In dieser Folge beschäftigen wir uns mit den Notaufnahmen in Krankenhäusern. Wie es sich im Interview von Renato mit Dr. Matthias Brachmann, Geschäftsführer der DGINAS Services, schön herauskristallisiert, handelt es sich bei den Notaufnahmen um die Visitenkarten der Krankenhäuser, da hier viele Patienten den ersten Kontak mit den Häusern haben.
Und da häufig der erste Eindruck zählt, ist es wichtig, dass in den Notfallaufnahmen alles rund läuft. Und damit alles rund läuft, zielt gleich der erste Fördertatbestand des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) auf diese Notaufnahmen ab. In der Übersichtsfolge über die Fördertatbestände (Folge #115) hat sich Renato noch etwas abschätzig über den Fördertatbestand ausgelassen und hat bemängelt, dass dieser Tatbestand zu allgemein gehalten sei.
In der Diskussion mit dem Experten wird nun aber klar, dass diese Offenheit genau die Stärke des Fördertatbestandes ist und der sehr heterogenen Landschaft der Notaufnahmen gerade dadurch gerecht wird. Um alle Zuhörer mitzunehmen, beginnt der Podcast wieder mit einer Definition, was eine Notaufnahme überhaupt ist und wie eine solche funktioniert. Dann wird spezifischer auf die IT-Systeme und Schnittstellen geschaut und schließlich noch der Bogen zum KHZG geschlagen.
So… Lücke geschlossen!
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Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des eHealth-Podcastes. Wir bewegen uns weiterhin im Dunstkreis des Krankenhauszukunftsgesetzes. Wir haben uns diesmal einen Fördertatbestand herausgepickt, aber wir graßen natürlich noch alles möglich um rum ab. Und das Ganze machen wir mit einem Interviewpartner. Und zwar ist das Herr Brachmann von der DGINA. Ich würde vorschlagen, Herr Brachmann stellt sich kurz selbst vor.
Hallo, Herr Damm, herzlich Dank für die Einladung, dass ich hier mit dabei sein darf. Matthias Brachmann, ich bin Geschäftsführer der DGINA Services. Das ist die Servicegesellschaft der deutschen Gesellschaft, interdisziplinäre Akut und Notfallmedizin, der Fachvertretung für Ärzte und Pflegekräfte, die in den Notaufnahmen in Deutschland arbeiten.
Genau. Und in dieser Aufgabe hat er mich auch kontaktiert. Ich habe ja in der Folge über das Krankenhauszukunftsgesetz habe ich erwähnt, dass dieser erste Fördertatbestand, der sich um die Notaufnahmen kümmert, nicht mein Lieblingsfördertartbestand ist. Und da hat dann, Herr Brachmann, dankenswerterweise Partei ergriffen und hat sich für den Fördertatbestand stark gemacht. Dann hat auch gemeint, dass da viele, viele wichtige Sachen drin stehen. Und dann haben wir uns dazu entschieden, einfach einen Podcast darüber zu machen. Denn in unserer langen, langen Podcastreihe gibt es eigentlich noch keinen richtigen Podcast über Notaufnahmen. Und das, was in den Notaufnahmen so passiert. Und dann haben wir uns gedacht, wir holen das nach. Genau. Und um uns diesem Thema etwas besser zu nähern, würden wir einmal kurz im Anfang darüber reden, was Notaufnahmen sind, wie die Workflows auf Notaufnahmen aussehen. Aber dann auch darüber sprechen, was für Software-Systeme auf Notaufnahmen zum Einsatz kommen. Und dann, ganz am Ende, werden wir uns auch über den Fördertatbestand eins noch unterhalten und wie man denen vielleicht günstigerweise in einer Notaufnahme umsetzen kann.
Gut, dann kommt die obligatorische Frage bei unserem Anfang. Man stellt sich ganz dumm und fragt, was ist eigentlich eine Notaufnahme in einem Krankenhaus? Es kriegen zwei jetzt nach einer einfachen Frage. Aber wahrscheinlich ist die Antwort gar nicht so einfach. Die Antwort wäre von ein paar Jahren noch deutlich komplizierter geworden, weil es da sehr unterschiedliche Formen der Notaufnahmen in den Krankenhäusern gab. Mittlerweile gibt es einen G-BA-Beschluss zur Notfallstufung. Und auf dem Bezieht sich auch das KHZG im Fördertatbestand eins. Können eben nur Häuser, die am Notfallstufungkonzept des GBA auch teilnehmen und dort zuschläge erhalten, Förderanträge einrichten. Und da ist es sehr klar definiert. Da heißt es nämlich, die Notaufnahme ist eine räumlich abgegrenzte fachübergreifende Einheit mit einer eigenen fachlichen unabhängigen Leitung, in der dann ungeplant der akute Notfallpatienten versorgt werden. Die Notaufnahme hat 24 Stunden in sieben Tagen die Woche geöffnet und wird immer am Krankenhaus Standort vorgehalten. Also selbst, wenn ich ein Krankenhaus Verbund bin, Konzern bin, muss ich an jedem Krankenhaus Standorte eine Notaufnahme vorhalten, wenn ich mit diesem Standort auch GBA-Notfallstufungkonzept teilnehme will.
Okay, also ist es eigentlich auch so ein Teil vom Krankenhaus und damit auch so was wie eine Station, aber es ist keine wirkliche Station, worin unterscheidet sich denn jetzt so eine Notaufnahme von einer normalen Station oder wegen mir auch von der Intensivstation? Hauptsächlich durch die Unsicherheit, in der sich Notaufnahmen bewegen. Denn Patienten kommen ganz ungefiltert zu wohnen. In der Ankunftzeit in die Notaufnahme haben wir als auch mit ihrer Symptomatik. Und da treffen dann der Patient mit den gebrochenen Beinen auf den Herzinfarkt, auf die Demente, die dehydrierte Patientin aus dem Pflegeheim, auf den Patienten im Drogenrausch, auf die Personen mit Befindlichkeitstörungen auf den Schwerzverletzen. Also es ist so ziemlich alles dabei, was man sich im Krankenhaus so vorstellen kann. Und die Patienten sind eben in ihrem Status noch unklar, noch unbekannt. So bringen beispielsweise ihre Krankengeschichte, ihre Infektionen mit, sei es aktuell natürlich auf Covid-19 oder eben auch MRSA etc. Und somit muss man sich eben mit diesen Patienten gut, dass man überhaupt nicht kennt, den ersten Schritt auseinandersetzen. Einstammt sie doch alle gemeinsam, keiner von denen möchte gerne warten. Ja, es geht uns allen so, das stimmt. Und sie haben jetzt gesagt, dass man diese Patienten noch gar nicht so wirklich kennt. Das ist ja dann bestimmt auch später, wenn es um die IT-Systeme geht, ein Punkt, den es dann auch aufzugreifen gibt und wo man dann als Krankenhaus bestimmt auch glücklich ist, wenn man so eine elektronische Patientenaktor hat. Genau, auf jeden Fall. Um die Patienten dann tatsächlich im ersten Schritt auch kategorisieren zu können, in das Risiko, dass sie mitbringen oder dass sie eben in ihrem Warten oder in ihre Behandlung haben und das spielt eine ganz große Rolle, dass man eben mit diesen unklaren Patienten umgehen kann. Klarheit bekommt, ihn steuern kann und immer genau weiß, in welchem Teil Schritt der Klarheit, wenn man so möchte, eigentlich im Moment ist und wie viel Risiko damit dann noch verbunden ist. Okay.
Und jetzt haben wir schon über die Patienten gesprochen. Wo kommen die dann überall her? Also das sind ja jetzt nicht alles nur Leute, die zu Hause, ich sag mal, umgefallen sind und dann selbstständig ins Krankenhaus kommen, sondern da gibt es ja verschiedene Wege, wie man reinkommt, oder? Ja, wobei man ganz grob eigentlich zwei Wege unterscheidet, die die Fußläufig kommen, das sind zu ungefähr zwei Drittel der Patienten und die dann liegen krank über den Rettungsdienst eingeliefert werden, das sind dann ungefähr das andere weitere Drittel der Patienten. Und da spielen einige Fördertabbestände eine Rolle, wenn es um diese Notfallpatienten geht, die über Rettungsdienste kommen, die sollen ja vorangemeldet werden, das kann ja ein Patient von zu Hause wahrscheinlich nicht leisten. Ja, ja, also über den Rettungsdienst vorangemeldet ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, dass da auch schon erste Informationen übermittelt werden. Und das haben wir in den zwei Fördertabbeständen dann sogar auch abgedeckt, diese Anbindung nach draußen. Die Patienten von zu Hause, das ist tatsächlich ein guter Punkt. Oder sie in quasi nach eigen anderem Nese auch schon tätig werden können oder sollen. Prinzipiell ist das im Fördertabbeständen einzog, quasi mit vorgesehen, diese Eigenanamnese. Wie viel das dann tatsächlich bringt, weil der Patient ja noch mal erst eingeschätzt werden muss. Ist ja mal der hingestellt, aber es ist auf jeden Fall auch schon mal ein guter Gedanke, den Patienten in den Behandlungsprozess auch mit einzubeziehen. Aber da kommen wir gleich noch ein bisschen intensiver dazu.
Vielleicht, wenn wir auf der einen Seite die Patienten uns anschauen, dann auch das Personal, dass wir uns da auch mal drüber unterhalten, woher kommt denn das Personal? Ist das dann eigenes Notfallstationspersonal oder wird das vom Krankenhaus gestellt? Oder sind das Leute die in beiden Einrichtungen arbeiten? Das ist ein bisschen bunt gemischt. Also zum einen in mich jetzlichen Bereich gibt es meistens Stammpersonal der Notaufnahme selber. Die also nur dort beschäftigt sind, sehr häufig Pflegekräfte, aber eben auch medizinische Fachangestellte oder Notfallsanitäterinnen und Notfallsaniteter. Im Bereich des Erzlichen Personal, es ist oft anders, es gibt meistens nur einen kleinen Stamm, mindestens ein erzlichen Leiter oder ein erzliche Leiterin. Manchmal eben noch ein Stellvertreter und vielleicht zwei andere Fach- oder Obererzidien im Tagdiensten der Notaufnahme sind. Das andere Personal kommt meistens auch den anderen Fachbereichen, das Krankenhaus aus den großen klinischen Fächern, wie der Innere Chirurgie, Neurologie, die dann Ärzte stellen, die in der Regel aber nur wenige Tage, Wochen, wenige Monate dann dort in der Notaufnahme in der Rotation verbringen. Und was ist mit den vielbeschworenden Niedergelassenen Ärzten, das war ja vor einigen Jahren so das Thema, dass man versucht, so diesen Runden der Patienten auf die Notaufnahmen zu stoppen, weil man dort immer jemand antrifft, indem man dort einfach Arztpraxen ansiedelt hat. Das denn gefrohte, ist das noch ein Thema? Also es ist noch ein sehr großes Thema, weil das auch noch nicht abschließend gekehrt ist, der eine große Gesetzentwurf von Jens Spahn zu den integrierten Notfallzentren, wo genau das umgesetzt worden wäre, diese Integration der KV-Notfallpraxen in die Krankenhäuser rein, wo der Ausgesetz, der wird in dieser Legislaturperiode nicht mehr kommen, vielleicht in der nächsten. Aber es gibt schon viele regionale Strukturen, wo sich die KV-ärze, die KV und darauf verständigt haben, ihre Praxen in die Notaufnahmen zu verlegen. Und dann dort unterschiedliche Symbiose-Modelle einzugehen, wo sie zum Teil sehr eng miteinander arbeiten und zum Beispiel ein gemeinsamen Tresen haben. Häufiger ist es aber so, dass die KV-Notverpraxis dann nur am Klinikum angesiedelt ist. Die Zusammenarbeit leider noch nicht so eng ist, wie man sich das aus einer Gesundheitspolitischen Perspektive, oder als Patient, gerne wünschen würde. Ja und da kommen natürlich auch wieder die IT-Systeme in Spiel, denn wenn man eng miteinander zusammenarbeitet, muss man natürlich auch irgendwie eng die Daten austauschen können. Und wenn man eine Arztpraxis jetzt das eine System hat und das Krankenhaus ein anderes System und die nicht miteinander können, dann wird es wahrscheinlich schwierig. Absolut, meistens sind sie eben dann zwei Rechner, die nebeneinander stehen. Unser komplett getrenntes Systeme im Moment noch ja. Okay.
Dann würde ich sagen, kommen wir mal zu den Abläufen. Jetzt haben wir so den organisatorischen Rahmen, grob umfasst, aber wie sieht es jetzt mit den Abläufen aus? Was ist so ein typischer Ablauf, wenn man jetzt sich einen Patienten anschaut, wenn man einmal mit Anführungszeichen durch das System notfallaufnahme durchgeschleust wird, wie verhält er sich und was muss er alles erdulden und erleiden? Zu Beginn geht es erst mal darum, ihn zu erfassen und in seine Dringlichkeit einzuschätzen. Das ist der erste Schritt. Das ist die berüchtigte Triage? Genau, genau. Da war der Patient mittels eines Systems. Da haben sich unterschiedliche Systeme in Deutschland ausgebreitet, die bekanntesten sind das Manchester-Triage. Und der Emergency Severity Index wird er eingeschätzt. In seiner Dringlichkeit, beziehungsweise beim Emergency Severity Index, auch noch seines mutmaßlichen Ressourcen bedarfs. Also wie viel Aufmerksamkeit er vom Krankenhaus und der Krankenhaustechnik, dann wohl brauchen wird. Und nach dieser Dringlichkeits-Einschätzung oder Ersteinschätzung geht es dann eben los, je nachdem, wie dringend der Patient gesehen werden muss, wird er in der Behandlungs-Priorisierung vorgezogen. Wird pflegerisch gesehen, ärztlich gesehen. Und dann geht es meistens, zumindest für einige Patienten weiter in der Diagnostikschleife, dass sie in eine Bildgebung bekommen, Labor bekommen, etc. Vielleicht noch ein Konsil über einen anderen Fachbereich. Und dann wird abschließend die Entscheidung getroffen, was mit dem Patient passiert, ob er eben dann aus dem Haus heraus wiederummittelbar entlassen wird, in anderes Krankenhaus verlegt oder eben auf eine Station aufgenommen wird. Okay. Und das war ja jetzt der Workflow für jemanden der fußläufig. Gibt es denn andere Workflows, wenn jemand über den Rettungsdienst eingeliefert wird? Das sollte eigentlich nicht erfall sein. Der Workflow sollte identisch sein. Ich beginne eben auch mit der Ersteinschätzung, was dann natürlich da dazukommt, ist, dass der Patient von einem Profi-Team durch die Notfallsanität schon mal gesehen wurde. Und dann auch eine strukturierte qualifizierte Übergabe stattfindet. Aber ansonsten ist der Ablauf für den Patienten tatsächlich gleich. Oh ja, okay. Und diese Voreinschätzung wird es denn tatsächlich dann auch schon gemacht, wenn der Patient noch gar nicht da ist. Also es ist ja angedacht worden, dass man diese Daten vorab schickt, damit die Ärzte und Ärzte schon mal vorbereitet sind. Wird das tatsächlich genutzt werden? Also wenn die Anmeldedaten über den Rettungsdienst wirklich gut sind und das sollten sie ja auf jeden Fall sein, beispielsweise das EKG, das dann übermittelt wird, dann nutzen, dass die Krankenhäuser auf jeden Fall um sich drauf vorzubereiten. Um eben zu wissen, gehe ich jetzt in die Pause oder warte ich auf den Patienten bis der kommt. Muss ich gegebenenfalls schon Spezialisten hinzurufen, denn in Kardiologen oder ruf ich in einem Kaltieter-Labor an, dass wahrscheinlich ein Patient kommt mit dieser dieser Symptomatik. Also das ist schon ein wichtiger Punkt, dass man informiert ist und seine Ressourcen als Krankenhaus dann darauf entsprechend auch einplanen kann. Okay, dass man also schon mal das CT vor reservieren kann, damit da kein längerer Patient drin liegt und so. Ja, genau. Okay.
Und wenn man jetzt so nach hinten aus quasi guckt, also wenn ein Patient aufgenommen wird, muss er auf Station verlegt werden. Wenn er nicht aufgenommen wird, dann muss ja irgendwie mit dem Hausarzt dann kommuniziert werden. Wie läuft denn sowas in der Regel ab? Passiert das telefonisch oder über Brief oder über E-Mail, gibt es da automatisierte Schnittstellen? Gibt es leider wenig automatisierte Schnittstellen? Also der Klassiker ist nach wie vor der Brief, der dann entweder per Post versand wird oder dem Patienten mitgegeben wird. Also da ist tatsächlich noch große Nachruhebedarf in der Digitalisierung in der nachgelagerten Kommunikation. Und auch mit der Kommunikation auf Station oder gibt es da dann schon automatisierte Workflow? Prinzipiell, also es kommt so ein bisschen drauf an, welches das System selber in den Notaufnahme verwandt wird. Aber wenn ich dort mit innerhalb meines KIS-Systems arbeite, sieht die Stationen tatsächlich, was in der Notaufnahme alles schon gelaufen ist im Vorfeld. Und dann bekommt darüber dann doch schon die meiste Kommunikation, die meiste Information, die für die Weiterbehandlung des Patienten notwendig ist mit. Okay, ja dann würde ich sagen, können wir auch schon zum nächsten Großthema jetzt haben wir die Abläufe, dann kommen wir mal zu den IT-Systems, die in einer Notaufnahme verwendet werden, mit was hat man denn da zu tun? Krankenhaus-Information-Systeme werden da wahrscheinlich nur Rolle spielen, aber gibt es auch spezielle Systeme, die sich auf Notaufnahmen spezialisiert haben? Also es gab einen starken wandenden Vielenentwicklung, da in den letzten 10 bis 15 Jahren. Zum einen haben sich viele KIS-Systeme auf eigene Notaufnahme, Module, verständigt, die sie dann eingeführt haben. Zum Beispiel ist es Cockpit von Orbes oder im Notfall von Meierhofer, gibt es viele KIS-Hersteller, die sich da in dem Bereich einfach weiterentwickelt haben. Darüber hinaus gibt es aber tatsächlich auch spezielle Notaufnahmen-Information-Systeme, Kurz-Niss oder Edis, Emergency Department Information Systems. Gibt es maßgeblich eigentlich drei Herstellern in Deutschland mit IKEA, IA-Path oder EPS, die eben ganz speziell auf die Anforderung in der Notaufnahme zugeschnitten sind. Und ganz speziell zugeschnitten heißt eben, dass Sie das Thema der Triagierung unterstützen, diese Dringlichkeitseinschätzung, dann wo sich die Patienten befinden, grafisch anzeigen, dass ich weiß, wenn ich den Überblick über meine Notaufnahme suche, wo sind denn die Patienten überhaupt? Also ganz klassisch kommt dann eben häufiger auch noch ein Arzt von Stationen, der einen Patienten in der Notaufnahme behandeln soll. Und sieht dann auf dem Monitor auch, ach, mein Patient, der Herr Meier ist in Kabine 2 und kann dort dann auch ganz gezielt entsprechend hingehen. Und außerdem möchte ich eben nur mein Behandlungstatus angezeigt bekommen, welche Neuigkeiten liegen zum Patienten vor? Sind bestimmte pflegrische To-dos abgearbeitet, beispielsweise ist ein Neulabor, Parra-Meter angekommen und dann kann ich mir angucken und bin dann schon ein Schritt in der Behandlung beim Patienten weiter.
Und damit haben eben den klassischen KISsysteme tatsächlich die Schwierigkeiten und das war so ein Grund, warum sich diese Notaufnahme-Informationssysteme in den letzten Jahren da auch ausgebreitet haben.
Der ganz arm dran ist, hat wieder das eine oder andere, also kein Notaufnahmemodul, kein Notaufnahme-Informationssystem und muss eben sich mit dem KIS behelfen und macht dann irgendwie eine Ambulanz oder eine Station als Arbeitsplatz und versucht darüber, dann die Patienten entsprechend zu steuern. Okay, also sind so die Kernfeatures, einmal die Einschätzung, die Triagierierung, dann die Dokumentation und auch das Abhagen mit Tudulisten und dieses, wo befindet sich mein Patient, das Patiententracking? Ist denn dieses Patiententracking automatisiert oder macht man das einfach per Drag and Drop, das man jetzt sagt, okay, der Patient sagt, er geht in Kabine so und so, also ziehe ich mal dahin oder gibt’s da auch schon so Ansätze mit RFID oder mit irgendwelchen automatisierten Möglichkeiten. Also es gab dazu vor auch vor zehn, 15 Jahren sehr viele Ansätze, die versuchen mit RFID, die Patienten automatisiert zu checken. Das hat sich, ich weiß nicht, ob die Technik damals noch nicht günstig genug war oder warum auch immer, aber nicht so wirklich durchgesetzt, also fast ausschließlich ist es im Moment Drag and Drop. Das kann aber tatsächlich jetzt mit dem Bluetooth-Technologien sich auch nochmal ändern, also da, das wäre natürlich extrem hilfreich, weil das Drag and Drop natürlich immer voraussetzt, dass man den Patienten dann auch händisch verschiebt. Und es ist in der Notaufnahme, es ist eben relativ viel los, die in der Umschlag ist groß und Patienten bewegen sich im Sinne von, ich muss meine Räume Jahre ausnutzen, wenn Patienten nicht in der Behandlung ist, setze ich in einen internen Wartebereich, beispielsweise. Und dann dieses Rausziehen in den Wartebereich oder rüberziehen in die Radiologie, das ist schon recht aufwendig. Und der großartig, wenn es da weiter eine Unterstützung gäbe. Ja, gut, man muss es ja auch nicht über das eigene Handy machen, sondern man könnte ja theoretisch auch so wie Pacer nehmen die Bluetooth-Signale ausdenden. Dann hat man zumindest den Datenschutz einigermaßen gewartet und man kann die Patienten noch informieren. Man kann ihn dann so bingen, bingen, bingen sagen, Achtung, geh jetzt bitte da und dahin, das wäre ja für den ablaufisch und auch sinnvoll. Ja, perfekt, gerade wenn er dann vom Händen aus zurück kommt und zum Beispiel weiß, dass er schon gleich in Untersuchungsbeantungsraum 7 gehen könnte. Ist sowas auch im KrankenhausZukunftsgesetz fördert, dann ein oder irgendwo anders abgebildet? Prinzipiell ist der Einzelger sehr breit gefasst und man kann alles zur technischen und informationstechnischen Aufrüstung in die Notaufnahme unterbringen, was dem State of the Art, der Behandlung entspricht und eben zur Verbesserung der Patientenversorgung aufführt. Und das kann ich mir durchaus vorstellen, dass man darüber so einen Punkt auch gut platzieren kann. Vielleicht spricht er im Moment noch nicht ganz dem State of the Art, aber man ist auf den besten Weg dazu. Und ich würde es auf jeden Fall, wenn ich sowas interessiere als Haus, auf jeden Fall auch versuchen. Gut, also das sind jetzt die speziellen Notfallsysteme, die wir ja vorhin schon gesagt haben, viel kommunizieren müssen mit anderen Systemen. Fall ihnen jetzt außer Krankenhausinformationsystem und vielleicht Arztpraxissystem noch andere Systeme ein, mit denen die kommunizieren müssen? Leider sehr viele. Der zahlreichsten, genau der Punkt der Notaufnahme, dass sie eben an der Schnittstelle sitzen, an der Schnittstelle ambulanzustationär, an der Schnittstelle zwischen draußen und drinnen, an der Schnittstelle zu allen anderen Fachbereichen, die da zusammenkommen, aber eben auch an der Schnittstelle zu anderen Krankenhäusern, wenn eben Notfallmäßig Verlegungen erfolgen. Und das ist tatsächlich der Hauptpunkt, die die Schnittstelle in Bearbeitung oder die Offenheit dafür, die so ein Diesesystem auch auszeichnen muss. Denn rund 50 Prozent der Patienten erhalten einen Labor, also muss ich mit meinem LIS reden können. Auch ungefähr die Hälfte der Erhältbildgebung, sogar mehr als die Hälfte, wenn ich den Ultraschalen mit dazu nehme. Also Anbindung an Riss oder Pax. Ich brauche die Anbindung an meinem Monitoring. Viele Krankenhäuser insbesondere die, ab der Notfallstufe 2, halten eine Beobachtungstation vor. Das heißt, ich habe nicht nur meine ZNA mit überwiegend ambulanten Patienten, sondern ich habe eben auch sechspätendig betreu, idealerweise eben auch mit der digitalen Fieberkurve, also muss ich meinen Monitoring angebunden haben. Gerade, wenn Notaufnahme-Informationssystem im Spiel ist, ist auch wichtig, an das Medikationsmanagement des Hauses angebunden zu sein. Weil eben genau dort in der Notaufnahme, die die Medikation startet im Sinne von Ich habe meine Medikamente an der Nese, weiß dann welche Medikation benötigt wird und stellt dann eben auch auf die Hausmedikation um. Also das ist auch eine ganz wichtige Schnittstelle des Arbeiten in der Notaufnahme auf jeden Fall erleichtert. Ja, also es gibt wahrscheinlich wenig Schnittstelle, die nicht vorhanden sind. Das ist quasi das gesamte Krankenhausumfeld, das damit abgedeckt werden muss. Ja, und die Außenkommunikation hat mir auch schon besprochen, an den Anentretungsdienst, aber eben dann auch über die Beobachtungstation des Entlastmanagement, auch in gegebenenfalls sogar die Anschlusshalbehandlung. Also große Themen, die damit bewegt werden müssen, nach innen und nach außen.
Und wenn sie jetzt einen Zauberstab hätten, einen Einhorn und noch einen Zauberkuchen und sich etwas backen könnten, ein Informationssystem, was hätte das für Eigenschaften? Also müssen jetzt natürlich nicht das ganze System beschreiben, aber wo wären jetzt so die Kernfeatures, die in den heutigen System noch so fehlen? Ich fange tatsächlich mal ein bisschen bei diesen Features an, die fehlen beziehungsweise das KISS folgt immer eigentlich zwei Logiken, der Fachabteilungslogik und der Abrechnungslogik. Die beiden ziehen sich durch wie ein roter Faden, in der Fachabteilungslogik eben, dass man in der Dokumentation beispielsweise dann auf die Klinik für innere Medizin zugeschnitten ist. Dort bestimmte Scores, oder auch sonstige Themen, Anamese-Themen, in der in der Dokumentation abgewirdet hat. Die Abrechnungslogik, die dann bestimmte Abrechnungsarten, auch nur bestimmten Fachabteilungen zuordnet. Zum Beispiel, dass das Anbulante operieren, was dann sehr häufig mit der Unfallchirurgie verbunden wird, aber nicht so sehr zum Beispiel mit der Cardiologie oder Nephrologie. Und diese beiden Logiken sind in der Notaufnahme selber aufgehoben. Ich brauche keine Fachabteilungszuordnung, insbesondere am Anfang der Behandlung nicht. Jeder Notfallpatient kommt erst mal als akute Notfallpatient mit seinem Symptom und nicht mit einer Diagnose. Und diese Abbildung, die fehlt in den KISS-Systemen. Das brauche ich eben erst diese Fachabteilungszuordnung und die Abrechnung, wenn der Patient dann entweder aufgenommen wird oder das Haus verlässt. Und ich interessiere eben viel mehr, merkt man, der an der Patientensteuerung, eben der Reagierungsstatus. Ist der Patient fliegerisch oder ärztlich schon gesehen. Gibt es irgendwelche Ausständen, Maßnahmen, die ich jetzt als nächstes angehen kann. Das sind Themen, die in der Notaufnahme tatsächlich viel relevanter sind. Und deswegen, wenn ich mir eins malen könnte, dann wäre es offen für Schnittstein, dass ich eben nach außen, nach innen alle möglichen Systeme mit mit einbeziehen kann. Es wäre Patienten orientiert im Sinne von, dass sowohl die Patienten Sicherheit im Fokus stehen, genauso wie das Informieren, das Aktiv informieren, der Patienten. Und es soll am Versorgungsprozess ausgerichtet sein. Idealeweise hat es dann noch eine Reporting-Möglichkeit, die auch die Steuerung einer Notaufnahme sowohl taktisch im Tagesgeschehen als auch strategisch ermöglicht. Und das ist im Moment gerade auch das Thema der Patientenorientierung noch nicht so ausgeprägt. Und zu Patienten orientieren vielleicht noch zwei Beispiele. Zum einen bei der Patienten-Sicherheit, dass ich eben die Träagerung mit unterstützenen Fragen hinterlegt habe, das insbesondere nach einem bestimmten Zeitintervall re-evaluiert wird. Wenn eben der Patient noch wartet, nach 40, 50, 60 Minuten aktiv in der Pflege mitgeteilt wird, diese Patienten muss jetzt noch mal angeschaut werden, um eben weiter Risiko-Armen arbeiten zu können. Und bei der Patienten-Information zum Beispiel auch eine prognostitierte Wartezeit anzugeben, wenn ich im Wartebereich sitze und weiß, es sind noch zwei bis drei Patienten vor mir. Im Behandlungsprozess, dann kann man es tatsächlich relativ gut kalkulieren prognostizieren, dass man jetzt eben noch 20 bis 30 Minuten wartet. Und informierte Patienten sind in der Regel eben deutlich kooperativer und fühlen sich auch besser in der Notaufnahme als uninformierte. Also muss man ja ganz ehrlich sagen, dass die bisherigen Hersteller von Informationssystemen im Krankenhaus den Patienten noch gar nicht so wirklich im Fokus hatten. Also den Patienten mit ins Boot zu nehmen, ihm Informationen an die Hand zu geben, ihn eben auch Fragen zu stellen, das war nicht im Fokus, weil es einfach auch technisch wer umsetzbar war. Sag mal, man hat die Geräte für den Arzt, für die Ärztin, man hat vielleicht noch ein Tablet für das Pflegepersonal, aber was gibt man den Patienten dann in die Hand? Und das ist, glaube ich, tatsächlich auch ein Problem und sollte ja jetzt dann noch wirklich auch mit dem Krankenhaus Zukunftsgesetz irgendwie angegangen werden. Ja, also da ich erwarte tatsächlich auch den nächsten Monaten bis natürlich Jahren viele große Schritte. Und ich glaube die Notaufnahme ist ein ganz interessanter Punkt, dort auch mit Digitalisierung zu experimentieren und das würde ich eben auch aus diesem Philadelphia Bestand 1 mit herausnehmen. Es ist ja sehr breit formuliert, dass man dort die Möglichkeit hat, eben auch eine smarte ZNA, wenn man das fortzuverwenden möchte, mit aufzubauen, den Patienten tatsächlich in den Mittelpunkt zu stellen.
Ja und dann sind wir eigentlich auch schon beim letzten Thema, das wir uns den Philadelphia Bestand noch mal anschauen, ich habe ja etwas schlecht geredet vor allem, weil ich ihn so allgemein fand und so wenig greifbar, aber jetzt wird mir immer mehr klar, dass es vielleicht gar nicht möglich ist, ihn wirklich spezifisch zu fassen. Und das ist wahrscheinlich auch der Sachlage nicht gerecht würde, wenn man ihn zu eng fassen würde, dann würde man die einzelne Notaufnahmen ja zu sehr gängeln und an die Hand nehmen. Ich glaube die wissen teilweise schon selbst, wo sie ihre Bedürfnisse haben und vielleicht kriegt man ja auch über das Reifegradmodell, das hin, dass man dort den Notaufnahmen dann auch eine Roadmap hingibt. Aber schauen wir uns den jetzt nochmal an, Sie haben ja schon gesagt, er ist etwas allgemein gehalten, was ermöglicht er denn die Notaufnahmen und im zweiten Schritt dann vielleicht auch, wie werden Sie denn von der Branche das Ganze eher positiv, eher negativ, eher neutral? Ja, es ist ja sehr allgemein gehalten, der Fördertatbestand, ermöglicht prinzipiell die technischen Informationstechnische Aufrüstung oder Anpassung an den Status quo, idealerweise eben in Kombination mit einer Verbesserung auch der Patientenversorgung. Es gibt ja die Muss-Kriterien, auch der anderen Fördertartbestände und in der Notaufnahme sind sie drei Punkte, die mit einer oder verknüpfung belegt sind, einmal die Notaufnahme grundsätzlich technisch aufzurüsten an den aktuellen Stand der Technik anzupassen. Die zweite Punkt ist Patientinnen und Patienten zu ermöglichen, die digitale Eigenanamnisse durchzuführen auf Basis von digitalen Fragebögen, das prinzipiell schon ein interessanter Punkt ist, den auch viele Notaufnahmen denke ich aufgreifen werden. Und als dritten Punkt eben das anschließend einen Aufbau von Anwendungen zum telemedizinischen Austausch mit Rettungsdienst, Leitstellen, nachgelagerten Stellen wie MCZ etc. Das sind die drei Punkte, innerhalb dieser drei Punkte gibt es aber sehr wenig Spezifika, die die geregelt sein müssen. Das ist zum einen tatsächlich ein schöner Punkt, deshalb bewertet es auch die DGINA, dem Fördertatbestand sehr positiv, weil Notaufnahmen extrem heterogen sind in ihrem Entwicklung-Stadium, auch in ihrem Aufbau, dass man sich dort eben selber einschätzen kann und für sich erkennen kann, wo defizierte sind und diese auch entsprechend anzugehen. Auf der anderen Seite ist natürlich sehr schwierig, das KZG als solches setzt ja an ganz vielen Punkten an, insbesondere natürlich im Bereich IT auch bei den IT-Leitungen und die haben natürlich nicht unbedingt das Tiefe-Notaufnahmeverständnis. Da braucht es einen ganz engen Schulterschluss zwischen Notaufnahmeleiter, der sagen kann, was er braucht und eben auch der IT, die asagen kann, wie das Ganze in der Krankenauszugunftsform, insbesondere der Förderanträge eingewebt werden kann, was er alles andere als trivial ist und vielleicht auch einen Impuls zu geben aus der IT-Sicht, welche Möglichkeiten es gegebenenfalls, denn ja, in der gesamten Digitalisierung des Hauses gibt, damit das der Notaufnahmeleiter auch mit einautnen kann. So schön eben, diese Offenheit im ersten Schritt ist, ist es für die Umsetzung, glaube ich, tatsächlich besonders anspruchsvoll. Und wenn dann diese Austausch nicht, nicht da, ist der engen Austausch, dann wird es, glaube ich, für den Förderantrag sehr schwierig.
Wenn Sie jetzt das Reifegradmodell bestimmt könnten, wo würden Sie denn sagen, was sind denn die ersten Schritte, also was wäre Notaufnahmen im Rahmen Schritt 1, den man auf jeden Fall machen sollte? Die erste Schritt ist tatsächlich, die Patienten so abzubilden, dass sich mit ihnen arbeiten kann. Also entweder ein Kismodulnotaufnahme vorzuhalten zu implementieren oder eben ein eigenes Notaufnahmeinformation-System. Inklusive dann der Anbindung und Schnittstellenprogrammierung intern, im Sinne von das meine Gerichtschaften angebunden sind, das sehe ich das als den wichtigsten Punkt an. Sei es eben klar, LIS, Unter- und RIS und PACS, aber eben auch das ist Monitoring, EKG, Ultraschall, D-Fies, das die in meinem Kismodul oder in meinem Notaufnahmeinformation-System entsprechend angedockt sind. Das würde ich als den wichtigsten Schritt empfinden. Dann als zweiten Schritt, eben die Schnittstellenprogrammierung nach außen zum Rettungsdienst, wie auch dann nachgelagert ans MVZ oder die liniegelassenen Ärzte, wie auch immer dann hauptsächlich im Frage kommt. Und das würde ich für den Förderantrag tatsächlich auch profil aktiv sehen, denn der Rettungsdienst, den anzubinden, setzt jetzt zwei Parteien voraus, die das auch machen können. Und in einigen Regionen ist der Rettungsdienst noch nicht ganz so weit, dass er das auch so bieten kann. Und dann ich würde es trotzdem in den Förderantrag mit aufnehmen, diese Anbindung. Und dann wird das Geld eben abgerufen, wenn der Rettungsdienst tatsächlich auf und seiner Seite auszubeilt ist, dieses oder nächstes Jahr, wenn es nicht schafft, dann eben auch nicht. Aber das eben profilaktisch mit drin zu haben, weil die Anbindung selber schon sehr wichtig ist. Als nächsten Schritt würde ich mir einen Ausfallkonzept überlegen und entwickeln, was vielleicht auch gut in den Förderantrag mit reinpasst, im Rahmen der IT-Sicherheit, dass ich eben weiß, wenn mein System nicht funktioniert, wer sind meine Patienten der Notaufnahme, in welchem Behandlungstadium befinden die sich und wo sind sie aktuell physisch, dass ich den Überblick habe. Und das denke ich ist auch noch ein wichtiger Punkt, um als Notaufnahme einen gewissen Reifegrage insgesamt auch reich zu haben.
Und die Patienten-Einbindung, also sowas wie Patienten-Informationen bereitstellen und wäre das auch so in diesem, ja, ich sag mal, auf diesem Level zu sehen, oder würden Sie das später ansiedeln? Also, wer noch keinen Notaufnahm im Modul hat oder keinen Notaufnahm im Informationssystem, der wird den Patienten diese Informationen auch nicht Zielgerichte zur Verfügung stellen können. Weil ich brauche tatsächlich vorab, die die Möglichkeit bestimmte Prozessschritte zeitlich auszuwerten, wie lang dauert es in der Regel zwischen administrativer Aufnahme und Triage, der dürfen ja laut GBA nur 10 Minuten vergehen. Dass ich das im Blick habe genauso wie, wann ist meine erste ärztliche Behandlung und wenn ich das nicht in einem Spezialmodul oder in einem Niss abgebildet habe, dann bekomme ich diese Zeiten gar nicht. Und dann ich brauche die aber überhaupt den Patienten Informationen zu geben, zum Beispiel ihnen dann auch in dem Behandlungsprozess mit integrieren zu können. Und der mit seinem Symptom kommt, ist ja eben von einem Profi schon sehr schwer in den Fachbereich einteilbar. Für den Amateurpatienten selber ist das fast nun im Ausnahmefall möglich. Das treffe sich ja auch sagt, klar, der verletzt es weiß, dass in den Ufa-Joghi gegebenenfalls muss, aber bei allen anderen Krankheitsbildern ist das schon sehr, sehr schwierig, welche Fachbereich für mich jetzt zuständig ist. Und so lang ich eben Fachbereich zentriert arbeite, wird es immer schwierig bleiben, den Patienten mit einzubeziehen. Und deswegen, wer das für mich tatsächlich erst der zweite Schritt. – Ja, passt ja. Also es macht ja auch keinen Sinn, wenn man quasi sich irgendwelche Fancy, Funktionalitäten zulegt, die dann aber gar nicht umgesetzt werden können, weil, wie sie sagen, die Daten fehlen. Deswegen ist es ja auch so sinnvoll, dass man sich im Vorfeld drüber Gedanken macht und ja, jemanden einschaltet, der dann auch wirklich Ahnung davon hat. Und das absolute Last-Feature in 15 Jahren, wenn Ihnen gar nichts mehr einfällt und wenn Sie quasi schon alles haben, und das würden Sie dann auch noch gerne haben. Was wäre das, wenn Sie jetzt noch dem schönen Kuchen noch einen Sahnehäubchen obendrauf setzen könnten? Ja, es wird, ich glaube mich das ist 15 Jahre dauert, aber die künstliche Intelligenz wird eine immer große Rolle spielen, dass man zum einen KI nutzen kann, um bestimmte, bestimmte Situationen im Patientenaufkommen vorher zu sagen. Und da gibt es schon schon erste Belegungen, Modelle, Forschungsprojekte dazu, die genau das versuchen, um eben vorher zu sagen, dass an einem Dienstag, nachdem am Vortage minus zwölf Grad waren, vermutlich mehr Patienten in die Notaufnahme kommen als sonst. Und schalke, wie geht es dort mit gespielt hat? Ja, genau. Gut, wie man das kann man, glaube ich, schon so vorher sagen, dass das ein höheres Aufkommen bedingt, aber eben so Zufalzparameter, die dann noch mit einbezogen werden können. Und das wird auf jeden Fall eine große Rolle spielen, dass ich insgesamt besser planen kann. Und dann natürlich auch die klinischen Entscheidungsunterstützungssysteme. Die es ja schon gibt, die aber, glaube ich, für die Notfallmedizin noch noch deutlich ausgebaut werden können, die über bestimmte Scores, schon Aufnahme, Wahrscheinlichkeiten kalkulieren, Intensivstationen aufenthalte. Beispielsweise einfach diese, ja, das medizinische Know-How, was in den Notfallmedizin, sich gerade weiter entwickelt international, insbesondere eben auch in Deutschland, weil die klinische Notfallmedizin erst seit kurzen. Die Zusatzweiterbildung bekommen hat, dass sie tatsächlich auch noch intensiver betrieben werden kann, dass man daraus Informationen gewinnt, die dann für den Behandlungsverlauf entscheiden sind. Diese Unterstützung, die gibt es im Moment in den Nisssystemen und in Modulen nicht, die würde ich mir wünschen, einfach um den Thema Patienten-Sicherheit noch mehr Rechnung zu tragen. Okay, ja, das ist doch ein schöner Ausblick. Welche anderen Fördertatbestände haben denn noch was mit der Notaufnahme zu tun und sollten denn noch berücksichtigt werden? Ich glaube, es ist wichtig, die Notaufnahme eben als Teil des gesamkanken Hauses zu sehen und anderen Fördertatbeständen steckt eben auch immer wieder ein Thema drin, was auch für die Notaufnahme relevant sein kann. Das heißt, Fördertatbestand 2, dass man im Patientenportal eben das Thema der Eigenanamrise ist, war auch in der Notaufnahme selber mit drin, aber wenn man sich ohnehin ins System, belegt, dass man da die Notaufnahme mit berücksichtigt. Genauso das Thema eben dann der Terminbuchung, dass man aus der Notaufnahme heraus Termine buchen kann in anderen Bereichen des Krankenhauses. Das wird schon bei dem, ja, oft dem Exit-Problem, der der Notaufnahme die Patienten eben nicht schnell genug los zu bekommen oder fertig behandelt zu haben, dass sie dann auch retlassen werden können. Das wird da auf jeden Fall schon sehr helfen. Oder im Fördertatbestand 3, bis hier mal der der Sprache-Kennung, das spielt auch in der Notaufnahme eine Rolle, dass man da auch an die ZDA entsprechend denkt. Genauso bei Medikationen, Medikamentenanamnese, dass man das mit auf dem Schirm hat, dass man die Lizenz für die Notaufnahme mitkauft. Wir haben das Thema IVENA, beziehungsweise eben die Möglichkeit, die Betten- und einen Bettenkapazitätsnachweis für Krankenhäuser zu erbringen. Das spielt die Notaufnahme eine große Rolle. Also auch da würde ich unbedingt mit dran denken, die Notaufnahme mit einzubeziehen. Und genauso bei dem Fördertatbestand 9, wenn es eben um die Netzwerke geht, zu überlegen, welche telemedizinische Konsile beispielsweise interessant sein kann, in der Notaufnahme bei Patienten, die Symptomen kommen, die nicht im eigenen Haus abgebildet sind. Und zum Beispiel aus der Dermatologie, H&O-Uro, dass ich einfach die Möglichkeit habe, schnelle telemedizinische Konsile zum Maximalversorger zu uniklinik entsprechend umsetzen zu können. Okay, das heißt, die Notaufnahme gibt es auch noch einen ganz vielen anderen Fördertatbeständen und sollte dort auch mit berücksichtigt werden. Genau, einfach dran denken, das wäre, glaube ich, für alle Beteiligten sehr hilfreich.
Super, gut, haben wir denn noch etwas vergessen, etwas, was sich mit dem Krankenhaus-Zukunftsgeschäftigt und mit der Notaufnahme, was auf jeden Fall noch erwähnenswert ist. Ich glaube, wichtig ist es tatsächlich die Fördertatbestände in der Gesamtheit zu betrachten, insbesondere dann, wenn es darum geht, dass die Fördergelder nicht ausreichen. Für das Vorhaben der Krankenhäuser sich entsprechend digital zu und zu transformieren, spielt natürlich die Fördertatbestände eine besondere Rolle, die mit einer Strafzahnung verbunden sind. Dazu gehört die Notaufnahme nicht dazu. Trotzdem kann ich nur dafür plädieren, die die wichtigen Schritte der Digitalisierung in der Notaufnahme auch zu gehen. Denn sie ist eben die Schnittstellen, Abteilungen alle Bereiche nach innen und nach außen und selbst wenn ich mich in einen anderen Bereichen des Krankenhauses digital gut aufgestellt habe, das in der Notaufnahme, aber nicht zu, nur weil das im Förderantrag nicht mit einer Strafzahlung verbunden ist, dann werde ich wahrscheinlich insgesamt als Krankenhaus doch nicht weiterkommen, weil über die Hälfte der stationären Patienten kommt, über die Notaufnahme ins Haus. Und dieser Teilbereich muss eben auch hervorragend funktionieren und es ist eben eine Visitenkarte nach außen, die meisten Patientenkontakte in einem Krankenhaus werden über die Notaufnahme vorgenommen und daran werden die Krankenhäuser eben auch zumindest von der Bevölkerung gemessen werden, ob sie sich digital gut aufgestellt haben oder nicht.
Das ist doch ein schönes Schlusswort und mit dem Schlusswort enden wir dann und haben hoffentlich ein schönes Plädoyer und eine Lanze gebrochen für die Notaufnahmen und ich bedanke mich auf jeden Fall für die tiefen Einblicke und wünsche Ihnen viel Erfolg, dass Sie die Notaufnahmen auf den neuesten Stand bringen. Vielen Dank, dass Sie mit dabei sein durfte. Danke.
