eHealth-Podcast Wissensarchiv

Das eHealth-Wissensarchiv ist ein studentisches Projekt der Hochschule HTWG

Folge #167 – Qualitätssicherung im Krankenhaus

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Beschreibung

In dieser Folge geht es um Qualitätssicherung im Krankenhaus. Ein zentraler Aspekt der aktuell heiß diskutierten Krankenhausreform ist das Thema Qualität im Krankenhaus. Diese soll in Zukunft (noch) transparenter werden. Denn Krankenhäuser erfassen schon seit langer Zeit Qualitätsindikatoren und führen diese zusammen. Den aktuellen Stand der Dinge fassen Christian und Renato in diesem eHealth-Podcast zusammen.

Und natürlich fehlen auch die Grundlagen nicht – also die Antwort auf die Frage „Was ist überhaupt Qualität? Und wenn ja: warum?“

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Transkription

Hallo und herzlich willkommen zur Folge 167, ich hab mal geguckt, was die 167, wenn eine besondere Zahl ist, aber irgendwie scheint da nichts Besonderes zu sein, außer, dass er eine Primzahl ist. Also unter uns Nerds ist es keine besondere Zahl, aber eine besondere Folge, zu der ich auch noch Christian begrüße. Ja, Moin, okay, also zumindest nördige auch schon wieder abgehackt, wobei das stimmt gar nicht, heute wird es relativ speziell, heute geht es nämlich im QS Qualitätssicherung im Krankenhaus und was man damit IT machen kann. Ich würde vorschlagen, mach du mal die Agenda, ich mach sehr gerne die Agenda, wir machen einen kurzen Einstieg und dann kommt die Theorie, was ist Qualität überhaupt, dann gucken wir uns an, was Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement ist, die Begriffe sind leider nicht ganz so klar definiert, wie man sich es erhofft, dann gucken wir uns noch die beteiligten Institutionen an, gehen ganz kurz in das gesetzliche, aber das versuche ich etwas kurz zu halten, damit es nicht zu tröge wird und dann gucken wir uns ganz konkret an, wie die Verfahren aussehen und wie so einen Bogen denn aussehen könnte und natürlich das, was uns als IT da interessiert, wie kann das ganze Softwaremäßig unterstützt werden. Der wäre ja ein bisschen gespannt, ob das jetzt tröge wird oder nicht, du hast mehr als Vorbereitung wie vier Seiten Dokument geschickt und da sind wir unzählerige Paragrafen. Mein Redeanteid wird sehr gering sein, denke ich mal, vermute ich mal, hoffe ich mal. 

Also manchmal nochmal ja Folgen und dann haben wir beide ungefähr gleich viel Ahnung und dann stellt man immer Fragen, gezielte Fragen, denn uns dann wie weiter geht, die sind echt jetzt, die heutigen Welt, weil ich echt ganz, ganz wenig Planung habe. Deswegen würde ich vorschlagen, ich mache einfach meine 20 Sekunden, hau ich alles raus, was ich zur QS zu wissen glaube und danach korrigierst du mich. Also QS, was für uns heute, glaube ich, dann beschäftigen werden im Krankenhaus, da geht’s jetzt gar nicht und Qualitätssicherung wie gut Software ist oder sonst irgendwas, sondern da geht’s darum, dass Krankenhäuser bei bestimmten auslösenden Ereignissen vorgegebenen Dokumentationsbögen ausfüllen müssen und die dann melden müssen und zu auslösenden Ereignisse können sein, wenn auf der Station, während also eine Patientinnen und Patienten liegt, ein Dekubitus mit Krankenhaus aufgetreten ist oder nur tot geboren, ich glaube, das ist auch so ein Auslösendes Ereignis, dann müssen spezielle Fragebögen, Dokumentationsbögen ausgeführt werden und die dann irgendwo hin, früher was, glaube ich, was AQUA, die tot gemeldet werden, fällig schon bin ich durch, aber jetzt du. 

Eigentlich hast du schon alles gesagt, jetzt muss ich 20 Minuten lang gucken, wie ich das kriegst du. Ich habe natürlich jetzt grundsätzlich dann nicht viel hinzuzufügen, aber vielleicht dann der einen oder anderen Stelle kann ich das gerne etwas vertiefen. 

Ich habe mal als Einstieg überlegt, warum wir uns damit überhaupt bebeschäftigenen müssen, denn QS ist ja eigentlich schon lange ein Thema, also das wäre eigentlich schon ein Grund, das ganze zu machen, aber natürlich gibt’s auch so ein paar aktuell Ereignisse und zwar gibt sehr diese Krankenhausreform, die alle im Moment so ein bisschen in Atem hält und dort spielt das Thema Qualität schon eine besondere Rolle, und dann so setze Fallen da zum Beispiel somit bestimmt die Qualität und nicht mehr die Quantität, die Versorgung oder auch Patienten haben ein Recht darauf zu wissen, welches Krankenhaus, welche Leistungen mit welcher Qualität anbietet. Und um dieses Wissen überhaupt zu haben, muss man natürlich irgendwelche Daten erfassen. Und wichtig oder gut zu wissen ist, im Vorfeld was ist denn überhaupt Qualität, was messen wir denn da oder was versuchen wir denn vermeintlich zu messen oder zu wissen oder herauszufinden. Und wenn man das Versuch zu definieren, dann kann man ja in Normen gucken in verschiedenen Gesetzestexten und da gibt’s dann verschiedene Definitionen, zum Beispiel in der einschlägigen Normen 9000, da es steht, das ist der Grad, in dem ein Satz inherenter Merkmale eines Objekts Anforderungen erfüllt. Das klingt jetzt sehr kompliziert, letztendlich ist es ein Verhältnis zwischen dem, was sein soll und dem, was ist. Also wir definieren, was wir für Anforderungen ein etwas haben, zum Beispiel dann eine Software oder eben an eine Behandlung und das geht’s ja heute. Und dann schauen wir auf der anderen Seite, wie das tatsächlich ist. Und je mehr das übereinstimmt, desto höher könnt man dann die Qualität einschätzen. Genau, dann gibt’s verschiedene Arten von Qualitäten. Wir unterscheiden zwischen unterschiedlichen Sachen, was kann man überhaupt alles gut machen und da geht’s natürlich darum, dass am Ende das Ergebnis gut wird. Das ist ja das, was wir immer wollen. Dem Patienten geht’s tatsächlich besser oder die Behandlung war erfolgreich oder wir haben sonst eine Verbesserung der Versorgung, das ist die Ergebnisqualität, aber damit das ganze konsistent bleibt und dass das nicht irgendwie im Laufe der Zeit abnimmt oder vielleicht nur eine zufällige Aufnahme wird, gibt’s dann noch andere Qualitäten, zum Beispiel Strukturqualität oder Prozessqualität, die dann auf dem Weg guckt, dass wir alles richtig machen. Die guckt zwar nicht hinten raus, ob das Ergebnis stimmt, aber die guckt, ob wir die definierten Prozesse auch wirklich so durchführen, wie wir sie uns vorgenommen haben und wie sie vielleicht aus dem Best-Practice-Ansichten, dann auch vorgenommen werden. 

Diese Arten von Qualität, die werden gemessen und da gibt’s noch zwei wichtige Begriffe, in dem Zusammenhang, die man nennen sollte. Das ist einmal das Qualitätsmanagement, das ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die dazu dient, die Qualität in einem Unternehmensbereich sicherzustellen. Das Ganze ist so eher langfristig und proaktiv und so auf die Maxime ausgerichtet, die Qualität zu steigern. Und es gibt die Qualitätssicherung, die jetzt in unserem Kontext, so immer dazu sagen, eher so als Teilbereich, dass Qualitätsmanagement’s angesehen wird und das ist das Sicherstellen, dass die Qualitätsanforderungen noch wirklich eingehalten werden. Ja, da gibt’s auch unterschiedliche Ansichten und deswegen muss man immer gucken, in welchen Zusammenhang diese Begriffe genannt werden und in unseren Zusammenhang, also Krankenhaus, Qualitätssicherung oder Krankenhausqualität, da ist das jetzt nach dem eben genannten Unterschied, Oberbegriff, Unterbegriff oder speziellere Anforderungen, ist es definiert. Das Ganze ist auch gesetzlich gestgehalten, da gibt’s unser albe Kantes, Sozialgesetzbuch 5, das SGB V dort im Paragraf 135 A da ist dieses Qualitätsmanagement und die Qualität sich an den Maßnahmen auch nochmal definiert. Genau, also das ist so der Rahmen, in dem wir uns befinden. Wir haben also Anforderungen auf der einen Seite und wir müssen jetzt gucken, in wiefern diese Anforderungen dann auch tatsächlich erfüllt werden und unter anderem machen wir das in dem wir die Verfahren messen. Es gibt noch andere Sachen, die in dem Zusammenhang auf jeden Fall von Krankenhäusern gemacht werden müssen. Es ist jetzt nicht nur die QS-Bögen, die dort eine Rolle spielen, sondern auch, dass man Prozesse definiert. Dass man Kennzahlen definiert und diese auch misst, dass man in Risikomanagement macht, dass man dieses Fehler-Meldesystem integriert und die Möglichkeit gibt, Fehler auch anonym zu melden, dass es auch eine Beschwerde-Management von Patientenseite gibt. All das gehört zum Qualitätsmanagement dazu und in den spezielleren Bereich der Qualitätssicherung gehören auch so Sachen wie, dass es mindestens Anforderungen gibt, ja, dass es eine Ausbildung braucht von den Ärztinnen und Ärzten, dass es eine Mindestanzahl von Fällen gibt, die pro Quartale oder pro Jahr erfüllt werden müssen. Auch das sind Sachen, die in den Bereich der Qualität gehören, also nicht nur die QS-Bögen, die wir jetzt im speziellen besprechen, sondern eben auch dieses gesamte Qualitätsmanagement. Das spielt da eine Rolle. Gerade diese Fehler-Meldesysteme haben wir, glaube ich, auch noch gar nicht als Thema oder diese klassischen CIRS-Systeme. Das wäre vielleicht nochmal was. CS-Critical Incident Reporting System. Ja, das bin ich wieder ruhig für drei Minuten. Aber ein sehr wichtiges Thema und das hat, glaube ich, auch viel an Qualität gebracht, weil früher, mit früher meine ich jetzt wirklich früher, damit sich keiner auf den Schlips getreten fühlt. Früher gab es natürlich schon häufig so diese Devise, wenn was passiert ist, schweigen wir das lieber tot, weil uns das dann irgendwann auch die Füße fallen könnte, weil das meistens immer an der Person festgemacht wird und nicht an den Prozessen. Gut, dann schauen wir uns mal die Qualitätssicherung an und zwar, wer dafür verantwortlich ist. 

Die oberste Instanz ist natürlich das Gesundheitsministerium, dass die Rahmenbedingungen vorgibt, aber natürlich mischt sich das nicht in die spezielleren Inhalte ein. Dafür gibt es die Fachmenner und Frauen, die sich im GBA im gemeinsamen Bundesausschuss versammeln. Das ist eine Gemeinschaft, die hatten wir auch schon das eine oder andere mal erwähnt. Ich glaube, als es um die DIGAS ging, hatten wir das mal oder auch sonst kommt das immer mal wieder vor. Das ist ein Kremium, das aus KBV und KZBV. Die deutsche Krankenhausgesellschaft ist damit dabei und der GKV-Spitzenverband, also einmal die Leistungserbringer und die Krankenkassen sind dort versammelt und entscheiden unter anderem, welche Leistungen bezahlt werden sollen von der Krankenkasse und eben auch welche Qualitätsanforderungen gestellt werden, zum Beispiel an Krankenhäuser, also Qualitätsanforderungen, auch Qualitätsindikatoren, was wird denn dann gemessen, um rauszufinden, ob die Qualität erfüllt ist. Genau, die sind aber jetzt auch nicht die durchführende oder die sich dann auf die unterstorganisatorische Ebene befinden, sondern das tut dann, dass nicht mehr Aqua-Institut, sondern heute heißt das ganze Iktik-Institut, also das Institut für Qualitätssicherung, und Transparenz im Gesundheitswesen. Nicht zu verwechseln mit dem IQWiG. Genau, klingt so ähnlich, macht fast das selber, aber dann doch was anderes. Dieses Iktik-Institut arbeitet im Auftrag des GBA und dieses Institut, das gestaltet jetzt diese Qualitätsindikatoren aus. Einige sind schon sehr gut ausgestaltet vom GBA, also vom gemeinsamen Bundesausschuss, andere müssen noch quasi runtergebrochen werden, also wirklich in auszählbare, in messbare Werte, die man dann auch wirklich konkret messen kann. Es werden die zu erhebenden Datensätze definiert und dann werden die Datensätze zusammengetragen, das Erheben passiert ja in den Krankenhäusern, aber das Zusammen tragen, das passiert dann unter anderem durch das Iktik-Institut. Also ich faszinke mal zusammen. Das heißt, der GBA definiert, was die Ziele sind und welche Qualitätskriterien eher sozusagen messen möchte. So, dann gibt es ein Institut, das Iktik, das ist sozusagen die Ausführung der Hand, die sammelt nachher auch die Daten, die gemeldet werden und wartet die aus. Und das melden, machen dann in unserem Fall jetzt die Krankenhäuser, die da auch immer total viel Bock drauf haben. Genau, das fehlt nur eine, ich will nicht sagen, Kleinigkeit im Gegenteil ist eine Gröslichkeit, es sind die Landesarbeitsgemeinschaften LAGs, die werden von den KVen getragen und die sind jetzt noch zwischen den Krankenhäusern und dem Iktik-Institut noch zwischengeschaltet, das sind die eigentlichen Empfänger von die Daten, also die Krankenhäuser melden ihre Daten an die LAGs und die sammeln das dann und leiten das dann weiter ans Iktik-Institut. 

Und wer die Daten nutzt, was wer die veröffentlicht, fließen die dann nachher ein in die Qualitätsberichte oder die man bestimmt sich angucken kann, früher Weiße Liste und jetzt gibt es das ja auch vom Karl, ihn jetzt so ein Qualitätsmonitor. Genau, also die werden verschiedene Auswertungen werden, die reingepackt, die meisten sind anonymisiert, also wenn man zum Beispiel dann an so einem Verfahren teilnimmt, dann kriegt man sich selbst eingeordnet, quasi wie so ein Ranking, wo steh ich innerhalb der Krankenhäuser, wie gut es meine Qualität bin ich eher überdurchschnittlich, bin ich eher unterdurchschnittlich, so dass man sich selbst einordnen kann, ohne jetzt zu sehen, welche Krankenhäuser genau jetzt an welcher Stelle stehen. Also einige Krankenhäuser veröffentlichen natürlich dann auch ihre Indikatoren, sodass man, wenn man dann dort sich behandeln lassen will, dann bekommt man die genauen Indikatoren und es gibt und das werde ich weder nochmal kurz erwähnen, auch ein Portal, das jetzt eingeführt worden ist, es ist noch relativ neu, wo man dann für sein Krankenhaus gewisse Informationen findet. Ich würde mal jetzt sagen natürlich nicht alles und nicht bis ins kleines Detail, aber man kriegt zumindest mal so eine ungefährere Vorstellung, wo sich das Krankenhaus in der Breite der Masse befindet. 

Müssen die Krankenhäuser das machen? Ja, die Krankenhäuser verpflichtet das zu sein. Was passiert, wenn sie es nicht machen oder versperrt wird? Dann gibt es ja zuerst so einen Mannwesen, dann müssen auch irgendwann Strafzahlungen bezahlt werden, beziehungsweise dann werden Gelder zurückgehalten, sage ich jetzt mal so. Ich hoffe, dass das stimmt, ich werde es einfach noch mal googeln, aber ich meine, dass ich das irgendwo gelesen habe in der Form. Und ganz praktisch ist das letzte, was ich jetzt weiß und werde ich wieder lange ruhig ganz praktisch diese ist in den Krankenhäuser und häufig so aus, dass kurz vor Meldefrist sich irgendwelche Leute, die dafür verantwortlich sind, diese Bögen auszufüllen, ganz hektisch noch rumrennen über Stationen und dann so die letzten Informationen, die man braucht, um den Bogen abschließen zu können. Diesen Dokumentationsbogen irgendwo her sammeln, teilweise wissen die Ärzte und Ärzte gar nicht mehr um, wie es geht, weil es vielleicht schon wie neun Monate her ist. Also das Ganze ist relativ schwierig, weil er wirst du wahrscheinlich gleich nochmal darauf eingehen, über zur IT-Unterstützung zu kommen. Genau, das muss nicht sein. Genau, die gesetzlichen Regelungen, da gehe ich jetzt wirklich nur ganz kurz darüber hinweg, das meiste steht im Sozialgesetzbuch 5 Paragraf 135 folgende und da wird geregelt, wer für was verantwortlich ist und da wird gerade auch das Iktik-Institut nochmal erwähnt unter gemeinsame Bundesausschuss. Neben diesen gesetzlichen Sachen gibt es auch noch Richtlinien von gemeinsamen Bundesausschuss, die das auch noch mal näher regeln. Wir verlinken diese ganzen Richtlinien und Gesetze in den Show Notes. So, falls jemand da sich wirklich noch mal intensiv belesen will, dass er oder sie, dass dann auch gerne tun kann. Gut, dann hat es du vorhin schon so ein paar Sachen genannt, wo etwas ausgelöst wird. Auf diese Verfahren will ich jetzt auch nicht in der Tiefe eingehen, aber mal so ein paar Nennen, also wo es ganz klassisch ist, sind zum Beispiel so kleine Herzinterventionen, also zum Beispiel PCI, also Koronarangiografie, oder Herzschrittmacher, Implantation, oder Revision und so weiter. Das sind so klassische Sachen, aber auch Karotis-Revaskularisation, da gibt es einen eigenen Bogen für gynäkologische Operation, Mammachirurgie. Auch in der Pflege gibt es etwas, und zwar die von dir erwähnte die Kopitus Profilaxe. Also nicht nur das ärztliche Personal ist hier jetzt gefordert, sondern auch die Pflege. Perinatalmedizin haben wir schon gesagt, Perinatalmedizinmedizin, Versorgung kleiner, frügebohrener und die Cholezystektomien in der Viszeralchirurgie ist auch noch ein auslösender Faktor. Insgesamt gibt es 15 QS-Verfahren, die sich in neuen Bereichen tummeln und insgesamt werden 428 Qualitätsindikatoren abgefragt. 13,8 Millionen Datensätze habe ich jetzt irgendwo aufgeschnappt, die dann erfasst werden, also schon eine ganze Menge. 

Oh ja, oder? 

Oh ja, genau. 

Wie sieht jetzt so ein konkreter Bogen aus? Also ich werde auch da mal einen Verlinken, dass man sich da in eine Vorstellung machen kann. Das sind dann Papierbögen, die aber natürlich in der Regel heutzutage nicht mehr als Papierbögen ausgefüllt werden. Das sind so klassische Kopfdaten, Fachabteilung, Geburtstattung und Geschlecht, was dann natürlich mit reinkommt, aber auch an am Nese und die Klinik und fast immer zum Ankreuz. Also es ist kein Freitextfeld, wo man was ausfüllen, denn es lässt sich aber kannteweise sehr, sehr schlecht auswerten. Preoperative Diagnostik jetzt zum Beispiel, wenn es um Herzschrittmacher Implantation geht und dann ganz konkret, was ist das für ein Gerät, wo wurde es eingesetzt, wie wird es programmiert und so weiter. Das sind dann alles Daten, die erhoben werden bei so einem Bogen und die einem dann später helfen sollen, wenn etwas passiert, woran könnte das gelegen haben. Also es ist gerade die Felder genannt, welche Informationen es auch mit definiert, was es zum Beispiel für Auswahlwerte gibt oder welche Klassifikationen man nutzen muss oder so, das ist auch alles definiert. Die Auswahlwerte sind tatsächlich genannt, da gibt es jetzt in einigen Fällen natürlich die ICD, der dann so als Katalog hinterlegt ist, aber in der Regel werden die Auswahlfelder von dem Bogen genannt und da kommt dann noch viel dazu und zwar richtige kleine Programme, die mitgeliefert werden, die dann prüfen, ob die Daten auch vollständig sind, und ob die Daten auch konsistent sind, also ob die Werte in einem gewissen Bereich liegen, der normal ist, also dass dann Blutdruck eingetragen ist, der nicht 500 ist oder auch nicht 20, sondern dass da ein… Okay, das heißt, die das ICD-Tick liefert selbst, wenn welche Syntaxprüfmodule mit aus, die man dann sozusagen bei sich selber einbindet und dann könne ich zum bisschen sicherstellen, dass die da die den gemeldet werden, nicht totaler unsinn sind. Genau, genau, das sind dann, wie gesagt, kleine Programme, die in einer speziellen Formularsprache geschrieben sind und die man dann ins eigenes Informationssystem dann einbinden muss. Muss man sich zertifizieren lassen, wenn man das elektronisch meldet oder als Anbieter? 

Ist mir nicht bekannt, dass da… Aber es werden tatsächlich die Programme, die das können, werden auf den Webseiten des ICD-Instituts genannt, also gehe ich davon aus, dass die sich diese Programme zumindest mal angeschaut haben, beziehungsweise, es kann tatsächlich auch sein, dass es da gewisse Kriterien gibt und die dann auch… Ist ja auch völlig okay, wenn wir sagen, wissen wir nicht. Wissen wir nicht. Also, das liefern wir an den Schonots dann nach. 

Vielleicht noch ein Punkt, es gibt leider nicht nur die Bögen vom ICD-Institut, sondern wir haben ja ein föderales System, das heißt, es gibt auch noch spezielle Besonderheiten für spezielle Bundesländer. Gibt einige LAGs, die haben besondere Bögen, da ist vorneweg der Schlagernfallbogen, den es nur in Hessen-Baden-Württemberg-Reinand-Falls und Bayern gibt, die sind zwar alle ähnlich, aber dann leider doch nicht identisch, das heißt, in den Anbieter gibt, der das in Hessen macht, dann darf der das so ähnlich noch mal für Baden-Württemberg machen und noch mal für Reinand-Falls und so weiter und es gibt einen Bogen für multiresistente Erreger und dann noch eins für neu geborenen Hörscreening, das sind jetzt drei Beispiele für spezielle Landesbögen. 

Da merkt man dann schon, das ist nicht unaufwendig und da kommen wir dann auch schon zur Software, was hat die Software für eine Aufgabe, einmal natürlich diese Bögen abzubilden. Also, wir wollen diese Bögen nicht mehr auf Papier ausfüllen, so wie du gesagt hast und dann auch rumrennen und den Ärzten unter die Nase halten und den Ärzten, sondern wir wollen, dass das Ganze im Informationssystem abgebildet ist. Es gibt also eine QS-Dokumentation mit der dahinter liegenden Logik, also die Felder, die Regelprüfungen, die Plausibilitätsprüfungen, all das soll damit abgebildet werden. Und eigentlich sollte es so sein, wenn ich mich jetzt rein versetze, wenn die Leute diese was später anwenden oder im Krankenhaus arbeiten, genau wie bei der Epa eigentlich sollte das vollautomatischem Hintergrund laufen. Also eigentlich sollte niemand gucken, hat es ein Hörskreamen gegeben beim Neugeborenen, bin ich in Bundesland Hessen ja an ein, sondern wenn das eintrifft, dann wird diese Bogen angelegt und wenn man schon sauber arbeitet, mit einem Kiss und jetzt nicht freitextlich oder nur diktat oder gar nicht elektronisch dokumentiert, sondern strukturiert, semantisch annotiert, dann würde ich erwarten, dass diese Bögen eigentlich zu 90% schon vor ausgefüllt sind. So sollte es sein, weil auch das kennen wir ja, es ist kein Jammern, sondern es ist ein berechtigtes Beschwerden, QS, das ist bei den meisten wahrscheinlich so im Kopf klingeln wird. Das ist natürlich wieder so eine organisatorische, administrative Aufgabe, wo wir inzwischen bei was 30% der herzlichen Arbeitszeit sind im Krankenhaus, wo es nur um Dokumentation geht. Und das ist dann auch Dokumentation, wo dann das ärztliche Personal zumindest nicht das Gefühl hat, dass es wirklich was für den Patienten tut. Das ist ja das Problem, obwohl es natürlich hinten raus schon was bringt, aber das ist so dieses klassische, wir müssen dokumentieren ohne dass es jemand was bringt. 

Und jetzt war und jetzt gegen die andere Seite zu randen, ich habe es auch oft erlebt, dass dann gesagt wurde ja, aber das muss doch der Computer machen und dann fragt mir, wo trägst du denn diese Daten ein? Ja, gar nicht auf Papier, ja, wo also der Computer das wissen. Das heißt, wenn wir es die Flugfirma ganz kurz ändern, diese ganzen Artenstrativen aufgeben, die kann natürlich der Computer, der Computer kann die übernehmen, aber er kann das ja auch nur, wenn man vorne weg richtig gut dokumentiert, strukturiert, sauber dokumentiert. Und da gehören halt dann auch leider Sachen dazu, wie Material das verwendet wird, auch annotieren, wie du sagst. Also wenn wir jetzt das Beispiel von vorhin nehmen, herzschrittmacher, es wird implantiert, der Herzschrittmacher und gewisse Felder müssen ausgefüllt werden. Implantiert? Implantiert, genau so wird das. Implantiert, du, du, du, du, du, ich, du einst wieder. Und dann ist es ja möglich, wenn man sagt, ich hab jetzt diese Sonde implantiert, dass das System dann weiß, wie die einzelnen Felder danach ausgefüllt werden müssen. Das ist natürlich schon die Erwartung, aber dann muss man natürlich ein bisschen, mir als Achma gehören schmalt, so ein bisschen Arbeit reinstecken, diese Sonden auch richtig in das System einzuflegen. Wenn das aber gemacht ist, dann sehe ich da auch wenig Probleme, dass es nicht nur 90%, sondern auch 95 oder sogar 99% schon dokumentiert ist, dass es keine extra Dokumentation ist, sondern dass das wirklich voll automatisch passiert. 

Also die QS-Dokumentation ist eine Sache, die software aufnehmen kann, dann der von dir vorhin erwähnte QS-Filter, das ist diese Identifizierung von dokumentationspflichtigen Leistungen. Also dieser Filter geht über die Eigenschaften von Patienten drüber und schaut, ob jetzt für diese Patienten ein QS-Bogen dokumentiert werden muss. Das ist auch schon vorgegeben, welche Attribute dort erfüllt sein müssen und das kann der QS-Filter ausfinden. Es gibt eine Soldstatistik zur Bilanzierung der Dokumentationspflichtigen Leistungen und Risikostatistik, das ist die abschließende Erstellung, dann eines Risikoprofils, all das kann über Software abgebildet werden. Und da gibt es tatsächlich auch Software-Lösungen auf die Markt, die das Ganze anbieten. Genau, wofür werden jetzt die Daten verwendet? Wir haben ja gesagt, die sind nicht unnötige Daten, die nur für Dokumentation da ist, sondern die haben natürlich ihren Sinn. Einmal die vorhin schon erwähnten anonymen QS-Berichte für die Kliniken. Dann kann man das natürlich verwenden für hausinterne-Reports und Statistiken, denn die Daten, die dort erfasst werden, werden natürlich zu erst mal im Haus gesammelt und können dort verwendet werden. Sekundäre Datennutzung für Institutionen und Institutionen, die Forschen und dann auf Basis dieser Informationen dann neue Erkenntnisse gewinnen. Und das vorhin auch schon erwähnte Transparenz, Verzeichnis der Bundes-Klinik-Atlas, auch denen, ja, da sind die Qualitätsindikatoren zwar noch sehr, sehr am Rand und klein und da gibt es noch nicht so viele, dass ich jetzt sagen würde, okay, ich bin vollkommen informiert, aber es ist mein erster Aufschlag und ich bin mir sicher, der wird regelmäßig und ständig erweitert. 

Das sind die Punkte, die mit QS zu tun haben. Natürlich wie immer ein kleiner Ausschnitt von dem, was Qualität im Krankenhaus tatsächlich ausmacht. Ich hoffe, die Qualitätssicherer in den Krankenhäusern sind mir nicht sauer, dass ich jetzt ihre Arbeit in einer halben Stunde runter reduziert habe, aber genau. Das ist ja überall so, also wenn wir irgendwie zwischen 20-30 Minuten bleiben wollen bei einem Thema, dann ist das ja immer so, und da sind jetzt eigentlich die Leute im relativ wohl gesonnen. Aber auf, ich mache noch mal das, was ich vorhin gesagt habe, ich mache trotzdem nur ein flammtes Abschlusspläder je, aber gerne. 

Das mir halt mega wichtig bei extrem vielen Themen, wo jetzt gesagt wird, boah, hier gibt’s KI hier und KI da und dann kann der Computer alles übernehmen und wir machen deine automatische Arztbriefschreibung. All das funktioniert nur dann richtig gut, wenn man vorne sauber und gut dokumentiert, wenn man gute Daten erfasst. Das ist bei allen den genannten Themen so und bei wahrscheinlich noch drückt sich anderen Themen ganz genauso und wenn jetzt irgendwie jeden Krankenhaus nicht vielleicht eine Uniklinik gerade zuhört, sondern Krankenhäuser, kleinere, mittlere Krankenhäuser. Das ist der Schritt, der eigentlich jetzt schon gegangen sein muss, also freitextliche Dokumentation und Dokumentation auf Papier ist so nicht mehr in Ordnung. Das sollte schnellstens abgeschafft werden und man sollte sich überlegen, dass man wirklich strukturierte, semantische annotierte Daten erfasst. Weiß gar nicht, aber das schon mal hatten hier im Podcast doch. Okay, darum kennen Sie. Na gut, mach mal schnell Schluss. 

Vielen Dank, Renato. Hallo, liebe Leute, ich bin es noch mal im Podcast. Haben wir ja zwei Themen gehabt, wo ich auf die ShowNots verwiesen habe und dann habe ich recherchiert und habe gemerkt, oh, wenn ich das alles in die ShowNot schreibe, dann wird das etwas viel. Deswegen, dass jetzt hier noch als Addendum oder als Erratum hinten dran geschoben, damit auch die Leute das mitbekommen, die vielleicht nur den Audio-Podcast hören. Also, es ging einmal um das Thema Zuschläge und Abschläge, wenn Dokumentation fehlen. Da hatte ich gesagt, es gibt wahrscheinlich Zu- oder Abschläge, ich habe das gelesen, ich habe das tatsächlich gelesen, aber so weit ich das jetzt recherchieren konnte, sind diese noch nicht scharf geschaltet. Also in den Unterlagen des gemeinsamen Bundesausschusses gibt es zwar Ideen dafür, wie solche Abschläge aussehen könnten, aber die sind aktuell ausgesetzt, bis einschließlich 2023. Ich weiß nicht, ob für 2024 jetzt noch die Entscheidung aussteht, aber aktuell gibt es hier noch keine Abschläge, angedacht sind je nach dem und was wir in Verfahren es sich handelt, Abschläge von 150 bis 300 Euro pro Fall oder bei Transplantationen 2500 Euro bis 5000 Euro. Bei den Transplantationen wird eine 100-prozentige Dokumentation erwartet bei allen anderen, wird eine mindestens 95 prozentige Quote erwartet, wobei hier jetzt auch schon die ersten Ansätze da sind, dass man die auf 100 prozent erhöht. Und das heißt dann für jeden nicht gelieferten Datensatz gibt es dann Abschläge. Und dann war im Podcast nicht ganz klar, ob es Zertifizierungsverfahren von QS Software gibt. Ich habe die tatsächlich nicht gefunden. Es gibt eine Liste, die ich auch verlinken werde in the show notes vom Iktik-Institut, aber so weit ich das sehen kann, sind diese Software-Lösungen einfach nur genannt worden und die haben sich selbst bei dem Iktik-Institut gemeldet und haben gesagt, wir können das und anhand der Spezifikation hat man dann geguckt, wo man die einsortiert, aber es gibt jetzt kein offizielles Zertifizierungsverfahren für diese Software. 

Das waren die beiden Nachträge, die ich noch hatte. Jetzt kommt aber das endgültige tschüss. 

Shownotes

  • QS-Seite des Gesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/qualitaet-krankenhausversorgung/
  • QS-Seite des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA): https://www.g-ba.de/themen/qualitaetssicherung/
  • Richtlinie DeQS (Definition der zu erhebenden Verfahren und des Vorgehens): https://www.g-ba.de/downloads/62-492-3532/DeQS-RL_2024-01-18_iK-2024-09-01.pdf
  • Liste der aktiven Verfahren vom IQTIG-Institut: https://iqtig.org/qs-verfahren/aktiv/
  • Beispielhafter Erhebungsbogen für die Herzschrittmacher-Implantation für 2024: https://iqtig.org/downloads/erfassung/2024/v05/091/09-1.pdf
  • SGB V §135ff: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/BJNR024820988.html#BJNR024820988BJNG003800328
  • Bundes-Klinik-Atlas: https://bundes-klinik-atlas.de/
  • Mögliche Kosten für nicht dokumentierte Fälle: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3523/2018-10-18_QSKH-RL_Freigabe-Bericht-IQTIG_Ursachen-Unterschreitung-Dokumentationsrate.pdf
  • Softwareanbieter für QS-Software vom IQTIG: https://iqtig.org/spezifikationen/ergaenzende-downloads/softwareanbieter/