eHealth-Podcast Wissensarchiv

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Folge #119 – Telemedizin (reloaded)

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Beschreibung

In dieser Folge spricht Bernhard mit Dr. Alice Martin von Dermanostics spricht Bernhard über aktuelle Anwendungen der Telemedizin und deren Nutzerinnen und Nutzer.

Was gibt es bereits für Anwendungen? Wer nutzt diese? Warum? Und hat sich das Nutzerverhalten unter Corona-Bedingungen verändert?

Darüber hinaus geht es um Herausforderungen und Chancen sowie die zukünftige Entwicklung. Shownotes Dermanostics BÄK: Telemedizin

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Transkription

Wir wollen heute sprechen über das spannende Thema Telemedizin. Das mache ich nicht alleine, sondern ich habe mir einen Gast eingeladen. Und das ist heute Alice Martin. Alice eigentlich richtig. Ja, ist richtig. Das istheute Alice Martin von der Dermanostics. Und ja, Alice vielleicht stellt sich einfach selber mal ganz kurz vor. 

Ja, erstmal vielen Dank, dass ich heute hier bin. Mein Name ist Alice Martin. Ich bin Ärztin und mit Gründerin von zwei Unternehmen. Einmal Medi-Learn in Onlinekurse für Ärzte und Dermanostics Hautarzt-App, wo wir dannschon im Bereich der Telemedizin sind. Von daher freue ich mich sehr, das Wissen weiter zu geben, beziehungsweise ein bisschen in die Diskussion einzutreten, zum Thema Telemedizin. 

Genau, ich gebe mal einen ganz kurzen Überblick über die Agenda. Wir wollen einmal noch a gucken, warum du gerade prädestiniert bist du diesem Thema. Wollen dann das Thema ein bisschen vorstellen, Telemedizin. Wie ist das definiert? Was sagt die Ärztekammer? Was versteht man eigentlich darunter? Wollen uns typische telemedizinische Anwendungen einfach mal anschauen? Dann einen Blick auf die Nutzer und Anwenderin von Telemedizin werfen. Ehe wird dann über Herausforderungen, Chancen zu so einen kleinen Zukunftsausblick kommen. Und dann haben wir, glaube ich, eine Rundefolge zusammen. Also, starten wir vorne. Warum du zumThema Telemedizin? 

Genau, also das erste Unternehmen, da haben wir eigentlich den ersten Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht damals. Das war 2018. Und Unterricht, Fortbildung, Digital für Ärzte auf CME-Zertifiziert von Ärztekammer angeboten. Und Paragel, die wir haben hier, wir haben in der Hautklinik gearbeitet. Meine Mitgründerin ist ja von mir und ich immer über WhatsApp-Fotos von freunden Familienmitgliedern und- und- und- und- die Bilder schicken. Und das ist ja schon der erste Begriff oder die Definition von Telemedizin, eine Trennung von Raum und- oder Zeit. Und wir stellten fest, die Diagnose konnten wir stellen. Wir konnten über WhatsApp auch sagen, welche Therapie- und- und- und- aber natürlich sind wir armbedingend nicht erfüllt. Und von daher haben wir gesagt, wir professionellisieren das. Das war der echte Einstieg dann in die Telemedizin vor über einem Jahr. Und seitdem hat sich ja auch durch die Covid-Pandemie viel getan. Also eine große Bilder-Sammlung von Haut-Veränderungen auf dem Handy führt dann dazu, dass man sagt, das ist ein Thema, mit dem ich mich vielleicht auch etwas provisionaler. Beschäftigen möchte, denn das ist vielleicht, da ist WhatsApp vielleicht auch nicht der richtige Ort, um diese ganzen Bildchen zu speichern, sondern das muss man ein bisschen anders angehen. Ja, das kann schon gesagt, Telemedizin wie verschiedene Definitionen, was wollen wir darunter verstehen? Wir wollen so ein bisschen an der Ärztekammer-Definition orientieren oder? Genau, also ich starte erstmal vorweg. Telemedizin ist hier etwas, das gibt es schon extrem lange. Da Telemedizin gibt es tatsächlich vor 1900. Ich finde das sehr interessant, weil damals gab es ein banal ja zwischen Fall Graham Bell sich verletzte und dann einfach über Telefon. Deswegen ja auch Telemedizin kontaktaufnahmen wegen einer Frage, was was euch denn da macht. Und das ist genau eigentlich auch schon die Definition von Telemedizin, wie die Ärztekammer sie versteht. Und zwar zwischen Behandler und Patient besteht eine räumliche und- oder zeitliche Differenz. Das heißt, ich kann dem Patienten behandeln, indem wir nicht am gleichen Ort, aber auf der gleichen Zeit befinden, Videosprechstunde. Oder ich kann örtlich getrennt und zeitlich getrennt sein, asynchron, Bild-Text-Verfahren, wie zum Beispiel mit WhatsApp. Das ist die Definition von Telemedizin, wie auch die Ärztekammer. Sie versteht, dass sehr interessant ist. Telemedizin muss nur räumlich getrennt als Videosprechstunde ist ja schon erlaubt. Videosprechstunden sind bekannt, sind auch abrechnungsfähig, Bildtextverfahren, also Asynchronekommunikation ist hingegen sehr viel neuer. Und da gibt es auch in dem Sinne noch keine Abrechnungsziffern. Videosprechstunden sind da, da gab es auch einige tolle Entwicklung, der Entdeckelung zum Beispiel. Und überhaupt was noch viel schöner ist, die Menschen nehmen es bewusst an ihrem Alltag wahr. Ja, wenn man jetzt noch mal ein bisschen der Definition der Ärztekammer folgt, dann ist unter Telemedizin auch das zu verstehen, dass wirklich ein Arzt, deine Ärzteln beteiligt ist und eine reine Termin-Kordination, ich vielleicht mit einer Sprechstundenhilfe mache oder mit einem reinen Online-System. Also ich als Patient nehme Kontakt auf zu einem Krankenhaus-Informationssystem und lasse mir online einfach nur einen Termin geben, würde dann eben nicht in diese Definition sein, oder? Nein, das ist eine reine Terminierung und da findet noch keine Behandlung statt, in dem Moment, wo ich eine Diagnose stelle oder eine Therapie und es geht nicht. Um Behandlungsempfehlung oder um mögliche Diagnosen, sondern wirklich eine feste ICD-Ziffer, plus eine richtige Therapie, in dem Moment, wo ich das verschriftliche, das ist echt eine Telemedizin, alles andere sind, keine telemedizinischen Verfahren. 

Ja, sondern gehören bei Infrastruktur der Telemedizin, aber ich mache keine echte Medizin, sondern eine Terminierung zum Beispiel. 

Ja, jetzt hast du ja gerade schon gesagt, die ersten Anfänge reichen schon über 100 Jahre zurück, wenn auch in einer ganz ganz anderen Form, mal so das jetzt kennen. Was gibt es denn da für telemedizinischeAnwendung? Also ein großer Bereich ist sicherlich diese Videosprechstunde, die eben auch erlaubt ist. Aber was gibt es darüber hinaus an konkreten Anwendungen, die ja da schon auf dem Markt sind und schon ersteNutzerinnen verzeichnen? 

Also grundsätzlich gibt es ja jede Art von Kommunikation, die eben zeitlich räumlich getrennt ist, Telemedizin, auch wenn ich telefoniere. Also man kann ja auch als den Patient anrufen, noch interessanter wird es natürlich bei Videosprechstunden. Und jetzt kann ein Arzt natürlich die ganze Software selber bauen, aber noch viel einfacher ist, wenn jemand sich darauf spezialisiert, dass Mireren an Ärzten anbietet. Da gibt es ja große Anbieter, wie zum Beispiel Kry, die in Deutschland mittlerweile auch sind, ursprünglich sich auf Hausärzte spezialisiert haben und jetzt langsam in andere Fachdisziplinieren. Und Kry ist eine Plattform, die verbindet den Patienten mit dem Arzt und der Arzt nutzt Kry als Kommunikationsplattform als sichere, sichere Transfer und und. Man muss dazu sagen, jetzt gerade der Markt ist sehr stark im Umschwung, immer mehr Unternehmen bieten, plötzlich Telemedizinisch-Ahandlung on top an, ganz bekannt ist jetzt auch Doctolib eigentlich Terminierung für Termine und jetzt die aber ihre eigenen Videosprechstunden an. Also das heißt, Doctolib wandelt einmal etwas, das Geschäftsmodell ist schon etabiert, bekannt unter den Ärzten, wie jetzt eine sichere Kommunikation. Es gibt aber auch z. B. samedi, es gibt auch interne Möglichkeiten von bereits bestehenden, also nehmen wir die Heliosklinik, die auch schon Telemedizinische Verfahren anwenden und der Arzt ist aber frei. Also ich kann mir wieder gelassen an Arzt sind, sagen ich möchte bei einem top Videosprechstunden anbieten, das gibt es den auf dem Markt und dann schaut man, welches System passt am besten zu ein. Das sind jetzt alles Videosprechstunden, die du da gerade vorgestellt hast, also eine ganze Bandbreite von verschiedenen Anbietern, die da schon den Markt sozusagen für sich entdeckt haben. Was ist darüber hinaus an Anwendungsarten in der Telemedizin schon etabliert, also auch sowas wie eine Telekonsil, das sich als Arzt einen anderen Arzt mal um Ratfragen und sage, vielleicht gerade auf dem Land, wo der nächste Fachspezialisten Tik weiter wegwohnen, wo ich irgendwie gar nicht die Möglichkeit habe im Krankenhaus einfach eine Etage nach oben oder unten zu gehen, um den nächsten Fachkollegen zu treffen. 

Ja schon, sondern wo ich eben 50-100 Kilometer weiter muss. Genau, das ist auch, also Telekonsil ist wieder die Art, wie mache ich das Konsil? Ist es ein Videokonsil oder ist das nur eine Informationen oder wie wir es machen, wir haben Konsil, da erhalten wir auch nur Bilder und das ist dann wieder Bildtextverfahren. Also es verfahren, dass man nutzt, ist unterschiedlich und was sehr wichtig ist, manchmal kann ein Arzt ja auch einfach nur beschreiben. Ich bin für den ärztlichen Kollegen, also ich arbeite in der Klinik, ich rufe einfach den Kollegen an und beschreibe ihm etwas und durch die Beschreibung entsteht in seinem Kopf ein Bild, das ist ein Telefonbesprich, ist es auch eine Art, ja, Telekonsultation. Kann ich das abrechnen, hat das eine Ziffer? Ja, ich kann das abrechnen, es kommt drauf an, wenn ich jetzt im Krankenhaus selber bin, gibt es ja extra Verträge, also Konsilverträge, da geht das auch, wenn jetzt nicht die einzelnen Verträge, wie es genau funktioniert. Wenn ich jetzt aber niedergelassene Arzt bin, brauche ich trotzdem den Kontakt zum Patienten, in irgendeiner Art und Form. Also dass ich sage, ich habe entweder Bilder gesehen, Laborbefunde, man kann ja auch im Konsil mach ich wirklich vor. Ja auch, der Hematorenkologe vielleicht, der guckt sich das Blutbild an und sagt, als Konsil würde ich das und das vermuten, das ist eine Expertise und das kann man auch abrechnen. Da sind wir aber abwärts oder abseits von EBM-Abrechnung über die Ärztekammer, gesetzlichen Krankenversicherung, weil das sind ja interne Verträge in den Kliniken selbst. Da muss man immer unterscheiden, wo befinde ich mich gerade, bin ich in einer Klinik, weil dann übernimmt das die Klinik für mich. Ich muss mich als angestellter Arzt und gar nichts kümmern oder bin ich ein angestellter Arzt und muss entsprechend dann alles, was ichache mit den einzelnen Ziffern versehen und… Okay, das heißt, wir haben schon mal zwei ganz große Bereiche, einmal diesen Telekonsilbereich auch über verschiedene Möglichkeiten und die Videosprechstunde. Gibt es weitere Anwendungsgebiete von telemedizinischen Anwendungen? Das sind die aktuell bekanntesten und gebreuchlichsten. Ja, wir nicht nur Labore zum Beispiel habe, das sind Unterform von Telemedizin oder E-Mail. Kommt drauf an, kann ich eigentlich nicht abrechnen, aber sind auch Unterformen, wir hören auch in Asylon wild Texte zu sagen. Aber das sind eigentlich die zwei großen, man kann sich das vorstellen, wie, wenn ich sage, ich habe jetzt zwei Tiergattungen. Ja, unterunter sind unterschiedlicher weitere Formen. Das heißt, unterhalb, also entweder ich eine Arztpatient mit einer Arztarztkommunikation und darunter eben verschiedene Ausprägungen, ob das jetzt eine Diagnose Stellung ist, eine Beratung ist, eine andere Nese ist. Genau. Ob dann irgendwie schon konkret gesagt wird, ich vororten einfach nur ein volle Rezept vielleicht oder solche Themen, weil der Patient mir bekannt ist. Oder wie gerade jetzt eben, würde es ja auch die Pandemie schon angesprochen, einfach nur Verhinderungen, das Infektionen, mögliche Infektionen in eine Praxis geschleppt werden. Ich stelle den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen dann Remote aus oder sowas. Richtig. Und das ist auch interessant, wenn ich in Deutschland das mache, habe ich eine andere Gesetzeslage, als wenn ich mich über ein anderes Land behandeln lasse. Und wir sind ja trotzdem Europas, die Rezepte sind europaweit gültig. Also ich kann auch als Patient, es gibt zum Beispiel gab es einen großen Skandal, ich konnte mich krank schreiben lassen, per WhatsApp. Das war ein Sitz extern, außerhalb von Deutschland, einfach kurz meine Daten in Geschichte und per Post kam die Krankenschreibung. Das sind die Hintergrund juristische Konstrukte, die du nicht genau durch dringend können, aber es ist möglich. Und deswegen wird es ja so kritisch bei der Telemediziner plötzlich, ist es undurchsichtig. Ansonsten weiß ich, ich gehe zur Arztin, er sieht nicht, aber halt mit mich, ich gehe wieder weg, da kann man nichts dran rüte. 

Wir sind denn die typischen Anwender von Telemedizin, sowohl auf ärztlicher, als auch auf Seite der Patientinnen und Patienten. Also kann man das irgendwie sagen, dass das irgendwie vor allem junge oder vor allem älteresind, sind das irgendwie mehr Männer, mehr Frauen. Sind das irgendwie eher chronisch krank, die wirklich starke Leiden haben, sich oft melden müssen oder sind das eher die Gelegenheitsnutzer, die sagen, ich habe eh keinen festen Hausarzt. Ich bin jetzt gerade mal einmal kurz krank, dafür such ich mir jetzt nicht in der Stadt, in die ich gerade vielleicht umgezogen bin, einen neuen Arzt. Da schick ich das irgendwie dem Kollegen aus der alten Stadt, wo ich früher gewohnt habe oder sowas. 

Ja, das ist eine sehr spannende Frage, weil auch hier Anfang 2020, wir sind ja 2020 gestartet auch, die Skepsis sehr groß war. Das heißt, wer ist grundsätzlich skeptischer von Patientenseite, die Generation, die natürlich nicht so digital affin ist, weil man das nicht kennt. Weniger Skeptisch sind z. B. Die jungen Menschen, da sie mit dem Handy ja schon aufgewachsen sind. Da ist es klar, wenn ich eine Kamera, aber durch die Kamera spreche oder wenn ich nur Fotos aufnehme und und und, das kenne ich, das ist nicht fragwürdiges. Und das ist ja das so auch in unseren internen Statistiken, dass junge Patienten jetzt bezüglich auch, der man uns die kontaktiert haben, die älteren eher weniger. Und jetzt kam die Pandemie, und das ist sehr interessant, weil man kann sich das wie ein kleinen Trampelpfad vorstellen. Wenn wir im Wall stattziehen gehen, vielleicht hat der ein oder andere Kinder, dann laufen die Kinder vorne weg, die erwachsen und bleiben auf der großen Weg und die Kinder neben den kleinen Seitenwege. Das ist die Wege, die ein bisschen belaufen sind, das so ist auch Telemedizin. Und jetzt aber, weil wir sich die Hauptschrecke gesperrt ist, ja, weil Kliniken gesagt haben, wir nehmen nur noch Nuchfälle darauf, bei Patienten Angst hatten sich anzustecken, guck mal natürlich, die komme ich weiter und da gibt es diese kleinen Wege an der Seite. Man sieht ja, ist schon jemandem vorgelaufen. Und dann geht es die Masse hinterher, was wir feststellen, letztlich verschiebt sich unsere Statistik. Das heißt, dass viele, viele ältere Patienten nun auch, um die 50, 60, 70, wir haben auch manchmal Patienten, wo wir total begeistert sind. Wir kontaktieren die Patienten auch. Entsagen die ja. Sie haben davon erfahren, sie haben ihre Enkelkinder angerufen, die sind vorbeikommen und haben Dinge geholfen. Das wird egal bei welchem Art von Video oder Telemedizin, wahrscheinlich erfallen sein, dass die ältere Generation hier auch langsam vertraut wird. Dann alle so hm, hab sich das durchsetzig weiß nicht. Und jetzt ist es Gang und Gehver. Ja, jeder kennt das. Ja, es gibt ja auch eine Podcastfolge von uns zum Thema Akzeptanzkriterien. Das trifft das eigentlich ganz gut. Da haben wir die UTAUT-Kriterien vorgestellt und da sind im Wesentlichen die Kriterien erwartigt da eine bestimmte Leistung vor. Also erwartigt etwas, das mir das was bringt. Das ist ja dann gerade zu pandemischen Zeit noch mal deutlich verschärft, weil da habe ich jetzt einen ganz konkreten Nutzen und die weiteren Aspekte sind eben, wie hoch ist der Aufwand, den ich dafür reinstecken muss. Ja, es ist tatsächlich ein WhatsApp-Bildchen verschicken. Das kann ich vielleicht von einer Familie oder muss ich mich jetzt irgendwie an sich stellen registrieren anmelden. Brauche ich irgendwie einen Login mit Kreditkarte, haben einen PayPal-Konto, was weiß ich. Also kommen da noch ganz viele Hürden dazu oder ist der Aufwand eher geregen. Und dann eben die Aspekte, ja, Social-Influence, das heißt der Faktor, sozialer Einfluss und Facilitating-Conditions. Also wir sind die erleichternen Bedingungen. Also hilft mir jemand beim Einrichten, kann ich jemanden um Rat fragen, ist das, was meine Freunde, Kollegen auch alle machen oder ist das etwas, wo ich der komische Exot bin, der jetzt irgendwie diesen Weg als erster beschreitet. Und ja, ich glaube, das passt dann rein und das, was ich so erfahren habe aus der Forschung ist, dass es eben sowohl für die Patienten hat es auch für die Ärzte genau zutrifft. Also bei beiden gibt es eben, wie du gerade angesprochen hast, diejenigen, die pioniere, die die vorpreschen und sagen, das probier ich aus, das möchte ich machen. Und dann der Teil der Nacht zieht und eben auch die, die ja noch so ein bisschen abwarten sind und sagen, mal gucken, ob sie das überhaupt alles durchsetzen. Das stimmt. 

Wenn wir jetzt nochmal ein bisschen darauf schauen, wo sind denn deiner Meinung nach die Herausforderung, dies aktuell dann noch zu lösen, gibt im Bereich der Telemedizin. Also was sind noch ungelöste oder ungeborteBretter, wie man so schön sagt. Ich denke, dass allerwichtigste ist, wir nutzen alle Telemedizin, aber es gibt noch gar nicht so viele Studien und Telemedizin ist noch nicht in dem Sinne standardisiert. Das heißt, ich kann zumBeispiel, wenn ich eine schlechte Videokwalität habe, auch nicht so eine richtige Diagnose stellen, möglicherweise. Oder was macht den Arzt A und was macht Arzt B? Gibt es da Realisierte Operations in der Regel nicht? Man führt es genau so durch, wie man denkt, dass es richtig ist. Aber dafür ist in meinen Augen wichtig, dass wir eigentlich einen Leit faden haben, sprich, wenn ich die Videosprechstunde durchführe, was ist meineChecklister als Arzt? Oder wenn ich ein Bildtexter fahre, durchführe, was ist meine Checklister als Arzt? Und wir bräuchten meiner Meinung nach Qualitätsmanagement. Wenn wir uns jetzt hier sehen und ich behandle dich, dann müsste ich auch sagen, bitte verlaufskontrollen dann und dann. Also, dass ich digital auch anbinde und nicht sage, Telemedizin ist jetzt aktuell und danach habe ich nichts mehr damit zu tun. Und all das gibt es in der Form noch nicht, weil es gerade so neu ist, es gibt aber ganz viele Anbieter, es gibt ganz viele Methoden. Und jetzt geht es auch politischerseits und auch von Seiten natürlich der Ärztekammer zu sagen, das sind die Qualitätsstandards, die wir brauchen. Und was ich denke, sehr, sehr spannend finde, Telemedizin gerade in der Dermatologie ist was anderes als vor Ort. Ich muss anders denken, anders gucken, mir fehlt die dreiDimensionalität, ich kann nicht mehr tasten, ich kann auch nicht fliech. Also, es sind wirklich feine Kleinigkeiten, trotzdem soll ich eine Diagnose stellen. Und jetzt ist das schön, was wir bestgestellt haben, wo lassen sich die meistens bei schön wellen Augen operieren? Wie man an, wo der Ärzte einmal alle zwei, drei Wochen eine OP macht oder es gibt ja auch viele, die fliegen ins Ausland, weil sie wissen, da sind Ärzte, die machen taktäglichAugen, Operation. Das ist bei Telemedizin sehr ähnlich. Also, siehst du dann Telemedizin, dann eher als Ergänzung, als Eton zu den weiteren Sachen oder auch als Substitution, dass man sagt, also für bestimmte Bereicheist es vielleicht auch geschickt, dann müsste ich den Ärzt gar nicht sehen. Und in anderen Bereichen ist das vielleicht, um diesen Ärzt first level zu port. Mal irgendwie abzuklären, nee, was du da geschickt hast, das ist jetztjetzt nichts ernstes, crem das zweimal ein, um ein Dermatologiebereich zu bleiben. Und wenn es nach zwei Tagen nicht schlimmer wird, dann ist alles gut. Oder kann man lieber morgen vorbei, das sollte sich nochmaljemand ansehen, der dann auch die anderen Sinne wie Riechen und Tasten zur Verfügung hat. 

Meiner Meinung nach ist es eine absolute Ergänzung, kein Ersatz einiger. Zum Beispiel in der Schweiz nutzen Telemedizin schon als Ersten Ersatz. Es gibt keinen Versicherung, wenn man sich dort versichert, muss die ersteAnlaufstelle immer ein Telemedizinanwieter sein, weil das kostengünstiger ist. Und erst wenn der Telemedizinische Anwieter sagt, auch jetzt hier noch weiterer Untersuchung, dann gibt es den physischen Besuch. Alsodieses Modell wird zum Teil schon gefahren und wir wissen noch nicht, also jetzt müssen eigentlich Studien laufen, beziehungsweise Evaluation, um zu gucken, welche Patienten sind denn vielleicht, denn sie pro Telemedizinisch behandelt worden sind, nachentrichtig weiter betreut worden. Oder andersrum, vielleicht wurden sie sogar besser betreut. Also das sind Sachen, wir jetzt eigentlich schon anfangen müssten, statistisch die Daten sehr fassen, zu messen, zu publizieren, um die bestmögliche Medizin zu bieten. Weil es bringt niemand in etwas zu sagen, ich habe jetzt Telemedizin, wir nutzen das jetzt alle, aber ob das jetzt ein gutes Outcome hat und voll mit bei welchen Erkrankungen wir dafür gesagt hast. Bei welchen Erkrankungen ist Telemedizin besser, gleichwertig oder schlechter? Das können wir in der Hinsicht von Studienseite her noch nicht entgültig sagen. 

Jetzt hast du schon angesprochen, ob du die Spezialisierung, die es im Allgemeinen da gibt. Es gibt Ärzte, die machen jeden Tag dieselbe OP, und es gibt Ärzte, die machen deckende größere Band breiter. Träft das auf die Telemedizin auch zu, wer das cleverer zu sagen, wir gründen in Deutschland an verschiedenen Stellen sozusagen Telemedizinzentren, wo nur Teleärzte, sage ich jetzt mal sitzen, die den ganzen Tag nichts anderes machenals Fernbehandlung, Ferndiagnostik. Und die sind dann eben ergänzen zu den klassischen Haus- und Fachärzender oder wäre es, die andere Überlegung eben zu sagen, ich boah meine Hausarztpraxis, mein medizinischesVersorgungszentrum um ein Telemedizinisches Angebot auf. Ich bin drei oder vier Tage die Woche, bin ich persönlich zu sprechen, ich habe einen Telemedizin Tag oder sowas, wo ich den ganzen Tag wie viele heutzutage in der Pandemie in so einer Videosprechstunde hängen dauerhaft. Ich komme natürlich mit universitären Hintergrund auf der erste Schiene, wo ich mir denke, es ist besser, wenn es zum Türarzt passt, man spezialisiert sichund ist extrem gut darin. Als wenn ich sage, ich bin ein Arzt, der ab und zu Telemedizin macht, weil wir kennen das alles selbst, wenn wir etwas richtig gut machen, dann haben wir es vorher auch viel gemacht, wenn ich ganzwenig Telemedizin mache, dann bleibt es auf einem uberflächlichen Niveau. Es ist so schön in der Radiologie, wir sind ja vier Ärzte, die das gegründet haben, und mein Mann ist, kommt aus der Radiologie, er hat ja nurdurch Bilder befundet. Es gibt auch Modelle, wo die Ärzte wirklich nie eine Patientkontrolle haben und je mehr man Bilder sieht, umso mehr lernt man und plötzlich, ich kann mich noch erinnern, wie er erzählte, man sitzt dannmit den ober Ärzten, die viele Bilder gesehen haben und sagen, Moment da oben da ist noch etwas. Erst in dem jemand anderes in dieses Muster zeigt, kann er es beim nächsten Mal wieder erkennen und ähnliches per Telemedizin auch. Dadurch behaute, wenn ich etwas sehe, muss ich das einmal abspeichern und ich nehme ich viele verschiedene Sachen sehe, kann ich erst besser werden. Und deswegen glaube ich, weil ich mir überzeugt, dass wir Telemedizinzeit geben, wo die Ärzte, die die Spaß haben, die Patienten, das gibt ja auch sogar Teepliegen. Es ist ja wirklich wo man sagt, okay, jetzt wird das Labor, jetzt wird dies und jedes und der Patient geht zu L durch die Teleklinik. Ich glaube schon, dass das kommen wird und dass das meiner Meinung nach die besten mögliche Variante ist, weil wir eine sehr hohe medizinische Qualität liefern. 

Jetzt sind wir schon mitten drin, in den Diskussionen zum Abschluss sozusagen, also wo geht die Reise hin? Sind das die Entwicklung, also Telemedizinische Kliniken, was du gesagt hast, als Einpunkt, was sind weitereAspekte, wo du sagst, dass erwartest du in den nächsten? Vielleicht auch eher 5-10 Jahren, wohin sich die Telemedizin im Allgemeinen entwickeln wird. Folgen wir da den europäischen Nachbarn oder? 

Ja, also wohin entwickeln wir uns? Das ist eine sehr, sehr wertvolle Frage. Wir können alle nicht die Zukunft gucken, aber wir können natürlich lernen, wenn Digitalisierung ins Spiel kommt, was kann denn dann danach? Und es ist jetzt schon in aller Munde künstliche Intelligenz und es gibt ja jetzt auch schon die ersten Algorithmen. Ich bleibe in der Dharma, weil das mein Fach ist. 2018 große Publikation, maligne Melanome, unter anderemwerden durch die KI besser diagnostiziert als durch die weltweit besten Hautärzte. Und das ist wo wir wahrscheinlich hingehen, wenn wir Telemedizin haben, in dem Moment speichern wir ja Daten. Das ist beiniedergelassenen Fort nicht möglich, sondern gespeichern alles bei uns im Kopf und deswegen geht man hier vielleicht zum Professor X Y, weil der so gut ist, aber seine Information wiegt nur bei ihm. Und durch die Digitalisierung und durch die Medizin speichern wir jetzt ganz viele Daten von verschiedensten Menschen, die Diagnosen bestellt haben und das wissen wir zentralisiert. Und es macht nur Sinn zu sagen, die KI kommt. Eine künstliche Intelligenz, die unterstützt, die jetzt nicht ersetzt, sondern ergänzt, da ist man natürlich ethisch auch immer auf der kritischen Seite teilweise, man sagt, wo entwickelt sich denn jetzt Medizin hin? Wird der Arzt vielleicht ersetzt, das denke ich nicht, aber es ist natürlich ein Stück weit weitere Digitalisierung und wir sind jetzt wirklich, das finde ich ganz, ganz spannend. In der Zeit des Umbruch, so wie man die Industrialisierung hatte, haben wir jetzt noch mal einen zweiten Schritt der Digitalisierung, es wird sehr, sehr spannend. Und das Ziel sollte natürlich sein, bessere Qualität. Also ganz klassisches Beispiel, wenn ich etwas verschriftliche mit meinerHand entstehen Fehler, wenn ich das jetzt her Computer habe, dann ist die Fehlerquote niedriger und das gleich jetzt einfach ein bisschen abstrahiert auf Diagnosen gesehen, hat einen großen Vorteil für Patienten und das ist das Ziel. Das sollte stattfinden, aber dafür müssen wir die Vorarbeit leisten, ganz viel Qualitätssicherung, damit die Daten, auf dem wir bauen, hochwertigsten. Ja, der Computer macht ja, wenn dann systematische Fehler und ein kleiner Fehler, der wird dann vielfach potentiert, weil da dann bei ganz, ganz vielen zu anwenden. Und dann kommt, das ist vielleicht nochmal der Unterschied, als Advokatus Diabolie, nach mal da rein zu gerätchen, aber prinzipiell sehe ich da auch durchaus im Bereich der Bildbefundung, sei es jetzt in der Radiologie als auch in der Dermatologie, durch aus Schanzen, da mit KI vor Arbeit zu leisten, wo dann nochmal jemand drüberschaut und sagt, okay, stimmt, passt tatsächlich guter sich jetzt da so ein paar weitere Hinweise habe und das könnte sich natürlich einen guter Schritt sein. Also KI-Telemedizin ist sicherlich zu entspannter Sachen, wenndann eben aber auch diese ethischen Fragen geklärt sind und ich glaube, das ist so persönlich, er meint mal, dass sich da in dem Bereich noch ganz viel tun wird, dass man überlegen muss, wie wollen wir das gesellschaftlich adressieren, wo wollen wir das aufhängen, soll das eine Ergänzung sein, soll das der Regelfall werden, wie in der Schweiz beschrieben hast oder so, was erwarten wir davon und wie soll das Ganze sozusagen weitergehen? Also diese Diskussion, diese Debatten müssen wir glaube ich auch einfach mal führen, um nochmal mehr von den Nutzern zu bekommen. Ja, das ist stimmt. 

Ja, noch viel zu tun sein. Das stimmt, das stimmt. Aber wir machen den Anfang, wir haben ein bisschen drüber gesprochen. Ja, ich freue mich sehr, wir haben jetzt auch fast eine halbe Stunde voll und das ist ja unsereklassische Podcastzeit, also wollt so abschließend auch was los werden. 

Ja, sehr gerne. Und zwar das ist das besondere derjenigen, die dabei sind, die Multiplikatoren und wir sind jetzt diejenigen, die die Mission haben aufzuklären, damit vielleicht, wie 70 oder 80-jährigen Patienten, die Skepsis und Angst verlieren und Telemedizin aktiv nutzen, denn sie es halt mal brauchen und nicht anders zum Arzt gehen. Okay, dann will ich mal gespannt, wie viele 70 und 80-jährige Hörer wir jetzt haben, die das mit anhören. Ja, schon die Enkelkinder. Ansonsten müssen die Enkelkinder und Kinder das entsprechend transportieren und dann bleibt mir am Ende vielen Dank zu sagen. Das waren glaube ich ein guter Einblick in die in die Telemedizin und ja, also vielen Dank Alice. Danke. Und dann würden wir sagen, verabschieden wir uns, wir wünschen einen schönen Tag. 

Shownotes