Folge #181 – ePA in den Modellregionen

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Beschreibung

In dieser Folge geht es konkret um die Erfahrungen aus den Modellregionen mit der ePA. Was leistet die elektronische Patientenakte (ePA) in der Praxis – und wie läuft die Erprobung in den Modellregionen? In dieser Folge sprechen wir mit Maike Frieben (Produktmanagerin ePA) und Lena Teipelke (Produktmanagerin Modellregionen) von der gematik.

Gemeinsam beleuchten wir die Ziele, Herausforderungen und bisherigen Erfahrungen aus der Pilotphase: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und Einrichtungen vor Ort? Was sagen die Patient:innen? Und wie fließen die Erkenntnisse in die Weiterentwicklung und den bundesweiten Roll-out ein?

Ein praxisnahes Update – mit Ausblick auf die Zukunft der ePA.

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Transkription

Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe des eHealth-Podcasts. Und wir wollen mal wieder sprechen über die ePA, die elektronische Patientenakte. Das hatten wir schon Anfang des Jahres in der Folge 171, ePA 3.0, da haben wir so ein bisschen Begrifflichkeiten und den groben Plan der Roadmap 25 mal vorgestellt, zu dritt damals. Dann haben wir uns speziell die Sicherheitsarchitektur angeschaut, das war die Folge mit den Jungs vom CCC, mit Martin, Christoph und Tim, das war die Folge 177. Und jetzt wollen wir ganz gezielt den Blick werfen auf die Modellregionen, und dazu habe ich mir diesmal zwei Expertinnen eingeladen, beide von der Gematik, das heißt bestens mit dem Thema vertraut, und ich sage erstmal Hallo Lena, Hallo Maike. Mögt ihreuch gerne einmal vorstellen, wer seid ihr, was macht ihr, warum ihr zum Thema ePA? Maike, magst du beginnen? 

Hi, vielen Dank für die Einführung. Ich freue mich total, hier zu sein. Ich bin Maike, Produktmanagerin bei der Gematik für die elektronische Patientenakte und so ein bisschen Ärztin auf Abwegen. VomHintergrund bin ich nämlich eigentlich in der Medizin ausgebildet worden, interessiere mich aber schon länger für das Projekt ePA, weil ich es wahnsinnig wichtig finde, dieses Projekt auch für die Gesundheitsversorgung, und entsprechend bin ich gerade dafür verantwortlich, dass die ePA weiterentwickelt wird, so, dass sie tatsächlich auch ihren Versorgungsnutzen entfalten kann. Lena, magst du was zu dir sagen? 

Super, vielen Dank auch von mir. Ich freue mich sehr, dass wir heute hier sein und berichten können. Ich bin Lena, bin Produktmanagerin bei der Gematik und verantworte dort die TI-Modellregionen. Und die TI-Modellregionen sind ein Projekt, das haben wir vor zwei Jahren bei der Gematik gestartet und haben dort zwei Regionen, in denen es für uns so ein großes Netzwerk an Leistungserbringer-Institutionen gibt und auch eine Projekteinheit vor Ort, mit dem Ziel, dass wir dort Feedback aus dem Versorgungsalltag sammeln wollten, also wie erleben die Anwenderinnen eigentlich die TI-Anwendungen und -Dienste im Alltag, und das sammeln wir dort sozusagen an Feedback. Und genau, vor allem in den letzten sechs Monaten oder eigentlich noch länger, eigentlich schon im letzten Jahr, haben wir uns vor allem mit der ePA beschäftigt, und genau, da freue ich mich, heute etwas zu berichten. 

Sehr gut. Ich sag mal ganz kurz noch was zur Agenda. Wir wollen also starten, genau mit dem, was ihr gerade angesprochen habt, den Modellregionen, also wir wollen den Blick auf die Modellregionenwerfen, welche Ziele werden damit verfolgt, wo lagen und liegen immer noch die Herausforderungen, und wie geht ihr als Gematik diese Herausforderungen an. [Wir] wollen dann so ein bisschenübergehen auf den Versorgungsnutzen der ePA, also was ziehe ich jetzt eben aus den Modellregionen raus, welchen Nutzen haben Ärztinnen und Ärzte, welchen Nutzen haben vielleicht auch Patientinnenund Patienten, und dann so ein bisschen Ausblick Roadmap, wie geht’s damit weiter. Und dann starten wir doch einfach direkt mal mit dem Blick in die Modellregionen. Du hast es gerade schon so einbisschen angedeutet, Lena: Welche Ziele wurden mit den Modellregionen verfolgt, und vielleicht dann in dem Zusammenhang auch, wie kann man sich jetzt diesen Apparat der Pilotierung vorstellen, vielleicht kannst du uns dann noch mal so ein bisschen Einblicke von der Gematik-Seite geben. 

Gerne, genau, also die Modellregionen, wie gesagt, grundsätzlich, die sind ja nicht nur für die ePA jetzt aus dem Boden gerufen worden oder aus dem Boden gestampft, sondern [es ist] ein kontinuierlichesProjekt von uns, [es] geht darum, dass wir Erfahrungen sammeln wollen aus dem Versorgungsalltag zu TI-Anwendungen und -Diensten, und jetzt ganz konkret für die ePA für alle wollten wir so dieseEinführung der ePA mitbegleiten. Das heißt, wir hatten einerseits so ein technisches Ziel dahinter, das heißt, in der Pilotierung wollten wir ja sicherstellen und Feedback bekommen, funktioniert eigentlichgrundsätzlich die ePA, im Zusammenspiel ja auch mit all den verschiedenen Komponenten, die damit zusammenspielen müssen, und auch, ob ja auch die keinen anderen Anwendungen, wie zum Beispieldas eRezept, nun darunter leiden oder in Mitleidenschaft gezogen werden, dass nun auch die ePA für alle da ist. Und genau, neben diesen technischen Punkten wollten wir auch den Fokus natürlich auf die Fachlichkeit legen. Also wo findet die ePA für alle gerade Anwendung, wie bettet sie sich in die Prozesse ein, wo hat es schon Mehrwerte, wo gibt es vielleicht aber noch Herausforderungen und Potenziale. Also das heißt, mit diesen zwei Fokussen sind wir an sich in die Pilotierung gestartet, und das geht auch [draus hervor], wenn wir uns anschauen, wie die Pilotierung abgelaufen ist, dass wir auchsozusagen genau diese zwei Fokusse auch erkennen, so ein bisschen in der Entwicklung auch dieser Pilotierung. 

Das heißt, am Anfang war es ganz groß, der Fokus natürlich auf dem Technikcheck, also zu gucken, funktioniert die ePA eigentlich. Ich habe das manchmal gerne immer den ePA-Technikcheck [in] die Einrichtungen mit beschrieben, und [es hat] mich [interessiert]: Funktioniert [er] eigentlich bei jedem einzelnen der über 300 Teilnehmenden, denn die ePA vor Ort? Und nachdem da sozusagen ein Haken dran war, dass die ePA dort funktioniert, ging es dann mehr über in ein „Ich mache mich mit der ePA vertraut“ und schaue sozusagen, ich öffne mal bei allen meinen Patienten eine ePA, ich schau da mal rein — ist natürlich am Anfang, gerade im Januar, leer gewesen, da ist natürlich nichts gewesen. Genau, das heißt, dann hat man sich ja trotzdem ja schon mal vertraut gemacht, und dann ging es mehrüber in diese Phase, dass ich nutze auch wirklich jetzt eine ePA im Versorgungsalltag und sammle Erfahrungen, sammle Feedback, sammle Mehrwerte. Und genau, begleitet haben wir das ja jetzt auch in drei Regionen, das finde ich auch noch mal vorab gesagt, [es] gab ja die zwei TI-Modellregionen, aber auch eine Region in NRW, die sich mit angeschlossen hat und uns dort auch unterstützt hat bei dieserPilotierung. 

Und dann seid ihr sozusagen als Doppelspitze aktiv, dass du, Lena, den Projektierungspart übernimmst und Maike dann die ärztliche Seite vertritt und sagt, was ist denn jetzt die ärztliche Nutzung? Kann ich das so sagen, Maike, oder was ist deine Rolle, vielleicht genau auch bezogen auf die Modellregion? Ja, unsere Rolle ist, wir sind ganz eng verflochten auch mit dem Projekt der Modellregion, aberweniger, genau, wie Lena sagt, [im] Management auch der Pilot-Modellregion in der direkten Betreuung, sondern wir nehmen ganz viel von dem Feedback auch auf, stellen unsere eigenen Fragenwiederum in den Statusbefragungen und haben zum Beispiel auch ganz viel davon profitiert, dass ich, aber auch ganz viele andere aus unserem Team, in den Modellregionen hospitieren gefahren sind. Also auch verschiedene, nicht nur ich als Produktmanagerin mit ärztlichem Hintergrund, sondern auch zum Beispiel unsere Architekten sind dann in Praxen, in Apotheken, in Krankenhäuser, in Hamburg oder in Franken gefahren und haben sich da quasi angeschaut, wie die ePA in der Versorgung funktioniert. Und so bilde ich im Grunde so die Brücke zwischen dem Projekt Modellregionen und dem großenTeam ePA, was bei uns in der Gematik herrscht. 

Das heißt, ihr verlasst euch nicht nur auf die Berichte von den Anwenderinnen und Anwendern, sondern ihr schaut euch das ganz konkret vor Ort an, in diesen Modellregionen, wirklich als Demonstration, wie läuft das da vor Ort, wo sind die Schwierigkeiten, was läuft gut, was weniger gut? Es ist ein total wesentlicher Teil der Modellregionen für uns gewesen und wird es auch weiter sein. Das war total spannend zu erleben, wie dann quasi so unsere Teammitglieder dann teilweise wiederkommen. Es gibt dann Hospitationen, die sind total ermutigend, und man sagt, hey, da hat jemand schon ganz, ganzviel Mehrwert rausgezogen, und so cool funktioniert das schon. Und es gibt dann andere, wo man zurückkommt und sagt, oh je, wenn das so läuft, da müssen wir echt noch mal dran schaben. Und ich sag mal, diese Heterogenität der Erfahrung aus den Hospitationen, die hat eine Lebendigkeit und eine Tiefe, die man, ich sag mal, aus drei Zahlen und Berichten gar nicht gewinnen kann. 

Dann fangen wir nochmal mit den guten Sachen an. Was waren die Dinge, die euch in Begeisterung versetzt haben, wo ihr gesagt habt, das läuft schon richtig gut, was sind das für Dinge, wer möchte dazuwas sagen? Ich will gerne beginnen. Also ich glaube, eins, das mich also jetzt auch aus gerade dieser übergreifenden Pilotierungssicht total beeindruckt hat, [ist], wie alle so zur Pilotierung mit total vielEngagement, Herzblut und Durchhaltevermögen an die Sache rangegangen sind, auch an die ePA. Es hat am Anfang natürlich nicht alles perfekt geklappt, aber wir hatten hier sozusagen nicht, dass dannverzagt worden ist und gesagt wurde, ach, lass mal jetzt die ePA sein, sondern alle haben viele Updates installiert, nochmal Verbesserungen auch mitgetestet, [sind] konstant dabei gewesen. Und ich glaube, das, was inhaltlich gesehen am meisten Feedback bekommen hat, und das positive, war natürlich die Medikationsliste, also die Sammlung aller, ich sag mal, zuletzt ausgestellten Verordnungen in einer Liste, hat total viel Mehrwert jetzt schon realisiert, und ja, auch in der Fachlichkeit, also zum Erkennen von Wechselwirkungen — man wusste einfach, was ein Patient auch von wem andersverschrieben bekommen hat, und musste nicht raten, wenn ein Patient erwähnte, ich habe da so große weiße Tabletten bekommen, ich weiß aber nicht, was es ist, aber können Sie mir bitte sagen, wie ich sie einnehmen soll, dass dort jetzt auch das existierte. 

Also die konsolidierte Sicht auf die Medikamente, weil das ja auch etwas ist, was wahrscheinlich in der Praxis sich relativ schnell füllt. Ja, ich habe, wie du am Anfang erwähnt hast, natürlich mit Start der ePA nicht auf einmal den Gesamtzugriff auf die gesamte medizinische Vorgeschichte, aber wenn ich irgendwie bestimmte Medikamente einnehme, da eine Medikation habe, dann habe ich natürlich einenMedikationsplan und verschiedene Rezepte, und die füllen sich, und damit komme ich natürlich als Patient mit Medikamenten zu meinen ersten Einträgen in meiner ePA, auch wenn da noch nicht zahlreiche Arztbriefe liegen, und da ist wahrscheinlich das, wo am ersten auch Daten anfallen, die dann verfügbar sind, richtig? 

Absolut, also man muss auch da sagen, die Modellregionen haben ja mit ihren knapp 300 Einrichtungen begonnen, das heißt Dokumente von anderen Leistungserbringern [waren] wohl selten in der ePA[zu finden], aber die Medikationsliste hat sich eben automatisch über diesen eRezept-Workflow, ohne irgendwas zu tun, gefüllt, und das ist natürlich, ich sag mal, ein sehr, sehr schöner Use-Case. Ich fand eine der sehr spannenden Erkenntnisse aus einer unserer letzten Befragungen, das Thema, hat die Medikationsliste bereits therapeutische Entscheidungen beeinflusst, und da haben wir wirklich bei einemwesentlichen Teil der quasi Rückmeldenden das Feedback bekommen, ja, tatsächlich hat die Medikationsliste schon mal therapeutische Entscheidungen von mir beeinflusst, teilweise auch mehrfachwöchentlich oder täglich, und das ist ein sehr, sehr, sehr schönes Feedback. 

Das ist ein gutes Feedback, wie holt ihr dieses Feedback ein? Ist das so, dass ihr vor Ort seid und die euch das mitteilen, oder habt ihr einen zusätzlichen Kanal, dass die das in irgendein Webformulareintippen, habt ihr sowas wie Sync erlaubt, dass die während der Nutzung den Rechner anschreien und sagen, dass das nicht so gut läuft, oder wie zieht ihr dieses Feedback, genauso eine Rückmeldung, das hat mir geholfen auch in der therapeutischen Entscheidung? Nebenbei sitzen, während der Laptop angeschrien wird, haben wir nicht direkt gehabt, aber wir hatten auch einen wöchentlichenAustausch. Also z. B. haben wir uns wöchentlich so in einer Runde digital zusammengesetzt mit den teilnehmenden Einrichtungen, die teilgenommen haben, und wo einfach reihum jeder um seine Erfahrung berichtet hat, also was läuft gerade, was läuft gerade nicht, wo hatte ich schon Erfahrungen. Das heißt, da hatten wir sozusagen die direkten digitalen Dialoge wöchentlich, und darüber hinaushaben wir aber auch Statusabfragen, also mit einem Online-Fragebogen, initial wöchentlich und später dann zweiwöchentlich, Feedback uns geholt. Das ist dadurch strukturiert, [sodass wir,] wofür nicht jeder jede Woche [die] Zeit hat, sich zusammenzusetzen, auch trotzdem von denen ein weiteres Feedback sammeln, und da können wir dann auch so ein bisschen quantitatives Feedback einsammeln, wieviele sagen jetzt schon, genau zu der Frage, hat es eine therapeutische Entscheidung beeinflusst, schon ein Ja oder noch ein Nein, und da kommen denn diese Feedbacks her. Das heißt, das ist so einKonglomerat aus verschiedenen Medien, die wir genutzt haben. 

Und jetzt läuft die Pilotierung ja noch eine knappe Woche, also bis Ende Juni, gibt’s denn schon so ein paar Zahlen und Daten, die ihr nennen dürft und könnt, also was sind die Rückmeldungen im Groben und vielleicht auch, was die Herausforderungen sind? Also jetzt hast du gerade schon zwei Dinge genannt, die positiv waren, also es hat therapeutische Entscheidungen beeinflusst, [sie] freuen sich überdie Medikamente in der ePA. Was sind die Dinge, die als Herausforderung gemeldet wurden, wo ihr vielleicht Dinge unterschätzt habt oder erwartet habt, dass das irgendwie schwierig wird, wo müsst ihrnoch mal ran, und wie nehmt ihr das mit in eure nächste Arbeit oder in die nächsten Schritte? 

Genau, so ein Feedback, wo wir vielleicht auch viele Verbesserungswünsche bekommen haben, ist rund um das Dokumentenmanagement, das heißt, wir haben eben schon berichtet, dokumentenseitig istdie ePA ja initial noch leer gewesen, das heißt, aber die Einrichtungen wollten und haben mehr auch in der Pilotierung Arztbriefe eingestellt, Laborbefunde und Entlassbriefe, und da haben wir schon vielFeedback auch bekommen, dass dort Wünsche bestehen, noch mehr Unterstützung zu erhalten bei diesem Einstellen von Dokumenten, also dass man dort Automatismen hat oder auch das System bestimmte Daten vorbelegt, um dort die Anzahl der Klicks oder die manuellen Schritte, die man machen muss als Einrichtung, um ein Dokument reinzustellen, zu reduzieren. Und genau, das war so einFeedback, was, ich glaube, nachdem so vor allem diese technischen Themen am Anfang durch waren, dann durchweg uns gemeldet worden ist, und wo wir das dann auch schon jetzt während der Pilotierung auch mal zusammentragen konnten, teilen konnten mit den involvierten Partnern auch aus der Industrie, um da dieses Feedback auch mit weiterzuleiten. Und genau, das ist auch was, wo — du gerade auch ansprachst, dass die Pilotierung bald zu Ende geht —, was uns jetzt auch in den nächsten Sommermonaten natürlich noch mehr umtreiben wird, dass wir alles, was wir jetzt vielleicht nochnicht kommentiert vorliegen haben, das noch mal uns anzuschauen und wirklich mit einem retrospektiven Blick darauf eingehen und sagen, okay, was waren so nochmal die Top-Meldungen, die sichüberall durchgezogen haben, wo muss man noch mal im Detail ran, und das sozusagen uns mitzunehmen. 

Wie würde das jetzt konkret aussehen? Also ihr seid ja beide im Produktmanagement von der ePA aktiv, das heißt, ihr nehmt jetzt als Herausforderung mit, da sind zu viele Klicks, da müssen mehrAutomatismen rein, da muss der Prozess — ich nehme jetzt dieses Beispiel von euch, Dokumenteneinstellung — muss noch beschleunigt, verbessert [werden], vor allem scheint ja auch sowas wieUsability- oder User-Experience-Aspekte zu haben. Wie fließt das jetzt konkret in die Weiterentwicklung ein? 

Kommt natürlich immer so ein bisschen drauf an, wer der Adressat des Feedbacks ist, weil unter dem [Dach] Projekt ePA haben wir eine ganze Menge Menschen, die Sachen irgendwie mitbestimmen und mitgestalten, und je nachdem, was für ein Feedback das ist, muss das, sonst zum Beispiel an die umsetzende Industrie, also zum Beispiel die Hersteller von den Praxisverwaltungssystemen, oder auchmal an die Krankenkassen oder vielleicht auch mal zurück an das BMG, weil es was Gesetzliches ist, und entsprechend nehmen wir das Feedback auch auf und müssen so ein bisschen gucken, wo verlinkt man das jetzt, ist es vielleicht auch einfach nur etwas, was wir Gematik-seitig allein regeln können. Und ich finde, dieses Thema Dokumentenmanagement ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel, weilwir da, wie gesagt, relativ viel Feedback jetzt auch schon in den letzten Wochen aufgenommen und versucht [haben] unterzubringen. In dem Fall tatsächlich haben wir, ich sag mal so, die Ergebnisseletztendlich gesammelt, sie hier dann den Partnern in einer Übersicht in den passenden Runden vorgestellt und gesagt, guckt mal hier, das ist genau das, was den Leistungserbringern tatsächlich nochmehr Aufwände generiert, das sind die folgenden Wünsche, die auch formuliert wurden. Und daneben, dass wir das, ich sag mal so, rein in den Runden kommunizieren, ist das auch etwas, was bei unsbeispielsweise mit in den Implementierungsleitfaden mit reinfließt, das ist dann grundsätzlich so eine Art Dokument, wo wir zwar nicht normativ tätig sind, das heißt, wir können da jetzt keine striktenVorgaben für die Hersteller machen, aber wir können eben Empfehlungen treffen, wie sie denn zum Beispiel sowas wie ein Dokumentenmanagement umsetzen, und dann haben wir quasi die Vorschläge, die Wünsche, die Pain-Points aus den Modellregionen noch mal abgeglichen mit dem, was im Implementierungsleitfaden drinsteht, und geguckt, dass wir das quasi auch mit integrieren können. 

Wenn du jetzt diese drei Kategorien ansprichst, also sind das Dinge, die irgendwie gesetzlich geändert werden müssen, sind das Dinge in den Spezifikationen, oder sind das eben Dinge, die herstellerseitiggeändert werden müssen — könnt ihr da die Anzahl der Rückmeldungen so ein bisschen ordnen, also sind das überwiegend Dinge, die einen technischen Charakter haben, sind das überwiegend Dinge, die eher politisch-organisatorisch eine Rolle spielen, wo man dann vielleicht irgendwie Abläufe anpassen muss oder vielleicht bestimmte Dinge in den Prozessen noch nicht klar waren, oder sind das ebenDinge, wo man sagt, ja, das ist das Gesetz, das ist jetzt umgesetzt, so wie es spezifiziert wurde, und da müssen wir das Gesetz [ändern], oder es muss so bleiben, wir können da wenig machen alsGematik? Also diese Kategorien, könnte das irgendwie quantifizieren? 

Ich würde tatsächlich sagen, dass die, ich sag mal so, Mehraufwände, so dieser tatsächlich so ein bisschen der Schmerz, der vielleicht auch mit manchen Punkten noch entsteht, dass der im Wesentlichen, ich sag mal, eine Umsetzungsfrage auch ist, das heißt etwas, was wir gemeinsam mit der Industrie auch angehen müssen und sollen. Und wenn wir dann quasi so ein bisschen in die Zukunft gucken, waswollen die Leistungserbringer alles noch mit der ePA machen können, [da gibt] es ja auch Feedback, was reinkommt, dann gehen wir mehr Richtung beispielsweise auch BMG. Also zum Beispiel die Apotheken haben momentan drei Tage Zugriff, und es gibt sehr, sehr engagierte Apotheken in den Modellregionen, die sagen, ich mache eine wirklich gute Beratungsleistung, ich möchte mit den Ärztenund Ärztinnen, die quasi meine Patienten versorgen, sehr eng zusammenarbeiten, und dann erhoffe ich mir manchmal mehr Zugriff als die drei Tage, und da können wir definitiv wenig sagen, weil die dreiTage letztendlich gesetzlich vorgegeben sind, aber eben das Feedback auch wieder weiterspielen. 

[Es gibt] ähnliche Unterschiede, die dann eben auch über das jeweilige Praxisverwaltungssystem beispielsweise kommen, also dass ein Arzt oder eine Ärztin ziemlich viel Kritik äußert mit System A, ohnevielleicht das System zu nennen und zu shamen, und jemand anderes sagt, ach, das ist bei mir überhaupt kein Problem, dafür habe ich Schwierigkeiten mit einem ganz anderen Punkt. Also ist es [so], dasses bei den Herstellern da Unterschiede gibt, sehr große Unterschiede in der Umsetzung, oder ist das eher so, dass alle an dieser einen Stelle, die ich Dokumentenmanagement [nenne], eigentlichSchwierigkeiten haben und andere Dinge wie eRezept und die Rezeptübersicht eigentlich bei allen auch mehr oder weniger gut laufen? Ich will ja keine Hersteller [nennen], also bei wem es gut oderschlecht geht, darf so sein, einfach nur — es würde mich interessieren: Wenn es bei allen gleich ist, dann würde es ja eher dafür sprechen, dass es irgendwie über die Spezifikation einfach schwierigumzusetzen ist; wenn es da total starke Unterschiede gibt, dann würde es dafür sprechen, dass die Implementierung in den jeweiligen Industriestandorten anscheinend unterschiedlich stark oder gut istoder besser adaptiert wurde, oder ein System für bestimmte Sachen vielleicht flexibler ist oder nicht. 

Ich würde vielleicht mal sagen, es ist schon heterogen, man merkt schon, dass die, ich sag mal so, Vorteile und die Schmerzpunkte an unterschiedlichen Stellen liegen, man muss aber zugleich sagen, dass die Hersteller — und ich würde tatsächlich sagen, auch in der Fläche — gerade sehr, sehr engagiert sind, auch eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit [haben], das heißt, da ist auch viel Dynamik drin, und entsprechend möchten wir uns jetzt an der Stelle auch nicht hinstellen und sagen, der macht es gut und der macht es schlecht, sondern [wir wollen] eigentlich gerade alle so ein bisschen in ein Boot holen und gucken, dass sie auch voneinander lernen können und wieder so ein bisschen ihre starken Punkte im Grunde teilen und dann wiederum an den schwächeren Punkten quasi ausbalancierenkönnen. Also das ist gerade ein neues Arbeiten, ein sehr gutes Arbeiten, was sich da etabliert und dann diese Heterogenität hoffentlich in Zukunft so ein bisschen abmildern kann. 

Vielleicht auch noch ergänzend dazu: Also wo wir dann vielleicht schon auch einerseits natürlich die Heterogenität sehen, fand ich aber auch interessant, jetzt auch während der Pilotierung haben wirnatürlich auch immer, also in diesen Statusbefragungen, gefragt, wie findest du es denn gerade, also wie bewertest du gerade für dich die Nutzung der ePA, und so [gab es] einerseits vielleicht auch die Heterogenität oder Unterschiede zwischen Systemen, haben wir aber auch gesehen, dass es natürlich auch innerhalb des gleichen Systems komplett unterschiedliche Einordnungen gab, und dann gab es wirklich einzelne Beispiele, wo jemand sagt, für mich funktioniert das System richtig gut, und ein anderer mit exakt dem gleichen System sagt, für mich passt das sogar nicht. Und das fand ich auch ganzinteressant, weil das nämlich auch zeigt, wie sehr das auch beeinflusst, wie du dein System auch wahrnimmst, wie du damit arbeitest, ob das vielleicht entweder auch lokale Bedingungen beeinflussen, weildein Set-up in der Praxis oder in einer Klinik ganz anders ist, oder aber auch das, was möchte ich eigentlich erreichen mit der ePA, also welche Punkte bringen mir eigentlich Mehrwert. Also für einen reichtvielleicht auch, die Medikationsliste einfach nur kurz zu sehen, ein anderer sagt, ich muss die unbedingt bei mir tiefer integriert haben in meinem System, um das vielleicht auch zu übernehmen in meineeigene Akte. Und das ist für einen anderen mit dem gleichen System kein Wunsch. Also das fand ich auch sehr interessant, dass es da auch einerseits die Heterogenität oder die Unterschiede zwischenSystemen gibt, aber auch innerhalb der Systeme, dass [es] nicht immer die eine eindeutige, ja, gemeinsame Wertung [gibt], sondern dass es auch dort die Unterschiede [gibt]. 

Dann hast du das schon [als] perfekte Überleitung zum nächsten Themenblock, dem Versorgungsnutzen der ePA. Was sind sozusagen auf der einen Seite die Vorteile aus Sicht von Ärztinnen und Ärzten, was sind die Vorteile, die dann irgendwie auch als Feedback zurückkommen aus Sicht der Patientinnen und Patienten, oder habt ihr die überhaupt in der Feedback-Schleife drin, in der Modellregion, also gibt es auch Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten, die sagen, auch das bringt mir was, ich bin jetzt froh, diese ePA nutzen zu können, oder eben, ich sehe für mich noch einen Bedarf an der einen oder anderen Stelle? Vielleicht fangen wir mit den Ärztinnen und Ärzten an, da waren wir gerade, was ist der zurückgemeldete Hauptnutzen, der Vorteil, den die für sich melden, wenn das denntechnisch soweit läuft? 

Also vielleicht ganz, ganz allgemein mal ausgeholt, ich glaube, die ePA ist für viele ein Abbild dessen, wie eigentlich in der Medizin mittlerweile gearbeitet wird und gearbeitet werden soll. Wir sind ja jetztnicht mehr bei einem Modell, wo wir einen Arzt haben, der das gesamte Gebiet der Medizin beherrscht und dann quasi seinen Patienten ganz alleine behandeln kann, und das vielleicht auch noch in so einem paternalistischen Modell, wo man dann den Patienten im Grunde einfach nur sagen muss, was er zu tun hat, sondern wir haben eben eine Versorgungsrealität, in der Arzt und Ärztin sich zunehmendspezialisieren, in denen auch ganz viele unterschiedliche Gesundheitsprofessionen zusammenarbeiten, und gewissermaßen [steckt] also ein Shared Decision Making [dahinter], gemeinsam mit dem Patienten, der Patientin. Und entsprechend ist das auch, glaube ich, der wesentliche Versorgungsnutzen, der meines Erachtens nach erwartet wird und jetzt quasi auch so vorsichtig antizipiert wird mit der ePA, dass ich nämlich zum einen, ich sag mal, zwischen verschiedenen Einrichtungen, zwischen verschiedenen Sektoren, zwischen verschiedenen Fachdisziplinen auch quasi gemeinsam arbeiten kann, Informationen teilen, auch eine gemeinsame Verantwortung tragen für die Behandlung, und zum anderen kommt dann natürlich dieser ganze Block, die Hoffnung auf quasi Zeitentlastung, Ressourcenentlastung, auch quasi eine bessere und zielgerichtete Therapie. Also ich habe mehr Informationen über meinen Patienten, über meine Patientin als zuvor, und entsprechend kann ich auchbessere Entscheidungen treffen. 

Das beste Beispiel, was bisher erlebt wird, ist eigentlich das, was wir vorhin schon mal angesprochen hatten mit den Medikamenten. Ich habe jetzt eine bessere Informationslage, sowohl in den Apothekenals auch in den Arztpraxen, die mir erlauben, bessere Entscheidungen bezüglich der Medikation zu treffen, und das soll sich dann natürlich nicht mehr auf das Gebiet Medikation beschränken, sonderndann eben auch in die weiteren Bereiche ausweiten. Also, wie gesagt, der direkte Effekt: Ich habe erst mal den Überblick, die bessere Informationslage, ich habe mehr Informationen über den Patienten, und der indirekte Effekt wäre dann sowas, dass ich durch diesen ganzen Überblick auch Zeit spare, die dann dem Patienten in der Entscheidungsfindung und Diagnosestellung im 1-zu-1-Kontakt zugutekommt. Und dass das aber ein Effekt ist, der wahrscheinlich jetzt noch nicht so voll zum Tragen kommt, weil alle Abläufe noch nicht sitzen, [das] dann noch weiter optimiert wird, dass man jetzt erstmaldavon profitiert, mehr Informationen zu haben, und sich aber erhofft und schon denken kann, in welche Richtung das gehen kann. So ungefähr? 

Ich wollte noch kurz — gerade wurde auch erwähnt, also gerade [zum] Thema Aufwände, Ressourcen, die sozusagen einfach dann vielleicht anders eingesetzt werden können, und ich glaube, da gibt es dann schon auch jetzt auch in den Pilotierungen Mehrwerte, die jetzt noch nicht durch die Bank bei allen Patienten regelhaft erlebt worden sind, aber auch schon bei einigen, in einigen direktenPatientenaustauschen, dass man schon die Zeit auch direkt gespart hat. Dass man natürlich nicht — wenn unklar ist, welche Medikation von einem anderen Arzt oder Ärztin verschrieben worden ist, und [man] aber [vermutet], dass da vielleicht Wechselwirkungen bestehen könnten, würde man jetzt ja auch in konkreten Fällen, im Zweifelsfall, noch mehr hinterhertelefonieren. Also schauen, [dass] wir die anderen, den Facharzt erreichen, vielleicht Feedback einzuholen, um auch für mich auszuloten, ist das etwas, wo wir jetzt vielleicht gerne die Medikation auch anpassen müssen, oder auch wenn einPatient über Nebenwirkung berichtet von einer Medikation von einem anderen Arzt — das sind natürlich schon auch direkt die Aufwände, die da anfallen, die jetzt, wenn man in der Liste schauen kann und dadurch das auch validiert, ach, das geht um die Medikation xyz, dass man dann diesen Aufwand auch direkt bei dem Patienten halt mit spart. Und das natürlich auch neben dem klinischen Vorteil, also dass man jetzt [als] erstes [eine] Wechselwirkung mitteilt, aber auch gleichzeitig der Aufwand reduziert ist, nicht hinterhertelefonieren zu müssen, nicht sich viel länger mit dem Patienten auszutauschenoder ihn zurückzuschicken und zu bitten, die Packung nochmal mitzubringen, damit man weiß, was das Medikament ist. Dass [die ePA] natürlich schon auch in konkreten Fällen auch jetzt schon Aufwändemit einsparen kann. 

[Habt] ihr da eine Möglichkeit, das irgendwie zu quantifizieren oder zu messen, also in Anrufen, die noch rausgehen, oder in Rückfragen, oder in Anzahl Klicks, die ein Arzt, eine Ärztin machen muss, um etwas zu erreichen, in Anzahl der Patienten, die pro Tag behandelt werden können, also gibt es da Indikatoren, also da könnte man sich sicherlich überlegen, und messt ihr da schon irgendwas in den Modellregionen? In den Modellregionen haben wir dazu jetzt nicht direkt was gemessen, also dass wir da den Fokus draufgelegt haben, wie viele Anrufe man jetzt spart, sondern wir haben eher genau den Fokus draufgelegt, welche Mehrwert-Szenarien, welche Mehrwerte wurden schon erlebt, und auch genau so ein bisschen diese Frage, wie häufig — also wir haben es eher ein bisschen darauf gemünzt, weil es einfach natürlich auch sehr schwierig ist für die Ärzte [zu sagen], wie viel [Zeit man] spart, weil natürlich schon auch initial natürlich wahrgenommen [wird], dass vielleicht dieser Blick in die Liste, dass durch das [Reinschauen] auch natürlich auch immer noch eine Zeit mehr einnimmt. Das heißt, wir haben eher sozusagen dieses „Wie häufig schaut man in die Medikationsliste rein, wie häufig erlebtman vielleicht dadurch auch einen Mehrwert“, und dann eher auf der Ebene. 

Qualitativ, selbst berichtet, dass die in Berichten von den Erfahrungen, die sie gemacht haben, [berichten], und ihr das dann auf eine Ebene höher aggregiert und sagt, das haben jetzt ganz viele berichtet, oder es war eine Einzelmeldung, die können wir so nicht reproduzieren, oder? Genau, ich glaube auch, das Thema Aufwandseinsparung ist gerade in den Modellregionen noch so ein bisschen früh, weil, wie gesagt, man gewöhnt sich noch ein und integriert es noch in die Prozesse, aber es gibt einige auch längerfristig laufende Forschungsvorhaben rund um die ePA, die dann auch nicht nur bei unsangesiedelt sind, sondern zum Beispiel auch bei der Charité, und ich gehe fest davon aus, dass genau solche Fragen auch quasi mitgedacht werden in Forschungsprojekten, die jetzt laufen oderperspektivisch laufen werden, dafür ist das Projekt ein bisschen zu groß. 

Dann schauen wir noch mal auf die Patientinnen und Patienten, wo ist da der Vorteil, der Mehrwert, nehmt ihr den schon irgendwie auch qualitativ mit auf, also befragt ihr auch die, wie die das wahrnehmen, jetzt eine ePA zu haben, und ist das für sie ein Vorteil, oder ist das erstmal außerhalb von eurem Fokus, weil ihr sozusagen eher auf die Industrie und die Ärztinnen und Ärzte schaut? Also die Patientinnen und Patienten werden jetzt nicht direkt in den Modellregionen befragt, das sind im Wesentlichen, wie gesagt, Netzwerke aus Gesundheitsinstitutionen, also Praxen, Krankenhäusern, Apotheken etc. Das heißt, das ist nicht das Format, in dem wir das abfragen, außer indirekt. Also wir können natürlich, [wenn] wir unsere teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte fragen, wie jetzt die ePA erlebtwird von ihren eigenen Patientinnen und Patienten, aber das ist ja nicht dasselbe wie eine direkte Versichertenbefragung. Wir haben parallel auch laufende Versichertenbefragungen abseits der Modellregionen, [die] halt quasi repräsentativ auf Deutschland gemessen [sind], da geht es jetzt im Wesentlichen darum, wie das Erleben [ist], also gerade auch die Zuversicht und die Erwartungen an die ePA. Bisher muss man sagen, dass die Zahlen derer, die sich tatsächlich die App runtergeladen und da auch registriert haben und entsprechend die ePA aktiv oder die App nutzen können, die bewegensich noch im, ich sag mal, 1-, 2-, 3-Millionen-Bereich. 

Das heißt, es ist noch ein relativ kleinerer Teil der quasi gesetzlichen Krankenversicherten, die auch quasi die ePA in der Versorgung nutzen können. Macht ja dann auch nur Sinn in dem Moment, wo ich dann tatsächlich erkrankt bin oder Arztkontakt in einer Modellregion habe. Und dann ansonsten wird wahrscheinlich noch wenig passieren. Ja, aber also das heißt, [es ist] das Herunterladen der App, und dann gucke ich halt auch in die leere Akte rein, das ist wahrscheinlich wenig spannend, sondern interessant wird es ja dann, wenn ich genau bei einem teilnehmenden Arzt oder einer teilnehmenden Ärztinder Modellregionen in Behandlung bin und dort dann auch die konkrete Interaktion erlebe und vielleicht dann auch noch einen interdisziplinären Fall habe, [sodass] ich damit dann zum nächstenweiterziehe, und der [klinkt sich] auch noch ein. Mindestens, zuletzt, ja. Also ich meine, wir haben jetzt ja seit dem 19.4. den bundesweiten Rollout, das heißt, es können ja auch andere Praxen zum Beispielin Deutschland teilnehmen, und entsprechend wandert es so langsam in die Fläche, aber es war tatsächlich bisher so, dass es noch einen eingeschränkten Nutzen hatte, der jetzt gerade sich Stück für Stück entfalten sollte mit dem Punkt, wo auch die ePA aktiver Teil der Versorgung wird. Könnt ihr denn dazu was sagen, wie viele Praxen da jetzt sich auf den Weg gemacht haben? 

Shownotes