eHealth-Podcast Wissensarchiv

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Folge #169 – TI-Messenger der gematik

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Beschreibung

In dieser Folge spricht Christian mit TI-Mofrank (Timo Frank) über den TI-Messenger. Timo ist Produktmanager bei der gematik für den TI-Messenger und, obwohl es sich anbietet, ist in der Überschrift das einzige Wortspiel zu Timo und TIM.

Was ist der TI-Messenger?

Der TI-Messenger (TIM) wurde 2021 durch das Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Kommunikation im Gesundheitswesen einfacher, sicherer und effizienter zu gestalten. TIM erlaubt es Ärzten, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und auch Versicherten, sicher Nachrichten, Dokumente und Dateien auszutauschen. Die Nutzung ist freiwillig und dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung höchste Sicherheitsstandards bietet. Zudem ist der Dienst geräteunabhängig, was ihn besonders flexibel macht.

In Zukunft wird TIM sogar in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert, um den Zugang für Versicherte noch einfacher zu machen. Technisch basiert TIM auf einem bewährten Standard, der z.B. auch beim Bundeswehr-Messenger eingesetzt wird, dem Matrix-Protokoll.

Highlights aus dem Podcast Timo Frank erklärt detailliert, warum der TI-Messenger ein zentraler Baustein der digitalen Gesundheitsversorgung ist. Hier einige der wichtigsten Punkte aus dem Gespräch: Funktionalität: TIM bietet nicht nur den Austausch von Textnachrichten, sondern auch den Versand und Empfang von Dokumenten, Bildern und Audiodateien. Damit wird die Kommunikation umfassend erleichtert. Sicherheit: Dank der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind alle Daten optimal geschützt, was besonders im sensiblen Bereich des Gesundheitswesens essenziell ist.

Interoperabilität und Dezentralität: Verschiedene Anbieter werden TIM-Dienste anbieten, die untereinander kompatibel sind. Nutzer können frei entscheiden, welchen Anbieter sie nutzen möchten. Integration: In Zukunft werden auch mit TIM ausgetauschte Informationen in der ePA gespeichert werden können. Neben den technischen und organisatorischen Details geben Timo und Christian auch Beispiele, wie TIM konkret im Alltag des Gesundheitswesens eingesetzt werden kann.

Podcast: Play in new window

Transkription

eHealth-Podcast eine neue Folge mit zwei leicht angeschlagenen Gästen, wir wussten und schnupfen beide. Trotzdem bin ich sehr froh, dass mein Gast heute wieder da ist, er ist nicht nur ein äußerst angenehmer Mensch, den ich auch schon länger kenne, sondern es ist auch sehr geduldig, weil wir haben vor drei Wochen das gleich hier schon mal aufgezeichnet. Ich hab komplett versagt mit der Technik und deswegen machen wir das jetzt noch ein zweites Mal. Herzlich willkommen lieber Timo, magst du dich kurz vorstellen und auch für wenn du arbeitest und was du da machst. 

Ja klar, hallo erstmal Christian. Ich bin Timo, Timo Frank, arbeite für gematik, bin vom Hintergrund her Gesundheitsökonom und riesiger Fan des eHealth-Podcasts. Natürlich, Kohle kriegst du dann dafür gleich, ja? Also beweise ich dir dann per Paper, dass du das sagt hast. Genau, hervorragend, dann haben wir das auch abgehakt. 

Was machst du denn bei der Gematik? Bin aktuell Produktmanager und als Produktmanager bei der Gematik, verantwort ich das Produkt TI-Messenger kurz Tim. Hervorragend der Name, finde ich. Ja, als ob ich ihn mir ausgesucht hätte, richtig? Genau, also du bist Produktmanager für den TI-Messenger Tim, weißt was, ich habe überlegt das eigentlich relativ. Genau, 

Thema heute ist der TI-Messenger und die Agenda schaut so aus. Und dass ich das bisschen was ich beitragen kann am Anfang einfach alles schnell verpulvere und ein ganzes Polver, ne mein ganz egal. Ihr wisst, was ich meine, nämlich das Matrix-Protokoll, das ist das, worauf der TI-Messenger basiert und dann gehen wir gemeinsam nochmal so die Zeitleiste durch. Ich finde total gut, wenn wir uns wirklich ganz konkret so 5/6 Use-Case angucken, wo der helfen kann, ich glaube, das verdeutlicht danach, warum der so gut ist und genau das war es dann eigentlich. Passt sehr gut. 

Also der TI-Messenger basiert auf dem Matrix-Protokoll. Das ist ein offenes, quelloffenes Protokoll, was auch von vielen anderen Ländern und auch in Deutschland genutzt wird. Der Bundeswehr Messenger, B. W. Messenger, der basiert zum Beispiel auf diesem Protokoll. Protokolle kennt ihr alle, vielleicht habt ihr schon mal irgendwie auf den Smartphone oder so ein E-Mail Account einrichten dürfen. Kann sein, dass ihr dann gefragt wurde, den POP oder SMTP Server einzutragen und dieses Pop und SMTP, das sind einfach Protokolle. Also Protokolle, das euer Smartphone auch sicher mit euer E-Mail Server sprechen kann. Genau das Gleiche ist eben auch dieses Matrix-Protokoll und ansonsten gibt es auch viele andere, zumindest von technischer Seite, Ähnlichkeiten mit dem E-Mail Protokoll. Also genauso wie E-Mail dezentral ist. Also ihr könnt mit eurem Smartphone über Pop, SMTP mit eurem Gmail-E-Mail Server sprechen. Und der schickt das dann weiter an der GMX-Adresse und dort wird es dann entsprechend wieder abgeholt. Also es gibt nicht einen zentralen E-Mail Server in Deutschland und über den alle E-Mails laufen, sondern das ist dezentral die E-Mail Server sprechen dann auch miteinander. Jeder hat die Möglichkeiten, einen Server zu hosten bei E-Mails. Also wir haben zum Beispiel auch Vornahme als E-Mails Podcast.de, falls sie uns anschreiben wollt. Also wenn ihr wirklich Vornahme schreibt als String, dann geht das natürlich ins Nirvana. Das heißt, dass nur die Leute uns anhauen können, die auch tatsächlich dann wissen, wer wir sind. Und so ist das dann auch bei Tim. Das heißt, dort können auch Einrichtungen, eigenen TI Messenger Server Hosten hatten ein paar Vorteile, weil dann natürlich die Kommunikation nicht irgendwie einen anderen Server geht, sondern ganz konkret, wenn Krankenhaus von mir aus den eigenen TI Messenger Server Hosten, dann können die Chatten ohne dass irgendwie einen TCP IP-Paket mal daraus geht. Bei Matrix haben wir automatisch einen End-to-End-Encryption. Das heißt, die Daten sind auch entsprechend verschlüsselt, weil das korrekt habe ich immer das ganz richtiges vergessen. 

Total korrekt. Das sind mal ganz kurz sagen, was ist der aktuelle Zeitplan, wann wird was wie kommen, das ändert sich ja durchaus auch das ein oder andere Mal. Ich finde es eigentlich eine gute Überleitung, weil du gerade auch in der Einleitung von Digital-Agentur gesprochen hast und Zeitplan passt da ganz gut zusammen, weil auch wenn jetzt dieses Gesetz erstmal wackelt, der Zeitplan für den TI Messenger ist relativ frei. Also wir sind beim TI Messenger dadurch, dass es eine freiwillige Anwendung ist, selbst dazu ermächtigt, als Produkt-Team innerhalb der Gematik oder der Digital-Agentur, die Roadmap zu bestimmen. Der Zeitplan sieht vor, dass wir noch ein einzigem Pflichttermin haben. Nämlich der TI Messenger wird nächstes Jahr zum 15. Sieht noch in die Epa in die neue elektronische Patientenakte für alle integriert. Das ist einer der gesetzlichen Pflicht-Tamine danach. Sieht der Zeitplan für den Rollout keine weiteren Daten vor und ich glaube das ist auch erstmal eine wichtige Feststellung, dass man Rollouts von Software oder von solchen großen Infrastrukturprodukten, das sie sich nicht an einem Stichtag eines Jahres festmachen lassen. Oder verpflichtend einführen lassen. Aber das ist hier nicht für alle Produkte so bei deinem Arbeitgeber. Genau, das ist nicht für alle so. Wir sind erstmal als TI Messenger-Team-Team davon befreit, das wird für andere Produkte in der Zukunft auch zutreffen, dass man sich nicht mehr an starren Tagen festhält oder Rollout-Zyklen, die konkret 3, 6, 9 oder 12 Monate betrachten und fristen und verpflichtungen eher in den Hintergrundrücken und Mehrwerten in den Vordergrundrücken. Und über die Mehrwerte können wir gleich sprechen, diese verschiedenen Use Cases, die glaube ich erst mal etabliert werden müssen, bevor man über sowas viel Vergütung und Verpflichtung sprechen kann. 

Bei dem Matrix-Protokoll ja so ist das es ja schon Häuser gibt, dass ich weiß es von Krankenhäusern, die das schon vorher eingesetzt haben. Also das heißt, das ist jetzt für viele nichts Neues. Bevor du eine Frage stellst, wir hatten gestern zufälligerweise passt das ganz gut. Krankenhäuser zu Besuch, verschiedene Universitätskliniken, die nicht nur Matrix Messenger bereits seit einigen Jahren nutzen. Sondern auch schon den TI Messenger ausgeschrieben eingekauft haben und jetzt auch einführen und ausrollen. Da gibt es erst so spannende Erkenntnisse aus der Modellregion und wie gesagt aus denen, die das jetzt ausschreiben über die wir gleich sprechen können. Aber ich hatte sich unterbrochen, sorry. Ich glaube, wenn man jetzt mal zuhört und gar keine Ahnung hat, was das ist, sind glaube ich tatsächlich die Use Cases schon ganz gut, um da reinzukommen. Kann sich das so ein ganz, ganz, ganz, ganz bisschen vorstellen, wie WhatsApp aber in Datenschutz rechtlich sauber oder Signal oder whatever. Also es kann ein Messenger sein, der natürlich auf Beliebing Devices laufen kann, also auf dem Smartphone. Richtig cool wird er dann für die Leistungserbringer, wenn er dann irgendwie auch im Produkt drin ist, also im Krankenhaus-Information-System oder natürlich auch Arztpraxisverwaltungssystem. Per Use Cases, die ich mir überlegt habe, wenn ich sozusagen den Tim erkläre, entweder in unsere Akademie oder auch den Studierenden ist, wie ich pust du lieber durch, dass von mir aus die Pflege im Krankenhaus, den Arzt kontaktieren, soll Patient X Y wirklich dieses Medikament bekommen. Er reichten kurzes Jahr, nein, da braucht man keine E-Mail-Schreiben, vielleicht erwischt man den nicht über ein Pager oder so. Das wäre im E-Mail ein News-Case oder auch, dass eine Pflegeverantwortliche Person in so ein Pflegegruppenchat schreibt. Jemand hat sich krank gemeldet, kann jemanden morgen einspringen. Also irgendwie ganz niedrigschwelle, oder aber von einer Ärztin, eine Wundexperten, was hältst du von dieser Wunde hier ein Foto machen, zack mit schicken? Also eigentlich genau so, wie man das auch, ja, sonst macht E-Bring-Milch mit, guck dir das mal an und glaublich, wie der hier geparkt hat. Oder auch da niedrigschwelle, Foto-Mitschicken. Das geht natürlich auch. Oder aber das irgendjemand, das sind also ein bisschen krank auslastige Dinge, du kannst dann gleich die anderen mal kurz nennen. Und irgendwie, dass jemand schreibt, vielleicht im Krankenhaus weiten Schädachtungen, uns fehlt eine dementse Patientin auf der Station, ist die bei euch irgendwo. Oder aber was theoretisch auch geht, das eine Patientin-Patient vorher, so ein Aufnahmegespräch im Krankenhaus, das das auch remote stattfinden kann. Also dass man sich alles vorbereitet, dass eine Videotellophonie stattfindet und man kann theoretisch darüber auch telemedizinische Leistung erbringen. Von den Zukunft, also irgendwie so eine telemedizinische Leistungen oder so was, das geht dann in Zukunft auch. Das sind so die Beispiele, die ich immer nenne, ein oder andere mag vielleicht etwas Praxis fern sein, aber ich habe die so gewählt und dann eben zu zeigen, was damit alles geht. Ja, damit stellt so die Bandbereit her schon ganz gut da. Manchmal wird immer als Schweizer Taschenmesser bezeichnet, da kann man irgendwie alles drüber man, du hast gerade die Chats benannt, die eigentlich Gespräche vor Ort im Krankenhaus auf Stationen oder halt auch Telefonate sein könnten. Oder E-Mails, wie du sagst, und dann hast du ja ausgebaut, bis hin zu Telemedizin und Video-Funktionen. Was ja, Dinge sind die Protokoll, das Chemnutz, SMTP, Pop, Mailprotokoll eben nicht wirklich leisten kann. Es gibt also verschiedene technische Vorteile bei so einem Messengerprotokoll, wie Matrix das bietet. Es gibt aber auch UseCases, du sagst es schon, du hast mehr ans Krankenhaus gedacht. Man kann aber auch bei den UseCases, die du gerade genannt hast, natürlich auch schon ein intersektorale Kommunikation denken, ganz klar. Also eine Pflegekraft kann ja auch aus dem Pflegeheim, den Hausarzt, den Patienten üblicherweise betreut. Der ein paar Kilometer weit entfernt, seine Praxis hat auch Anpengen. 

Die verständliche Kritik, die wir zu all diesen UseCases immer bekommen, auch ist der Modellregion gerade, ist interessanterweise, dass es mehr Arbeit ist. Klar, Kommunikationsarbeit, jedes Telefonat, jede E-Mail, jede Messendernachricht, kostet Zeit. Und da stellt sich natürlich neben der Vergütung für Anschaffung und Betrieb. Dieses Softwareprodukt ist natürlich auch die Frage, wie vergüten wir Zeit, die man über Kommunikation verwendet? Du hast gesagt, es ist mehr Zeit. Also es ist Zeit, Kommunikation, kostet Zeit bin ich dabei, aber warum ist es mehr Zeit? Sonst hättest du angerufen, sonst hättest du Synchronekommunikation, hättest gewartet, bis jemand dran geht, sonst hättest du eine E-Mail geschrieben oder sowas. Also, wie so ist das mehr Zeit? Das ist erstmal eine Annahme. Ich sage daher, es ist eine Kritik, die uns gegenüber bei solchen UseCases geäußert wird. Die Kritik kann man zurückweisen, kann sie auch annehmen. Man kann das in Einzelfällen, glaube ich, bestichtigen, dass viel Kommunikationen auch dann viel mehr Zeit kostet. Mit Patientenversorgung ist Kommunikation aber das A und O. Also, wir haben jetzt gerade über UseCases zwischen Leistungserbringern gesprochen. Da hast du recht, das findet sowieso statt. Und teilweise findet es aber auch nicht statt. Und das nicht erreichen eine Arztpraxis. Zum Beispiel hast du ja gerade das Thema Wunddokumentation genannt oder nicht mal Dokumentation, sondern einfach Rückfrage zu einer Wunde, einer Pflegekraft bei einem Arzt. Da erreicht die Pflegekraft aus dem Pflegeheim heute den Hausarzt ja gar nicht. Also diese Synchronekontaktaufnahme per Telefon läuft einfach. Nicht weil man niemanden oft niemanden erreicht. Es ist ja nicht so, dass man keine Chance hat als Pflegekraft in Arzt zu erreichen, aber es ist eben schwieriger. Und die Hürde sich zu erreichen wird gesenken durch so ein Messenger. 

Also bin ich völlig bei dir. Also das eine ist, dass es ja vorher also das Kommunikation notwendig ist. Die ist dann vor auf anderen Weg gelaufen. Von daher lasse ich sozusagen diesen Weraufwand da nicht gelten und das andere ist. Sie hätte laufen sollen und hätte mehr Wert gehabt, aber sie hat nicht funktioniert. Und daher verstehe ich, aber ich verstehe die Kritikpunkte und ich verstehe auch die Angst. Essenziell ist da, dass das gut umgesetzt wird. Also dass du jetzt nicht dann irgendwie, ich möchte auch als Ärztin oder Arzt, Arzt hätte ich kein Bock, das auf meinem privaten Smartphone. Ich dann noch von Patientinnen an getickert werde und sagt, hier guck mal, ich hab hier einen Ausschlag oder der Pickle oder sowas. Da darf natürlich nicht sein, sondern man muss, man muss abschalten können und das muss auch im Produkt nachher sauber sein. Also wenn du jetzt, wenn erz den Arzt bist und du kriegst vielleicht mit, was so alles passiert, dann kann schon sein, dass du eine Herr Sorge hast. Ich werde auf dem Kanal angehauen. Ich werde auf dem Kanal angehauen. Ich werde auf dem Kanal angehauen. Das muss alles sauber im Endprodukt mit dem, die aber in drin sein. Und dann ist es egal, ob du dann irgendwie eine Kim sozusagen medizinemelt bekommst, ob du einen Tim nachricht bekommst oder ob du Dokumente aus der E-Pair runterlädst. Das wird ja da dann alles zusammenlaufen, auch wenn es unterschiedliche Use-Cases sind. Ich glaube, das ist das alles entscheidend. 

Ja und da wir den Messenger nicht selbst entwickeln als Chemartik, sondern die Vorgaben machen, müssen wir eben ziemlich alles ermöglichen. Denn es gibt Anforderungen von Ärzten, die wollen, dass Mobil nutzen. Es gibt Anforderungen von Ärzten. Die wollen, dass MkSMP vor S nutzen. Also es gibt ja unterschiedliche Nutzungsszenarien. Das ist ja auch das Schöne daran, dass man in verschiedenen Anwendungsfällen einfach nutzen kann. Sowohl Mobil, also auch stationär, sowohl für Text- und Bildenarichten, also auch für den Übermittlung, die Übermittlung strukturierter Daten, FHIR-Bundles, auf die wir später noch eingehen können. Diese Offenheit macht es dann natürlich so schwierig zu sagen, das ist das Tool für genau diesen Use-Case. Denn es ist für viele Zwecke einsetzbar. 

Es passiert ja auch jetzt schon, wenn wir ehrlich sind. Also wir kennen beide genug Ärzte in Ärzte. Wenn man dann mal zusammensitzt, dann hört man schon Geschichten, dass dann irgendwie in einer Region, kann haben, 15 Leute da in einem Chat zusammen sind. Oder 5 Studien früher, da Sachen besprochen werden, da Bilder geschickt werden und das ja eigentlich nicht wirklich sauber ist da schon zurechtlich. Also das passiert ja auch, da gibt es ja eine krasse Schatten-IT. Und das passiert, obwohl es nicht im Gesetz steht, obwohl niemand dazu verpflichtet hat, obwohl es niemand vergütet. Es funktioniert, weil es die Versorgung einfacher macht oder die Kommunikation innerhalb des Arbeitslebens dieser Ärzte und Ärzte. Und es gibt auch Messenger, die werden von Pflegekräften genutzt. Also ich kenne einige Krankenhäuser, die das für interne Scenarien, wie du die gerade beschrieben hast. Da hast du eine Gruppenschatz auf Station, sei es auch für Dienstplanung und so weiter, wird sowas verwendet. Und da sprechen wir, wie gesagt, immer nur gerade über die Leistungserbringer, die untereinander kommunizieren. Was ja Tim von Kim abgrenzt ist, dass das dann auf den Endgeräten der Patientinnen und Patienten auf verfügbar wird. Das ist also so der nächste Schritt, der das Produkt dann vollständig macht. Das ist sozusagen multidevicefähig. Wir können das gleichzeitig auf dem Smartphone, wir auch ins PVS integriert nutzen. Eine Frage, die sich jetzt du hast es von angedeutet, was passiert er mit den Schätz? Also wenn jetzt medizinisch-relevante Sachen besprochen werden, dann wär es sehr geschickt, wenn die, also wär es nicht geschickt, sondern dann gibt’s ja teilweise sogar gesetzliche Fristen, wie lange sowas aufbewahrt werden muss. Wo wird das dann persistiert? Ja, der Thema Messenger Tim oder Messenger generell sind kein Persistenz-Medium, das heißt die Clients, die wir zulassen, die müssen Archivierungschnittstellen nach außen öffnen. Das ist eine Anforderung in der Spezifikationslage. Und so wie wir das sehen, ermöglichen diese Matrix-Kleins auch ein Export von Daten, die große und wichtige Frage ist eigentlich, was möchten wir denn exportieren? Also möchten wir Chatverläufe in 10-seitiger Ausführung als PDF-Dokument exportieren, die sich danach niemand mehr durchließt oder einzelne relevante Informationen. Technisch ist es möglich zu exportieren, es gibt aber bisher kein TI-Messenger-Anbieter, der eine PVS-, KIS- oder sonstige Integration hat, um Daten zu exportieren. Die technische Machtbarkeit wurde schon demonstriert mit einer HL7-Schnittstelle an Uniklinikum in Frankfurt. Jetzt fällt’s mir gerade einen Bevor ich vergesse, was gibt’s denn schon für Anbieter? Also weil man muss ja sich zertifizieren lassen, als wir das letzte Mal das aufgezeichnet haben, dann gab’s glaube ich ein oder zwei. Genau, es gibt drei zugelassen TI-Messenger, ich sag das so konkret, weil’s drei Produkte sind, nämlich die Produkte der Famedly, GmbH, der AOK Systems Technologies, GmbH und der Akquinet, GmbH. Es sind drei Produkte, wie er im Möglichkeiten ist aber diesen drei Produkten oder diesen drei Unternehmen natürlich auch ihr Produkt weiter zu verkaufen, sei es für PVS-, KIS- oder AVS-Integration oder auch in Patientenportale, weil ich ja gerade schon von dem Patienten-Zugang aufgesprochen habe. Und das passiert, d.h. Es gibt doch Anbieter, die das schon weitervertreiben, wie die Extension, die GEDISA, dieser Medi und das wird in den nächsten Monaten weiter Fahrt aufnehmen, es stehen zahlreiche Unternehmen noch darunter auch PVS und Kissanbieter, die eigene Messenger entwickeln oder eben sich für die Reselling zertifizieren lassen wollen als Vertreiber. 

Jetzt ist eine ganz konkrete Frage, weil das bei anderen Produkten schon Thema war, super essentiell ist ja, dass du die Leute dann auch irgendwie findest, mit denen du dann schreiben messenjenen möchtest. Wie funktioniert das? Gibt’s da ein gut gewarteten Verzeichnisdienst, wo man alle Leute zweifelt, frei findet, die man sucht oder wie ist das geplant? Das fiese Frage ist auch völlig einfach mal so das Blau gefragt, ich hab da noch gar nichts zu gehört dazu bisher. 

Als ob du den Verzeichnisdienst der Gematik der TI gar nicht kennen würdest. Also, erstmal, man hat erstmal die Identität über den Messenger, glaube ich, erstmal so wichtige Festzustellen, dass man statt einer E-Mail-Adresse und Vorname-Punkt-Nachnahme@domane.de, der Matrix-Welt, eine Matrix-ID, manchmal auch MXID abgekürzt hat. Die MXID kann numärisch und völlig irrelevanz sein, weil man sich über den Kontaktbuch wie du es gerade genannt hast, dann sowieso über den Vorname findet. Sie setzt sich aber erst mal aus einem Präfix zusammen, der kann auch Vorname sein, unter Domane eben dem Homeserver, auf dem man ist, zum Beispiel eines Klinikums, der einen eigenen Homeserver betreibt. Lautertal-Klinik-Punkt-Tim-Punkt-telematik zum Beispiel. Zum Beispiel. Mach ich. Ich hab jedenfalls schon mehrere solche Matrix-IDs gesehen, die sind auch nicht immer dafür gedacht, wie bei E-Mail-Adressen oder Telefonomen, dass man sie eingebt. Deswegen ist es halt wichtig, dass es den von die angesprochenen Verzeichnisdiensten, denn wir ihnen am Ende ist es ein Verzeichnis aller Leistungserbringer, aber eben als Dienst zu Verfügung gestellt oder betrieben innerhalb der telematikinfrastruktur. Dort sind die Identitäten aller Kliniken, Apotheken, Ärzte und Ärzte zukünftig auch. Pflegeheim, Pflegedienste verortet zur Wartung, wie du es nennst, der zentralen Verwaltung, Pflege dieses Verzeichnisdienste sind nicht wir als Gematikthetik oder wir sind nicht dafür verantwortlich, sondern die, die Identitäten breitstellen. Das sind also alle Landesärze, die Apothekerkammern, Kassenärztlichen, Vereinigungen, deutsche Krankenhausgesellschaft und so weiter. Die stehen hinter diesem Verzeichnis, dass wir in Zukunft, also ab nächstem Jahr auch halb öffentlich teilöffnlich stellen werden unter einer Website, in der man dann auch zentral seine Daten als Leistungserbringer einsehen und editieren kann, wo sie ein Selbst-Service-Portal. Erst mal eine Viewer, um sich die Daten anzusehen. 

Abschließend vielleicht zum Verzeichnisdienste ist es natürlich ein Verzeichnis, das nicht nur für ein messenger relevantes und auch für Kim, wenn man sich gegenseitig Arztbriefe schicken möchte. Oder eben die E-Pahreiger, aber als Patientin oder Patient erteilen möchte. Das geht aktuell also über die Identitäten in diesem Verzeichnisdienste. Wenn ich hier in Berlin der Charité oder einer Glottartalklinik meine Patientenakte freigeben möchte, dann kann ich das ohne, dass ich die Karte vor Ort stecke, weil so kann ich auch die Berechtigungen erteilen, aber ich kann das auch virtuell oder einen Hand vom Sofa ausmachen, über den Verzeichnisdienste. 

Da freut sich der Doktor bringt man bestimmt. 

Wie sind hier unter uns? Du kannst ja komplett offen sprechen. Auf jeden Fall ja. Jeden Fall. Was nervt dich da noch oder nervt dich irgendwas? Du hast schon gesagt, es gibt Kritik, die mal wieder kommt, wobei dir sozusagen verständlich ist, wenn auch in großen Teilen wahrscheinlich nicht berechtigt. Aber gibt es irgendwelche Sachen, die dich nerven, vielleicht bei der Berichterstattung oder sonst irgendwas? 

Die deutsche Mentalität, das sage ich jetzt nicht wegen des Amphel, also mich hat wirklich die letzten Wochen und Monate stark beschäftigt. Das Thema Verpflichtung, Versus, Vergütung und Rollout, so eine Anwendung wie dem TI Messenger. Weil auch immer da vorne gesprochen wird oder die Annahme da ist, wir müssen etwas verpflichtend machen damit das alle nutzen. Das war eigentlich die Maßgabe der letzten 20 Jahre. gematik wird jetzt 20 Jahre alt im Januar und von Beginn an hat man Leistungshelberinger dazu verpflichtet sich an die TI anzuschließen, einfach um schnellen Rollout zu ermöglichen. Hat super geklappt. Im Zuge dieser Verpflichtung hat man eine Vergütung, eine Kostenerstattung für alle nicht alle und nicht vollständig. Weil es fallen ja neben den Geräte- und Anschaffungskosten auch zeitliche Kosten. Wartungskosten wir auch immer an. Also IT besteht ja nicht nur aus der Beschaffung eines Konnektors, eines Kartenterminals und der Software. Das macht mich kürrer, weil der TI Messenger wird nicht so immer voll, indem man ihn verpflichtet und erzten 100 Euro im Monat in die Hand drückt oder 50 und sagt jetzt bitte chatten los. Und dieser Rollout, den wir bei so einer freiwilligen Anwendung gerade sehen, ist natürlich sehr langsam, weil man erst mal einfachen Messenger hat und ein Messenger zu haben, ist noch kein Mehrwert. Man möchte darüber sein Arbeitsalltag erleichtern und möglicherweise Prozesse digitalisieren. Wenn es hier installiert, fettig, wenn aber keiner ins Wiki was reinschreibt und die Leute dreimal ins Wiki geguckt haben, weil sie was suchen oder nichts drin steht, dann ist das halt tot. Und das heißt, je voller das Wiki ist, dass du mehr nutzen hast, die Leute, und das ist hier wahrscheinlich auch so, richtig zum Fliegen kommt es erst. Wenn die Leute das wirklich einsetzen und auch viele, dann so eine Zimmerdresse haben. Also brauchst du eine kritische Masse halt irgendwie, oder? Und deswegen sage ich mich nervt ein bisschen, die deutsche Mentalität, die halt immer heißt ja, wir müssen irgendwas verpflichten und vergüten und regeln in irgendeinem Gesetz, also so eine Produktentführung lässt sich halt nicht per Gesetz regeln und auch nicht nur mit Geld regeln. Und es wird jetzt erstmal ein bisschen dauern und man kann jetzt nicht ins Gesetz schreiben, der Messenger muss für Telemedizin genutzt werden und alle machen das. Sondern man muss erstmal gute Produkte auf den Markt haben, dafür kämpfe ich jeden Tag. Wir versuchen mit den Anbietern zusammen ein Proof of Concept zu arbeiten, für UseCase es dies heute noch nicht gibt. Und halt zu beweisen, hey, man kann zum Beispiel auch eben über ein Messenger strukturierte Daten austauschen, ob keine Papier basierten. Anamnese oder Aufklärungsbögen mehr in der Hand zu haben, sondern das eben eine Woche oder zwei Wochen vor der Untersuchung schon an die Klinik zu schicken. Und das sind einfach Dinge, die man vor ein paar Jahren noch nicht gemacht hat, sondern erst mal versucht hat, Produkte ins Feld zu drücken, ohne dass sie irgendwie ein Mehrwert geliefert haben. 

Wir kennen es ja auch aus anderen Bereichen, da ist es ja so, dass die, also auch sozusagen Messenger, ähnliche Frontends ja auch genutzt werden und gar nicht jetzt mit anderen Menschen zu diskutieren, sondern man kann ja auch einfach die ist gerade riesen Thema, klar logisch KI. Du kannst natürlich auch irgendwelche Chatbotz dort rein setzen, die dir dann helfen, die dann sagen, dass man auf dein Termin ist in drei Minuten, dein Termin ist in einer Minute. Dass du an eine nästische Fragen über so ein Chatbot abbildest, dass du irgendwelche Terminbuchungen darüber machst und so weiter, was hier für viele Leute in Teilen viel natürlicher ist, weil das was natürlich sprachlich ist, weil das, das ist was sie vielleicht auch mit den Enkeln machen und mit Chatten oder keine Ahnung was. Das bedienen einer App, also ich bin da, wie soll ich sagen, durchaus spannender und auch wahrscheinlich hilfreicher für viele Leute als, na, ich bin heute vorsichtig, als andere Anwendungen auf Detailematikinfrastruktur. Sag mal, sag mal so, verstehe, du verstehst das gut. Ja, ich bin voller Elan und auch zuversicht, dass es, ich erklappt mit dem TE Messenger, aber möchte auch Erwartungsmanagement betreiben, also darüber geht vieles. Aber total verständlich. 

Ich danke dir auf jeden Fall und sage einfach, vielen Dank fürs Zuhören und macht’s gut. * Musik *. 

Highlights aus dem Podcast

  • Timo Frank erklärt detailliert, warum der TI-Messenger ein zentraler Baustein der digitalen Gesundheitsversorgung ist. Hier einige der wichtigsten Punkte aus dem Gespräch:
  • Funktionalität: TIM bietet nicht nur den Austausch von Textnachrichten, sondern auch den Versand und Empfang von Dokumenten, Bildern und Audiodateien. Damit wird die Kommunikation umfassend erleichtert.
  • Sicherheit: Dank der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind alle Daten optimal geschützt, was besonders im sensiblen Bereich des Gesundheitswesens essenziell ist.
  • Interoperabilität und Dezentralität: Verschiedene Anbieter werden TIM-Dienste anbieten, die untereinander kompatibel sind. Nutzer können frei entscheiden, welchen Anbieter sie nutzen möchten.
  • Integration: In Zukunft werden auch mit TIM ausgetauschte Informationen in der ePA gespeichert werden können.

Shownotes