen. Genau. Aber Apple hat zumindest noch das zum Geschäftsmodell gemacht, sich so ein bisschen davon abzuheben, ob sie es dann immer durchführen, keine Ahnung, das kann man leider nicht nach kontrollieren. 

    Noch ein letzter Punkt, weil wir sind schon etwas über die Zeit. Deswegen wollte ich noch eine Sache zur Strategie sagen. Also wo geht’s dahin? Was ist so das Ziel von Apple? Das kann man natürlich nur spekulieren. Das weiß man nie so genau. Aber dadurch, dass sie jetzt eben diese etwas höheren Anforderungen in die Datenschutz haben und auch sich Firmen gekauft haben, wie Gliimpse, die Patientenakte propagieren. Da hatten wir, glaube ich, schon mal in einigen News drüber gerichtet. Ich meine, das war die Episode 14 gewesen. Wir haben ja über diesen Zugauf berichtet. Sieht es so aus, als ob Apple sich als Anbieter von digitaler Patientenakte etablieren will. Die haben natürlich eine große Infrastruktur dafür. Deswegen ist die Möglichkeit, die man da hat natürlich viel größer als jetzt eine ECW oder ein sonstiger Anbieter, der das ganze dann rein über Onlineangebote oder Webangebote macht. Aber so wie es aussieht, scheint Apple sich da etablieren zu wollen. Im Moment sieht es aus, als Gaps da wenig Konkurrenz von den großen Herd. Und daher werden wir das natürlich beobachten und werden schauen, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt. Das wird eine Moment. Jetzt muss ich gucken. Eine mittreisende, eine mitreist der Entwicklung. 

  • Episode #19 – Online-Terminbuchung

    In dieser Folge sprechen Renato und Jens über die Termin- und Ressourcenplanung in Arztpraxen sowie deren Entwicklung im Kontext neuer IT-Möglichkeiten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Online-Terminbuchung. Dabei wird zwischen der direkten Terminvergabe an Patienten und der Koordination über zuweisende Fachärzte unterschieden. Für eine effiziente Planung stehen drei zentrale Fragen im Vordergrund: Wer ist der Patient, welche Art von Termin wird benötigt und zu welchem Zeitpunkt soll dieser stattfinden?

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    Transkription

    Gut, dann kommen wir zu unserem Hauptthema wieder mit Jens Naumann, der sich ja in dem Bereich ambulanten Bereich super auskennt aufgrund seine Hintergrund ist und heute ist das Thema die Online-Terminvergaben Jens. Wir haben uns ja vorgenommen, das Thema so aufzuziehen, dass wir erst mal so ein bisschen über die Vergangenheit, dann über die Gegenwartungen und im Schluss über die Zukunft reden. Deswegen am Anfang die Frage, mit was wir Problemen hatten, die Ärzte und die Patienten früher zu kämpfen, dass sie überhaupt auf das Thema Online-Terminvergabe gestoßen sind. 

    Ja, hallo Renato, schön wieder, bei euch zu sein. Das Thema kennen wir natürlich seit vielen Jahren. Praxen haben seit vielen Jahren komplexe Terminplanungssysteme je nach Fachrichtung natürlich unterschiedlich ausgeprägt. Da macht die Erfahrung, dass selbst bei hoch digitalisierten Praxen der Terminplaner aufmals noch eine komplexe Papierkladde ist, wo man Patienten nahmen, übereinander schreibt, weil man weiß, der kommt sowieso nüch, also komplexe Prozesse. Wir merken natürlich, dass insbesondere bei bestimmten Fachrichtungen, wie Fachärztlichen, Internisten, Orthopäden, Neurologen, Psychotherapeuten, insbesondere der Druck von Patienten, neue Termine zu bekommen, immer größer wird. Und die Praxen relativ viel Zeit brauchen, um telefonisch, teilweise per E-Mail, teilweise per SMS, die Termine zu koordinieren, und den Patienten relativ zeitnahe Termine anbieten zu können und unnötige Wartezeiten in der Praxis zu vermeiden. Es geht weit über eine einfache Terminvergabe hinaus, sondern es geht wirklich um Ressourcenmanagement. Die Zeit des Arztes, der benötigt Medizinischen Fachangestellten (MFA), der Geräte vielleicht sauber zu koordinieren. Und da ist Schritt für Schritt in den Praxen, haben sich komplexe Ressourcenmanagement, Zeitmanagement, Systeme etabliert. Die heute in aller Regel offline laufen, in der Praxis verfügbar sind, um darüber Telefon, über andere Wege, die verantwortliche MFA, die Daten mit den Patienten dort vereinbart. 

    Genau, also ich glaube jeder von uns, der beim Arzt war, aus den früheren Tagen kennt es ja auch noch, wenn da so handschriftliche Terminkalender geführt worden, mit viel durchgestrichen und viel Farbe und viel Textmarker. Das waren wirklich erschreckende Zeichen der Organisationsplanung, aber es wird ja etwas besser mit der heutigen Zeit und mit den Terminvergabelsystemen. Wie ist es denn aktuell? 

    Aktuell ist ja die Online-Terminvergabe noch nicht das Mittel der Wahl bei vielen Praxen, wie läuft es denn aktuell so normalerweise? 

    Ja, die Zahlen sind ein bisschen schwierig zu ermitteln. Es gibt aktuell eine Studie der Stiftung Gesundheit, die eine relativ repräsentative Umfrage gemacht haben. Da haben da die Aussage bekommen, dass 15% der niedergelassenen Ärzte derzeit eine Online-Terminbuchung anbieten. Wie immer man das jetzt berechnet hat. Unsere Wahrnehmung ist, dass es da zwei große Trends gibt. Der eine ist, dass diese Ärzte, die es schon tun, unterscheiden, ob sie eine Online-Terminbuchung tatsächlich für die Patienten und ihre zuweisenden Kollegen ermöglichen. Oder ob sie es unterscheiden. Wir merken durchaus, dass insbesondere große fachärztliche Internisten und Orthopäden, Neurologen, also Fachrichtungen, die von Zuweisern leben. Online basiert ihren zuweisenden Ärzten, Tools bereitstellen, damit ohne telefonischen Kontakt gebucht werden kann. Das ist ein Trend, es ist ein Service für den Zuweisern, es erspart, die oftmals dann auch sehr dringlich stattfindenden Telefonate, wenn Patienten beim Zuweisenden Arzt mit hoher Dringlichkeit einen Termin beim Facharzt benötigen Zögerlich, so ist unsere Wahrnehmung, sind die niedergelassenen Praxen heute noch bei der Bereitstellung von Online-Terminen für die Patienten an sich. Das unterscheidet sich von Regionen und Fachrichtungen sicherlich etwas. Aber wir merken, dass es da Zurückhaltung gibt und wir haben das auch mal versucht zu analysieren und haben da so drei Punkte daraus kristallisiert. Zum einen sagen die Ärzte, es sind ja drei Dinge, die geklärt werden müssen, welcher Patient kommt, welcher Art von Terminen benötigt er und wann genau ist dieser Termin? Und schon bei der Frage, welcher Patient stellt sich ja die Frage, es ist ein älterer, es ist ein jüngerer, stellt sich die Frage ganz wichtig. Für die Terminvergabe ist es ein Kassenpatient oder ein Privatpatient. Die nächste Frage, was brauche für einen Termin, ist es notwendig, bei diesem Termin eine Ressource einzuplanen, wie ein Ultraschallgerät oder ähnlich ist. Und dann nicht zuletzt die Frage, wollen wir wirklich sieben Coloscopieden hintereinander in unserer Praxis machen. Also all das muss man, wenn man Online-Terminplanung komplett anbieten wollen, um dem Frontend für den Patient und berücksichtigen. Und das machen die wenigsten, sondern was wir jetzt wahrnehmen, ist, dass bestimmte Arten von Terminen gut planbare Vorsorgen zum Beispiel beim Gynäkologen oder beim Urologen online angeboten werden. Das sind dann eben 15, 20 Termine pro Woche, die sind auf der Webseite des Arztes verfügbar oder können über die Webseite angefragt werden. Aber das ist ein Großteil der komplexeren Termine weiterhin telefonisch oder über e-mail oder andere Wege vergeben wird. Und wir merken auch durchaus, dass viele dazu sagen, mein Terminplanungsystem ist gut etabliert. Ich habe das mit dem Telefon gut im Griff und ich brauche da keine Online-Unterstützung. Also interessant auch in der Studie der Stiftung Gesundheit ist, wurden einige Online-Temen angesprochen und da ist das Thema Online-Terminbuchung, das mit der größten Skepsis in Bezug auf einer flächendeckende Verbreitung von den Ärzten bewertet wird. Das deckt sich auch mit unserer Wahrnehmung im Markt. 

    Hast du das Gefühl, dass es mehr an den Patienten liegt oder mehr an den Ärzten? 

    Wir diskutieren da auch viel darüber, weil wir natürlich Produkte haben, die wir gerne idealerweise allen unseren Kunden verkaufen möchten. Es hängt sehr stark von der Region in unserer Wahrnehmung ab unter Fachrichtung. Also wenn man zum Beispiel in Berlin heute eine hauseärztliche Praxis hat oder eine fachärztliche internistische Praxis, dann wird man wahrscheinlich zumindest in bestimmten Bezirken über einen Angebot einer Online-Terminplanung nicht mehr umkommen. Wenn man neue Patienten haben will, weil in Berlin eine hohe Arzticht ist. Wenn man bei uns ihren Bamberg zum Beispiel, ich glaube nicht, dass es ein Konstanz anders ist oder anderen kleineren Orten. Ein Termin bei einem Orthopäden möchte, dann ist das weniger eine Frage. Komm ich über den Telefon und da komme ich über die Website und dann komme ich relativ schnell auf die Frage. Gibt es überhaupt einen freien Termin? Also, ich habe mit einem Kunden von uns mal intensiv darüber diskutiert und da hat mir gesagt, wissen Sie, ob ich nun online meinen Patienten sage, dass ich keine freien Termine habe oder am Telefon. Das ist relativ egal. Also es ist eine Mischung aus allem. Ich glaube auch, dass die Wahl eines Arztes, wenn man irgendwo ist, nicht davon abhängt, ob er eine Online-Terminbuchung hat. Also ich mer so, wie man sich das in Start-Up-Greisen vielleicht vorstellen, meine App nehme, in meiner App zeigen, lasse welche Orthopäden rund um mich gerade da sind. Und dann bei jenen einen Terminbuke, der zufällig eine Online-Terminbuhrung anbietet. Das Suchen sind ganz andere Kriterien wichtig, nach denen nicht mehr meine Arzt aussuchen. Und es ist eine Mischung aus allem. Die Praxen, die es konsequent durchführen, haben wir auch welche. Das spüren wir, dass sie eine Entlastung in Bezug auf die Anrufe ihrer Mitbehandeln im Kollegen haben, dass das von den mitbehandelnden durchaus angenommen wird. Wenn man da sich darüber abgesprochen und committet hat, also die Mitbehandler müssen das auch lernen, dass das so geht. Und wir haben so Faszichte, wie z. B. Vorhin schon genannte Gynäkologie oder die Urologie, wo Standard-Vorsorge-Untersuchungen gut planbar sind. Ich weiß auch, dass das in der Zahnmedizin für Vorsorge-Untersuchungen sehr gut genutzt wird. Und dort wird sich das Schritt für Schritt aus unserer Sicht etablieren. 

    Und ist das ein Problem, dass ich quasi mit der Zeit sowieso in Luft auflöst, weil die Jüngeren eher mit der Technik umgehen wollen, als die älteren sowohl aufseiten der Ärzte, also aufseiten der Patienten. Oder ist hier die Altersverteilung unwesentlich? 

    Also das ist unsere Wahrnehmung bei allen Digitalisierungsthemen, dass die Altersverteilung relativ unwesentlich ist, auch bei unseren Kunden. Der Niedergelassene Arzt lässt sich ja so durch mit Ende 30, Anfang 40 Nieder, wenn er dann aus der Klinik kommt. Und übernimmt dann eine Praxis und kommt in die Kaufmanischen, organisatorischen, wirtschaftlichen Zwänge und Rahmenbedingungen in dieser Selbstständigkeit. Und da handelt er im Kern nicht anders, wenn er Ende 30 ist, als der Arzt, der mit Anfang Mitte 60 seine Praxis betreibt. Wenn ich mir anschaue, wer bei uns die Online-Terminthalung macht, dann sind das eher die großen Gestande nennen, seit Jahren in ihren Positionen etablieren Praxen mit behandeln, mit der Ende 50 Anfang 60. Das hat nichts mit Alter zu tun. 

    Okay, also eher die regionale Verteilung größere Städte, ja ländliche Gegend eher nahen. 

    Ja, und zum Beispiel, ich kenne Ärzte, die sagen, mir Mensch, ich habe eine bestimmte Gruppe von Patienten, denen möchte ich gerne Online-Termine anbieten. Also zum Beispiel für besondere Leistungen, die die Leistungen. Oder das für den schon angesprochenen Thema der Privatpatienten, die man bei der Terminplanung heute einfach anders behandelt, das ist einfach so. Aber wie soll ich das auf meiner Homepage darstellen, sagt ich mich dann der Arzt hier. Hier Patienten, Termin, vor allem möglich, aber nur für Privatpatienten, das macht ja auch niemanden. Und sofern ist das dann eher ein Dialog zwischen der MFA am Telefon und dem anrufen den Patienten, wo man die Dringlichkeit und möglicherweise auch das Versichungsverhältnis abfragt. 

    Spielt denn da das neue Gesetz zur Terminvergabe auch eine Rolle bei diesem Thema Online-Terminevergabe? 

    Ja, es gab ja vor einiger Zeit eine Gesetzgebung, die das dann auch öffentlich und meiner Wahl mir auch sehr polimisch diskutierte Thema. Den Deutschland zu lange Wartezeiten auf insbesondere Facharzttermine aufgegriffen hat und wo der Gesetzgeber dann die kassenärztlichen Vereinigungen aufgefordert hat, Terminservicestellen zu etablieren. Also für Patienten, den es nicht gelingt im normalen Prozess. Das Einruf ist bei der Praxis, oder wo immer, ein Termin zu bekommen, sich dann Hilfe suchen, an die KV zu wenden und die KV dann durch Ansprache der benötigten Facharzttermine zu bekommen. Es war allen, die in das Szene etwas tiefer sind, relativ klar, dass das so nicht funktioniert und das zeigen, die auch aktuell für öffentlichen Zahlen einiger Terminservicestellen sind bundesweit. Sehr sehr geringe Zahlen von Patienten, die sich darüber Termine geben lassen, weil so die Realität ist am Ende doch funktioniert in der Praxis, wenn ein Patient einen dringenden Termin benötigt. Und eine interessante Studie, schon daneben Effekt, eine indirekte Terminvereinbarung, also ich als Patient hole mir bei der KV den Termin für zu einer signifikant höheren No-Show-Quote, also einer Quote von Patienten, die einfach nicht kommen. Manige KV an der Statistiken veröffentlicht, das ging bis 30 Prozent der Patienten, die über diesen Struktur einen Termin bekommen, aber sich dann in der Praxis nicht haben sehen lassen. Und wir nehmen wahr, wenn ein Patient wirklich einen dringenden Termin braucht, klassische Situation, beim Hausarzt wird etwas festgestellt, dass eines Terminens beim Facharzt benötigt, dann kümmern sich die Hausärzte auch um zeitnahe Termine bei den Facharzt. Das ist gelebte Realität, da ist natürlich eine Online-Termin-Plattform des Facharztes durchaus hilfreich, schnell einen Termin zu bekommen, aber das gut verwendet. 

    Bevor wir zu den technischen Einzelheiten kommen, vielleicht noch die allgemeine Frage, was sind denn jetzt zu die Erwartungsstellung der Ärzte und der Patienten ein solches Terminsystem? Was wollen die von diesem Terminsystem? 

    Ja, das ist schön, das kann man sehr gut unterscheiden. Es gibt ja derzeit auch viele Studien, was sich Patienten vom Digitalisierungsthema erwarten. Und die Antwort bei der Online-Terminbuchung ist einfach, ich möchte sofort jederzeit unabhängig von Zeitort und verwendendem Telefon oder Öffnungseiten der Praxis bei Bedarf einen Termin bei der Praxis meiner Wahl vereinbaren können. Das ist der Wunsch des Patienten, der ist nachvollziehbar, aber der ist natürlich nicht Realitätsnah. In Deutschland, eine Versorgungsstruktur, eine Bedarfsplanung, es gibt eben nicht so viele Orthopäden oder Gynäkologen, dass ich, wenn es mir heute einfällt, ich morgen dort oder übermorgen meinen Wunsch-Termin bekomme, das lässt unser System nicht zu. Und wenn es den Antwort etwas runterfahre, heißt es, also ich möchte schnell online über eine App über, dass die Webseite der Praxis mehr meinen Termin aussuchen können. Insanterweise, in aller Regel bei dem Arzt, bei dem ich schon bin, das ist den Patienten wichtig, dass ich mir einen neuen freien Arzt suche und dort einen Online-Terminbuchung mache, findet sich ja auch statt. Aber die meisten wünschen es bei dem Arzt, den sie bereits kennen, und der der Arzt ihres Vertrauen ist. Wenn man mit den Ärzten spricht, dann sind das dies schon vorhin genannten Punkte zum einen gerade Fachärzte sagen, ich möchte meinen Überweisern und Service bieten, dass sie für wirklich dringliche Fälle schneller einen Termin für ihre Patienten bekommen. Da in entsprechende Portale auch bereitstellen, auch die Kosten dafür übernehmen. Und die anderen, die das für die Patienten einführen, sagen, ich möchte einfach, dass Telefonen aufkommen, für die Standardterminvereinbarung in meiner Praxis senken. Und den Patienten, den so etwas wichtig ist, auch einen entsprechenden Service anbieten. Also da geht es eben auch wieder um die Gruppe der Patienten, die gut versicherte, ersatzkassend versicherte Patienten sind, bei denen die Möglichkeit besteht, Zusatzleistung und zu verkaufen. Oder das Thema der Privatpatienten, das sich eben einen Service anbieten und mein Patient sich von mir auch als Kunde gut betreut fühlt. Das sind so die Hauptargumente, die wir spüren. Und das kommt je nach Fachrichtung, je nach Regionen, wie ich würde, bereits sagte auch, durchaus gut an bei den Patienten. Und dann machen wir jetzt mal ein Schwenk ins etwas technische, wie sieht denn dann die technische Umsetzung aus? Wir hatten ja vorhin schon glaube ich zwischen verschiedenen Versionen und unterschieden, die es in dieser Online-Terminvergabe gibt. Wie sieht das Ganze dann konkret aus in der technischen Umsetzung? Ja, wir haben wir uns hinter andern, das ist eine Terminologie oder eine Klassifizierung, das die Weltweit gültig ist, aber wir haben sie wir uns mal aufgesetzt. Wir unterscheiden zwischen der Online-Termin Buchung und der Online-Termin-Planung einfach um für uns die unterschiedlichen Ansätze klarzumachen. Die Online-Termin-Planung kann man sich rein technisch so vorstellen, dass es ein vollständiges Termin- und Ressourcenplanungssystem für eine Praxis ist, die web basiert läuft. Gibt es Anbieter im Markt? So, wie für die Firma samedi, die so etwas ja komplex und gut ausgereift anbietet. Der Arzt schaltet den in seiner Praxis-Soft für integrierten Termin- und Ressourcenplaner ab, und wird über eine Schnittstelle sich mit diesen samedi jetzt beim Beispiel zu bleiben, system verbinden. Und hat damit einen web basierten Terminplaner für sich selbst eine ganz normale Termin- und Ressourcenplanung in der Praxis vorzunehmen, und dieser Terminplaner kann durch Konfigurationen nach außen online freigeschaltet werden, also er kann bestimmte Sichten für die mitbehandeln in Kollegen freigeben und er kann bestimmte Sichten für die Patienten freigeben, die auf seiner Homepage oder auf einem unterseite seiner Homepage dann dargestellt werden. Zur Folge der Arzt schaltet seinen internem Terminplaner an seiner Praxis-Soft für ab, hat ein anderes System und muss über entsprechende Schnittstellen, die im System was anbietet, dann die Verbindung zwischen Praxis-Software- und Terminplanungsmanagement-System herstellen. Das gibt es im Markt, das ist durchaus verbreitet, und der Patient hat dann je nach Zugriff oder je nach Konfiguration, sieht da eben mehr oder weniger Termine, die ihm die Praxis freigegeben. 

    Das andere Thema, die Online-Termin-Buchung, da gibt es wiederum auch zwei Konzepte, die Grundidee ist immer, ich gehe auf die Homepage meines Arztes oder vielleicht in eine App, aber die meisten sind da Homepages oder ich gehe auf Homepages auf denen Arzt-Termine cumuliert angeboten werden. Und ich sehe die freien Termine, die diese Praxis für eine Online-Buchung bereitgestellt hat, läuft praktisch so, dass man mit einem gewissen Vorlauf in der Praxis in seinen Terminplaner schaut und sagt den Montag vormittag, den Freitag-Nachmittag, den Donnerstag, den geben wir frei für ein halbstündige Vorsorge-Termine und stellt das im System online frei. Und dann kann der Patient das entsprechend buchen und kriegt eine E-Mail in die Praxis gesendet oder wenn es schon Schnittstellen zwischen den lokal laufenden Terminplanungssystemen, der in der Praxis-Software und diesem anderen System gibt, dann wird diese zur Verfügung Stellung der Daten und die Buchen der Daten automatisch repliziert. Unsere Wahrnehmung ist, dass die meisten Systeme da ohne Schnittstellen laufen und dass es eine händische Pflege ist und die verantwortliche MFA in der Regel dann beide Kalender überwacht. Mit all dem dazugehörigen Problemen, dass Totentermin vergeben wird, während gleichzeitig da einen Termin vergeben wird und das permanent aufräumen muss sozusagen. Die erste Gespräche über Schnittstellen, aber diese Schnittstellen sind nicht trivial, weil ich aus Praxis-Software auf Web-Service ist permanent freie Termine replizieren muss und sicherheitsansprüche. Da ist die Frage der Technologie, die man da im Hintergrund verwendet, da gibt es keine Standards und da kommt jeder Web-Termin-Kalender-Anbieter mit eigener Schnittstellenvorstellungen, dann entwickelt sich gerade eine Form von Standard. Und die andere Variante dieser Online-Termin-Buchung ist, dass ich quasi gar keine freien Termine sehe als Patient auf der Homepage meines Arzes. Sondern ich sage, ich stelle eine Anfrage. Ich hätte gerne eine Vorsorge untersuchen, in den nächsten vier Wochen bevorzugt am Nachmittag. Und dann wird mit diesen Suchkriterien eine Anfrage in die Praxis-Software geschickt, der Terminplaner der Lokallaufende wird durchsucht. Es werden drei, vier Termine vorgeschlagen, die werden temporär blockiert und der Terminplaner. Und werden dann auf der Homepage dargestellt, der Patient wählt dann einen Punkt aus und dann wird dieser Termin für ihn gebucht und die anderen werden dann in der Praxis wieder freigegeben. Auch das sind Konzepte, die derzeit beginnen, sich zu verbreiten und diese drei Ansätze stehen im Wettbewerb zueinander. Für jedes gibt es vor und Nachteile. Und wir glauben auch, dass sich dann nicht eines komplett durchsetzen wird. Und dass es je nach Ansatzfachrichtungen, Idee, die Parallelität dieser Ansätze geben wird. Alle mit unterschiedlichen Integrationsanschforderungen an eine Praxis-Software. 

    Auch innerhalb einer Praxis, dass mehr von diesen Systemen eingesetzt werden. Also sowohl Planung als auch Buchung, als auch Anfrage, oder würde sich wahrscheinlich eine Praxis dann für eines dieser Systemen entscheiden. 

    Ja, das ist spannend. Also wir kennen so große Einrichtungen wie M4Zs oder so die mehrere Fachrichtungen haben. Da kennen wir schon, dass die eine Fachrichtung sagt, unsreicht eigentlich nur Standard Homepage, wo man paar freigegebene Termine drauf schreiben kann. Während die andere Fachrichtung sagen, wir möchten wirklich einen Zugriff unserer Mitbehandler auf unseren Kalender. Da ist das dann eben heterogen, dass eine Praxis, ein Diabetologe oder ein Kardiologe, zwei oder drei unterschiedliche Wege führen wird. Das glaube ich persönlich nicht. Aber man muss bei den Digitalisierungsthemen auch immer vorsichtigkein da kommt es. Erstens immer anders und zweitens als man denkt. Oh, da kann ich auch noch so einen Plattenspruch. Vorher sagen, sind sehr schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Ja, das passt ja auch. Das ist mein Lieblingszitral von Heisenberg, genau. 

    Aber wir gerade bei Plattenspruchen sind, also sehr schön ist ja auch dieser Spruch bei diesem ganzen Digitalisierungsthemen. Alle haben gewusst, es ist nicht geten und dann kam einer, der hat nicht gewusst, es ist nicht geten, hat es einfach gemacht. Das ist schon so, dass wir teilweise Ansätze sehen, wo wir uns als mit unseren 20 Jahren Erfahrung in der Branche anmüchtern an den Kopf schlagen und sagen so einen Quatsch. Aber nach einer Weile, man ihn doch erkennt, dass dadurch Ausgluge, wie sagt man, heutzutage Disruptive-Ideen dahinter stehen. Ob das bei Online-Terminitarungen so ist, weiß ich nicht. Das muss dann wahrscheinlich einfach ein paar mutige, unwissende Geben, die es dann trotzdem tun. Aber das beschreibt sehr gut, ist die Lämme an dem gerade diese Digitalisierungsthemen, da ist die Online-Terminbogen ein gutes Beispiel stehen. Ich habe es ja gerade schon versucht zu erklären, das ist nicht trivial, was da technisch erfordert wird. Und am Ende sind ja alle Anbieter, auch wenn sie erst mal vielleicht mit Investorengläsern unterwegs sind, darauf erpicht, dass die Summe ihre Einnahmen größer als die Summe herausgaben ist. Dass er das Ziel eines jeden Unternehmens auch des Unseren, auch das der Praxis logischerweise. Und jetzt kommt genau die Frage, was ist eine Praxis bereit für so einen Online-Terminbogen-System, mal egal welche von den drei Beschriebenen zu bezahlen, monatlich, einmalig, wie auch immer. So und da sind oftmals, und das ist auch eine Besonderheit in der ambulanten Welt, die Aufwendungen, die man hat, um ein solches System zu entwickeln und zu pflegen, nicht in dem richtigen Verhältnis zu dem, was der niedergelassen Arzt ist, bereit ist dafür zu vergüten. Und da bau ich im hohes Kalierung, war also viele Tausende Anwender, bis sich das dann rechnet. Und der Weg bis dahin bis zum Break even ist eben für viele Anbieter, durch Erwebblösungen, auch für uns, wenn sie was selber entwickeln hat, Praxis auf ein Anbieter. Einfach um schwieriger, weil die Preis-Sensibilität des niedergelassen Arztes bei solchen Themen exorbitant hoch ist. 

    Ja, wenn ich auf die Zeit koge sehe, ist es schon extrem vorangeschritten, aber eine Frage wollte ich noch stellen und zwar die Frage über die Zukunftsperspektive, wo läuft es hin, wenn wir uns in 15 Jahren oder 20 Jahren zu dem Thema unterhalten, wie werden wir uns darüber unterhalten? Was werden deiner Meinung nach die Ergebnisse sein? 

    Da kann ich jetzt mit deinem Heisenberg zitieren, der gesagt hat, vorher sagen für die Zukunft sind es sehr schwierig. Aber wir haben natürlich einen Bild davon, wir haben auch etwas daran, wir glauben, wir glauben, dass das Thema Online, Termin, Buchung zwischen Ärzten, also der Kooperationsgrad in der Behandlung erhöht sich. Wir nehmen wahr, dass gerade der Hausarzt und der Facharzt wirklich kranken Patienten eng zusammenarbeiten und dass sich in diesem Bereich auch diese Digitalisierung von Termin vereinbar und so schlichtweg etablieren wird. Ich glaube, dass dieser Bereich mehr und mehr elektronisiert digitalisiert wird. 

    Und bei den Patienten glauben wir, dass die Standard-Untersuchungen, also ich habe es schon mehrfach genannt, es gibt im Standard-Vorsorge-Untersuchungen bei der Gynneologie, bei der Urologie, mein großer Gesundheitscheck bei meinem Hausarzt, also die Themen, die immer wiederkommen oder folge Termine, von denen die Praxis weist, dass sich die Vereinbarung oder die Praxis mir vorher gesagt hat, dass sich die Vereinbarung soll. Dass sich das Zunehmend digital erbreiten wird, wir glauben auch daran, dass das Zunehmend in Apps wandern wird. Wir haben selber die Sicht, dass es unser Glaube, dass es eine App geben wird, die den Arzt und den Patienten miteinander verbindet. Diesen einen Arzt und diesen einen Patienten und in dieser App wird Kommunikation stattfinden, über Termine, über Verordnungen, über Vitaldaten, darüber werden von Dritt App an Britann-Daten in die Praxis geschoben werden. Es wird typisch sein, dass ich meine App nehme, in der mein Hausarzt eingesperrt ist oder mein Zahnarzt, ich reingehe und sage jetzt ganz freien Terminen, da Anfrage machen. Das wird sich etablieren. Entscheint ist auch die Frage, wie werden die Finanzierungsmodelle dazu aussehen, werden solche Apps werbefinanziert sein. Wird der Arzt dafür 10, 15, 20, 30 Euro im Monat zahlen, damit seine Patienten eine solche App verwenden können? Das sind die großen Fragen, die hinter 90% der Aktuellen Digitalisierungsansätze und Gesundheitswesen stehen, wer soll es bezahlen? Und es werden nicht die Kassen sein, die das alles bezahlen. Das glaube ich nicht, kann ich deren gesetzliche Auftrag. 

    Aber das spielt ja dann noch eine ganz viele andere Bereiche mit rein, das geht ja dann schon fast in den Bereich Telemedizin. Also das geht ja dann schon weg von der Online-Terminbuchung und erweitert ja das Spektrum von der Kommunikation zwischen Arzt und Patientinormen. 

    Ja und wir glauben, dass die Frage, welchen Arzt ich wähle, um mich mit einem bestimmten Krankheitsbild behandeln zu lassen? Nicht von der Frage abhängt, ob der mir eine Online-Termin-Buhung anbietet oder nicht. So eine Sankt von der Frage, welchen Rufe der Arzt, wie ist das Spektrum vertraue ich diesem Arzt, was sagen andere zu dem? Und nicht hat eine tolle Homepage mit einer Online-Termin-Buhung. Also, ich persönlich glaube nicht dran. 

    Genau, man muss hier nur auf sich selbst gucken, wenn man sich selbst dabei beobachtet, wie man seine Ärztes sucht. Also, ich würde es auch noch nicht so sehr auf die Online-Terminbuchung geguckt. Aber vielleicht ist das ja mal das Zünglein an der Waage, wenn es zwei Gute gibt und der eine bietet es einen der anderen nicht. Dann könnte es vielleicht der Fall sein. Wenn du in die gute Situation kommst, Renato, bei diesem beiden guten Arzten wählen zu dürfen, wo du einen Termin kriegst, dann wird das vielleicht dein Quateriorum sein. Weil du musst du froh sein, wenn du von einem, bei einem, von beiden einen Termin bekommst. Das stimmt ja. 

  • Episode #18 – Elektronische Gesundheitskarte eGK #1

    In dieser Folge sind geht es um die eGK. Renato und Christian wieder alleine und folgende Dinge werden besprochen: Es werden wichtige Meilensteine der inzwischen laaaangen Historie der eGK vorgestellt und auch kurz auf die Pflicht- und freiwilligen Anwendungen der eGK eingegangen. Alles „technische“ wurde in dieser Folge bewusst ausgespart und wird in einer separaten Folge des eHealth-Podcasts behandelt werden.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Hier hinsicht, starten war also mit der eGK, passt auch gut zum Thema durch. Und zwar mit der Historie. Man sagt immer, dass der Auslöser der Lipobay Skandal im Jahre 2001 war und da war es so, dass Lipobay Medikament von Bayer und Gemfibrozil nicht zusammengenommen werden durfte. Das wusste man aber damals noch nicht und es gab einige Todesfälle. Bayer hat dann auch Lipobay vom Markt genommen und damals wurde die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, sich zu überlegen, was man denn gegen solche problematischen Konstellationen unternehmen kann. Und die sind auf die Idee gekommen, dass man einfach eine Chipkarte nimmt und auf dieser Chipkarte dann die Medikamente und Rezepte gespeichert werden, wenn sie vom Arzt verschrieben werden und dann soll eben klassisches AMTS, also Arzneimitteltherapiesicherheit passieren, es soll also geprüft werden, ob die neue verschriebenen Medikamente eventuell wechselwirkungen mit den anderen Medikamenten haben, die schon vom Arzt verschrieben worden sind und eben auch auf dieser Karte gespeichert worden sind. Damals wurde dann ein Konsortium gegründet, das nannte sich damals bIT4health und bedeutete Better IT for Better Health und da waren dann größend drin wie IBM, Fraunhofer, SAP, die ICW, also die Internet-Componentware und ein großer Karten-Systemhersteller, der dann eben diese Karten auch herstellen kann. Und dieser in eben diese Rahmenbedingung schaffen, um eine Einführung einer solchen Karte zu ermöglichen. Dazu gab es dann auch ein Gesetz, es gab es Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem November 2003 und dort wurde festgelegt, dass die eGK zum ersten Januar 2006 auch tatsächlich eingeführt werden soll. Und jetzt wissen wir ja alle, wir haben natürlich schon seit über zehn Jahren die eGK im Portmonee und die ist vielleicht ein Deckendem Einsatz. Aber dieser erste Januar 2006 wurde verschoben, komm ich gleich nochmal dazu, wurde allerdings noch eine zweite Organisation gegründet, nämlich im Januar 2005, das ist die gematik, die gibt es auch noch bIT4health hat man eigentlich nicht mehr so häufig. Die gematik gibt es noch, dass die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH. 

    Genau, so haben wir kurz sagen, wer da alles drin sitzt, 50% der Stimmrechte entfallen auf die GKV, also die gesetzlichen Krankenversicherungen, die anderen 50% gehen an die Bundesärztekammer, die Zahnärztekammer Apotheker, der Apothekerverband, die deutsche Gesellschaft für Krankenhäuser, also Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassen Zahnärztliche Bundesvereinigung ist auch noch mit dabei. 

    Genau, das war also die gematik, die wurde dann gegründet, um die Einführung auch entsprechend voranzubringen. 

    Trotzdem scheiterte die Umsetzung zum ersten Januar, haben wir gerade schon gesagt, das war dann auch 2006, war auch das Jahr, wo dann die GroKo, also die große Koalition an die Regierung kam und die haben dann direkt eine elektronische Gesundheitskarten Verordnung erlassen und haben das neu geregelt, die wollten so ein Testverfahren machen, dass also in vier unterschiedlichen Stufen, in Testregionen getestet wird, wie die eGK ankommen, dass sowohl unter Laborbedingungen gewesen. Damals sind wohl auch einige usability Probleme aufgetreten, so dass dann eGK’s nur gelesen und geschrieben werden konnte, wenn der Arzt gleichzeitig seine Health Professional Card auch eingesteckt hat und musste dann Pincode eingeben, wenn er den dreimal falsch eingegeben hat, dann wurde die Karte gesperrt, also ganz viele Sachen, die nicht so ganz dem Alltag in der Praxis entsprochen haben. 

    Auf jeden Fall gab es dann dieses Testverfahren, zwischendurch gab es auch immer wieder Kritik, es wurde auch echt, kann ich mir noch gut daran erinnern, unsachlich darüber berichtet, der Chaos Computer Club (CCC) hat dann auch gesagt, dass das Unsicher ist, viele Datenschütze haben bedenken, geäußert, wurde auch angefeuert durch Politiker, die dann so eine Prototyp, so eine Karte in die Kamera gehalten haben und gesagt haben, da sind dann später alle ihre medizinischen Daten drauf. Was natürlich extrem ungeschickt war, also der Weggrund war sicher gut zu zeigen, man hat die Möglichkeit, auf Daten zuzugreifen, in Notfällen oder auch solche Arzneimitteltherapie Prüfungen zu machen, allerdings war es einfach auch faktisch falsch, dass die Sachen allauf einer Karte gespeichert sind, wenn man sich überlegt, wie groß irgendwelche Bilder von Bildgimlen verfahren, vom CT, MRT oder was, ich was sind, da sind wir ganz schnell im Gigabyte-Bereich und die Karte hat also unter 100 KB Speicher, das ist einfach schon ein technisch nicht möglich, hat aber auch dazu geführt, dass es große Verunsicherung in der Bevölkerung gab. Und was dann gemacht wurde damals war dann der Philipp Rösler von FDP, Bundesgesundheitsminister, der hat dann erstmal die Funktionalität dieser eGK eingeschränkt, also das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte wurden erst mal gestoppt. Ist natürlich ein bisschen blöd, weil das meiner Meinung nach einige der absolut sinnvollsten Anwendungen sind und ja eigentlich auch der Grund, wahren so eine eGK einzuführen. Die wurden also gestoppt und dann gab es einen Auftrag an die Industrie, an das Industriekonsortium, die sollen also nachweisen, dass diese Daten sicher sind, dann gab es auch wieder Rückschläge, Rückschläge, Rückschläge, die ich gar nicht alle aufführen will. 

    Seit 2011 ist es dann so, dass dann auch die tatsächlich bundesweite ausrollen, dieser Karte begonnen hat und darf, gab es auch schon wieder Theater, weil dann die Kassenlichtbilder von den versicherten Ein fordern sollten und dann haben einige Kassen, sind wir ein bisschen zuforsch formuliert, dass es so klangerts, ob die versicherten gesetzlich gezwungen sind, Lichtbild zu melden, das konnte man dann hochladen. Die Bilder wurden wieder nicht überprüft, so dass es jetzt einige Hunderte Patienten wohl in Deutschland gibt, die eine extreme Ähnlichkeit mit Brad Pitt oder so was haben und so weiter und so weiter. 

    Das heißt jetzt hast du ja gerade in den News gebracht, das heißt jetzt gibt es dann Modelle-Regionen, die dann starten mit Notfalldaten setzen und es gibt jetzt auch die ersten Regionen, die mit der anderen ersten Anwendungsstaaten, nämlich dem Versichertenstammdatenabgleich. 

    Wenn man sich jetzt mal überlegt, wie lange man da dran gesessen hat, wie lange jetzt da dran rumgearbeitet wurde und das dann jetzt so viele Jahre später die erste Anwendung, Flichtanwendung startet, nämlich dass die Versicherten da an auf der Karte online geändert werden und nicht eine neue Karte ausgegeben werden muss, muss ich sagen, dass dieses ehrgeizige Ziel leider ein bisschen verfehlt wurde oder wie siehst du das? 

    Ja, also ich finde es auch traurig, wenn man halt in die europäischen Nachbarregionen guckt und sieht, wie schnell es da gehen kann. Ich fühle dich da, hat leider mein Berufsstand oder mein ehemaliger Berufsstand auch einiges mit dazu beigetragen. In den Ärzteplättern habe ich häufig Berichte darüber gelesen über den deutschen Ärzte Tag, wo dann einige Ärzte über die Gesundheitskarte gewettert haben und alles schlecht geredet haben und kein gutes Haar dran gelassen haben und eine Art der total blockade aufgebaut haben und gesagt haben, nehm mit uns wird’s das nicht geben und das war sehr schade, weil die natürlich das Ganze verzögert haben zum einen, die haben aber dann auch dafür gesorgt, dass die medizinische Expertise aus dem Diskussionsprozess rausgenommen worden ist. Die Ärzte haben sich dann der Diskussion verweigert oder viele Ärzte, einige Ärzte haben sich dem verweigert und dann kam das Ganze nur noch von technischer Seite her voran. Und das ist ein bisschen schade, weil da drunter natürlich dann auch die Geosibilität gelitten hat. 

    Jetzt machen wir ein bisschen verkerte Welt, ich würde sogar die Ärzte jetzt ein bisschen in Schutz nehmen, also natürlich hätte man sie vielleicht mehr beteiligen können, aber wenn die Gebraustauglichkeit tatsächlich so schlecht ist und wenn man sich überlegt, wie es vermutlich in einigen und ein der ein oder anderen Arztpraxis heutzutage noch so ist, das vielleicht auch Rezepte vorab unterschrieben werden blankumäßig, sodass der Arzt faktisch nachher eigentlich nur noch der Medizinische Fachangestellte zu rufen muss, was für ein Medikament der Patient bekommen soll und so mit dann sich im Sekundenbereich bewegt. Wenn das dann nachher nach der Einführung der eGK, wo es für ein Patientensicherer ist, aber sich dann auf einmal im Minutenbereich befindet und vielleicht zeitgleich wie es am Anfang bei der Karten eingesteckt werden mussten, weil die Karte vom Arzt nicht im Trisor stecken konnte und so weiter und so weiter, dann ist es einfach auch vielleicht eine technische, sehr schöne Lösung, aber halt völlig am Alltag vom Arzt vorbei entwickelt. Also ein bisschen verständnis habe ich da schon. 

    Ja, ich habe verständnis dafür, dass man nicht alles toll findet von dem, aber trotzdem kann man ja dann dran weiterarbeiten und kann sagen, hier müssen wir noch was verbessern und hier muss noch was besser gemacht werden. Das wäre jetzt mein Ansatz gewesen, anstatt sich dann total zu verweigern, aber ich will jetzt auch nicht ein Pauschalurteil über alle Ärzte auskippen, ich glaube da waren einige Klokierer und einige, die sich engagiert haben und jetzt im Moment habe ich das Gefühl, dass die engagierten die Oberhand gewonnen haben und das finde ich gut. 

    Gut, versöhnliche Worte, dann erzähle man ein bisschen was, was wird gespeichert auf der eGK und vor einigen, was davon ist, neu im Vergleich zu vorherigen Krankenversichertenkarte. Ja, so viel Neues ist da, wenn ich jetzt vorne anfange an, ich dabei, wir hatten ja auch, glaube ich, als wir das eHealth-Gesetz besprochen haben, schon mal darüber gesprochen, was alles auf die Karte gehört, also das ist Familiennahme, Vorname, das Versicherten, das war schon vorher drauf, die Krankenkasse war auch schon vorher drauf, Geburtstattung, Geschlecht, Anschrift, auch das ist schon bekannt, die Krankenversicherungsnummer, die ist jetzt dahingehend neu, dass wir eine Einheitliche haben. Also Krankenversicherungsnummer ist nicht mehr nur innerhalb der Krankenkasse eindeutig, sondern ist jetzt deutschlandweit eindeutig. Und Versicherungsstatus war auch schon vorher da, der Beginn des Versicherungsschutzes, der war auch schon vorher da und frisst ablauf auch schon vorher da und jetzt kommt diese Neuerung, dieses Lichtbild ist leider auch nicht ganz so 100% immer das, was der Patient und der Versicherte zu sein glaubt. Was auch Neues ist das Geschlecht, das war auf der allen Krankenversichertenkarte nicht drauf, klingt bisschen komisch, ist aber so. 

    Dann vielleicht noch zu den herren Zielen, beziehungsweise, denn was hier freiwillige Anwendung, also das, weswegen diese eGK ja eigentlich mal gestartet ist, haben wir ja schon gehört, das war als Neymitteltherapie Sicherheit, also als Neymittel riesigen zu minimieren, das ist jetzt nur noch eine freiwillige Anwendung, also der Patient muss dort einwilligen, muss ich vielleicht auch einen eigenen anbietersuchen, den auch vielleicht selbst zahlt. Elektronische Arztbriefe, auch das ist freiwillig. Die Notfallversorgungsdaten, von dem du vorhin in der Nachrichtenbereich gesprochen hast, auch das ist freiwillig. Die ganze elektronisch Patientenakte ist, Renato, was kommt jetzt? – Freiwillig. – Freiwillig. Und auch das sogenannte Patientenfach, wo dann der Patient eigene Daten, die zum Beispiel, was ich einen Schmerztagebuch oder Daten vom Fitness-Tracker oder vom Joggen einstellen kann, in der Hoffnung, dass der Arzt das vielleicht für seine Diagnose oder für die Therapie berücksichtigt, auch das ist freiwillig. 

    Also die ganzen schönen, guten, guten Sachen, die tatsächlich was bringen würden, sind alle freiwillig. – Aber das ist auch gut so. Also ansonsten wäre, glaube ich, die Akzeptanz der Karte, die wäre äußerst gering, wenn die Leute das Gefühl hätten, Sie würden ausspioniert werden. 

  • Episode #17 – Ambulanter Sektor

    In dieser Folge begrüßen Renato und Christian begrüßen Jens Naumann. Als Geschäftsführer eines führenden Anbieters für Arztpraxissoftware und Vorstandsmitglied des bvitg bringt er Einblicke in den ambulanten Sektor.

    Im Gespräch gibt er einen Überblick über den damaligen Markt für Praxissoftware, die Transparenz durch öffentlich zugängliche KBV-Statistiken sowie die Entwicklung verschiedener Softwaregenerationen von frühen Systemen bis hin zu webbasierten Lösungen.

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    Transkription

    Thema kommen, das Hauptthema bei uns heute. Wir machen eine kleine Einführung in den ambulanten Bereich und begrüßen dazu jetzt erst mal unseren Gast. 

    Ja, Hallo Jens, dann stellt du dich jetzt mal vor. Ja, Hallo Christiane Hellerin, naht du noch mal. Mein Name ist Jens Naumann. Ich bin Geschäftsführer der medatixx. Wir sind die Nummer 2 im deutschen Praxistoftware Markt. Ich bin seit über 20 Jahren in der Praxistoftware tätig unterwegs. Ja, und dann bin ich im Hobby noch Mitglied des Vorstands des BVITG, Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) und vertreten da unter anderem auch den ambulanten Sektor. Ganz früh habe ich mal Theoretische Informationstechnik studiert und bin dann wie fast alle in der Branche durch Zufall auf die Gesundheits-IT und die Ärzte dabei gestoßen. 

    Ja, wunderbar. Wir freuen uns, dass du jetzt dabei bist. Das wird auch in Zukunft immer mal wieder so sein, dass entweder du oder einer deiner Mitarbeiter dann dabei sein werden. Und zwar habt ihr bei uns angefragt, ob ihr nicht mitmachen könnt oder wollt. Und da waren wir direkt begeistert davon und zwar ist es ja so das Renato und ich jetzt eigentlich eher aus dem stationären, aus dem klinischen Bereich kommen und in dem ambulanten Bereich wir uns nicht so richtig gut auskennen. Deswegen passt es eigentlich wie die Faust aufs Auge, dass wir jetzt auch jemanden dabei haben, der dann über die ambulanten Geschichten sich eben gut auskennen. Was uns noch wichtig war, das möchte ich nochmal sagen, dass es keine Werbung geben wird für Medatik, wir sind weiter unabhängig, fließt also auch kein Geld und wir werden auch sonst an der Aufmachung des Podcasts, also nichts ändern, es wird weiter auch immer mal wieder flapsig sein und auch absolut die subjektive Meinung von uns hier wiedergegeben werden. 

    Genau und das tolle ist, dadurch, dass wir selbst Bereich noch ein bisschen ahnungslos sind, können wir auch ganz authentische Fragen stellen, vielleicht ähnliche Fragen, die die Zuhörer auch haben. Und die Themen, die wir besprechen wollen, das wird alles aus dem Bereich der ambulanten Versorgung werden zum Beispiel, was es so an Apps gibt, wie der aktuelle Stand des Hosts hingehen soll. Die vorhin schon erwähnte Online Terminvergabe, die es gibt oder die Online-Video-Sprechstunde, die jetzt immer mehr kommt oder auch Arzt-EDV, was man da beachten kann, was es dafür aktuelles Software gibt und wie der Stand der Rettung ist. 

    Ja, ich glaube, dann können wir auch schon loslegen. 

    Ja, sehr gern, also das, was ihr gerade beschrieben habt, dass also viele Menschen in unserer Szene, gerade in der Wissenschaft auch sehr kliniklastig sind, das erleben wir immer wieder, die KIS-Welt ist ohne Zweifel die größere und die doch komplexere und interessandere zumindest von außen, von innen ist unsere mindestens zum komplex und spannend wie die Klinikwelt. 

    Und vielleicht fangen wir damit an, dass ich nochmal aufzeige, was ist der Markt? In dem Markt sich mehr tummelt sich überhaupt die Szene der Praxis Software anbieter. Wie groß ist der Jahr, wie sind da die aktuellen Marktverhältnisse? Praxis Software Markt ist ein rein deutscher Markt, also gibt es auch keine Software, die in Dach oder noch in anderen Ländern läuft, sondern wirklich tatsächlich nur in Deutschland ist gewachsen. Über die Jahre, der große Boom, der Einführung von Software in die Arztpraxen war 1994 beginnend, als die Krankenversichertenkarte sich gerade eingeführt wurde und die Erze subventioniert mit dem Lesegerät, mit dem Drucker und kann sich dann noch ein PC dazwischen schalten. Und haben dann IT gekauft, heute haben wir eine hundertprozentige Sättigung, also wahrscheinlich den 99,5 prozentige Sättigung der deutschen Arztpraxen. Es gibt ziemlich genau 120.000 Installationen in den deutschen Arztpraxen der Humanmediziner und der Psychotherapeuten. Man muss ganz klar davon trennen, den zahnärztlichen Bereich, die zahnärzte haben andere Software, haben eine andere Marktsituation, also von all dem, von dem ich er spreche, dabei handelt es sich immer um den Markt für Humanmediziner und Psychotherapeuten, die auch über die KV abrechnen. Gibt es etwa 120.000 Einrichtungen im Markt, also Praxen mit etwa 160 bis 165.000 Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeutinnen. Die haben alle irgendeine Software laufen. Im Laufe der Jahre hat sich das so etabliert, dass viele mittlere und mittelgroße Unternehmen fusioniert haben. Wir haben derzeit einen Marktanteil des Marktführers, die Komplikum Medical, mit knapp 32 Prozent an diesen Installationen, gefolgt von uns mit 16,5 Prozent. 

    Da muss man noch mal sagen, dass es aber auch dann innerhalb der CompuGroup und auch bei euch noch mal fragmentiert ist. Bei der CompuGroup sind es dann glaube ich einige Produkte, Medista, TurboMed, Medistar und so weiter. 

    Genau, das ist korrekt. Also das ist so, dass keiner der Führer und den Anbieter immer kommt, ob, oder auch die Firma frei, als Gruppe oder wie er als Medatiks nur ein System haben. Denn wir sind alle, die Ergebnisse von Fusionen im Markt, von Mergers oder von Acquisitions, je nachdem, wie das geregelt war. Und wenn man sich auf der KBV-Homepage die Installationsstatistiken anschaut, das ist übrigens sehr schön im Vergleich zum Kissumfeld. Das habe ich gerade gemacht, ja. Ja, die macht sich die Mühe und zählt jedes Quartal, die Abrechnungsdaten-Sätze, in denen Prüfnummern drin stehen. Und kann dann relativ genau die Marktanteile der Anbieter auf ihrer Homepage darstellen, kann das Pro-Produkt, Pro-Hersteller, Pro-KV-Gebiet, macht das Pro-Fachrichtung, also eine sehr, sehr saubere Marktdarstellung. Also bei uns ist es nicht so wie im KIS-Markt, dass wenn man alle Installationen, die die Kissanbieter benennen, zusammenzählt auf 300.000 Krankenhäuser kommt, nur 120.000 haben ja schon eine zweites Standbein. Ja, was aber auch wiederum logisch ist, weil es ja Krankenhäuser gibt, in denen durchaus mehrere Anbieter mit ihren Teilmodulen unterwegs sind, in der Deutschland-Schnatzpraxis läuft ein Anbieter und nicht zwei oder drei. 

    Aber gibt es denn sowas wie Konsolidierungsbestrebungen, dass man sagt, wenn man schon mal so viele Software unter einem Dach hat, dann fängt man mal an, bis hin auch zu räumen. 

    Ja, das ist eigentlich ein geniales Überleidung über die Frage, wie unser Markt, was dort technologisch derzeit etabliert ist. Wenn man sich anschaut, welche Systeme verbreitet sind, dann sind das, wenn man von der Firma Freie des Produktquenzieren ist das von der Kombu-Gub-Medistar-Tobo-Mehr, dann ist das von uns EasyNet oder Concept, dann ist das von Hasomed, Produkt-Elefant oder Ähnliches. Alles Produkte, glaube ich mal, die vor 10, 15 teilweise noch länger zurückjahren konzipiert wurden, die im Laufe der Zeit weiterentwickelten wurden, die aber technologisch auf den damaligen Technologienbogun, extrem ausgereift sind, aber alle auch diese technologischen Lasten mit sich tragen. Und jeder, der ein Produkt hat und egal, ob er einzahlt oder zwei oder drei, denkt natürlich über die nächste Generation von Praxissoftler nach, mit der großen Herausforderung, dass zum einen eine neue Praxissoftler möglicherweise sehr modern ist oder mit Sicherheit sehr modern ist, das aber der Leistungsumfang, den die anderen Produkte im Laufe der Jahre bekommen haben, sich auch erst im Laufe von Zeit entwickelt. Hohe Funktionsdiefe, vielzählige Konfigurationsparameter, so dass also die Generation Praxissoftler, die diese Ablösung kann gerade erst im Entstehen ist. 

    Also wer das zusammenfassend gesagt, dass es jetzt Software gibt, die architektronisch und technisch neuer ist, aber von der Funktionsumfang noch nicht so rankommt an die alter und bestimmen Produkte. Also wir sprechen ja nie von alten, wir sprechen immer von etablierten Produkten. Das war die Riturkutsche. 

    Gibt es noch Arztpraxen, die tatsächlich DOS-Systeme haben? Ja, es gibt es an meinem Promilbereich sicherlich jemanden, aber es ist schon so, dass diese erste Generation, die in der Regel durchgehen, DOS Zeichenorientierte Programme waren, auch so exotischen Betriebssystem wie SINIX, also Linux Derrivat von Siemens und Datenbanksysteme, Entwicklung zu geben, wie MUMPS verwendet haben, alle aus der DOS-Welt zunächst in die zweite Generation migriert wurden, also in die eine einfache Windows-Application, industriell, Datenbanken aus der damaligen Welt. Und dann Schritt für Schritt auch in die heutigen komplexen Windows-Systeme entwickelt worden. Also es sind überall gravische Oberflächen im Markt, zu fast 95 Prozent auch Microsoft dominiert. Es gibt ein, zwei Systeme an Wider, die auf Apple setzen, auch Nativ auf Apple setzen, aber der Markt ist ganz stark Microsoft dominiert, weil eben auch Textverarbeitung, weil Zusatzsoft wäre und so weiter, was der Microsoft-Welt kommt und in der Regel gar nicht in der Apple-Welt zufrieden stellen läuft. 

    Und dieser Wandel findet gerade statt, also die dritte Generation sind die komplexen Windows-Systeme im Markt, die sind etabliert. Und nach und nach mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, unterschiedlichen Konzepten, tritt jetzt die vierte Generation in den Markt, das sind spannenderweise, bis auf ein, zwei Ausnahmen, keine reinen Web-Lösungen, sondern das sind alles Lösungen, die auch noch mit einer zumindest Teilweisen, lokalen Installation einhergehen, wo die Datenhaltung in aller Regeln in lokal stattfindet, schlichtweg, weil das Vertrauen des deutschen Arztes über eine zentrale Datenhaltung auf Sörwan noch nicht sehr ausgeprägt ist und weil auch eine ganze Reihe rechtliche Fragen dazu schlichtweg noch nicht geklärt sind. Deswegen, spannenderweise entsteht auch die jetzt gerade neue Generation, es gibt zu vier, fünf Produkte der vierten Generation, die sich langsam gerade in den Markt bringen, auch diese basieren auf einer lokalen Datenhaltung zumindest der Patienten Daten während zentrale Daten wie die EBM-Daten, die Medikamente-Daten und ähnliches in der Cloud dann abgelegt werden. Also sehr konservativ im Markt. 

    Sollen wir vielleicht die vier Generationen noch mal ganz kurz zusammenfassen, damit die Zuhörer sich das noch mal vor Augen führen können? Also es geht los mit Generation 1 DOS. Genau, das ist die Welt der DOS, also der Zeichen orientierten Systeme, dann wurden sie von einfachen Windows-Systemen abgelöst, einfachen Bezug auf die Funktionalität, also Formuladrog, KV-Abrechen, einfache Dokumentation. Und dann kann die dritte Generation wirklich komplexe Systeme, z. B. Auf Windows basiert, aber auch klassisches Server-Client Installationen, die also Workflow-Unterstützung, die Terminplanung, also die die Papierarme-Praxis-Amböglichen und die Patienten-CRM-Systeme sind, die Praxis-ERP-Systeme sind und die wirklich die Papierarme-Praxis ermöglichen. Und die vierte Generationen, von der man jetzt alle abends spricht, sind Systeme, die, also zumindest ein Teilzwerb basiert sind, die Teilz auf den neuen Technologien basieren und die Funktionale, all das können, was die bisherigen Systeme können, wo aber so Themen wie Schnittstern zur Online-Sprechung und Schnittstern zur Online-Terminplanungen, Schnittstern zur Wissensdatenbanken im Netz im Schlagwort des Session-Supportings und so weiter, viel besser und einfacher Umsetzbar sind als in der dritten Generation diese entstehen gerade. 

    Kann man da auch so eine prozentuale Angabe machen, wie diese vier Generationen verteilt sind? 

    Ja, wir können heute schon davon ausgehen, dass die dritte Generation, also komplexe ausgereifte Windows-Systeme, 95% des Marktes sendt. Da man diese Installationsstatistik der KBV auf der Homepage öffnet, kann man sich nach Systemen anschauen und man sieht interessanterweise, dass es in Deutschland für diese 120.000 Praxen insgesamt 153 Anbieter von Praxis auf der Gibt. Das sieht man deshalb so genau, weil die alle in der KV zu lassen brauchen. Wenn man sich die aber anschaut, sieht man auch, dass die unteren, sagen wir an der Statistik, unteren Anbieter, also unter dem Rang 40, schon nur noch zwei ställige Anwender zahlen haben, also 80, 90 und dass sich die Top 10, 75, 80% des Marktes teilen. Da ist interessanterweise eine Besonderheit zu sehen, wenn man sich das gerade anschaut, es gibt Spezialanbieter, die für die Psychotherapeuten software anbieten. Ja, unter diesen 120.000 Einheiten, die im Markt ambulantätisch sind, sind etwa 20.000 Psychotherapeuten. Und die Psychotherapeuten haben eine spezielle Anform an die Software, also die muss ganz viel nicht können, was eine normale Praxis Software für den Humannmediziner kann, aber sie muss einige Dinge kündigen, die nur der Psychotherapeut braucht. Also durch Monaterapizähler, Kuppenterminplanung und Ähnliches. Da haben sich unter den Top 10 spannenderweise Firmen die Psyprax, Hasomet, Numericampani, Epikur, ganz weit vorne eingesetzt, die mit sehr, auf die Psychotherapeutie zugeschnittenen Lösungen mit sehr, sehr, sehr, ja mal, sensiblen Preismodellen in den Markt gegangen sind und die sich die psychotherapeutische Versorgung komplett auch von den Praxis Softwareanbietern geholt haben und diese mit IT ausstatten. 

    Kann man bei den anderen sagen, wer von den Ärzten interessiert sich denn vor allem für die vierte Generation und für welche Ärzte diese vierte Generation gemacht? Die neue Generation. Genau. 

    Ja, also nach unserer Wahrnehmung, wir selbst haben ein derartiges Produkt jetzt im Markt, seit ungefähr zwei Jahren, haben darauf von unseren 20.000 Anwendern 300 mit dieser neuen Softwareanät war, dass das weder jung noch alt, noch groß, noch klein, was die Praxis angeht ist, noch Mann, noch Frau ist, dann sind alle. Es gibt in wegen zwei Entscheidungskriterien. Das erste ist einfach eine top moderne Anmutung. Man sieht an das Software eben auch, wenn man mehrere Schritte drüberlegt trotzdem an, in welcher Zeit sie entwickelnd und konzipiert wurde und es ist natürlich bei einer neuen Software einfach, man weiß ja, dass Auge ist mit und das Auge kauft auch mit. Also insofern ist es ja zeitgemäße Anmutung und das zweite bei uns zum Beispiel in Hauptaugment, aber das ist bei den anderen Unternehmen mit neuer Software anders. In der USP, dass unsere Kunden zum Beispiel keine Updates mehr machen müssen, das macht das System automatisch im Hintergrund, weil alle Katalogen der EBM, die ICD, was auch immer in der Cloud liegen und automatisch aktualisiert werden und auch der lokale, kleine, automatisch aktualisiert wird. Das z. B. So ein USP, den unsere Kunden sehen. Bei anderen Anbietern, die neue Markt sind, ist es, z. B. In der Reine Appel-Lösung, da ist das Thema Apple, irgendwo, andere wiederum kommen mit einem reinem Browser-basierten Ansatz, um das findet der eine andere Kunde toll. Also auch da eine heterogenität der Auswahl. Unsere Wahrnehmung ist, dass die Entscheidungskriterien in ein Arzt heute Software kauft, sich auch ändern. Er hat vor Jahren war ihm die Frage, ich kaufe mir das erste meines Software, an der Regel sind die Ärzte, die heute Software kauft. Dabei sich das dritte oder vierte System zu erwärben, wenn sie nicht gerade in den Neugrundungen haben, was verschwindend gering ist im Markt. Und dann wissen die genau, was ihnen an ihrem anderen System nicht gefallen hat. Und es ist tatsächlich so, dass es oftmals, es gar nicht die Software selbst ist, sondern dass es die Weichtfaktoren und rum sind, wie zum Beispiel der Service, die Frage, wie schnell reagiert das System aus, wenn es ein Problem gibt und nicht zuletzt auch die Frage, was kostet diese Software? 

    Also unser Markt ist extrem preisensibel. 

    Ich finde auch behaupten deutlich preisensible als der Deutsche Krankenhausmarkt, auch wenn ich weiß, dass da das auch die Krankenhaushersteller unter einem starken Preisdruck der Kunden zu leiden haben.