Folge #146 – Master Patient Index (MPI)

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Beschreibung

In dieser Folge sprechen wir mit Oliver Heinze. „Der Master Patient Index ist eine Softwarelösung zur Zusammenführung von Identitätsrepräsentationen“ sagt unser heutiger Gast, Oliver Heinze, beim Blick auf das Thema MPI.

Bei den zahlreichen Vernetzungs Projekten im Gesundheitswesen stellt sich immer wieder die Frage, wie Patient:innen eindeutig identifziert werden können. Das Thema Identität haben wir bereits in Folge #139 adressiert, nun widmen wir uns der Frage, wie Identitätsrepräsentationen zusammengeführt werden können. Wir erläutern, was der MPI ist und gehen auf Chancen und Barrieren in der Umsetzung ein.

Gegen Ende wird es kurz etwas technischer, wenn der Zusammenhang zum IHE-PIX-Profil erläutert wird, ehe ein kurzer Ausblick gegeben wird (zu IHE XDS verweisen wir auf Folge #11).

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Transkription

So, Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe des eHealth-Podcasts. Wir sind angekommen bei Folge 146 und das Thema der heutigen Folge ist der Master Patient Index. MPI oder MPI und auch für diese Folge haben wir uns einen Gast eingeladen. Das ist heute der Oliver Heinze. Guten Morgen, Oli. Ja, schön. Guten Morgen, Bernhard. Vielen Dank für deine Einladung. Ich freue mich sehr heute hier zu sein. Ja, vielleicht zu Beginn wie üblich eine kurze Übersicht über die Agenda. Wir werden einmal kurz unseren Gast vorstellen, den Oliver. Was macht er? Warum ist er unser Ansprechpartner für MPI? Werden dann so ein bisschen auf das Thema kommen? Master Patient Index. Warum ist das relevant? Warum geht’s genau? Werden verschiedene Use-Cases definieren oder uns anschauen? Und werden dann Chancen Barrieren für den Master Patient Index uns anschauen und einen kleinen Ausblick geben. Also vielleicht zum Start, Oli, wer bist du? Was machst du? Warum hab ich dich für MPI eingeschaut? Ja, genau. Also vom Hintergrund, wenn ich mir die Medizininformatiker, ich habe in Heilbronn und Heidelberg mit die Zielenformatik studiert. Mein Berührungspunkt mit dem Gesundheitswesen war aber schon ein bisschen davor. Ich habe meinen Zivildienst im Rettungsdienst verbracht und hier habe da relativ schnell dann auch gemerkt, dass es wichtig ist, dass die richtigen Daten an der richtigen Stelle sind. Und dass eben auch Prozesse in ganz wichtiges Thema sind. Und ja, das hat sich dann so durch mein Studium auch durchgezogen. Ich habe dann Schwerpunktverteiltesysteme gemacht und im Vernetzungsbereich da aktiv gewesen. Nach dem Studium bin ich dann am Universitätsklinikum in Heidelberg eingestiegen, habe dort noch promoviert in der Abteilung für Medizinische Informationssysteme. Hab mich sehr intensiv dort mit dem Thema Patientenzentrierte Systemarchitekturen für intersektorale Vernetzung befasst. Bei allem eben auch mit dem Einbezug des Patienten. Ja, dann habe ich 15 Jahre da in unterschiedlichen Rollen immer Forschungsnahe mit die Zielenformatikforschung am Uniklinikum in Heidelberg gearbeitet. Hab dort eine regionale Vernetzungsplattform, die PEPA aufgebaut mit, da war eben auch die Systemarchitektur Teil meiner Promotion. Und jetzt zuletzt, wenn ich gerade dabei ein KI-Innovationszentrum aufzubauen, die Abteilung selbst habe ich auch drei Jahre komessarisch geleitet. Also mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich verteiltesysteme und Patientenidentifizierung und daher jetzt Ansprechpartner für uns für die Systema. Ja, ganz genau. Und ja, weil sich dann auch noch gemacht hat, was da mit Reinspiel ist dann, dass ich parallel dazu eine Ausgründung gestartet habe aus dem Uniklinikum in Heidelberg, die VELO7 GmbH, Velo7-hilft Krankenhäusern ihre Gesundheitsversorgung, effizienter wirtschaftlicher und auch menschlicher zu gestalten. In dem wir ihre Patienten mit digitalen Apps in die Prozesse und in die Kommunikation besser einbinden und auch hier ist natürlich dann das Thema digitale Identität vor allem der Patienten und dann die Zusammenführung der richtigen Daten zu diesen Identitäten in ganz ausschlaggebende Punkt. Dann kommen wir zum einen in Thema Master-Patient-Index. Was ist das überhaupt? Detten ist, geht es um ein Index, wo ich verschiedene Identitäten eines Patienten in einer Kennzahl, Kenngröße zusammenführen. Kann man das so sagen oder was ist die Definition, die du deinen Studierenden oder deinen Geschäftspartnern zum Thema MPI mitgibt? Ja, absolut, das trifft sehr gut. Das ist ein Master-Patient-Index. Es ist letztendlich eine Softwarelösung, die genau dafür da ist, nämlich die Zusammenführung von Patientenidentitätsrepräsentationen, muss man ja schon fast sagen, aus unterschiedlichen Organisationen. Wenn man jetzt mal das Beispiel Werner hat, nehmen du bis Patient in unterschiedlichen Einrichtungen, dann bist du natürlich nur wie eine Identität, aber die Repräsentation und dieser Identität kann in einem Krankenhaus eben anders sein als in der Arztpraxis. Also deine Identität ist ja dann umschrieben auf Basis verschiedene Attribute, wie beispielsweise dein Namen, Geburtsdatum, aber auch deine Adresse. Und die sind dann in dieser Einrichtung, wenn der Regel dann schon eine eindeutigen ID zugeordnet, der sogenannten PID, die Patientenidentifikation. Aber wenn du jetzt in einer anderen Einrichtung wieder aufgenommen wirst und den die gleichen Angaben machst, dann hast du dort eine andere ID, ein anderen Nummernkreis, wie man auch sagen würde. Das genau unter einem einheitlichen, unter einer eindeutigen ID dann zusammenzubringen, die so unterschiedlichen, dafür ist ein Master Patient Index da. Das heißt, es geht im Wesentlichen darum, anhand von verschiedenen Matching Algorithmen oder so festzustellen, ist das der gleiche Patient. Es ist die gleiche Person und gehören die zusammen, muss ich die auf eine gemeinsame eindeutige ID matchen und diese dann für den Datenausthausch zu verwenden. 

Ganz genau und du hast es jetzt gerade schon angesprochen, also die Algorithmen spielen dann eine ganz wesentliche Rolle und das ist natürlich dann auch die Qualität der Software, die das ausmacht. Man kann sich jetzt vorstellen, dass man das sehr einfach macht, indem man einfach nur die einzelnen Text-Strings vergleicht, in dem Algorithmus oder dass man eben auch mit Ähnlichkeitsanalyse arbeitet. Und das macht dann eben die Qualität des MPI ist nachher aus, wie gut dieser Algorithmus funktioniert. Man kann sich ja vorstellen, da gibt es natürlich einfache Fälle, da gibt es aber eben auch Fälle, die ein bisschen schwieriger sind. Es geht jetzt nicht nur darum, dass man deine Identitäten, deine Repräsentation, der Identitäten richtig zusammenführt, sondern dass man eben auch andere, die vielleicht trotzdem ähnlich sind, aber auch abgrenzt. Also ein beliebtes Beispiel ist, dass Vornahme, Nachnahme, Geburtstag gleich sind, so kann schon mal vorkommen oder auch bei Zwillingen. Die sind dann auch natürlich am gleichen Tag geboren, haben auch den gleichen Nachnahme und so lange sie vielleicht noch zu Hause leben, alle auch die gleiche Adresse. Und das ist dann wirklich für den Algorithmus schon kaum noch zu unterscheiden. Deswegen kann man da in der Regel so eine Schwellwerte dann einstellen in der Software, wo man sagt, bei so viel Prozent, in Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um den gleichen Datensatz handelt und die gleiche Identität, dann der Algorithmus, das hat einen entscheidend, das wird automatisch zugeordnet. In dem Bereich ist es so, das liegen sie so auseinander, da kann es auch alleine entschieden werden, dass es eben nicht die gleiche Identität ist. Und dann gibt es eben den einen Topf sozusagen, wo es unklar ist. Und da ist es so, dass dann Arbeitslisten erzeugt werden, wo dann noch ein Mensch ran muss, ein Mitarbeiter aus der IT zum Beispiel. Der dann schaut, ist es jetzt die gleiche Person oder es sind doch zwei verschiedene. 

Jetzt heißt es schon so ein bisschen diese Softwarelösung skizziert, was dieser Algorithmus können muss, wo würde so eine Softwarelösung denn aufgehängt sein. Wir hatten gerade die Situation Krankenhaus, da haben wir ja in der Regel die Situation, dass wir einen Patienten führen des System haben. Das ist häufig eben das Krankenhaus-Informationssystem, aber auch da gibt es ja schon innerhalb eines Krankenhauses eine Systemvielfalt, wenn man an die ganzen einzelnen Systeme, Labor, Pax- und Radiologie-Informationssystem und so weiter denkt, häufig ist es da schon so, dass mit mehreren IDs gearbeitet wird und das alles auf eine zentrale ID auf die in der Regel des führenden Patientenführenden-Systems gemappt wird. Kommt da schon eine MPI-Lösung in frag oder ist sie dann für den Austausch mit anderen Kliniken relevant? Ja, da kann ein MPI auf jeden Fall sehr hilfreich sein. Wenn jetzt zum Beispiel das wirklich so ist, dass Patientenaufnahmen noch in unterschiedlichen Systemen auch erfolgen und auch wenn sie zu einer Einrichtung gehören, dann kommt man in meinen Augen auf einen Fall um einen Master Patient Index herum. Wenn jetzt das führendes System immer für die Aufnahme verantwortlich ist und dann diese S-Erzeugte-Patienten-ID-Pit dann über den Kommunikationsverfahren, meistens dann an die Subsysteme kommuniziert wird und dann die Daten, die dort der hohen werden unter dieser Pit dann auch gespeichert werden, dann ist das auch okay. Aber in den größeren Häusern ist es häufig dann auch so und da haben wir jetzt auch den zweiten Use Case, wenn man dann auch Daten für die medizinische Forschung wieder verwenden möchte aus der medizinischen Routine-Dokumentation. Und dann hat man zum Beispiel das Thema mit den Vio-Banken, da ist es dann manchmal so, dass die eben noch nicht über den Kommunikationsverfahren mit eingebunden sind und dann tatsächlich noch eine eigene, einen eigenen Patientenstamm auch erzeugen. Und in so einem Fall ist dann auch ein Master Patient Index, auch ein In-Haus sozusagen ein wichtiges Instrument, um eine bessere Datenqualität erzielen zu können und auch automatisiert diese Daten zusammenzu. Das heißt, so ganz grob verallgemeinert könnte man sagen, je mehr verschiedene Systeme, je heterogeneer meine Systemlandschaft ist, desto eher macht es Sinn als Krankenhaus, als Krankenhauskette, über sowas wie ein Master Patient Index nachzudenken und der Mehrwert wird natürlich dann noch größer, wenn man das Ganze auch noch regional oder bundesweit legen. Absolut, also die Kettes auch ein gutes Stichwort, weil in meinen häufig, wenn ja kleinere Häuser heute auch zusammen geschlossen gehen, gehen in größeren auf und die IT-Systeme sind natürlich dann dort andere. Und hier kann dann ein Master Patient Index extrem helfen, die IT-Systemlandschaft dann auch zu verbinden und nach und nach zusammenzuführen. Also dieser US-Case dann auch intersektorale Kommunikation ist dann ein weiterer US-Case. Gerade regional spielt sich da ja einiges Abversorgung, entlang der Patient Journey ist ja häufig auch regional. Und das spielt sie eben nicht, wenn du noch in einer Einrichtung ab und gerade hier dann das zusammenspiel hinzubekommen ist ein wichtiges Thema. Ja, du hast ja jetzt auch schon das Thema Nationale US-Case oder Nationale Infrastruktur angesprochen, da haben wir die Telematikinfrastruktur der GMATIC. Und hier ist es ebenso, dass die Patienten im System über ihre eGK, die von der Versichertenkarte eindeutig identifiziert sind und diese hier verwendet wird, sodass hier ein direkter Master Patient Index, so wie wir in jetzt hier heute besprechen, an dieser Stelle nicht benötigt wird. Also wenn es jetzt dann darum geht, diese dann aber auch die TI mit regionalen Netzwerken zu verknüpfen, dann ist es natürlich wieder sehr wichtig und auch die Versichertennummer oder die eGKnummer spielen auch als Datenfelder als Attribut im Kontext eines Master Patient Index auch eine wichtige Rolle rum. Ja, die Wahrscheinlichkeit der Trefferwahrscheinlichkeit oder der Wahrscheinlichkeit, das ist eben unterschiedliche Personen sind auch dann zu erhöhen. Ja, wichtige Stichwort, das Master Patient Index taucht nämlich in den GMATIC Spezifikationen, bis lang nicht auf, vielleicht kommen wir mal von den US-Cases hin zu Chancen und Barrieren. Also was fördert die konsequente Nutzung eines Master Patient Index? Also warum könnte das sinnvoll gut und richtig sein? Und was sind aktuell seiner Meinung nach Barrieren, die vielleicht ne flächendeckende Nutzung insbesondere bundesweit oder zumindest irgendwie regional noch entgegenstehen? Ja, ich denke die Chancen, die sind vielfältig, also ich denke in Master Patient Index ist ein ganz wichtiges Element, eine Systemarchitektur, die in der sektorale US-Cases vor allem auch regional dann erst ermöglicht. Und ein anderer Aspekt, der hier zum Tragen kommt, ist das Thema Datenqualität. Also ich kann mit einem Master Patient Index auch, und das haben wir in Heidelberg auch gemerkt, auch natürlich Duplikate im System finden. Also wenn du da jetzt bestimmten Patienten-Datensatz dann übermittels, dann findet der Algorithmus natürlich auch in Haus gegebenenfalls Duplikate oder lässt nochmal ein andere Sichtweise auf die eigene Datenqualität zu. Und ja, kann da Verbesserung führen. Und auf der anderen Seite als dritte Aspekt sehe ich vor allem auch einen besseren Datenschutz, weil natürlich fehlzuordnungen viel seltener werden. Dass eben dann auch sichergestellt ist, dass die richtigen Daten auch an der richtigen Identität hängen und es da nicht zur Verwechslung kommt. 

Ja und im Datenschutz geht da natürlich auch eine erhöhte Patienten-Sicherheit einher, dass ich eben auch die Daten auch tatsächlich verfügbar habe und nicht irgendwie Informationen verloren geben oder was glücklicherweise immer seltener vorkommen, dat an einem falschen Fall hängen oder an einem falschen Person, an einem falschen Patienten hängen, dass das diese Gefahr so ein bisschen damit reduziert wird. 

Und was siehst du als Barrieren, also warum könnte sich das noch verzögern, warum gibt es das vielleicht eher innerhalb eines Krankenhauses oder einer Akette-Ansätze zu so ein Master-Patient-Index und eben noch nicht bundesweit in die Gematik-Spezifikation? Ja, also ich denke, dass das so was wir jetzt so in den letzten Jahren erlebt haben, sind ja so zwei Szenarien, die intersektorale Projekte oder intersektorale Use-Cases ermöglicht haben. Das eine ist ein bisschen dieser Bottom-Up-Ansatz, wo dann getrieben durch, ja einfach durch, wie Versorgung eben stattfindet, um einen Krankenhaus herum. Solche Ansätze dann ja gebraucht wurden, weil man dann eben intersektorale Daten austauschen wollte. Dann auf der anderen Seite dieser Top-down-Ansatz mit der Gematik und der TI und diese beiden Ansätze, die treffen sich jetzt gerade, das merken wir jetzt, die Krankenhäuser sind dabei auch ihre Informationssysteme in die TI zu implementieren. Und ich denke, dass hier auch v.a. Mit allen der großen Herausforderungen in der nächsten Zeit liegt, dass wir diese regionalen Ansätze eben mit dem TI-Ansatz so sinnvoll verknüpfen, dass wir hier auch die vor allem die Chancen dann im Vordergrund haben. Und das wird sich dann so ein bisschen zeigen. Ich glaube, das muss ich dann noch so ein bisschen einrütteln, welche Use-Cases dann mit welcher Infrastruktur vielleicht kommuniziert werden und genauhut dann die einzelnen Nutzen-Effekte dann tatsächlich stattfinden können. Ansonsten warrieren. Ich meine, ein Master-Pelchen-Index den Märk der Anwender gar nicht. Da hat ja da keinen direkten Austausch mit. Er hat da keine Berührungspunkte mit. Dieses Software nutzt er selbst ja gar nicht, die die spielt im Hintergrund. Ich denke, im warriere Richtung Anwender schafft, also jetzt Richtung medizinische Fachkräfte oder auch Richtung Patient. Und natürlich selbst ist er dann darin zu sehen in der Usability, wie komme ich an meine digitale Identität und wie einfach kann ich mich dann gegenüber einem System authentifizieren damit. Und dann ist natürlich die Frage, wie gut ist dann sozusagen oder wie ist dann so ein Identitätsprovider dann auch in eine solche MPI-Lösung integriert. Und das zum Beispiel in der Schweiz, da sind wir auch mit metaLéptiv mit unseren Apps. Wir haben unsere Apps sind im Prinzip stateless. Das bedeutet, wir haben keinen eigene Identität, wir sprechen keine Blitzer, konnten, wir speichern auch keine medizinischen Daten, sondern wir setzen komplett auf interoperables Back-End. Was aus dem IHE-Dokumenten Repository besteht, oder dann im Haar 7 Feiers-Auber. Und im entsprechenden Identitätsprovider, der dann Identitäten für die Patienten in unserem Fall bereitstellt. Und in der Schweiz gibt es zwei Anbieter, die auf für das Gesundheitswesen dort zertifiziert sind, landesweit. Und wenn dann einen Anwender der App sozusagen dort einen Zugang hat, dann kann er den eben nutzen, um Zugang zu seinem elektronischen Patienten, du sie jetzt zu haben und damit dann eben auch Zugang, was jetzt in Deutschland die ePA… 

Ist das ja gerade schon IHE erwähnt? Da gibt es ja auch schon seit einiger Zeit ein entsprechendes Profil, das IHE Pix Patient Identifier Cross Referencing, muss eben ja genau darum geht, im Integrationsprofil zu definieren, wie Daten von Patienten unterschiedlicher Verwaltungsbereiche, also in der Regel verschiedenen medizinischen Informationssystemen, in Beziehung gesetzt oder eben ausgetauscht werden können. Kannst du das noch mal so ein bisschen in dem Kontext oder Zusammenhang stellen, in welchen Verhältnis steht? MPI und das IHE Pix Profil. Ja, sehr gerne. Und das ist ein wichtiger Punkt, denn da haben wir eben bei den Barrieren noch gar nicht darüber gesprochen. Natürlich ist das Thema Interoperabilität, wenn du so willst, eine Barriere, bei Masterpatient Index, so wie er definiert ist und die Funktionalität hier ausführt, ist ja natürlich massiv auf Schlittstellen angebiesen. Ich muss mit dem einen System IHE Identitätsdaten melden, ein anderes fragt die vielleicht ab. Und genau hier kommt dann eben IHE ins Spiel, IHE als Standardisierungsinitiative, die dann Integrationsprofil entwickelt. Das Pix Profil ist ein solches Integrationsprofil in der IT-Idomain, in der IT-infrastructure-domain. Und verwendet hier die HL7-Standard-Familie. Also wir haben hier in dem Profil HL7 V2 und V3. Und das Pix M, das M steht für Mobile, da werden dann auch schon HL7-Fire-Nachrichten verwendet. Und ja, so ein Integrationsprofil besteht hier immer aus Akteuren und Transaktionen. Die Akteure nehmen eine bestimmte Rolle ein und kommunizieren dann untereinander über die Transaktionen. Und diese Akteure werden dann in einem Software-System implementiert. Und es gibt hier jetzt im Pix Profil drei wichtige Akteure. Eine Akteure ist der Pix-Konsumer, also der Patient Identifier Cross-Reference-Konsumer. Das wäre jetzt zum Beispiel ein System, ein Arztpraxisverwaltungssystem. Was von einer regionalen Akte beispielsweise bei einer Identität abfragen möchte. Dann gibt es eine Patient Identity Source. Das könnte ein Krankenhausinformation-System sein, was in eine solche Akteninfrastruktur seinen eigenen Datensatz liefert zu einem bestimmten Patienten. Dann haben wir als Dritten im Bund den Patient Identifier Cross-Reference-Manager. Das ist dann sozusagen diese Verwaltungskomponente, die jetzt verschiedene Identitätsdaten setze überprüfen muss. Was IIE im hier nicht macht, ist diesen Algorithmus zu definieren, sondern wirklich nur die brechenden Kommunikationskanäle zwischen den gerade angesprochenen Akteuren zu definieren. Die IIE kennt die verschiedenen Player und Stakeholder und sagt, eine Identitätsinformation, findest du in System A und leite doch diese Anfrage bitte an das folgende Informationssystem weiter. Dort muss der Algorithmus implementiert werden. Also dieser Cross-Reference-Manager-Akteur wird dann in der Regel von einem Master-Payton-Index implementiert und verfügt dann dort eben über diese Matching-Funktionalität hinten dran und ein Kiss oder ein PVS-System. Haben dann in der Regel eigentlich beides, nämlich sowohl den Konsumer implementiert als auch die Source, weil sie ja dann jeweils nachdem, ob sie Daten hinsenden oder eine Identität abfragen möchten, dann in die jeweilige Rolle schlüft. Was auch ein wichtiger Punkt noch mal hier ist, bei dem Pix-Profil ist, bei diesen Queries, dass du immer mit einer lokalen, pit, also mit einer lokalen Patientenidentität, die anfragst. Es gibt noch ein zweites Profil, das nennt sich PDQ, Patient Demographics Query, das ermöglich ist ja auch dann tatsächlich nach diesen Attributen zu fragen. Also da könntest du jetzt dann nach Bernhard Breil suchen und dann kriegst du vom Cross-Reference-Manager sozusagen als Antwort, dann alle Bernhard Breils, die erkennt, insofern du zu zeigen, die Berechtigung hast, diese auch dann sind. Und dann kann damit mit diesen erweiterten Datenadresse-Geburtsdatum weitere Informationen eben die Saabgleich stattfinden. 

Ganz genau. 

Jetzt haben wir uns schon so ein bisschen über technische Lösungen und verschiedene Vorteile gesprochen. Gibt es denn schon fertige Lösungen auf dem Markt? Gibt es Anbieter von MPI-Lösung, das ich sage, als Krankenhaus, als Krankenhauskette oder als irgendjemand, der in dem Umfeld aktiv ist, möchte ich mir sowas zulegen oder möchte da mit einsteigen in dieses MPI-System. Gibt es da schon fertige Sachen? Genau. Also es gibt inzwischen zahlreiche Hersteller von Master Payton Index System. In der Regel sind es diejenigen, die auch in diesem Bereich interoperabilitätsplattformen unterwegs sind oder kleine Qualitäter Repositories anbieten. Also alle, die so in diesem Bereich Vernetzung, Intersektorelle Use Cases aktiv sind, die auch Einrichtung zu verkreiben. Patienten akten beispielsweise anbieten. Die haben in der Regel auch ein Master Payton Index System mit dabei, weil das eben essentiell ist, um einen Daten Austausch Intersektorelle zu ermitteln. Da findet man dann eben ab und zu auch die Abkürzung Enterprise Master Patient Index, also EMPI, weil es dann eben häufig Unternehmensbezogen ist oder Krankenhausbezogen. Genau, also häufig, ich denke, dass auch viele erst mal aus diesem Use Cases heraus dieses System entwickelt haben. Daher kommt noch dieses Thema Enterprise. Das nehme ich dann innerhalb einer Einrichtung verschiedene Bereiche erst mal zusammengeführt worden, weil historisch gesehen ist ja so ein krank aus Informationssystem auch erst mal aus den Abteilungssystemen entstanden. Und da gab es natürlich dann noch keine zentrale Patientenaufnahme jetzt elektronisch gesehen. Und da hat dann jeder Abteilung eigene Systeme gehabt. Und allein daraus hat sich ja dann der Bedarf ergeben, dass man das irgendwann auch zusammenführen kann. Und ich denke, dass daher auch dieses Thema Enterprise kommt und nicht zuletzt eben auch dann für die Kliniketten, sowieso dann auch da passt. Und jetzt mit KHZG-Projekten anträgen und weiteren Vernetzungsprojekten gerade ist Thema CDR los angesprochen. Clinical Data Repositories ist auf dem Formarge wird immer mehr Krankenhäusern jetzt eingesetzt werden. Damit wird letztendlich dann auch in den jeweiligen Häusern das Thema Masterpatient Index zumindest dann Institution und Unternebenswald vorangebracht. Und dann fehlt sozusagen auch der weitere Schritt in der Anbindung auf den regionalen oder bundesweiten Weg. Genau, also ich denke, dass diese Bewegung, die wir hier gerade sehen mit dem Aufkommen der Klinik Data Repositories sind sehr guter Weg ist im Umgang mit den dort etwas in die Jahre gekommenen Altsystemen. Und indem man eben jetzt hier den Weg geht, dass man Daten von den Anwendungen trennt, um eben mit den Daten auch andere Dinge zu machen, wie beispielsweise die Forschungs- und Unterstützen oder eben auch Daten getriebene Ansätze zu fahren. Also wenn man jetzt zum Beispiel irgendwelche Entscheidungs- und Unterstützungssysteme einführen möchte, die eben dann bestimmte Daten eben auch strukturiert brauchen. Da ist man dann mit diesen CDR-System oder mit dem CDR-Back-Enzer gut aufgestellt, so etwas abzubilden. Und oder was wir auch noch haben, ist jetzt neben CDR und Interoperabilitätsplattformen gibt es auch einiges Open Source Implementierung. Also für alle, die sich mit dem Thema Masterpatient Index haben. Ja, praktischen Seite beschäftigen wollen. Zwischen Seite, genau. Oder auch für die Lehre ist das natürlich super geeignet. Ich habe da auch viel mit Studenten schon gearbeitet, mit Studierenden dann mal diese Themen angeguckt. Weil da gibt es einige Open Source Implementierung, die auch dann diese IHE-Aktör- und Transaktionen auch umgesetzt haben. Und genau das kann man da prima nutzen, um auch kleinere Projekte, die jetzt vielleicht keinen Anspruch auf operative Systeme haben. Ja, kann wir gerne mit einfach als Link, mit den die Show Notes packen. Also OpenEMPI wäre sicherlich ein solcher Open Source-Lösung, die man dafür verwenden kann. Da gibt es sicherlich noch weitere. Darüber hinaus eben die bekannten CDR- und Interoperabilitätsanbieter, die jeweils eigene Lösungen haben. 

Kommen wir aber auch schon am Ende unserer Folge angekommen. Haben wir dann eine gute halbe Stunde zusammen und ich würde sagen, dann war es das für heute. War ein guter technischer Einblick, vielleicht an der einen oder anderen Stelle. Ja, mit entsprechenden Details. Aber das hilft ja für unser Fachpublikum durchaus weiter, wenn man da ein bisschen Bescheid weiß. Und ich sage ganz vielen lieben Dank, Olli, dass du da warst. Ja, dann vielen Dank, wer hat auch von meiner Seite. Es hat da großen Spaß gemacht und wir sehen uns wahrscheinlich auf den anderen. Da werden uns auf jeden Fall sehen, wir sind verfügbar, wir sind vor Ort. Und für heute sagen wir, Tschüss macht’s gut und bis bald zur nächsten Folge. 

Shownotes