Folge #97b – Krankenhausinformationssysteme (KIS) in kurz

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Beschreibung

In Folge 97b (Folge 97a waren die KIS-News) sprechen Renato und Christian über KIS. Und versuchen in 30 Minuten KIS mehr oder weniger komplett zu erklären. Und das ist gar nicht so leicht. Denn KIS ist groß. Und viel. Sehr viel.

Deswegen eignet sich diese Folge wunderbar um zu verstehen, WIE kompliziert Krankenhaus-IT ist. Und sie eignet sich auch wunderbar als Übersichtsfolge, was wir schon alles im eHealth-Podcast besprochen haben. Eine Art gesprochenes Inhaltsverzeichnis der letzten knapp 100 Folgen sozusagen.

Ach so, haben wir schon erwähnt, dass KIS groß ist? Und viel? Und kompliziert?
Aber deswegen auch spannend..

Im Nachhinein ist uns noch aufgefallen, dass wir folgende Aspekte vergessen haben: Digitales Diktat, Personaleinsatzplanung.

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Transkription

Ja Renato, ich muss sagen, ich habe mir so viel mehr auch unsere Vornahme immer wieder erwähnen, das macht so persönlich. Ich habe ein bisschen Respekt vor der Folge, habe ich vorher schon gesagt, weil vermutlichich schon so lange in dem Thema drin bin, knapp 20 Jahre. Und dann ein bisschen Angst habe, dass wir jetzt nur die 20-30 Minuten haben und dann irgendwas ganz wichtiges vergessen. Und nachher jemand kommt, war es, du sagst, du bist Experte im Bereich KIS, aber du hast das und das vergessen. Ist ja nur der Test, ob die Leute aufgepasst haben? 

Ja, Agenda wird sein, ich versuche das erstmal ganz bisschen zu definieren, dann wirst du so ein bisschen Bereiche Funktionen, vielleicht eher so ein bisschen die Querschnittsfunktion darstellen, dann werde ich ein paarSachen zu Spezialsystem sagen. Beispiele nennen, dann kommst du noch mal mit Umsystemen mit Architektur, dann du wieder mit Schnittstellen, dann ich wieder mit Anbietern, dann aktuelle Entwicklungen und dann ich so stand in Deutschland. Ist das nice? Setzt very nice. Und wie immer beginnt man mit einer Definition? 

Genau, Definition, ich weiß gar nicht, von wem die ist. Ich bin nicht ganz bescheinend, die ist von mir. Ich habe die von jemanden geklaut, dem ich jetzt keine Kudos ha ha geben kann, aber habe dir noch mal angepasst. Ich würde sagen, unter einem Krankenhausinformationssystemen versteht man die Summe aller vernetzten, administrativen und medizinischen IT-Systemen einer Klinik, mit den Daten erfasst und verarbeitet. So wieKrankenhausprozesse gesteuert werden. Yo, vielleicht am Anfang noch so der Unterschied zwischen KIS und KAS. Den Student sage ich manchmal, KAS ist entweder der Begriff für ein KIS, wenn man betonen möchte, dass es noch andere Systeme gibt und dass es jetzt hauptsächlich hier um das klinische Arbeitsplatzsystem geht, das heißt eben auch KAS. Wenn man das dann natürlich noch andere Systeme gibt, die dann aber nicht mitdrin sind. Oder wenn man ein bisschen klug scheißer ist. Von daher ist, wenn man von KIS redet, ist tatsächlich meistens KAS gemeint. Wenn man jetzt aber insbesondere betonen möchte, dass noch andere Systeme gibt, kann man auch einfach KAS sagen. Genau, und man kann ja noch erwähnen, dass ein Informationssystem ja auch nicht nur aus der Software besteht. Du hast es hier vorhin schon gesagt, die organisatorischen Sachen, die außen rum sind. Aber theoretisch sind ja analoge Dokumentationsgerätschaften auch Teil von einem Krankenhaus-Informationssystem. Genau, wobei das tatsächlich meistens nie mit gemeint wird. Aber lass uns da jetztnicht verzetteln. Haben wir den Ball schon vertendelt. Die spannenden Sachen kommen erst noch, genau. 

So Herr Netzer, machen Sie mal Bereiche und Funktionen. Das ist jetzt eine schwierige Aufgabe, weil, wie gesagt, da kann man stundenlang drüber reden. Ich versuche sehr kurz abzuhandeln. Ich versuche auch immer wieder, die Links zu unseren Folgen zu bringen, die wir damals gemacht haben. Audio-Hyperlinks. Du kennst das schon, weil das jetzt versucht Nummer drei. Genau, wir machen Audio-Hyper-Linx in unseren gesprochenenText rein. Ich mache das Ganze jetzt ganz klassisch anhand eines Durchlaufs, eines fiktiven Patienten. Der Patient wird auf Station aufgenommen. Und dort gibt es das klinische Arbeitsplatzsystem, mit dem sich dann Ärzte, Ärztinnen, das Pflegepersonal beschäftigen. Der Patient liegt auf Station und er bekommt Medikamente. Das Ganze wird verwaltet über das Medikamenten-Management-System. Daran kann zum Beispiel auch mal ein Unit-Dose-System hängen. Und wir hatten auch das Thema Closed-Loop Medication im Podcast schon mal erwähnt. Das war folge zwei. Unit-Dose ist ein Stell-Roboter. Genau. Unit-Dose sind Stell-Roboter, die das automatisieren. Das, was das Pflegepersonal häufig in der Nacht schicht machen müsste. Die Pflege, wir haben sie eben schon erwähnt, die hat auch ihre eigene Dokumentation. Wir sind das schon mal ausgiebig draufeingegangen in Folge zwölf. Da geht es dann um Pflegeplanerstellungen. Aber wie gesagt, besser Folge zwölf hören und den Übergabe-Podcast hören. Absolut. Dann Pflege und ärztliches Personal teilen sich die Kurve. Dort stehen ganz viele Informationen drin, wie Vitalwerte, eben auch die vorhin erwähnten Medikamente. Dort gibt es auch eine Übersicht über Drainagen, die liegen und so weiter. 

Dann verlassen wir langsam mal die Station. Wenn ein Patient kommt, dann bleibt er häufig nicht nur auf Station, sondern es passiert irgendwas mit ihm. Er bekommt Untersuchungen, er wird operiert und damit die externenFunktionstellen, zum Beispiel die Radiologie oder die Endoskopie, damit diese Funktionstellen wissen, was sie machen müssen, gibt es das Order Entry. Dort werden Untersuchungen angefordert, werden noch Informationenüber den Patienten mitgegeben, die Fragestellungen und so weiter. Das Thema Order Entry hatten wir in Folge 30 schon mal. Eng verknüpft mit dem Order Entry ist das Termin- und Ressourcenmanagement. Dort werdendie angeforderten Termine eben terminiert. Das Ressourcenmanagement verhindert, dass es dazu Kollision mit anderen Sachen kommt, mit anderen Terminen. Ja, es ist ja blöd, wenn man so das nicht hat, dann findet ihrsozusagen die Terminvergabe mehr oder weniger nach dem Schiffeversenkenprinzip statt. Wenn man irgendwas machen möchte, dann ist es wichtig, dass der Raum, der jeden Mensch der das macht und von mir ist die Geräte und der Patient natürlich auch Zeit haben. Und dafür sorgt dann Termin- und Ressourcenmanagement. Und wir haben ja schon erwähnt, dass es solche Bereiche gibt wie Endoskopie und Radiologie, Sonografiegehört dazu, die werden durch das Funktionsstellenmanagement verwaltet. Natürlich gibt es da auch jeweils eigene Systeme, aber wenn man das mal zusammenfassen würde, dann fast man das unter dem Funktionsstellenmanagement zusammen. Die bekommen über das Order Entry Aufträge und dokumentieren dann ihre Erkenntnisse im Funktionsstellenmanagement, schreiben dort auch ihren Befund, der dann wiederzurückgeht auf Station. Ebenfalls eingebunden in der Funktionsstellenmanagement, aber auch Teil von dem später noch zu erwähnenen Ambulanzsystem ist dann die Leistungserfassung, alles was das Funktionsstellenmanagement tut, muss in irgendeiner Weise abgerechnet werden. Manchmal ist es eine interne Abrechnung, sodass man darauf interne Kostenstellen bucht. Zum Beispiel die Radiologie, auch externe Patienten untersucht, weil es externt vielleicht keine CTs oder MRTs in der Umgebung gibt, dann kann das Krankenhaus auch solche Sachen abrechnen. Und dafür braucht man das Leistungserfassungs- und Abrechnungssystem. Wenn der Patient jetzt eben nicht nur untersucht wird, endoskopisch, sonografisch, sondern wenn auch eine Therapie in Form einer OP erfolgt, dann wird der Patient operiert und alles was mit dem OP zu tun hat, wird über das OP-System, OP-Management-System verwaltet. Das ist einmal das Thema OP-Anmeldung, aber auch OP-Planung, OP-Dokumentation, OP-Bericht-Erfassung und auch hier wieder das Thema Leistungserfassung. Und hier kommt insbesondere auch noch dazu das Thema Materialmanagement und Stellwesen. Das ist in den Funktionstellen manchmal auch notwendig, gerade bei Endoskopie wird auch Material erfasst, aber im OP-System wird das quasi auf die Spitze getrieben. Material muss einmal erfasst und dokumentiert werden, das ist benutzt wurde und es muss auch nachbestellt werden. Das kann häufig interagieren, manchmal gibt es aber auch zwei Systeme dafür, SAP hat da auch seine Module, die dabei helfen. 

Dann kommt das Thema Ambulanzsystem, einige Patienten werden in intern an Ambulanzen weitergegeben. Zum Beispiel gibt es so was wie eine schildrüsen Ambulan, so eine Bauchsprechstunde oder oder oder. Manchmal können diese Ambulanzen aber auch Patienten von extern behandeln. Und dieses Ambulanzsystem muss eben auch in der Lage sein, Abrechnungen zu machen, also ambulante Abrechnungen, die müssen mitder KV kommunizieren und werden darüber dann auch mitfinanziert. Also in dem Sinne sind dann diese Ambulanzen gleichgestellt mit den Arztpraxen und müssen dann dementsprechend auch ähnliche Systeme vorweisen. Genau, ambulante Patienten ganz kurz sind die, die nicht übernachte bleiben. Genau, das war dann Folge 17, haben wir da unter anderem ausführlicher drüber besprochen, OP-System übrigens Folge 782. 

Gut, jetzt ist der Patient, da mal mal, er wäre jetzt fertig, behandelt, untersucht, jetzt wird er so langsam entlassen. Dafür muss dann der Arzt an Arztbrief schreiben und das passiert mit einem Dokumentenmanagement-System. Die heutigen Dokumentenmanagement-Systeme sind heute nicht mehr nur drauf getrimmt Arztbriefe zu schreiben, sondern man weitet das häufig aus und sagt, okay, wenn man schon was schreibt, dann kann man damit auch befundeschreiben, denn die Funktionalitäten, die man bei der Arztbriefschreibung braucht, die braucht man häufig auch beim Befund schreiben oder beim überhaupt schreiben von irgendwelchen Berichten. Dann entlassen wir den Patienten, da ist ja heute Tage ein Entlassmanagement notwendig. Auch darüber haben wir mal kurz, ich glaube in den News gesprochen, habe ich jetzt aber keine Folge mehr. Und im Nachgang muss der Patient dann kodiert werden, das heißt, ihr müssen ICD-Codes gegeben werden und auch OP-S-Codes, falls etwas relevantes passiert ist. ICD sind Diagnose-Codes, OP-S-Codes sind Therapie-Codes, wenn zum Beispieleine große Untersuchung, weil er eine OP-Stadt gefunden hat, dann werden auch OP-S-Codes vergeben und anhand dessen wird dann eine DRG errechnet und diese wird dann in die stationäre Abrechnung gebracht. 

Und damit sind wir dann auch schon beim nächsten Thema Abrechnung, stationär, ambulant, da gibt es ja alle möglichen Kombinationen, Privatabrechnung, Kassenabrechnung oder eben wie erwähnt mit der KV-Abrechnung-Systeme. Wir bespielen alle diese Möglichkeiten, auch wenn es durch die Kostenträgerkommunikation, also das beispielsweise, wenn der Patient aufgenommen wird, geht natürlich eine Nachricht nach 301 anden Kostenträger zum Beispiel. Und so weiter, das gehört auch alles zu. Genau, oder auch die Kommunikation mit den BG-Systems mit drin. Gut, und als letzten Punkt habe ich jetzt hier noch die Betten-Dispositionen, die könnt man vielleicht mit dem Themen- und Ressourcenmanagement irgendwie verheiratbar. Oder ganz anders, vielleicht auch schlecht. Oder ganz anders. Wo man versucht, eine möglichst reibungslose Verteilung der Betten zu gewährleisten, dass es keine Überforderung der Stationen gibt, dass aber auch möglichst keine Betten leerstehen, dass es möglichst reibungslos funktioniert und auch da kann natürlich die IT helfen. 

Jetzt muss ich atmen und will er folgt dabei. Genau, und ich gebe weiter an dich. Und es gibt, wie ich euch schon erwähnt habe, so einige Systeme, die ich jetzt hier unter Funktionsstellenmanagement subsommiert habeoder andere, die aber auch häufig als Spezialsysteme eingesetzt werden. Und da drüber willst du uns was sagen? 

Ja, da bin ich jetzt auch ein bisschen verwirrt, weil ein Großteil der Sachen jetzt hier bei mir auf dem Zettel stehen, du hast schon ein bisschen angedeutet hast. Also deswegen will ich an hohe Beispielenden, Spezialsystemesind dann häufig welche, die dann zum Beispiel für ein Fachbereich im Relevanz sind, wie zum Beispiel ein kardiologisches Informationssystem, wenn beispielsweise in haußen Herzkatheter labor hat, das ist ja etwas, was moment groß im Kommen ist. Da gibt es häufig Spezialsoftware, wo dann Aufträge beispielsweise hingeschickt werden und dieser Spezialsoftware dann viele Berechnungen und Spezialdokumentation passieren, also Klappenberechnungen, irgendwelche Stenosen eingezeichnet werden können. Da gibt es Spezialsysteme für, es gibt natürlich sowas wie Apothekensysteme, du hast vorhin schon Medikationen. Und alsArzneimitteltherapiesicherheit und Unit-Dose erwähnt, häufig gibt es dann natürlich noch Apothekensysteme, über das dann Lagerbestand verwaltet wird und auch Medikamente eingekauft werden, wo Sachen dokumentiertwerden. Dann gibt es vielleicht eher für die Verwaltung, für die Geschäftsführung, sowas wie Business Intelligence, wo also Daten aus unterschiedlichen Systeme herausgezogen und dann aufbreitet werden, sodass man nachher sehen kann, welche Stationen, weil sie nicht wie finanziellukrativ war, welche Ärzte, wie performt haben, das ganze Reporting zum Beispiel. Opae hast du schon gesagt, Ambulanz hast du schon gesagt, RIS hast du schon gesagt, beim RIS hast du glaube ich auch gesagt, dass darüber dann die Geräteansteuerung erfolgt. Oder also die klassische… Gar nicht. Die DICOM Modality-Worklist, also wenn beispielsweise gesagt wird auf der Station dieser Patientin soll Röntgen-Thorax in zwei Ebenen bekommen, dann wird das normalerweise im Kiss als Auftrag eingetragen, wird dann häufig per HL7, aber auch noch gar nicht. HL7v2. Aber das kommt noch übernoch ein prima Schütz stellen. Okay, wird das dann vielleicht ans RIS geschickt, dort wird der Auftrag noch mal überarbeitet und vom RIS dann über die DICOM Modality-Worklist beispielsweise vom Rundgentgerät abgeholt. Also auch da ist das alles idealerweise verknüpft, wenn dann das Bild fertig ist, wird’s direkt ans PACS geschickt, das kommst du auch gleich wieder, von daher bin ich schon wieder fertig. Mach du mal weiter mit deinemUmsystem, ich weiß immer noch nicht ob ich den Begriff gut oder schlecht finden soll. 

Wir haben jetzt schon ein paar mal das RIS genannt, folge 74, wäre sich dann noch mal tiefer rein versetzen will, dann gibt es das… Also alles was an Archivsystemen gibt. Doch da hatten wir ja schon mal eine Folge, der Bernat hatte da jemanden von Wiesus Interview in Folge 93, wenn man Archivsystemen, dann muss man natürlich auch das Bild Archivsystemen, die häufig noch getrennt sind, die aber hin und wieder auch schon wie in dieser Folge erwähnt zusammenwachsen. Das ist als das Bild Archivsystem, also traditionell eher ein eigenes Archiv, zwar HZM, das andere, das normale Archivsystemen anführungszeichen, früher eher ein dokumentenerArchivsystem. Dann gibt es noch das Laborsystem, wir hatten vorhin das Orderentry genannt und einen Auftrag kann zum Beispiel auch an ein externes Laborsystem gehen, dort in diesem Laborsystem werden dann die Werte erst mal gecheckt. Dann werden sie auch dort erfasst und wieder zurückgemeldet. In Küchensysteme gibt es auch noch, das ist zwar nicht so wirklich klinisch, aber auch dort werden ja hin und wieder italienischeSachen erfasst, damit man zum Beispiel die Äten einhalten kann. Genau, und dann hatten wir in Folge 13 schon mal das Thema Secondary Use und Forschungsdatenbanken, die man ja auch so als Umsysteme betrachtenkann, auch dort gehen Daten vom Krankenhausinformationsystem hin. Und werden dort dann weiter verarbeitet, wird dann Forschung darüber gemacht über die Daten. Genau, also anders ausgerückt, dass die Versorgung, die tatsächlich in Behandlung bei irgendwelchen dringenden Sachen verknüpft wird mit der Forschung. Das war bis dato immer noch so ein bisschen getrennt. Wenn ich vorhin die jetzt die ganzen Sachen weggenommenhabe, kenn ich dir die technischen Sachen noch mal zurückgeben. Vielleicht willst du was über Domain Controller, Kommunikationsserver und Prinzervor sagen? 

Ja, die ganz sexy Sachen, also Domain Controller sorgt zum Beispiel dafür, dass man sich mit einer Benutzerkennung Systemen anmelden kann, das in einer zentrale Stelle gesteuert ist, welche Benutzer gibt es? Was haben die für Passwörter, dass man vielleicht so was wie Single Sign-on machen kann, also sich, wenn man mit vier Systemen arbeitet, morgens nicht an vier Systemen, manuell anmelden muss, dass man nur einmal einPasswort hat, was man ändern muss. Das klar ist, welche Rechte gehören zu einem, das macht so ein ganz, ganz grob, so ein Domain Controller, Kommunikationsserver hat mir, glaube ich, auch schon mal, wenn wirvollgetreint, 40, vollgetreint, 40. Danke, wenn wir also jetzt schon, glaube ich, so ein bisschen in Eindruck vermittelt haben, wie unglaublich viele Systeme ist, dann gibt es im Krankenhaus, müssen die alle miteinandersprechen. Und damit nicht jedes System, mit jedem System sprechen muss, steht in der Mitte häufig so ein Kommunikationsserver. Das ist also alle Systeme mit dem Kommunikationsserver sprechen, der verteilt das entsprechend, kann vielleicht nachrichten, auch nochmal so anpassen, dass das Empfang des Systemen das tatsächlich versteht. Aber auch so komplett un-Sexi-Sachen, wie ein Print-Server, oder ein Fileserver, oder einWeb-Server, auf dem von mir aus irgendwelche SOP-Standard Operating Procedures abgelegt sind, auch das gehört natürlich alles zu IT in einem Krankenhaus. 

Genau, und dann gibt es ja unterschiedliche Philosophien, sage ich mal, um einen Krankenhaus-Information-System zu gestalten. Was gerade die Überleitung für mich, ne? Ja, vielen Dank. Ich nehm, ich soll was zuMonolith und Best-of-Breed erklären, genau. 

Wenn man also nur in Schwarz und weiß, denken würde, dann könnte man sagen, auf der einen Ende ist der Monolith, und auf der einer Seite ist Best-of-Breed-Monolith. Oder ein Monolith kann man sagen, verwendet eineDatenbank, eine Datenbasis, es ist eine Regel von einem Anbieter. Es gibt auch eher monolithische Anbieter auf dem Markt, dazu würde vermutlich so was wie Agfa, die also fast alle Bereiche in einem Krankenhaus abdenken können. Und auf der anderen Seite wäre dann das Best-of-Breed, das heißt, man pickt sich überall die Produkte und die Anbieter raus, die dann dort am besten passen. Beides hat vor und nachteile. Bei einemMonolith beispielsweise hat man natürlich einen Ansprechpartner und häufig gibt es ja so Probleme, wenn irgendwas nicht funktioniert, dann schiebt der eine Anbieter das auf den anderen. Und der anderen schiebt es dannwieder zurück, das hat man bei Monolith nicht das Problem. Man hat auch nicht das Problem, dass es dort viele Schnittstellen gibt, die dann vielleicht stehen können, also technische Natur. Auf der anderen Seite hat man vielleicht nicht den Funktionsumfang, den man hätte, wenn man sich einzelne Best-of-Breed-Produkte herauspickt. Und man ist natürlich auch wieder ein bisschen abhängiger, das heißt, wenn man jetzt 20 Systemart kannman eins vielleicht leichter austauschen. Bei Best-of-Breed wohin gegen bei Monolith, wenn jetzt alle Mitarbeiter mit einem Produkt arbeiten, das auszutauschen, ist natürlich auch wieder ein Problem. Das ist nur so ganz, ganz grob, die vor und nachteile. Jetzt mache ich eine Überleitung für dich. Mehr gerade schon mehrfach Schnittstellen, technische Natur z. B. Hal 7V2 und jetzt gerade auch Schnittstellen bei Best-of-Breed-Ansatz. Am Achst du was zu Schnittstellen sagen? 

Oh ja, gerne, Christian. Das wirkt ein bisschen wie so, wie diese alten amerikanischen Werbung, oder die sie dann sozusagen jetzt deutsch versetzt wurden. Die sind cool, die können sie ihre Wand anstreichen. Genau, also ich will jetzt auch nur wirklich ganz kurz auf die einzelnen Schnittstellenarten eingehen, weil wir sie schon an ganz vielen Stellen besprochen haben. Der klassiker und standert schlecht hin ist hal 7V2, Folge 25. Der deckt so wahrscheinlich immer noch das weiteste ab im Krankenhaus. Dann gibt es gerade im Bereich Radiologie, wo ja auch viel mit Schnittstellen gemacht wird und auch große Datenmengen übertragen werden müssen. Ein Alternativeinform von DICOM. Alternative ist vielleicht, also es stößt in eine Lücke, die nicht gefüllt wird von hal 7V2, wobei es eben auch Überschneidungen gibt, näheres in Folge 52. Dann hatten wir vorhin die ambulanzüstehme Event, da ist das Thema ADT, BDT, GDT und so weiter ein Thema. Also Folge 38 haben wir uns den Thema XTT. Ich habe noch viel gemacht. Ja, ja, ja, ja. Dann hatten wir auch immer wieder in den Interviews und in den News. Das Thema KVSafenet und KOMLEE, das ist auch eine Art Schnittstelle zur Abrechnung. Weitere Abrechnungs-Schnittstelle Paragraph 301, Folge 34. Das Thema CDA hatten wir auch schon in Folge 9. Das ist jetzt keine Schnittstelle, aber als ein Austauschformat für ein Dokument. Und man kann die Arztbriefe oder weitere Dokumente in Form von CDA-Dokumenten an andere weitergeben. Weil wir uns in dem Bereich Krankenhausinformation-Systeme häufig im SAP Umfeld bewegen, sind auch BAPI-Schnittstellen zum SAP-System ein Thema. Und weil das ganz wichtig ist, das hast du bisher noch nicht erwähnt. Ja, ja, das habe ich extra Spannungsbohren für den Schlüssel aufgehoben. Da, wo es hoffentlich langfristig hingeht, in Folge 4. Ganz ganz anfangen, aber das ist auch meine neue machen dazu. Thema FHIR. Genau, aber leider im Moment noch viel zu sehr unterrepresentiert. Aber es kommt immer mehr, meistens in so kleinen Projekten, wo dann zum Beispiel mobile Geräte angebunden werden oder umsysteme angebunden werden. Ja, würde ich schon nicht mehr so sagen, dass der Stand von vor einem Jahr, also im Moment ist es so, dass es eigentlich fast überall alles, was neu gemacht wird, auch darauf gesetzt wird. Also egal, ob es jetzt eine staatliche Sachen sind, die vorgegeben werden. Also das ist, das ist safe, FHIR kommt ganz sicher. Genau, aber wenn man jetzt die Nachrichten anschaut, wenn man die Zählen würde, wird wahrscheinlich immer noch zu 90% – hal sieben vorzweißen – in den meisten Krankenhäuser. Genau, die bestehenden, aber die neuen Sachen sind, glaube ich, jetzt, wenn man neue Sachen definiertes FHIR. Dann anbieter im Dachmarkt. Da haben wir bei der ersten Folge hier zu schon gesprochen, im Nachhinein gar nicht so richtig. Gut, die News, weil ich glaube, die Erwartung waren viel höher, aber einigen höheren, als das, was wir jetzt tatsächlich nicht mehr an neuen Sachen verkündet haben. 

Ja, die Big Five, jetzt müssen wir eigentlich so was einspielen, wie bei Fest und Floschik, oder, präsentiert von nicht, von Bömermann und Schulz, sondern nur von mir, Big Five. Wir starten mal mit Biggest Aquar Orbes, wasja jetzt verkauft wurde, mit Verweis auf die andere Kissfolge hier. Mit den Produkt Orbes, die werkeln gerade auch an einem neuen Orbes You, also eine neue Kissgeneration hat im L5-Basis zu Technikumer später noch mal. Dann gibt es Söner, die vor gar nicht so lange Zeit, fünf Jahren die Kissbarte von Siemens gekauft haben und jetzt Teile davon auch wieder verkaufen wollen. Die zwei größter Kisshersteller haben ISR-MED, Medico und auch in wenigen Häuser Noch Surion. Dann haben wir Nexus mit dem gleichnamen Kiss. Die sitzen noch gar nicht so weit hier aus Konstanz entfernt, Willingen, Schwenning, beziehungsweise Donau Ashingen. Die habenungefähr 240 Installationen in Deutschland, international, geben sie an ungefähr 570, wobei da immer die Sache, was werzählt, was wie. Also wenn irgendwo ein kleines Produkt aus dem Portfolio installiert, ist es zelt das dann dazu oder ne, ja von daher. Auch die werkeln gerade an einer neuen Version, also das ist gerade generell so der Trend, bei denen heißt es dann Next Generation Kiss. Das war Nummer drei, dann haben wir Nummer vier die Meierhofer mit dem Produkt Mkiss ehemals MCC. Es ist letzte Inhaber geführte größere Unternehmen im Kissbereich, die aber eine Minderheitsbeteiligung der Esklebios haben. Letzter Zeit auch schon gesagt, VW ein Österreich gewonnen, wo es in Österreich ansonsten eher im OP-Bereich stark sind, die Uniklinik auch schon ein bisschen ein Kreiswald genommen gewonnen, wo die Forschungsunterstützung läuft, was besondersspannend ist. Also das, was gerade mit der Medizin Informatik-Initiative läuft, wurde da relativ ehrlich schon umgesetzt und läuft dort. Den fehlt so ein bisschen noch ein Schweizer Unishbeteil, glaube ich, die werkeln auchgerade an einer neuen Version, also auch da so eine Next Generation Variante, das heißt dann Mkiss Next, das dann modular, web und Cloud-Fech sein soll. Dann T-Systems, ehemals Tieto, ITB mit Imit1 ist noch einer von den Big Five, würde ich sagen und dann haben wir die Maybe in Future dazu gehörenden Compute Group, die natürlich riesig sind, aber im Kissbereich jetzt noch nicht so wahnsinnig viele Installationen haben und Phillips auch schon genannt mit dem Brazilianischen Tasi, die wahrscheinlich auch auf den deutschen Markt drängen. Genau, das in ganz wenig Minuten der Überblick der Big Five plus zwei. 

Super. 

Dann gehe ich jetzt noch kurz auf aktuelle Entwicklungen ein mit dem Hinweis, dass das keine Anspruch auf Vollständigkeit hat. Alles nicht. Ja, aber gerade das überhaupt nicht. Also wenn man sich so das technischeanschaut, dann drängen die ganzen Hersteller jetzt immer mehr auf eine Web-Operfläche. Das hat natürlich viele Vorteile, gibt dem ganzen auch ein etwas frischeren Anstrich und hat in eine gewisse Flexibilität, das erfordertin einigen Fällen dann im Unterbau auch eine Servicearchitektur. Das war keine Selbstverständlichkeit, heutzutage ist es ja in anderen Branchen fast schon selbstverständlich, dass man eine Servicearchitektur hat und irgendwie oft docker setzt und alles mögliche. Das ist im Kissbereich noch nicht so angekommen, aber nimmt da jetzt immer mehr Formen an, dass man versucht, diese Sachen zu modularisieren und dann eben vielleichtauch einzeln irgendwo anzubieten, dass die Last besser verteilt wird. Ja, genau, also in dem Hinblick muss man auch nur erwähnen, stichwort MDD Medizinprodukte recht, das heißt nur, wenn man die Sachen wirklichmodularisiert, dann kann man das eigentlich als Kissersteller auch stemmen, nämlich dass nur die Sachen, die tatsächlich als Medizinprodukt gedacht sind, dass man die auch nur solche zertifiziert. Wenn alles ein großerKlumpatch ist, dann muss man theoretisch auch alles zertifizieren, was eigentlich nicht machbar ist. Genau, dann hatten wir vorhin schon das Thema FHIR, das unterstützt dieses Servicearchitektur und ein Dauerbrennereigentlich schon seit ich auf Thema Konhit und Medika bin das Thema Mobility. Man kann das jetzt eigentlich schon gar nicht mehr als aktuelle Entwicklung bezeichnen, aber es stört immer noch so dazu, dass man versuchtdamit irgendwie zu punkten. Genau, und dann vielleicht noch ein paar organisatorische Sachen, das Thema Usability nimmt auch immer mehr Fahrt auf oder nimmt immer mehr Einzug, wir hatten das Thema Require with Engineering in Folge 59. Du hast vorhin schon die MDD beziehungsweise die MDR genannt, dachten wir ein Interview mit Christian Jonas in Folge 31. Da können sich die Kissersteller jetzt auch immer weniger rausziehenaus dieser Zertifizierungsgeschichte. Wir hatten das Thema M-Ram schon mal in Folge 16, ich habe irgendwie nicht mehr viel davon gehört, aber es ist zumindest im nicht deutschsprachigen Raum noch ein großes Thema. M-Ram war wie stark ist die Digitalisierung in den Krankenhäusern angekommen, also wie viele Prozesse sind digitalisiert, da gibt es das M-Rammodell mit verschiedenen Stufen. Und du hattest vorhin die Medizininformatik-Initiative besprochen, da habe ich jetzt leider keine Folge, aber wir hatten es bestimmt auch schon mal irgendwo erwähnt. Und es darf keinen Podcast geben, wo das Thema semantische Interoperabilität nicht zumindesteinmal erwähnt wurde. Dabei helfen Sachen wie SNOMED CT, Folge 7 und 23 haben wir darüber gesprochen, einmal im Interview mit Matthias Becker und dann noch mal herausgelöst davon. Genau. Dann lass uns schnell aufhören. Auf Wiederhören.