In dieser Folge geht es um Digitale Identitäten. An das eRezept haben sich inzwischen alle gewöhnt und nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft das Ganze relativ unaufgeregt. Sogenannte „Digitale Identitäten“, mit denen man z.B. über das Internet nachweisen kann, dass man wirklich die Person ist, für die man sich ausgibt, sind noch nicht flächendeckend verfügbar.
Was macht man nun, wenn man ein eRezept hat, das Haus aber nicht verlassen kann/will? Hier kommt CardLink ins Spiel: Das eRezept wurde ausgestellt, Ihr sucht Euch eine Apotheke auf dem Handy aus und haltet dann Eure eGK an Euer Handy und autorisiert so die Apotheke. Eine Art „Fern-eGK-Lesegeräte“ mit Eurem Handy, wenn man es sehr einfach ausdrücken will. Über dieses Thema sprechen Nana Lohmanns, ein erfahrener eHealth- und Apotheken-Experte, und Christian.
Am Ende der Folge gibt es wieder ein Audioschmankerl von dem Star-Duo ChatGPT&Udio.
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Transkription
Hallo und Herzlich willkommen zu eHealth-Podcast, wir haben heute einen sehr coolen Gast, würde ich sagen nicht nur von der Art, sondern auch vom Namen her, alle Kinder, die in den 80er oder 90er und Hits aus den 2000er groß geworden sind, die werden auf jeden Fall sein Namen kennen. Und ich werde wahrscheinlich nicht drüber rumkommen oder ich werde mich beherrschen können, weil immer mal wieder einen kleinen Soundsempel einspielen. Genau, also wir haben Nana hier, Nana Lohmanns, du dich mal vorstellen und dann sagst du auch, warum du überhaupt hier bist, mich was das Thema ist. Hi ja, freut mich hier zu sein, mein Name ist Nana Lohmanns, ich bin seit einigen Jahren im digitalen Gesundheitswesen aktiv und in verschiedenen Rollen, unter anderem als Geschäftsführer und Gründer von Werkstatt, was zu einer Agentur ist, die sich über Webprojekte für das digitale Gesundheitswesen spezialisiert und dort seit einigen Jahren gerade im Kontext vom digitalen Rezept aktiv ist. Parallel dazu bin ich Teil des Management Teams von eHealth Experts, eHealth Experts, das ein führendes Unternehmen im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens, spezialisiert auf telematikinfrastrukturprodukte und dort bauen wir unter anderem auch am High-Speed-Connektor und als letztes bin ich letztendlich als Geschäftsführer, das Joint Ventures Link for Health, in der Entwicklung einer CardLinklösung sehr aktiv.
Damit hast du jetzt quasi auch das Thema verraten, ich hätte dich ja auch gebeten, das Thema zu sein. Genau, es geht heute um CardLink, das hat nichts mit Elon Musk zu tun und irgendwelchen Raketen-Wissenschaften-Satelliten oder so was, also nicht Starlings und CardLink, ist das Thema heute. Und die Idee wäre, dass du vielleicht ganz praxisnah marschild das, was CardLink denn jetzt macht, um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ich weiß nicht, ob er schon in meiner Stimme hört, aber ich bin, glaube ich, kurz davor mich ein bisschen krank zu werden. Ich bin dann jetzt schon mal vor, ich bin total krank und liege zu Hause und habe dann telemedizinisch irgendwie ein Erkältungsmedikament verschrieben bekommen, was könnte ich denn jetzt mit CardLink machen.
Also mit CardLink gibt es letztendlich die Möglichkeit, mobile Rezept-Einlösung zu machen. CardLink aus meiner Perspektive öffnet die Telematikinfrastruktur für ganz viele mobile Use-Cases theoretisch, praktisch ist das ganze Thema im Moment ganz hart eingegrenzt auf einer regulatorischen Basis für das E-Rezept. CardLink muss man etwas differenzieren. CardLink selber ist nichts anderes als die Spezifikation für ein mobiles virtualisiertes Kartenterminal und ermöglicht damit ein mobilen Präsenz nach weiß, welcher in der Telematikinfrastruktur genutzt werden kann. Das heißt, CardLink, der Begriff wird in der Industrie oder im allgemeinen relativ breit gefächert für signifikant mehr als das was spezifiziert ist. CardLink selber ist das virtualisierte Kartenterminal, was bei der Übergabe des Prüfnachweises in der Telematikinfrastruktur letztendlich des Nachwises, dass eine Karte gehalten wurde an den Leistungserbringer aufhört. So in dem Prozess, in dem es spezifiziert wurde hier, ist für die Anwendung im Ehrezeptkontext und da ermöglicht dieser Prüfnachweis dem System des Leistungserbringers das abholen, anzeigen und danach auch einlösen von Rezepten. Das heißt, CardLink so, wie du es als kranker Person nutzen kannst, ist letztendlich, du kannst von zu Hause deine Karte ans Handy halten, das System des Apothekas erhält die Berechtigung, dein Rezept abzuholen. Und der Apotheker kann in seinem System dann umsetzen, dass er die Rezepte, die für dich vorliegen, auf dem Handy anzeigen, du sie ihm zuweisen kannst, frag dich am virtuellen Träsen und eher sie dir dann nach Hause bringen kann, damit gehen wir in eine Welt, wo du nicht zur Apotheke gehen musst als kranker Person, sondern letztendlich von zu Hause aus mobile Prozesse der Telematikinfrastruktur einfach auf gängiger Technik jetzt auch schon benutzerfreundlich lösen kannst. Okay, jetzt noch für mich als Leyen ausgedreht, ich hock zu Hause und bin total krank und der Rest dafür mir ist auch krank, das sieht gerade so aus, als wird das tatsächlich bei uns dann jetzt passieren diese extrem schöne Situation. Also ich liegt zu Hause und ich habe irgendwie mit meinem, mit meiner Hausärztin von mir aus gesprochen und die sagt also du kriegst jetzt hier irgendwelche Mentos, wahrscheinlich auch nicht viel wirkt, aber dann geht es ja einfach besser. Und ich habe jetzt keine Lust mehr Apotheke zu gehen, ich zücke mein Handy, ich habe meine eGK da, muss ich da schon wissen, bei welcher Apotheke ich das E-Rezept einlösen möchte.
Also natürlich bei einer, die das nachher irgendwie liefert, also gerne die Apotheke irgendwie im Dorf oder sowas oder mache ich zuerst dieses CardLink Magic und danach kann ich überlegen, welcher Apotheke ich dann wählen werde. Also welcher Schritt kommt dann zuerst? Du musst als erstes die Apotheke auswählen, das heißt das ist relativ wichtig, weil das hat mit dem regulatorischen Gegebenheiten und dem Marken von Rezepten zu tun, das heißt es gibt eine gesetzliche Vorgabe letztendlich, dass das Vermitteln von Rezepten nicht derlaubt ist. Und basierend auf diesem Thema ist es so, dass du letztendlich zuerst die Apotheke auswählen musst und dann am virtuellen Tresen. Das heißt in der virtuellen Abbildung der Apotheke CardLink nutzen das, weil CardLink am Ende des Tages den Prüfnachweis deinem Leistungserbringer zur Verfügung stellt. Das heißt, CardLink als solches erteilt der Apotheke, in der du CardLink tust die Berechtigung auf deine Daten zuzugreifen, sodass du sie ihr dann übergeben kannst. Aushalts von einer Apotheke ist das letztendlich nicht derlaubt.
Ich versuche es nochmal. Ich bin zu Hause und ich rede mit meiner Hausärztin, ich telefoniere mit der und die sagt, der Wache kommt es auf gar keinen Fall hier vorbei. Ich verschreib ihn was, zack hier ihr Rezept habe ich jetzt sozusagen ausgefüllt, weggeschickt, das lebt jetzt in der Telematikinfrastruktur. Dann lege ich auf und sage, hier, liebe Apotheke, ihr kämpft mich nicht, ich bin so selten da, aber ich bin erkältet, macht ihr bei CardLink mit, dann sagen die ja. Dann frage ich, ich habe dir Medikament X Y und dann sagen die Y, dann frage ich nochmal, würde dir das auch bringen, dann sagen die wieder ja und dann mache ich CardLink zu Hause. Also, das ist der meiner Meinung, Patienten unfreundlichste Prozess im CardLink abzubilden, aber das adressiert tatsächlich ein paar reale Probleme, die in dem CardLink-Thema sind. Der Patientenfreundliche Prozess ist, du gehst in eine App oder die App deiner Apotheke, also entweder eine App, in der eine Apotheke eine Präsenz hat oder deine Apotheke deiner eigenen App und hältst die Karte da dran. Danach weiß die Apotheke, wer du bist und kann letztendlich gucken, welche Rezepte da sind und je nachdem wie das System der Apotheke umgesetzt ist, ist die Apotheke in der Lage, in der eigenen Wahnsinnwirtschaft zu prüfen, ob das Medikament vorhanden ist oder nicht und wann es gewiefert werden kann. Und dir auch schon zu sagen, dass wir die volle Ausbaustufe, wann du es kriegst, wenn die Integration zum Logistikteil auch noch stattfindet. So, manche Apotheken haben diese Fehlkeiten, andere Apotheken haben sie nicht, d.h. Es gibt in der Range der Umsetzung von Kartringen im relativ weites Spektrum, wie weit die Prozesse digitalisiert sind. Aber der ideale Fall wäre, du gehst einfach in die App deiner Apotheke, wenn deiner Apotheke eine delizierte App hat oder in einer der Plattform Apps welts deiner Apotheke aus, das ist ganz wichtig, d.h. Du musst als erstes deiner Apotheke wählen und fürs dann im Kontext deiner Apotheke den CardLink-Prozess aus. Und je nach fertigungs tiefe der Umsetzung dieses Prozesses, können dir dann Zuzahlung angezeigt werden, kann dir Bestand angezeigt werden. Oder es kann tatsächlich auch einfach so sein, dass du zuweisen kannst und die Apotheke dich dann zurückruft, so die Apotheken des heutzutage auch oft machen. Das, was du jetzt gerade gesagt hast, ist dieses CardLink-Sorg dafür, dass wir nicht in der Apotheke die eGK stecken oder dranhalten müssen, sondern das ist sozusagen das Handy, das Fern-Auslesen oder Fern auslesen und dann der Apotheke sozusagen das Mitteil. Geht das bisher nur bei ihr Rezepten, weil das wäre durchaus praktisch, wenn wir jetzt zu einem telemedizinische Anwendung haben, gerade im Niederglassenbereich ist es sehr häufig so, dass man als Patientinpatient dort trotzdem noch hin muss, um einmal Quartal völlig bescheuert, die Karte zu stecken, damit das dann entsprechend abgerechnet werden kann. Da wäre das ja auch praktisch, oder? Also warum soll man telemedizinische Leistungen anbieten und dann müssen Patientinpatienten trotzdem noch einmal ein Quartal hinkommen, damit es nicht kostenlos gemacht wird? Wäre das nicht auch ein super Anwendungsfall?
Also aus meiner Sicht ja, und ich denke auch, dass wir mobile Prozesse der Telematik Infrastruktur, wo man letztendlich nicht mehr kabelgebunden an den Lesegerät laufen muss und die Karte stecken muss, dass sich das zukünftig viel mehr entwickeln wird und durchsetzen würde. Hierbei muss man auf drei Sachen eigentlich unterscheiden, das erste technisch machbar. Kartlink ist letztendlich das virtualisierte Termine und das Ergebnis bei Kartlink ist genau das gleiche wie beim Karten stecken. Das heißt damit bin ich in der Lage eine ganze Reihe von unterschiedlichen Prozessen zu digitalisieren und mobilfähig zu machen. Regulatorisch gibt es hier aber eine ganz klare Limitation, das von der Gematik aus Kartlink aktuell eingeschränkt ist, ganz explizit auf den Use Case E-Rezept. Ob das perspektivisch so bleibt oder wie letztendlich die Erwartungs, also wie die Adaptionen und die Nutzbarkeit in der Zukunft sein wird. Das werden wir sehen, ich glaube für den Patienten wäre es ein ganz großer Vorteil, auch andere Prozesse, mobile einfach, mit einer Lösung, die erfahren und gängig ist. Und eine einfache Vertretungsregelung hat abzubilden. Es gibt noch einen dritten Aspekt immer bei dem Thema immer berücksichtigen muss und das heißt es gibt unterschiedliche Sicherheitsniveau für unterschiedliche Prozesse im Gesundheitswesen, auch in der Gematik. Das heißt nicht alle Prozesse wo das Karten stecken, stand heute da ist, können durch Kartlink ersetzt werden, aber ich denke es ist eine ganze Reihe von Prozessen und ganz viele Themen, die letztendlich von so einem mobilen Nutzungsszenario auf einer sehr niederschwelligen Lösung.
Wenn ich nachher Telemedizin, Ärztin oder Arzt bin, dann kann ich es ja durchaus sein, dass ich erst mal Telemedizinische Leistung erbringen möchte, dass es den Patient in Patienten besser geht und dann kommen die nachher nicht in meiner Praxis, stecken die Karte nicht und dann habe ich nachher sozusagen ein Problem, was die Abrechnung angeht. Das heißt die Hürde für Patient in Patienten, die dann hier zu stecken, sozusagen fern zu stecken, das ist ja natürlich auch viel niedriger. Was gibt es dann noch für…
Was sind denn das noch deine top zwei weiteren Use Case, das wo Kartlink auch helfen könnte, jenseits von Ehrezept und auch von mir aus dieses quartalsweise Stecken der Karte?
Ich denke für Ärzte sind eine ganze Reihe vom Vorteil, das heißt wir haben den Online-Check in ganz klar, dann haben wir das quartalsweise Stecken der Karte, wobei da gibt es auch andere regulatorische Ansätze mit denen das adressiert wird, aber unter den aktuellen Gegebenheiten, dass man das einmal im Quartals stecken müsste für einen Chroniker, der regelmäßig die gleiche Medikation kriegt. Es sind hier definitiv Optionen rechtskonformer vereinfach und zu machen, die halt Prozesse, die heutzutage gelebt werden, glaube ich definitiv rechtssicherer und komfortabel haben machen würden. Dann das zweite Thema wäre ein klassischer Hausbesuch, wenn der Arzt mobil ist und das ist ja das, was Kartlink eigentlich so charmant macht, es ist kostengünstig für mobile Nutzungsszenarien. Dann könnte der Arzt letztendlich eine App haben, die das Termine ersetzt, womit er im auch mobile beim Patienten, also beim Kranken, die Karte einlesen kann. Und hier und da fängt es dann an meiner Meinung nach wirklich spannend zu werden, wenn mit der EPA for all sich die Zugrückensberechtigung für die digitale Gesundheitsakte verändern, dann auch mobile letztendlich Zugriff auf die digitale Gesundheitsakte einfach zu kriegen. Das ist auch im Fall der für mich in Notfallzenarien, das heißt zum Beispiel, wenn ich einen Arzt suche, zu dem ich kurzfristig hin muss, dass ich vielleicht aus der Ferne schon einen Zugriff erlauben kann auf meine Daten. Da ist das ganze Thema zu nutzen aus meiner Sicht, da ist da ein großer Vorteilspotenzial und dann gibt es eine ganze Reihe von anderen Prozessen, die man mit einem digitalen Prüfungsnachweis abbilden kann. Eine Sache wäre zum Beispiel zweitengesundheitsmarkt die ganzen Thema digitale Leistungsnachweise. Das ist eine ganze Reihe an Papierprozessen, die heute noch laufen, wo stand heute immer eine Unterschrift gemacht werden muss und das dann eingefachst werden muss und übermittelt werden muss, was man auch über den Weg lösen könnte. Das heißt, ein Vorteil von Kartlenk ist dann, dass das mobile ist, das verstehe ich, aber das zweite ist, du brauchst dann ja theoretisch nur das Handy, wenn du mobile unterwegs bist. Das heißt, das ist auch günstiger als wenn du dir gibt es überhaupt schon mobile ansonsten Kartenterminzen, die man mitlesen kann, die dann mit zuhause synchronisiert werden. Egal, erfüllen wir das dann sozusagen, der zweite Vorteil ist, das erste ist mobile und zweitens wird wahrscheinlich günstiger sein als die jetzt den Kartenlesegeräte.
Also es ist definitiv der Vorteil, dass es mobile ist, der zweite Vorteil ist, dass wenn man aus dem Leistungserbringer-Context kommt letztendlich jeder Arzt, sein eigenes Handy oder jeder Leistungserbringer auch in der Pflege sein eigenes Handy, als Kartenterminalln nutzen kann, welches direkt mit dem eigenen PVS-System und der eigenen Konnektorinstanz verbunden ist. Das heißt, wenn ich jetzt häusliche Pflege mache oder, wenn ich Physiotherapeut bin und einen Hausbesuch mache, dann kann ich meinen Handy mitnehmen, kann dann die eGK vom Patienten dort entsprechend über Kartlenk einlesen. Und wenn der Prozess irgendwann mal komplett digitalisiert werde, dann würde das bedeuten, ich habe die Leistung entsprechend erbracht. Ja, ich könnte zumindest dokumentieren, dass der Patient oder die Karte des Patienten präsent war und das auf Basis der Telematikinfrastruktur mit einem Belastbahn-Kryptographischen Prozess der aktuell auch für die Abrechnung verwendet wird. Okay, dann haben wir jetzt ein paar Use-Cases, wohlgemerkt, bisher klappt das nur beim E-Rezeptor für das gematik, da bald Gas gibt. Der hat das denn bereits schon implementiert, also jetzt auf E-Rezeptbasis, wo geht das denn jetzt schon konkret?
Als eHealth Experts haben wir natürlich relativ früh die Produktzulassung dafür erhalten und sind in verschiedenen Implementierungs- und Pilotierungsthemen unterwegs gewesen. Implementiert hatten das Stand heute, vor allem die großen EU-Versender oder Online-Versender. Hintergrund hier ist die Unternehmen haben mit der Einführung der eGK-Stecklösung auf den Zugang zum Markt verloren. Weil wenn mein Rezept nur noch auf der Karte liegt und ich die Karte stecken kann und es dafür kein mobiles Scenario gibt, dann ist de facto der Zugang zum Markt nicht mehr existenz. Deswegen haben die Unternehmen relativ früh sehr signifikant in das Thema investiert, auch als die Spezifikationen noch nicht fertig waren und das hat dazu geführt, dass die als erstes am Markt sind. Neben den großen Versändern, die eigene Apps haben, um das Ganze abzubilden, sind im Moment, unternehmen wie Apotheken-Service-Portale und fallen die GEDISA dabei, Lösungen für die stationären Apotheken umzusetzen. Die Herausforderungen hier sind lokale Prozesse in die Cloud zu verlegen, ist recht umfänglich. Karte Link ist dann immer nur der Teil des virtualisierten Karten-Termits, wie wir eben schon mal angesprochen haben, ist nur ein Teil der gesamten Lösungen, die notwendig sind. Ich denke, die GEDISA wird eine Standeslösung rausbringen, die für verschiedene Apps funktioniert und das sind so die Anbieter, die im Moment am Markt da sind.
Ist das dann die White-Label-Lösung? Ich habe vorher in der Vorbereitung dann auch ein Kommentar gelesen, dass stationären Apotheken, die Dorf-Apotheken, dass die viel gemäckert haben, dass jetzt Karte Link kommt, weil das ungerecht sei für die stationäre Apotheke, weil die großen Versand-Apotheken das schon umgesetzt haben. Jetzt hast du es gerade sozusagen aus der anderen Perspektive geschildert, dass es ja vorher für die Versand-Apotheken ungerecht gewesen sei, weil man bei denen hätte die eGK stecken müssen. Ja, also der Grund, warum diese Asymmetry im Markt vorher ist, ist letztendlich, dass die Versand-Apotheken sehr stark investiert haben, um weiter an den Markt teilhaben zu können. Man muss jetzt sagen, Karte Link hat ein, zwei Faltsträcke, vor allem für die lokalen Apotheken. Hintergrund hier ist das Karte Link auf einen digitalen Prozess mit einem eigenen Online-Tresen, also ein virtuellen Tresen ausgelegt ist. Große Versender, das ist deren Kerngeschäft, das heißt alle Prozesse sind da drauf ausgelegt, die haben ihr AVS-System, ihren Wagenbestand in der Cloud und den Logistiker angeschlossen. AVS ist Apothekenverwaltungssystem, also das System, was letztendlich das Rezept abholt und das Rezept einlöst. Eine kleine Dorfapotheke hat dieses System und den Konnektor den Anschluss zur TI hinter einem DSL-Anschluss in der Apotheke. Und im schlimmsten Fall, wenn die Putsfrau kommt und der Stecker gezogen wird, dann ist das nicht online. Das ist natürlich schwierig, das zu kombinieren mit einer App. Also erstens haben die Apotheken oft keine Eigenapp, sondern sind auf Plattformapps wie die verschiedenen großen Player, wie gesund die E ihre Apotheke vertreten. Aber zur Abbildung von Karte Link, wo dann in der vollen Ausbaustufe einen klautbasierter Konnektor notwendig ist, wo notwendig ist, wenn man es wirklich Patienten freundlich machen will, dass der Waren bestand. Das ist ja mega, das ist ja mega wichtig. Also wenn du das nicht digitalisiert hast und dann wirklich irgendwie einmal am Wochenende irgendwie durchgesehen, was habe ich davon noch und das dann vielleicht sogar telefonisch beim Großhändler bestellt, dann hast du ja komplett… Also ich komme aus einer Apotheken-Familie tatsächlich, ich glaube, der Prozess, das automatisch zu aktualisieren und jeden Tag mehrere Großhändlerlieferungen zu haben. Das hat zu ziemlich jeder Apotheke, aber dann halt lokale auf dem System in der Apotheke und nicht da, wo es letztendlich notwendig ist, dafür, dass es innerapp verwendet werden kann. Und genau da entsteht dann die Herausforderung, wo die technische Lösung, die eigentlich für alle zugänglich ist, für lokale Apotheken signifikant komplexer in der Umsetzung ist, als für jemanden, der all diese Prozesse eh schon von Hause aus in der Cloud laufen hat. Ja. Dann, äh, nächste, nächste Woche und ich gesehen habe es gibt jetzt auch schon gesetzliche Krankenversicherung, die dann ist das eigentlich Kardling selbst oder so, so ein Konkurrenz, also Kardling im Sinne von, wird die gleiche Technik sein oder die gleiche Spezifikation? Nein, das ist… Ich sehe, na, na, jetzt ziehe das heißt, der Schüttel schon ganz eingestrengt den Kopf. Ich habe die Pressemeldung, Sieht nicht, was Techniker war es glaube ich. Die Techniker, die… Die Techniker, tatsächlich, tatsächlich, ähm, das ist auch ein wichtiger Bestandteil. Also Kardling als Solches ist im Moment eingegrenzt auf, äh, ich glaube bis 20, 26 für die Nutzung, weil in der Architektur oder der Lösung der Telematikinfrastruktur eigentlich die digitale Identität für solche Use-Cases vorgesehen ist. Die digitale Identität hat und das ist auch letztendlich, was die Kassen herausgeben können, die Kassen haben ja relativ aufwendige Prozesse um digitale Identitäten auf einem höheren Sicherheitsniveau als Kardling abzubilden und diese können genutzt werden, um dann auch auf den Ehrezept server zuzugreifen. Die TK und sicher auch zukünftig andere Kassen werden als herausgeber der digitale Identitäten diese Möglichkeiten nutzen, um dann Prozesse der TI auch in den Kassen Apps abzubilden. Der Unterschied zu Kardling hier ist und das was in der TK App ist, ist halt basierend auf der digitale Identität, die die TK herausgibt. Der Unterschied zu Kardling ist… Kardling ist niederschwelliger im Sinne von Ich muss einfach meine Karte ans Handy halten und ich muss nicht den komplexen Prozess durchlaufen von einer Pin, die ich per Post kriege und all das, was ich tun muss, beim E-Person oder bei der Aktivierung der eGK oder halt für die Krankenkasse. Das zweite und meiner Meinung nach der zweite große Unterschied, das ist das Thema Vertreterregelung, wenn ich das für meine Tochter, für meine Krankenmutter oder für jemand anders mache, dann ist das bei Kardling auch relativ niederschwellig. Ich nehme die Karte einfach von jemand anders, halt die ans Handy, es findet also eine Informationen an dem vorherigen registrierten Nutzer statt und dann kann ich dem Prozess halt auch für andere machen. Das glaube ich wird mit der digitalen Identität ein bisschen komplexer, deswegen denke ich, dass die digitale Identität und Kardling das ist nicht das gleiche, das ist komplementär, das eine ist sehr einfach und zugänglich für niederschwellige… Für Sachen mit einem niederschwelligereren Sicherheitsniveau. Wenn ich jetzt eine eGK finde, kann ich dann für die Person sozusagen Kardling nutzen, ohne dass ich dann Pin oder sonst was brauche? Ja, du kannst mit der eGK auch in die Apotheke gehen und sagen, du bist Vertreter und kannst genau den gleichen Prozess in der Apotheke machen. Ja, bei der gucken, ob ich eine Frau bin oder einen Mann oder ob ich 70 bin oder 14. Als Vertreter-Regelung und das ist, so ist halt auch das Sicherheitsniveau letztendlich für Rezept einlösen. Es ist vorgesehen, dass meine Tochter für mich, ich für meinen Großvater oder für meine Frau und damit hast du alter, geschlecht und alle Themen auch als Vertreter in die Apotheke gehen kann und zwar in jeder Apotheke und die Rezeptor einlösen kann und das gleiche ist mit Kardling auch möglich. War es mit unterschiedlicher Sicherheitsanforderungen bei ihr Rezept? Es ist offenbar nicht so hoch. Nee, die Sicherheitsanforderung für ihr Rezept generell ist sehr hoch für das einlösen eines Rezeptes. Wenn nun Rosa-Zettel auf der Straße finde, das kannst du ihnen auch einlösen gehen. Das ist letztendlich wahrgenommen ist hier immer eine Sicherheitsrisiko, aber es ist kein Unterschied zu den bestehenden Prozessen. Wenn ich dein Rezept auf der Straße finde, dann kann ich das einlösen gehen. Das ist das Thema mit dem Sicherheitsniveau. Ich wollte gerade noch was dazu sagen, aber ich bin ja auch ins Wort gefallen. War unhöflich.
Du hast jetzt jetzt gerade eine große Blöfftest. Du hast gesagt, du hast uns auch schon vorher gehört. Ich stelle am Ende eine, nämlich gleiche Frage. Nämlich, was habe ich vergessen, dich zu fragen?
Die Zukunft. Was bringt die Zukunft bei den Filmen? Sehr gut. Was bringt die Zukunft?
Ich glaube erstmal, dass wir mit der Einführung von Kartening den Rezept Prozess wesentlich nutzbarer für den Patienten machen werden. Wenn die Telematik Infrastruktur einbringen, theoretisch wird es auch schon alles mit einer freigescheiten eGK möglich, mit der gematik App. Aber die Realität ist, dass die Komplexität, die aus den Sicherheitsanforderungen hier entstehen, von vielen Nutzern einfach nicht genutzt wird. Das heißt, ich glaube, die Zukunft bringt als erstes, dass wir mit Kartening mobile Nutzungszenarien in die TI bringen, die Anwendungsfreundlich sind. Also Patienten freundlich und sehr nutzbar. Spannend wird die Fragestellung sein, inwieweit auch diese Art von Usability und Patientenzentrierung für andere Prozesse, wo es theoretisch möglich wäre, von der Selbstverwaltung freigegeben werden wird. In absehbarer Zeit werden wir dazu die Digital identität kriegen, damit kann man auch viele der Prozesse lösen und abdecken. Es wird interessant sein zu sehen, wie diese beiden Themen komplementär funktionieren werden, grundsätzlich und das ist eigentlich das, was ich sehr begrüße ist. Wir öffnen die Telematik Infrastruktur von einem Kabel gebundenem Scenario, wo ich einen Kartenlesegerät, einem Kabel beim Leistungserbringer mit einem Konektor, einem Kabel beim Leistungserbringer verwenden musste, um Prozesse zu machen hin zu einem Scenario, wo wir mit einer Kartenlinkelösung und einer digitalen Identität mobil, die eine Identitätsnachweis machen können, um mit dem HSK, also im Infinity Gate, was wir bei eHealth Experts bauen, mobile die Konnektivität machen können und damit öffnen wir letztendlich digitale Gesundheitsprozesse für mobile Nutzungsszenarien. Und das ist glaube ich etwas, was allen beteiligen, sowohl den Leistungserbringern als auch den Patienten sehr, sehr viel mehr wert schaffen wird. Okay, jetzt hast du auch eHealth Experts noch mal untergebracht, herzlichen Lob. Was auch noch gut ist, ist das sozusagen Druck gemacht wird. Du hast ja von uns gesagt, die großen Versandapotheken waren dabei, weil sie ansonsten halb raus sind, das ist gut und das übt jetzt natürlich auch Druck aus, auf die sozusagen stationäre Apotheken, die irgendwo im Dorf rumstehen oder so. Ist natürlich erstmal blöd, aber so geht es natürlich voran und das finde ich auch sehr, sehr gut und sehr hilfreich.
Also klar, und dann danke ich dir.
Shownotes
- CardLink bei der gematik
- Cardlink bei ehex
- Nana Lohmanns bei LinkedIn
