In dieser Folge ist Sylvia Thun als Interviewpartnerin zu Gast. Sie steht in ihrer Rolle als Projektleiterin des Konsortiums DigitalRadar Rede und Antwort. Dieses Konsortium hat das Modell zur Reifegradmessung im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) entwickelt, welches verpflichtend ist für alle Krankenhäuser, die Förderung im Rahmen des Projekts beantragt haben. Dementsprechend wichtig ist natürlich auch das Wissen um die Reifegradmessung für die Häuser.
Im Podcast werden unter anderem die Hintergründe des Modells besprochen, wie es aufgebaut ist und auf welchen rechtlichen Grundlagen das Modell beruht. Aber es werden auch praktische Tips zum Ausfüllen des Fragebogens gegeben.
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Transkription
Wir haben diesmal eine PAPES denn da. Das lustige ist, sie war vor kurzem Interviewpartner bei Christian Jonas und den hatten wir vor einiger Zeit schon bei uns und hatten ihn als den MDR, also Medizinprodukte Papst vorgestellt und jetzt war unser Interviewpartner heute bei ihm und er hat sie als Interoperabilitätspäpstin denn jetzt heute bei uns im Podcast zu haben.
Hallo Sylvia. Hallo. Genau Sylvia. Wir werden wahrscheinlich den Podcast sprengen, wenn ich sage, stelle dich und dein Leben und deine Arbeit vor, das nimmt wahrscheinlich mehrere Stunden in Anspruch. Aber willst du kurz etwas zu deiner Person und zu deinem Werdegang sagen? Ich habe Angst, wenn ich dich vorstelle, dass ich die Hälfte vergesse, aber du kannst auf die wesentlichen Teile auf jeden Fall was sagen.
Ja lieber Renato, danke schön, dass ich sein darf und ich freue mich, dass das endlich eine PAPS denn gibt, aber wahrscheinlich bin ich die nicht, was ich natürlich mache. Ich habe quasi mein Leben der Standardisierung gewidmet, warum, weil das so extrem wichtig ist. Wenn wir eben nicht kommunizieren können, wir auch keine gute medizinische Versorgung und Forschung gewährleisten und jetzt auch an der Pandemie haben wir auch gemerkt, wie wichtig das ist. Also und deswegen, mein ganz kurz, mein Leben war sehr gradlinig. Ich finde ich, ich muss dir mal gerade nochmal alles aufschreiben, weil ich hier in Berlin die neue Universitätsprofessur annehmen dürfte. Ich hatte eigentlich vor, Ingenieurin zu werden, für biomedizinische Technik, für physikalische Technik und habe das auch gemacht, bin ich auch im Herzen immer noch und habe dann medizin studiert, weil ich gesehen habe, dass das hervorragend zusammenpasst und weil man mir auch nahe gelichtet hat. Das war der Prof. Günther von der RWTH Aachen, das ist ein großer Radiologe, aus Aachen gewesen. Und er sagt, er ist aber gesagt, ich möchte ich behalten, dass das so schön am MRT alles programmiert hast, bleibt doch noch ein bisschen und studiere medizin. Das fand ich dann auch mit 23 sehr sinnvoll und habe das gemacht. Danach hatte ich den Schmerz einerseits zu sehen, wie wenig doch digital ist, oder war vor 20 Jahren, Radiologie ging alles schon ganz gut und habe aber auch zugleich die Freude gehabt, die IHE-Community zu treffen, die ihr erst europäisches Treffen abgehalten haben an der RWTH Aachen. IAE sind ja die Jungs und jungen Damen und auch älteren Menschen, die gemeinsam versuchen, die Interoperabilität auch direkt auszutesten. Und da hat es mich geparkt und ich wusste, ich mache nichts anderes mehr im Leben und habe aber auch gemerkt, na ja, das reicht jetzt nicht, dass nur die Industrie schaut, ob etwas interoperabel ist, sondern irgendwo gibt es doch davor auch noch eine Community, die diese Standards machen und in die bin ich dann rein geraten und das war die HL7-Community. So nichts des zu trotz hatte, ich dann mich nicht entschieden diesen medizinischen Weg weiter zu verfolgen, sondern habe gesagt, ich will das System ändern, bin dann zur synix, das war eine Beratungsfirma für Krankenhäuser, Krankenhaus, Informationssysteme und damals wollen ja die DRGs eingeführt und danach sehr lange und sehr erfolgreich viele, viele Krankenhäuser beraten und danach bekam ich einen Anruf, ob ich den in das dem die möchte, mal eben die elektronische Gesundheitskarte einführen und die Notfalldaten zu spezifizieren, das E-Rezept und so weiter, wir kennen die Anwendungen und das habe ich dann auch gemacht, das war ein Köln, das lag mir auch nahe, weil ich da so für so hin wollten und ja, das war der Weg, bevor ich die Professur dann an der Hochschule wieder rein bekam.
Super, das ist ein wahrscheinlich kurzer Abriss, aber heute haben wir dich für ein ganz spezielles Thema und zwar bis du seit einiger Zeit, jetzt dieses Jahr berufen für DigitalRadar Krankenhaus, das ist eine Reifegradmessung, die es im Rahmen des KHZG gibt und da bist du quasi der ideale Interviewpartner, um die Hintergründe ein bisschen zu beleuchten und um damit vielleicht anzufangen, eine kurze Rückfrage, was das digitalradar mit dem KHZG zu tun hat. Ja, es ist zum digitalradar, wo ich nicht berufen, sondern ich war Mitglied eines Konsortiums, was dann gewonnen hat, nach einer ordentlichen Ausschreibung beim BMG und diese zwei Dinge gehören zusammen, wir wissen ja im Paragraph 14a, wird das KHZG oder werden die Förderbestandteile genauer aufgeführt im KHG 14b, wird dann gesagt, dass es eine Organisation geben soll, zur beanalyse Bewertung der grundsätzlichen Stand, der Digitalisierung, der Effekte für die Zukunft und der Effekte auf Versorgung und die Strukturen der Krankenhäuser. Und diese zwei Dinge gehören zusammen, einerseits möchte ich natürlich Gelder ordentlich verteilen für gute, zukunftsträchtige Dinge und andererseits möchte ich das natürlich auch messbar machen, inwieweit das irgendein Effekt hat.
Okay, das heißt, das Ziel der Messung ist, welches jetzt in diesem speziellen Fall von Digitalradar? Einerseits möchte man natürlich den Krankenhäusern die Möglichkeit geben, sich selbst einzuschätzen und sich vielleicht auch zu vergleichen, also national und international oder nur in ihrer eigenen Kette zum Beispiel, dann wollen wir aber auch strategische Handlungsfelder aufzeigen für die Politik, Innovation fördern und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hier des Gesundheitswesens verändern und diesen Gesundheit standort, Deutschland auch aufwerten, natürlich immer vor dem Hintergrund der besseren Patientenversorgung. Okay, und es gibt ja einige, die kennen vielleicht schon die HIMSS und EMRAM-Modell und das vorgehend dort ist ja sehr groß angelegt. Wie ist denn das vorgehend der Reifegradmessung jetzt beim Digitalradar?
Na ja, groß oder klein, das ist ja immer die Frage, wie mess ich und ich würde auch hier die Einschätzung teilen, dass das ein größeres unterfangen ist, also nicht nur für die Krankenhäuser selber, damit es eben aufwand verbunden, sondern auch, ich sag mal, für die Gesamtgesellschaft ist das sehr wichtig, dass wir diese Dinge hier in Deutschland messbar machen. Wir wissen Digitalisierung ist in aller Munde, vor allen Dingen auch jetzt der Politik und auch hier kann man der Politik eben wirklich wesentliche Dinge mitgeben und dem entsprechend ist der Digitalradar groß, das heißt es können durchaus alle Krankenhäuser hier in Deutschland mitmachen und wir wissen, dass sind sehr viele und eben diese Selbstentschätzung durchführen und groß auch unter den Gesichtspunkten, dass einfach auch viele verschiedene Dinge abgefragt werden, die man vielleicht vorher noch nie besprochen hatte in einem Unternehmen.
Da kommen wir dann gleich noch drauf, welche die Dimensionen und die Kriterien sind, vielleicht noch vorweg so ein bisschen der Vergleich zu M-Ram oder KITT-CON diese Konzepte sind ja auch mit eingefchlossen hier, wo unterscheidet sich jetzt das Digitalradar? Genauss sind sogar noch mehr Konzepte eingefchlossen, nämlich es gab auch in der Umfangreiche Literaturanalyse am Anfangs gibt ja nicht nur M-Ram, sondern auch wie gesagt das deutsche KITT-CON-Modell, aber auch andere Modelle weltweit und wir hatten zugleichen Expertenkremium, die auch mit wirklich sehr guten neuen Fragen mitgewirkt haben. Sowohl ist der Unterschied, der Unterschied ist erst mal, dass es ein deutsches Modell ist und dass dieses Modell natürlich auf dem KHZG fußt. Wir selbst als Konsort, schon haben natürlich keinen Einfluss gehabt auf die Gesetz auf das KHZG selber, sondern haben dann das abgebildet, was in den Kriterien des KHZG’s eben vorgegeben wurde. Und das war sehr gut, das darf ich jetzt wirklich aus vollem Herzen sagen, das hat also freudig gemacht, weil das wirklich extrem gut ausgearbeitet war. Ich hatte fast den Eindruck auch dort gab es umfangreiche Literaturanalyse, Literaturrecherchen und erkenntnisse aus verschiedenen anderen Modellen und das war wirklich gut abbildbar, was also auch noch erstaunlich war, das auch viele Dinge eben aus dem M-Ram, aus dem KITT-CON und aus anderen Modellen hier schon in dem Gesetz implizit vorkam. Wir mussten das natürlich dann klug in Fragen umwandeln, die dann auch klug so beantworten sind und einfach zu beantworten und auswertbar werden. Und das war vielleicht die größere Herausforderung. Also nochmal zusammengefasst, das ist ein deutsches Modell, was aber durchaus mappbar ist, also abbildbar auf die großen andere Modelle vor allem den M-Ram. Okay, gut, dann gehen wir doch mal ein medias res und gucken uns diesen digitalradar an, also er hat sieben Dimensionen, jetzt habe ich gehört, so knapp über 200 Kriterien, wie ist das denn jetzt von diesen Dimensionen aufgebaut? Was wird denn da alles abgebildet, abgefragt und ja mit welchen Fragen muss man ungefähr rechnen?
Genau, erstmal gibt es so allgemeine Fragen zum Krankenhaus, also Strukturfragen, Systemfragen. Das sind eigentlich relativ viele Fragen geworden, damit man eben das als Basis nimmt für die Ordnungsgemäßen, Analyse und Evaluierungen hinterher, weil man kann sie auch vorstellen, dass man zum Beispiel ein psychiatrisches Haus oder ein kleines Krankenhaus nicht unbedingt auch mit einem Maximalversorger vergleichen kann. Also hier erstmal Struktur, wie sieht das Krankenhaus organisatorisch aus? Dann gibt es den Bereich der Resilienz, das Management und der Performance, das heißt, das sind die Fragen auch natürlich, die wir erwarten zum Datenschutz und der Datensicherheit. Auch sehr, sehr schöne neue Erkenntnisse sind da eben über die Expertenkremen hinzugekommen. Und dann kommen eigentlich erst hier für Kliniker, für den Fragen nämlich, wie sieht es eigentlich aus? Wie arbeiten wir? Welche Prozesse haben? Wer ist angebunden? Können wir telemedizinische Services anbieten? Wie sieht die Interoperabilität aus? Wie können wir eigentlich miteinander zwischen den verschiedenen Abteilungen oder auch raus zum Patienten kommunizieren? Und das ist dann der Großteil der Fragen. Jetzt kann man sich natürlich denken, so, oh Gott, dann sind wir relativ viele Fragen am Anfang dann über meine Strukturen und gelten denn jetzt auch alle Fragen gleich hinter der Auswertung. Und da kann ich dann direkt alle beruhigen. Nein, es wurde natürlich ein System noch für die Gewichtung der Fragen eingeführt. Was auch wieder abgestimmt war mit unseren Experten, Bayerad, irgendwie weit jetzt, welcher Bereich ganz besonders wichtig erscheint derzeit. Aber ich nehm an, dass es jetzt eine Sache, die jetzt nicht unbedingt schon kommuniziert wird, sondern vielleicht erst später.
Renato, da bist du auch genau auf den Dampfer, genau so ist es nämlich auch. Warum? Also da könnt man sagen, ja, ich will aber schon von vorne rein wissen, wie die Gewichtungen sind, welche Frage in die Bewerteüberhaupt hineinkommt und wie wichtig die Frage ist für die Bewerte. Aber das ist natürlich falsch, das so zu machen, sonst würden und wir haben natürlich einen sehr kluges Gegenüber und diejenigen, die nämlich sichselbst bewerten, die haben natürlich da auch schon eine Idee dahinter. Inwieweit das strategisch gut sein könnte, wie man es ausfüllt und welche Fragen man tatsächlich dann intensiver bearbeitet oder sich selber besseroder schlechter darstellt. All das ist völlig irrelevant. Am besten füllt man es genauso aus, wie es ist. Es gibt ja keine Strategie, man kennt es zwar aus dem DIG-System, aber das brauchen wir uns jetzt nicht, quasi anzuschauen, wie das damals, oder jetzt immer noch ist, na, hohe, niederer, kälsemix, nein, nein, darum geht es gar nicht so, als gibt es wirklich darum, dass wir erst mal so eine Bestandsaufnahme brauchen. Wo stehen wirin Deutschland? Die Gewichtungen ist jetzt irrelevant, natürlich bekommt man irgendwann ein Skor und möchte auch höher kommen, aber die lassen wir extra intransparent bis alle abgegeben haben. Ich weiß gar nicht, obes ein Tradability Bias gibt in der medizin informatischen Forschung, aber der würde dann wahrscheinlich hier passen.
Okay, ich habe über die FAQs, die es im Internet gibt und auch über verschiedene YouTube-Videos schon so ein paar Beispielfragen gesehen und ich bin positiv überrascht über den Aufbau des Fragebogens. Also wir habennicht einen langen Fragebogen, den man am besten dann noch in einem Rutsch durchmachen muss, sondern das ganze ist ja so ein bisschen aufgeteilt. Willst du da vielleicht kurz noch so ein paar Hinweise geben, damitdie Krankenhäuse jetzt keine Angst haben müssen, dass sie sechs Stunden am Fragebogen sitzen müssen?
Ja, natürlich. Das ist ja so, dass man sich erst mal registrieren muss. Da ist dann schon die erste Falle für die Krankenhäuse ein. Wir bauen nämlich während des richtigen Zuständigen eigentlich im Krankenhaus. Es ist jetztein Verwaltungsleiterin oder die IT-Literin und da muss man sich erstmal einig werden. Dann kommt die nächste Hürde, nämlich wie lautet eigentlich meine IK-Nummer und habe ich nur eine oder sind wir einen Unternehmenmit vielen IK-Nummern oder mit Standorten. Ja, das ist auch alles jetzt geklärt so weit, dass man auch hier zum Beispiel eine Standort-Nummer eingeben kann und an dem entsprechend diesen Fragebogen zugesendetbekommt. So jetzt ist nicht der vor und man hat die Möglichkeit, jederzeit auch ein Päuschen zu machen und den am nächsten Tag weiter zu bearbeiten. Die ganzen Fragen muss man auch nicht nochmal ausfüllen, sonderndie werden natürlich hier abgespeichert und wichtig ist auch noch zu wissen, dass man nicht alleine diesen Fragebogen ausfüllen muss, sondern dass man hier Experten hinzuziehen kann oder die Fragen auch weitergebenkann an zum Beispiel das klinische Personal oder die Administration, die vielleicht von gewissen Prozessen viel mehr Ahnung haben als jetzt zum Beispiel jemand der in der IT arbeitet. Okay, ist ja glaube ich auch pro Dimension festgelegt oder empfohlen, wer jetzt da die Fragen beantwortet, ob es jetzt das klinische Personal, das Pflegerische Personal, das IT Personal ist oder das Controlling. Ja, das haben wir festgelegt, das war aufwendig, aber wir haben es geschafft.
Okay, was ist denn jetzt ungefähr der Aufwand? Klar, das kann man jetzt wahrscheinlich nicht für alle Krankenhäuser gleich sagen, aber in welcher Range bewegt er sich denn? Kleines Krankenhaus bis großesUniversitätsklinikum?
Ja, das ist ja so, dass letztendlich eigentlich erstmal alle Fragen von allen Krankenhäusern beantwortet werden müssen. Manche Fragen werden dann ausgeblendet, wenn man zum Beispiel keine Radiologie hat oder keineNotaufnahme hat, dann würden die ausgeblendet werden, dann hat man ein wenig weniger zu tun, aber prinzipiell sind sie ja dann doch schon diese über 200 Fragen, die jeder auszufüllen hat. Und das kann man sich jetztvorstellen. Also, wenn ich mein Haus gut kenne und ich habe das selber mal durchgeklickt, dann kann man so ein Frage bogen, auch durchaus in zwei, drei, vier Stunden ausfüllen. Nun kennt nicht jeder sein Haus so gut, das kann ich Ihnen heute schon versprechen, dass man wirklich all diese Fragen ausfüllen kann, man muss immer wieder rückfragen nachfragen, wie macht ihr das? Es wird sicherlich auch dann Probleme geben, dass man zum Beispiel in der einen, auf der einen Station so ein Prozess hat, in der anderen Station ist es dann aber ein ganz analoger Prozess noch, und wie würde ich mich dann da ein sortieren? Das sind Dinge, die man mitMenschen bespricht und die ihm zufolge kann nicht nur empfehlen, dass man da ein bisschen Zeit für einplant und das sind dann keine vier Stunden. Also vier Stunden dann, wenn man wirklich alles weiß und eigentlich nuranklicken muss, weil der ist eigentlich sehr schön aufgebaut, der Frage, wie du ja schon sagtest, und relativ einfach abzuarbeiten, das, was Zeit braucht, ist, dass man darüber spricht, wie digital man ist. Und da können wirauch vorstellen, dass das jetzt keine nutzlose Zeit ist, nur damit man den Fragebogen ausfüllt, sondern eine Zeit, die dem Krankenhaus wirklich gut tun kann, indem man nämlich wirklich mal nachfragt, was braucht ihr? Was ist denn das? Was macht man damit? Wie können wir mehr Patienten zufrieden stellen oder behandeln? Und das ist sicherlich auch Ziel und Zweck dieser ganzen Übung. Ich mach miteinander kommuniziert.
Ja, dann ist es quasi Quality Time für IT und Krankenhaus, die kommen endlich noch mal miteinander ins Gespräch. Ja, das ist gut.
Gibt es denn Synergieeffekte, wenn man ein großer Konzern ist, dass man dann vielleicht, wenn man ähnliche Strukturen in den Krankenhäusern hat, dann weniger aufwandt hat? Ja, das ist sogar möglich, also technischmöglich, dass man die Fragebögen kopiert. Wenn ich sage, ich habe wirklich drei Krankenhäuser und die haben eine zentrale IT-Struktur und die arbeiten auch alle gleich, haben die gleichen Sicherheitsmaßnahmen und können auch miteinander Telemedizin durchführen, zum Beispiel dann hätte man die Möglichkeit, die direkt rein zu kopieren, also die Antworten von dem Haupthaus, zum Beispiel. Okay, und die Art der Fragen ist das jetzteher freitext oder ist es, sag mal, für die Statistiker sehr angenehm, dass man hier jetzt Sachen anhaken, ausfüllen kann, auswählen kann.
Die meisten Fragen haben wir so konzipiert, dass wir einen Likert-Skala anwenden können, hat natürlich etwas auch mit den Leuten zu tun, wie das ein hinterher auswerten möchten. Das heißt, Likert-Skala, das sind immer fünf Antwortmöglichkeiten. Manche Fragen konnten wir auch gar nicht so konzipieren, beziehungsweise es. Also es gab zwei Herausforderungen, einerseits die Frage kann man nicht so beantworten, dass ich fünf Antwortenhabe. Manchmal gibt es nur ja und nein, manchmal gibt es aber auch freitexte. Es ist uns natürlich nicht so lieb, aber es geht halt auch gar nicht anders. Und die zweite Herausforderung war die Ernährung an M-Ram. Und den M-Ram hatte man diese Likert-Skala nicht, so durchgehend angewendet wie wir. Er hatte aber den Anspruch, dass man deren Fragen doch sehr ähnlich abfragt. Und so hatten wir einen Zwischenweg gefunden, dass einM-Ram-Skoring oder ein M-Ram, wir sagen eine so schön Indikator-Score. Das ist kein echter M-Ram-Skore, das ist nur ein Indikator möglich ist. Auf den Fragen, die M-Ram gleich sind. Aber trotzdem noch hier die Möglichkeit der Auswertung bestehen bleibt. Deswegen gibt es verschiedene Antwortmöglichkeiten, nicht immer die gleichen. Das wäre ja auch langweilig. Ja, wenn man sich sechs oder sieben Stunden damit beschäftigenmuss, dann müssen die Antwortmöglichkeiten auch ein bisschen gemixed bleiben. Das stimmt ja.
Jetzt hattest du eben das M-Ram-Modell nochmal angesprochen und hattest gesagt, dass wir beim M-Ram-Modell ja so eine Art Stufenplan haben. Im Digitalradar haben wir ja aber diese sieben Dimensionen, die sich ja nicht als Stufen verstehen. Es ist ja nicht so, dass ich jetzt am besten mal mit einer Dimension beginne und dann kommt die nächste Dimension und so weiter, sondern man macht ja am besten alle sieben Dimensionen, wenn man sich weiterentwickeln will und daraus einen Strategie entwickeln will. Und da unterscheidet sich das ja im M-Ram-Modell. Was hat es denn für Auswirkungen von Digitalradar? Wie wird sich denn dann das späterauf die Strategie auswirken von den Krankenhäusern?
Genau, das ist also kein statisches Modell, sondern ein ganz agiles Modell, was wir da gewählt haben, eben nicht diese Stufen, man kennt das ja auch aus dem M-Ram, da gab es auch viel Kritik, wenn man dann kein PACS hat, kommt man nicht im nächsten Stufe, zum Beispiel, das gibt in diesem Modell nicht. Hier ist es so, dass es noch niemals ein Prozentwert und ein Punktwert gibt, zum Beispiel, 62 und dieser Punktwert ist dann der Score. Ja, mit dem kann man weiterarbeiten und sich weitere höhere Punktzahlen erarbeiten, indem man eben Prozesse verbessert, die Sicherheitsrechtlinien, also zum Beispiel schneller auf Tickets antwortet in einem IT-Bereichoder Telemedizinische. Die Möglichkeit anbietet und da kann man in diesem Score successive verbessern und ist nicht in so einem festgezogen Stufenmodell verankert. Sind denn dieses Score es genormt? Also gibt es einmaximal Score, auf dem man hinarbeiten kann oder ist es, wenn wir einen Krankenhaus haben, maximalversorgert zum Beispiel, dass der automatischen höheren Score bekommen kann als jetzt ein kleines Krankenhaus, das keine Radiologie und damit kein Riss und kein PACS hat? Genau, das wäre ja auch gemein. Es ist so, dass dann diese Bereiche auch nicht mit in den Score eingehen. Das kann also sein, dass auch ein kleinesKrankenhaus ein Score von über 80 bekommt und eine Universitätskrankenhaus hatten, Score unter 20, also das kann durchaus vorkommen. Das liegt nicht daran, wie groß jetzt mein Unternehmen ist.
Okay, das heißt also auch für kleine Krankenhäuser ist die Motivation da und die fühlen sich jetzt nicht dadurch abgehängt. Unbedingt, ja.
Gut, dann gucken wir mal so langsam auch in die Zukunft. Also wir stehen ja aktuell noch relativ am Anfang. Ich glaube die ersten Krankenhäuser evaluieren jetzt, wie ist denn der Zeitplan der Datenerhebung, der ist ja relativ knapp bemessen? Ja, genau. Am 17.12. Sollten alle Wögen wieder bei uns sein. 17. Dezember. Damit vor Weihnachten, oder zu Weihnachten alles dabeigen. Wir haben natürlich auch geöffnet vor einiger Zeit, also am 5. Oktober, was aber wichtig ist, die Beantwortung der Fragen, soll für den Stichtag 30.06.21 gelten. Da gab es ein bisschen Verwirrung, dann sagten viele, ja Gott, da gab es doch noch gar nichts, genau. Da gab es noch keinen Bogen zum Ausfüllen, aber Systeme, die im Einsatz waren. Man muss sich also jetzt vorstellen, dass man ein bisschen die Zeit zurückträt. Wir hätten den Stichtag 30.06.21, so diesem Stichtag sollte man sich selbst einschätzen. Wenn man dann aber zwischen den 30.06. Und im Oktober noch viele, viele Systeme eingekauft hat, würden die nicht dazu bedacht werden. Warum ist das so? Na ja, das steht im Gesetz ganz einfach. Kann man sich den 14.11 mal durchlesen, da sieht man es. Ok, und wie sieht es dann weiter aus? Wann sind die weiteren Erhebung? Man will ja eine zwei Punktmessung machen, vielleicht sogar noch mehrere, weiß ich nicht. Genau, also da steht dann drin, der 30.06.21 und 30.06.23 in § 14 BKG. Und sind vielleicht perspektivisch auch noch weitere Messungen geplant, dass man dann eine Sachen mal eine weitere Entwicklung hat über mehrere Jahre Jahrzehnte vielleicht? Also, gesetzlich geplant derzeit nicht. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass viele Krankenhäuser das als strategisches Instrument weiter nutzen. Man kann ja auch selbst zum Beispiel Fragen weiterentwickeln, in einer Krankenhauskette zum Beispiel oder über weitere Organisationen, die es ja im Gesundheitswesen gibt, die hier einem auch behilflich sein können. Oder der Gesetzgeber würde da auch noch mal anschließen und sagen, wir möchten jetzt aber auch noch mal 25 und 27, 29 nähe, wir machen das steht aber nicht fest. Es gibt jetzt nur die zwei Daten.
Und wenn ich jetzt meinen eigenen Score mal außerhalb von diesen ja zwei Stichttagen herausfinden will, ist denn das Portal offen? Kann ich den Score auch irgendwie ermitteln? Kann ich den auch ohne dieses Portal ermitteln? Ja, das ist noch richtig gute Frage. Das bringe ich jetzt mal mit ein. Dann freue ich mich, dass ich da jetzt auch noch ein bisschen Input geben konnte.
Dann würde ich sagen, machen wir so ein Deckel zu. Wir werden auf jeden Fall noch ganz viele Sachen verlinken. Es gibt viele YouTube Videos vom Health Innovation Hub, auch vom DigitalRadar, viele FAQs. Es gibt alles, was man so braucht im Internet und das werden wir auf jeden Fall verlinken für diejenigen.
Links zum Podcast
- Webseite des DigitalRadar: https://www.digitalradar-krankenhaus.de/
- Youtube – Kickoff zum DigitalRadar mit FAQs: https://www.youtube.com/watch?v=r47DiRgJnlA
- Youtube – Q & A mit Pilotinnen und Piloten: https://www.youtube.com/watch?v=icBvgWynwJI
- Youtube – hih deep dive Webinar zum Thema Reifegradmessung: https://www.youtube.com/watch?v=JRgJtS-ILlo
