Episode #17 – Ambulanter Sektor

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Beschreibung

In dieser Folge begrüßen Renato und Christian begrüßen Jens Naumann. Als Geschäftsführer eines führenden Anbieters für Arztpraxissoftware und Vorstandsmitglied des bvitg bringt er Einblicke in den ambulanten Sektor.

Im Gespräch gibt er einen Überblick über den damaligen Markt für Praxissoftware, die Transparenz durch öffentlich zugängliche KBV-Statistiken sowie die Entwicklung verschiedener Softwaregenerationen von frühen Systemen bis hin zu webbasierten Lösungen.

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Transkription

Thema kommen, das Hauptthema bei uns heute. Wir machen eine kleine Einführung in den ambulanten Bereich und begrüßen dazu jetzt erst mal unseren Gast. 

Ja, Hallo Jens, dann stellt du dich jetzt mal vor. Ja, Hallo Christiane Hellerin, naht du noch mal. Mein Name ist Jens Naumann. Ich bin Geschäftsführer der medatixx. Wir sind die Nummer 2 im deutschen Praxistoftware Markt. Ich bin seit über 20 Jahren in der Praxistoftware tätig unterwegs. Ja, und dann bin ich im Hobby noch Mitglied des Vorstands des BVITG, Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) und vertreten da unter anderem auch den ambulanten Sektor. Ganz früh habe ich mal Theoretische Informationstechnik studiert und bin dann wie fast alle in der Branche durch Zufall auf die Gesundheits-IT und die Ärzte dabei gestoßen. 

Ja, wunderbar. Wir freuen uns, dass du jetzt dabei bist. Das wird auch in Zukunft immer mal wieder so sein, dass entweder du oder einer deiner Mitarbeiter dann dabei sein werden. Und zwar habt ihr bei uns angefragt, ob ihr nicht mitmachen könnt oder wollt. Und da waren wir direkt begeistert davon und zwar ist es ja so das Renato und ich jetzt eigentlich eher aus dem stationären, aus dem klinischen Bereich kommen und in dem ambulanten Bereich wir uns nicht so richtig gut auskennen. Deswegen passt es eigentlich wie die Faust aufs Auge, dass wir jetzt auch jemanden dabei haben, der dann über die ambulanten Geschichten sich eben gut auskennen. Was uns noch wichtig war, das möchte ich nochmal sagen, dass es keine Werbung geben wird für Medatik, wir sind weiter unabhängig, fließt also auch kein Geld und wir werden auch sonst an der Aufmachung des Podcasts, also nichts ändern, es wird weiter auch immer mal wieder flapsig sein und auch absolut die subjektive Meinung von uns hier wiedergegeben werden. 

Genau und das tolle ist, dadurch, dass wir selbst Bereich noch ein bisschen ahnungslos sind, können wir auch ganz authentische Fragen stellen, vielleicht ähnliche Fragen, die die Zuhörer auch haben. Und die Themen, die wir besprechen wollen, das wird alles aus dem Bereich der ambulanten Versorgung werden zum Beispiel, was es so an Apps gibt, wie der aktuelle Stand des Hosts hingehen soll. Die vorhin schon erwähnte Online Terminvergabe, die es gibt oder die Online-Video-Sprechstunde, die jetzt immer mehr kommt oder auch Arzt-EDV, was man da beachten kann, was es dafür aktuelles Software gibt und wie der Stand der Rettung ist. 

Ja, ich glaube, dann können wir auch schon loslegen. 

Ja, sehr gern, also das, was ihr gerade beschrieben habt, dass also viele Menschen in unserer Szene, gerade in der Wissenschaft auch sehr kliniklastig sind, das erleben wir immer wieder, die KIS-Welt ist ohne Zweifel die größere und die doch komplexere und interessandere zumindest von außen, von innen ist unsere mindestens zum komplex und spannend wie die Klinikwelt. 

Und vielleicht fangen wir damit an, dass ich nochmal aufzeige, was ist der Markt? In dem Markt sich mehr tummelt sich überhaupt die Szene der Praxis Software anbieter. Wie groß ist der Jahr, wie sind da die aktuellen Marktverhältnisse? Praxis Software Markt ist ein rein deutscher Markt, also gibt es auch keine Software, die in Dach oder noch in anderen Ländern läuft, sondern wirklich tatsächlich nur in Deutschland ist gewachsen. Über die Jahre, der große Boom, der Einführung von Software in die Arztpraxen war 1994 beginnend, als die Krankenversichertenkarte sich gerade eingeführt wurde und die Erze subventioniert mit dem Lesegerät, mit dem Drucker und kann sich dann noch ein PC dazwischen schalten. Und haben dann IT gekauft, heute haben wir eine hundertprozentige Sättigung, also wahrscheinlich den 99,5 prozentige Sättigung der deutschen Arztpraxen. Es gibt ziemlich genau 120.000 Installationen in den deutschen Arztpraxen der Humanmediziner und der Psychotherapeuten. Man muss ganz klar davon trennen, den zahnärztlichen Bereich, die zahnärzte haben andere Software, haben eine andere Marktsituation, also von all dem, von dem ich er spreche, dabei handelt es sich immer um den Markt für Humanmediziner und Psychotherapeuten, die auch über die KV abrechnen. Gibt es etwa 120.000 Einrichtungen im Markt, also Praxen mit etwa 160 bis 165.000 Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeutinnen. Die haben alle irgendeine Software laufen. Im Laufe der Jahre hat sich das so etabliert, dass viele mittlere und mittelgroße Unternehmen fusioniert haben. Wir haben derzeit einen Marktanteil des Marktführers, die Komplikum Medical, mit knapp 32 Prozent an diesen Installationen, gefolgt von uns mit 16,5 Prozent. 

Da muss man noch mal sagen, dass es aber auch dann innerhalb der CompuGroup und auch bei euch noch mal fragmentiert ist. Bei der CompuGroup sind es dann glaube ich einige Produkte, Medista, TurboMed, Medistar und so weiter. 

Genau, das ist korrekt. Also das ist so, dass keiner der Führer und den Anbieter immer kommt, ob, oder auch die Firma frei, als Gruppe oder wie er als Medatiks nur ein System haben. Denn wir sind alle, die Ergebnisse von Fusionen im Markt, von Mergers oder von Acquisitions, je nachdem, wie das geregelt war. Und wenn man sich auf der KBV-Homepage die Installationsstatistiken anschaut, das ist übrigens sehr schön im Vergleich zum Kissumfeld. Das habe ich gerade gemacht, ja. Ja, die macht sich die Mühe und zählt jedes Quartal, die Abrechnungsdaten-Sätze, in denen Prüfnummern drin stehen. Und kann dann relativ genau die Marktanteile der Anbieter auf ihrer Homepage darstellen, kann das Pro-Produkt, Pro-Hersteller, Pro-KV-Gebiet, macht das Pro-Fachrichtung, also eine sehr, sehr saubere Marktdarstellung. Also bei uns ist es nicht so wie im KIS-Markt, dass wenn man alle Installationen, die die Kissanbieter benennen, zusammenzählt auf 300.000 Krankenhäuser kommt, nur 120.000 haben ja schon eine zweites Standbein. Ja, was aber auch wiederum logisch ist, weil es ja Krankenhäuser gibt, in denen durchaus mehrere Anbieter mit ihren Teilmodulen unterwegs sind, in der Deutschland-Schnatzpraxis läuft ein Anbieter und nicht zwei oder drei. 

Aber gibt es denn sowas wie Konsolidierungsbestrebungen, dass man sagt, wenn man schon mal so viele Software unter einem Dach hat, dann fängt man mal an, bis hin auch zu räumen. 

Ja, das ist eigentlich ein geniales Überleidung über die Frage, wie unser Markt, was dort technologisch derzeit etabliert ist. Wenn man sich anschaut, welche Systeme verbreitet sind, dann sind das, wenn man von der Firma Freie des Produktquenzieren ist das von der Kombu-Gub-Medistar-Tobo-Mehr, dann ist das von uns EasyNet oder Concept, dann ist das von Hasomed, Produkt-Elefant oder Ähnliches. Alles Produkte, glaube ich mal, die vor 10, 15 teilweise noch länger zurückjahren konzipiert wurden, die im Laufe der Zeit weiterentwickelten wurden, die aber technologisch auf den damaligen Technologienbogun, extrem ausgereift sind, aber alle auch diese technologischen Lasten mit sich tragen. Und jeder, der ein Produkt hat und egal, ob er einzahlt oder zwei oder drei, denkt natürlich über die nächste Generation von Praxissoftler nach, mit der großen Herausforderung, dass zum einen eine neue Praxissoftler möglicherweise sehr modern ist oder mit Sicherheit sehr modern ist, das aber der Leistungsumfang, den die anderen Produkte im Laufe der Jahre bekommen haben, sich auch erst im Laufe von Zeit entwickelt. Hohe Funktionsdiefe, vielzählige Konfigurationsparameter, so dass also die Generation Praxissoftler, die diese Ablösung kann gerade erst im Entstehen ist. 

Also wer das zusammenfassend gesagt, dass es jetzt Software gibt, die architektronisch und technisch neuer ist, aber von der Funktionsumfang noch nicht so rankommt an die alter und bestimmen Produkte. Also wir sprechen ja nie von alten, wir sprechen immer von etablierten Produkten. Das war die Riturkutsche. 

Gibt es noch Arztpraxen, die tatsächlich DOS-Systeme haben? Ja, es gibt es an meinem Promilbereich sicherlich jemanden, aber es ist schon so, dass diese erste Generation, die in der Regel durchgehen, DOS Zeichenorientierte Programme waren, auch so exotischen Betriebssystem wie SINIX, also Linux Derrivat von Siemens und Datenbanksysteme, Entwicklung zu geben, wie MUMPS verwendet haben, alle aus der DOS-Welt zunächst in die zweite Generation migriert wurden, also in die eine einfache Windows-Application, industriell, Datenbanken aus der damaligen Welt. Und dann Schritt für Schritt auch in die heutigen komplexen Windows-Systeme entwickelt worden. Also es sind überall gravische Oberflächen im Markt, zu fast 95 Prozent auch Microsoft dominiert. Es gibt ein, zwei Systeme an Wider, die auf Apple setzen, auch Nativ auf Apple setzen, aber der Markt ist ganz stark Microsoft dominiert, weil eben auch Textverarbeitung, weil Zusatzsoft wäre und so weiter, was der Microsoft-Welt kommt und in der Regel gar nicht in der Apple-Welt zufrieden stellen läuft. 

Und dieser Wandel findet gerade statt, also die dritte Generation sind die komplexen Windows-Systeme im Markt, die sind etabliert. Und nach und nach mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, unterschiedlichen Konzepten, tritt jetzt die vierte Generation in den Markt, das sind spannenderweise, bis auf ein, zwei Ausnahmen, keine reinen Web-Lösungen, sondern das sind alles Lösungen, die auch noch mit einer zumindest Teilweisen, lokalen Installation einhergehen, wo die Datenhaltung in aller Regeln in lokal stattfindet, schlichtweg, weil das Vertrauen des deutschen Arztes über eine zentrale Datenhaltung auf Sörwan noch nicht sehr ausgeprägt ist und weil auch eine ganze Reihe rechtliche Fragen dazu schlichtweg noch nicht geklärt sind. Deswegen, spannenderweise entsteht auch die jetzt gerade neue Generation, es gibt zu vier, fünf Produkte der vierten Generation, die sich langsam gerade in den Markt bringen, auch diese basieren auf einer lokalen Datenhaltung zumindest der Patienten Daten während zentrale Daten wie die EBM-Daten, die Medikamente-Daten und ähnliches in der Cloud dann abgelegt werden. Also sehr konservativ im Markt. 

Sollen wir vielleicht die vier Generationen noch mal ganz kurz zusammenfassen, damit die Zuhörer sich das noch mal vor Augen führen können? Also es geht los mit Generation 1 DOS. Genau, das ist die Welt der DOS, also der Zeichen orientierten Systeme, dann wurden sie von einfachen Windows-Systemen abgelöst, einfachen Bezug auf die Funktionalität, also Formuladrog, KV-Abrechen, einfache Dokumentation. Und dann kann die dritte Generation wirklich komplexe Systeme, z. B. Auf Windows basiert, aber auch klassisches Server-Client Installationen, die also Workflow-Unterstützung, die Terminplanung, also die die Papierarme-Praxis-Amböglichen und die Patienten-CRM-Systeme sind, die Praxis-ERP-Systeme sind und die wirklich die Papierarme-Praxis ermöglichen. Und die vierte Generationen, von der man jetzt alle abends spricht, sind Systeme, die, also zumindest ein Teilzwerb basiert sind, die Teilz auf den neuen Technologien basieren und die Funktionale, all das können, was die bisherigen Systeme können, wo aber so Themen wie Schnittstern zur Online-Sprechung und Schnittstern zur Online-Terminplanungen, Schnittstern zur Wissensdatenbanken im Netz im Schlagwort des Session-Supportings und so weiter, viel besser und einfacher Umsetzbar sind als in der dritten Generation diese entstehen gerade. 

Kann man da auch so eine prozentuale Angabe machen, wie diese vier Generationen verteilt sind? 

Ja, wir können heute schon davon ausgehen, dass die dritte Generation, also komplexe ausgereifte Windows-Systeme, 95% des Marktes sendt. Da man diese Installationsstatistik der KBV auf der Homepage öffnet, kann man sich nach Systemen anschauen und man sieht interessanterweise, dass es in Deutschland für diese 120.000 Praxen insgesamt 153 Anbieter von Praxis auf der Gibt. Das sieht man deshalb so genau, weil die alle in der KV zu lassen brauchen. Wenn man sich die aber anschaut, sieht man auch, dass die unteren, sagen wir an der Statistik, unteren Anbieter, also unter dem Rang 40, schon nur noch zwei ställige Anwender zahlen haben, also 80, 90 und dass sich die Top 10, 75, 80% des Marktes teilen. Da ist interessanterweise eine Besonderheit zu sehen, wenn man sich das gerade anschaut, es gibt Spezialanbieter, die für die Psychotherapeuten software anbieten. Ja, unter diesen 120.000 Einheiten, die im Markt ambulantätisch sind, sind etwa 20.000 Psychotherapeuten. Und die Psychotherapeuten haben eine spezielle Anform an die Software, also die muss ganz viel nicht können, was eine normale Praxis Software für den Humannmediziner kann, aber sie muss einige Dinge kündigen, die nur der Psychotherapeut braucht. Also durch Monaterapizähler, Kuppenterminplanung und Ähnliches. Da haben sich unter den Top 10 spannenderweise Firmen die Psyprax, Hasomet, Numericampani, Epikur, ganz weit vorne eingesetzt, die mit sehr, auf die Psychotherapeutie zugeschnittenen Lösungen mit sehr, sehr, sehr, ja mal, sensiblen Preismodellen in den Markt gegangen sind und die sich die psychotherapeutische Versorgung komplett auch von den Praxis Softwareanbietern geholt haben und diese mit IT ausstatten. 

Kann man bei den anderen sagen, wer von den Ärzten interessiert sich denn vor allem für die vierte Generation und für welche Ärzte diese vierte Generation gemacht? Die neue Generation. Genau. 

Ja, also nach unserer Wahrnehmung, wir selbst haben ein derartiges Produkt jetzt im Markt, seit ungefähr zwei Jahren, haben darauf von unseren 20.000 Anwendern 300 mit dieser neuen Softwareanät war, dass das weder jung noch alt, noch groß, noch klein, was die Praxis angeht ist, noch Mann, noch Frau ist, dann sind alle. Es gibt in wegen zwei Entscheidungskriterien. Das erste ist einfach eine top moderne Anmutung. Man sieht an das Software eben auch, wenn man mehrere Schritte drüberlegt trotzdem an, in welcher Zeit sie entwickelnd und konzipiert wurde und es ist natürlich bei einer neuen Software einfach, man weiß ja, dass Auge ist mit und das Auge kauft auch mit. Also insofern ist es ja zeitgemäße Anmutung und das zweite bei uns zum Beispiel in Hauptaugment, aber das ist bei den anderen Unternehmen mit neuer Software anders. In der USP, dass unsere Kunden zum Beispiel keine Updates mehr machen müssen, das macht das System automatisch im Hintergrund, weil alle Katalogen der EBM, die ICD, was auch immer in der Cloud liegen und automatisch aktualisiert werden und auch der lokale, kleine, automatisch aktualisiert wird. Das z. B. So ein USP, den unsere Kunden sehen. Bei anderen Anbietern, die neue Markt sind, ist es, z. B. In der Reine Appel-Lösung, da ist das Thema Apple, irgendwo, andere wiederum kommen mit einem reinem Browser-basierten Ansatz, um das findet der eine andere Kunde toll. Also auch da eine heterogenität der Auswahl. Unsere Wahrnehmung ist, dass die Entscheidungskriterien in ein Arzt heute Software kauft, sich auch ändern. Er hat vor Jahren war ihm die Frage, ich kaufe mir das erste meines Software, an der Regel sind die Ärzte, die heute Software kauft. Dabei sich das dritte oder vierte System zu erwärben, wenn sie nicht gerade in den Neugrundungen haben, was verschwindend gering ist im Markt. Und dann wissen die genau, was ihnen an ihrem anderen System nicht gefallen hat. Und es ist tatsächlich so, dass es oftmals, es gar nicht die Software selbst ist, sondern dass es die Weichtfaktoren und rum sind, wie zum Beispiel der Service, die Frage, wie schnell reagiert das System aus, wenn es ein Problem gibt und nicht zuletzt auch die Frage, was kostet diese Software? 

Also unser Markt ist extrem preisensibel. 

Ich finde auch behaupten deutlich preisensible als der Deutsche Krankenhausmarkt, auch wenn ich weiß, dass da das auch die Krankenhaushersteller unter einem starken Preisdruck der Kunden zu leiden haben. 

Schlagwörter

Ambulanter Sektor, KBV, Abrrechung, Datensätze, Markt, Arztpraxis