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Folge #111 – Krankenhauszukunftsgesetz

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Beschreibung

In dieser Folge geht es um das Krankenhauszukunftsgesetz. Am 28. September 2020 ist das Krankenhauszukunftsgesetz (kurz KHZG) in Kraft getreten, ein milliardenschweres Innovationsprogramm für die Krankenhäuser und deren Investitionen in Digitalisierung und IT-Sicherheit.

Was steckt drin im Gesetz? Wie komme ich als KH an das Geld? Wie können Projekte evaluiert werden und wie sieht ein nachhaltiger langfristiger Plan aus? Darüber spricht Bernhard mit Dr. Gottfried Ludewig, dem Leiter der Abteilung für Digitalisierung des Gesundheitswesens im BMG [insgesamt zum zweiten Mal, diesmal mit eingeschalteter Aufnahme :-)]

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Transkription

Hallo. Hallo Herr Breil. Herr Ludewig leitet die Abteilung Digitalisierung und Bundesgesundheitsministerium. Die meisten Hörerinnen und Hörer werden sie wahrscheinlich kennen, aber vielleicht können sie noch mal so ein bisschen erläutern. Was machen Sie da? 

Genau, wenn Sie nicht gerade Gesetze auf den Weg bringen zur Digitalisierung. Ja, ich bin jetzt seit zweieinhalb Jahren Abteilungsleiter. Die Abteilung ist geschaffen worden durch den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, als er selber eben Minister geworden ist im März April 2018. Und unser Fokus liegt einfach im Kern darauf, Digitalisierung, Räume für Innovation von digitalen Ansätzen im Bereich des Gesundheitswesens zu schaffen. Das bedeutet, von der Einführung des E-Rezepts oder der elektronischen Patientenakte bis hin zum Krankenhauszukunftsgesetz oder der Auswertung oder der Zusammenführung von Daten. Alle Bereiche als Querschnittsaufgabe voranzutreiben und natürlich in diesen pandemischen Zeiten. Das gehört auch dazu auch sehr viel Projektmanagement dafür eben konkrete Themen, sei es jetzt die Corona-Warn-App oder Symptom-Tagebücher für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Das glaube ich stellt so ein wenig die Bandbreite unserer Tätigkeit dar, langweilig wird uns selten. 

Den Eindruck habe ich auch, aber wir wollen jetzt ganz konkret auf Krankenhauszukunftsgesetz schauen. Bevor wir inhaltlich einsteigen, vielleicht die wichtigste Frage zuerst, läuft die Aufnahme. Die Aufnahme läuft. Ja. Genau, dann steigen wir so ein bisschen ein, das Thema, ich gebe mal eine kurze Agenda. Wir sprechen darüber, was steckt drin im Gesetz? 

Was sind die wichtigsten Themen? 

Wie soll evaluiert werden? 

Und Stichwort Nachhaltigkeit? 

Wie kann das Ganze auch langfristig überführt werden? 

Starten wir also mit dem eigentlichen Thema dem Krankenhauszukunftsgesetz. Was bei ganz vielen hängengeblieben ist, es gibt wahnsinnig viel Geld. 3 Milliarden Euro vom Bund, 1,3 Milliarden Euro von den Ländern. Und vielleicht können Sie in aller Kürze noch mal sagen, was sind denn die Rahmenbedingungen, um an dieses Geld zu kommen? 

Wie wird das verteilt? 

Und wie bekomme ich jetzt als Krankenhaus, wenn ich mich auf den Weg der Digitalisierung mache, ein Stück vom Kuchen ab? 

Viele Fragen auf einmal. Ich versuche es in wenig der Reihe nach. Also das Krankenhauszukunftsgesetz ist erst mal natürlich ein Thema gewesen, was uns schon relativ lang und besonders ministerium beschäftigt hat. Vor dem Konjunkturpaket und vor der Konjunkturkrise die Frage, wie können wir die Krankenhäuser zukunftsfähig machen, gerade mit Blick eben auf das Thema Nutzung von Daten und Vernetzung von Daten? 

Und das Konjunkturpaket war jetzt am Ende eine natürlich eine glückliche Füge. Und ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung sich entschieden, hat so viel Geld in Krankenhäuser zu investieren, wie sie es noch nie vorher getan hat, was es ja eigentlich im klassischen Sinne eine Aufgabe der Bundesländer ist. Was bedeutet, dass jetzt konkret für mich als Krankenhaus? 

Die Förderrichtlinie wird jetzt ja Ende November, Anfang Dezember veröffentlicht, dann wird es noch mal ein wenig präziser, aber ganz grob gesprochen heute. Es gibt Förderkriterien, also was gefördert werden wird, steht ja auch schon im Gesetz da, das wird in der Förderrichtlinie noch mal ausbuchstabiert. Und um diese Förderung zu erhalten, kann ich Anträge stellen. Anträge stellen im Kern, aber natürlich eigentlich die Bundesländer, die für die Krankenhausplanung eben in Deutschland zuständig sind. Insofern kann ich mit meinem Land gemeinsam, so läuft es dann häufig in der Praxis, aber einen Antrag stellen oder einen Antrag bei meinem Land stellen. Und mein Land entscheidet dann, ob es diesen Antrag am Ende beim Bundesamt für Soziale Sicherung dann einreicht. Also Krankenhaus, Land, BAS, das ist sozusagen der Dreiklang, um nachher ans Geld zu kommen. Und natürlich ein guter Inhalt. 

Genau, guter Inhalt, schauen wir mal auf den Inhalt, was wird gefördert. Es wird gefördert, Patientenportale, unter anderem digitale Infrastrukturen, telemedizinische Strukturen. Da frage ich mich, sind das auch Themen für die niedergelassenen Ärzte. Verstärkt das eher die Trennung der Sektoren oder ist das die Möglichkeit, dass auch der niedergelassene Sektor sozusagen von diesem Geld profitieren kann? 

Ich glaube, es ist eher der Ansatz der Vernetzung der Sektoren und auch ganz offen der Vernetzung der Arbeitsprozesse innerhalb der Kliniken. Wenn wir uns die Förderkriterien anschauen, Sie haben das Gesetz von Patientenportalen, Anamnese-Prozessen, elektronischer Medikationsbegleitung, bis hin zum Thema sozusagen Anbindung von Robotik und in Entlassbrief sieht man, dass man am Patientenpfad entlang die Strecke sozusagen gefördert und da auch in den Schwerpunkt der Förderung stellt. Und mit wiederum den Entlassbrief und der Telemedizin sehen wir aber auch eben gleichzeitig den Übergang in den andere Sektoren. Aber klar, das Krankenhauszukunftsgesetz, um die Frage sehr eindeutig zu beantworten, ist ein Förderprojekt für die Krankenhäuser. Im ambulanten Bereich haben wir andere Maßnahmen, aber es ist sicherlich kein Trennungsgesetz und so wird auch die Förderung nicht sein, sondern es ist eher ein Verbinden. 

Haben Sie einen Lieblings- oder Herzensthema, wo Sie gesagt haben, dafür mache ich mich stark oder das ist mir wichtig, dass das in entsprechender Form berücksichtigt wird in dem Gesetz? 

Also ein Lieblingsthema, ich weiß gar nicht, ob wir erlaubt haben, ob es erlaubt. Das ist ein Lieblingsthema, ganz objektiv, aber nein, da will ich mich eher zurückhalten. Es ist natürlich, für mich ist schon der ganzheitliche Ansatz, also dass wir versuchen, die Versorgungskette im stationären Sektor abzubilden. Das ist für mich ein HerzensAnliegen, das wäre jetzt nicht irgendwie nur sagen, wir fördern jetzt nur einen Bereich und schaffen ein paar Leuchttürme, sondern das ist schon um Vernetzung geht. Das ist ein HerzensAnliegen und ein zweites HerzensAnliegen des Gesetzes für mich ist neben der Förderung auch sozusagen die Integration, dass wir ab 2025 Abschläge, dann vornehmen, wenn diese Basisvernetzung, also die Punkte, bis sechs im Gesetz die Förderkette, wenn diese Basisvernetzung nicht erfüllt wird, weil für mich ist immer oder für uns alles ganz zentral ist, ist jetzt nicht mal so ein bisschen warmer Geldregen und dann kann jeder sich irgendwie neues Gerät entstehen, sondern hier sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden. 

Für uns ist klar jedes Krankenhaus, dass an der Planversorgung teilnimmt, in den nächsten Jahren muss auf ein Mindeststandard der Digitalisierung kommen. Und das glaube ich fordern wir hier, aber wir zeigen auch mit den Abschlägen, dass wir das für eben auch um wichtige Signal für die Grundannahme haben, bis das sozusagen Voraussetzung dafür ist später auch dann in der Versorgung als Krankenhaus noch teilnehmen zu können, ab 2025. Ja, ist ja auch eine Bandbreite in den Themen zu sehen von guten einzelnen Projekten, Richtung Patientenportale, bis hin zu einer Basis, die Sie schon erwähnt haben, Richtung IT-Sicherheit, werden wir uns noch alle ganz gut an den Fall der Uniklinik Düsseldorf, ist noch gar nicht so lange her, oder der entsprechende Fall war und dann müssen wir jetzt eigentlich auch noch mal ein bisschen in die Krankenhäuser investieren. Und das wird glaube ich auch viele IT-Leiter gefreut haben, dass dieser Punkt hier nochmal explizit aufgenommen wurde. 

Ja, es ist einfach, also in der Tat, das ist so ein Punkt, wo dann immer alle sagen, aber das kann ich ja gar nicht so richtig zeigen, IT-Sicherheit, aber wenn ich eben keine IT-Sicherheit habe, dann ist alles andere, wird sich nichts und das in der Tat, wir haben es bei mehreren Unikliniken jetzt gerade zuletzt gesehen, wir haben es in den letzten Jahren häufiger gesehen, und wir müssen uns da auf einstellen, dass natürlich eine Vernetzung von Daten und eine Digitalisierung der Gesundheitsversorgung auch mit neuen Risiken einhergeht, also auch in der analogen Welt gibt es Risiken, aber jetzt gibt es eben auch neue Risiken und deshalb ist uns das schon Anliegen gewesen, dass das Thema IT-Sicherheit hier eben auch verankert wird, weil jede digitale Maßnahmen eben auch abgesichert sein muss und dafür eben dann auch die Ressourcen zur Verfügung stehen. Sofern ist das auch einer der Punkte, glaube ich, der ganz wichtig war und ich freue mich so, dass es dann am Ende auch so verabschiedet worden ist. 

Neben Hardware und Software ist auch ein spannendes Thema, das Personal in den jeweiligen Kliniken, können die IT-Leiter mit dem Geld auch Stellen schaffen. Also wenn ich mir das so anschaue, ist das, glaube ich, nicht so, der primäre Fokus und es geht dann eher darum, Dinge einzuführen oder Schulungsmaßnahmen zu begleiten und weniger jetzt konkret auch die IT-Abteilung aufzustocken. Ist das richtig? 

Ja, also es ist kein Stellenförderprogramm, aber es ist auf der anderen Seite auch klar, das werden irgendwie Beratungsbedarf, Unterstützungsbedarf. Bei der Einführung und Implementierung da steht, dass das natürlich auch in Teilen gefördert werden kann und wahrscheinlich auch gefördert werden muss bei einer durchschnittlichen IT-Abteilung vielleicht auch gewisse Dinge ja nicht umsetzen kann aus der eigenen Kraft und daran soll es nachher nicht scheitern. Aber es ist jetzt kein Dauerstellenfinanzierungsprogramm dafür, das gehört dann zur Wahrheit auch dazu sind die Kliniken in gewissen Teilen auch selbst verantwortlich. Das glaube ich, wenn sie mit Klinikchefs teilweise reden, ist natürlich auch die Frage, wo setze ich welche Prioritäten und wie setze ich die sich, glaube ich, dass wir jetzt mit der Förderung einen guten Schub geben und gut helfen, dass man das sozusagen neu ausrichten kann und das wird dann nachher Hand in Hand gehen müssen. 

Aber es ist kein Stellenfinanzierungsprogramm, aber zur gleichen Zeit für Implementierung, Schulungen und andere Dinge, also temporäre Aufgaben, können natürlich Teilen der Mittel verwendet werden. Ja, jetzt haben Sie so ein bisschen die Rahmenbedingungen angesprochen. 

Ihre eigene Promotion haben Sie 2013, die hat sich im Thema auf dem Weg zu neuen Rahmenbedingungen für den Krankenversicherungsmarkt verfasst. Was ist davon noch aktuell, lassen sich die Elemente noch übertragen oder ist das Gesundheitswesen und die Digitalisierung Gesundheitswesen einfach so schnelllebig, wie ich das mal sagen kann, dass was 2013 galt, dass es in vielen Fällen jetzt schon wieder überholt. Ah, gute Frage, jetzt sind natürlich wissenschaftliche Arbeiten und das Treffen auf die Wirklichkeit immer eine Herausforderung, insofern ist das sicherlich nicht komplett überholt und in Teilen vielleicht schon, aber die Grundfrage, die eigentlich auch die Arbeit damals behandelt hat, nämlich welche Rolle haben, die verschiedenen Akteure im System, also ob es jetzt eine Krankenkasse ist oder ob es Ärzteverbände, Fachgesellschaften kliniken sind. Und wie viel Freiraum zur Innovation müssen wir den eigentlich geben im Rahmen, im Rahmen den ordnungspolitischen Rahmen, im Gesetzgebung. 

Dieser Grundgedanke ist wahrscheinlich noch nicht vollends einmal umgesetzt, aber Teile zumindest sind, glaube ich, sind wir auf ganz gute Wege. Und sonst geht im Gesundheitswesen ja immer der alte Spruch nach den nach dem Gesetz ist vor dem Gesetz, also es ist eine sich ständig seit Jahrzehnten immer weiterentwickeltes Gesamtsystem. Aber ich glaube, wir sollten auf jeden Fall vielleicht einen solchen Punkt zu bringen, mehr Vertrauen in die Akteure selbst haben und da einfach diesen Weg, den wir in den letzten Jahren gegangen sind, mehr Freiraum für Innovation zu geben, auf eben weiter verfolgen. Ja, Freiraum und vor allem Weiterentwicklung finde ich ein gutes Stichwort. Wenn man es an die Weiterentwicklung denkt, ist ja ein ganz wichtiger Punkt, auch eine Evaluation zu machen. Also, wie kommen denn die entsprechenden Maßnahmen an, bringt das, was wir jetzt an Schub finanzieren. Auch dazu stehen ja erfreulicherweise ganz klare Elemente schon in dem Gesetz drin, dass es eben eine Evaluation erfolgen soll. 

Gibt es da schon Kriterien, Ideen wird man auf so bekannte Strukturen wie EMRAM setzen. Ich glaube, ohne zu viel vorweg zu nehmen, es wird sich schon einiges aus der Form, wie wir die Förderrichtlinien gestalten, auch einiges dann ablesen lassen, an welchen Kriterien wir dann wieder im Evaluieren. Und ja, sehr abstrakt noch beantwortet, einfach weil ja die Förderkriterien noch nicht draußen sind. Ja, wir werden uns auch an bekannten Strukturen und Reifegradmodellen schon orientieren. Und ich glaube, das ist für uns auch ein ganz wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung auch legislaturperiodenübergreifend. Das finde ich, glaube ich, einen ganz guten Blick darauf bekommen. Ah, wo stehen eigentlich die Kliniken? 

Was bringen eigentlich gewisse Investitionen? 

Und wo stehen dann wiederum die Kliniken nach diesen Investitionen? 

Und wo müssen wir aber eigentlich jetzt Zielmarke hin?, das zu strukturieren, das auch ehrlich zu evaluieren? 

Und dann daraus wird es auch damit die Grundlage zu schaffen, wie wir weiter fördern und agieren. Und das wird dieses Thema der Evaluation sein und ist für uns ein ganz, ganz zentraler Bestandteil des Gesamtprojektes, eben nicht vorne nur fördern. Und dann war es nett, weil wir ein paar Rote Bänder durchgeschnitten haben, sonst geht hier wirklich um eine systematische Neu-Ausrichtung der Maßstäbe und der Art und Weise Förderung und auch der Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse von Förderung. 

Genau, jetzt haben Sie es angesprochen, ganz wichtiges Thema. Sie sprechen die die Nachhaltigkeit, die Technik, die jetzt eingeführt wird an verschiedenen Stellen. Vor allem die Hardware, aber auch vielleicht auch irgendwann die Software, die wird veralten. Wie kann ich jetzt sozusagen mit diesem Gesetz auch zu einer nachhaltigen, sehr langfristigen Lösung beitragen? 

Ja, ich glaube, das ist echt, also natürlich wir haben jetzt kein Dauerfinanzierungsprogramm und wir verändern auch nicht das KHG mit diesem Gesetz, sondern wir geben eine, glaube ich, sehr, sehr großzügig. Ich habe eine sehr umfangreiche Hilfe jetzt für Investitionen, in dem Bereich, aber uns allen muss klar sein, dass die eigentlich verantwortlichen Länder, und ich glaube, das wissen auch alle aber auch die Träger, die teilweise auch selber investieren. Dass da das Thema Digitalisierung und Schaffung von nachhaltigen Vernetzungsstrukturen, die die Prozesse besser machen und damit die Versorgung besser machen, dass das eine Daueraufgabe wird. Deshalb ist ja für mich dieses Thema das Malus-System, das Abschlag, das auf stationäre und teilstationäre Fälle schon auch ein zentraler Bestandteil nicht, weil wir Freude daran haben, irgendwie kliniken Geld wegzunehmen, sondern weil das ein klare, aus regulatorischer Sicht ein klare Signal ist, das ist nicht eine Einmalinvestition, was jetzt hier geschaffen wird, muss dauerhaft Bestand haben. 

Und das ist einer der ganz wesentlichen systematischen Punkte, dieses Förderprogramms eben nicht nur vorne Geld sozusagen reinzugeben, sondern über eine Evaluation und ein Malusprogramm hinten auf die dauerhafte Erhaltung der Strukturen im Kern zu incentivieren, das ist ein ganz, ganz wesentlicher systematischer Neuausrichtungen im Kern. 

Neuausrichtungen, die Finanzierung angesprochen, es gibt ja auch, gerade die Ideen oder Gerüchte, die rumgehen, dass es auch eine Reform der Krankenhausfinanzierung geben wird, ist das sozusagen dann der nächste große Schritt in die Krankenhäuser brauchen, also unabhängig von dieser Anschubfinanzierung konkret bezogen auf die IT, dass man auch sich dem Thema der Krankenhausfinanzierung nochmal separat widmen muss. Das kann ich mir einfach mal an und sagen, das muss meine Kolleginnen von Dr. Oppenkowski dringend oder der Minister selber beantworten, weil meine Abteilung nicht für Krankenhausfinanzierung zuständig ist. Aber um es zu sagen, allgemein zu beantworten, ich glaube, wir fühlen die Diskussion zum Thema Krankenhausfinanzierung alle miteinander schon sehr, sehr lange und ich glaube, dass sie, wie auch immer wir das neu gestalten oder das bestehende System verbessern, dass es da verschiedenste Ansätze gibt. 

Aber das ist natürlich ein Prozess, der am Ende von einen getragen werden muss, also auch von den Ländern, auch von den Kommunen, auch von Bund. Und ich glaube, dass das einfach ein Thema der nächsten Legislaturperiode dann sicherlich sein wird. Aber wenn wir schon viele verschiedene Legislaturperiode vor uns anschauen, geht die Diskussion schon sehr sehr lange. Ich bin heute jetzt einfach erstmal froh, dass wir zumindest beim Thema Digitalisierung und Förderung Digitalisierung einen großen Sprung hier machen, ob das jetzt für alle Bereiche mit allen Akteuren gelingt, das wage ich nicht zu prognostizieren. 

Ja, vielleicht zum Abschluss des Gesetzes, das ist jetzt so gut zwei Monate, das ist jetzt raus. Wie war das erste Feedback? 

Sie haben aber wahrscheinlich schon mit mehreren, sehr unterschiedlichen Player in Kontakt gehabt, war das eher positiv oder gab es auch Kritik? 

Was waren so die ersten Meinungen dazu? 

Diese häufig im Leben, wenn sie mit dem großen Stapel Geld auftauchen, sind die meisten, der ist immer relativ begeistert und finden das selten schlecht. Sind Sie merken, dass Sie davon nicht profitieren oder? 

Ja, nein, ja, aber wir sind sowieso nicht mehr gefreut, dass, glaube ich, wir sehr sehr viel positive Feedback und auch teilweise einfach noch gute Anregungen bekommen haben für das Thema der Förderkriterien. Weil noch mal unser Anspruch hier ist, darauf legen wir viel Wert, es ist nicht nur, dass wir Geld ausgeben können, sondern dass wir Geld sinnvoll ausgeben können. Ja, und das ist immer etwas, was uns hier sehr umtreibt, weil ich finde, wir geben, oder sagen wir, das ist immer eine große Herausforderung bei diesem Summen. Ich glaube, dass das Feedback, was wir bekommen und auf die Hinweise zur Förderrichtlinie im Kern immer ein durchweg positives Echo gemacht haben, ihr seid auf dem richtigen Weg und schafft noch mal hier nach und schafft noch mal danach. Und insofern rundherum erst mal ein sehr sehr positives Feedback und wir werden aber im Laufe des Prozesses sicherlich auch Dinge sehen, die vielleicht nicht so super funktionieren oder vielleicht auch, wo wir es falsch eingeschätzt haben. 

Das gehört zum Prozess. Für mich ist immer in solchen Prozessen das wichtigste, wir jeden Tag gibt es eine Chance, klüger zu werden. Und das sollten wir uns immer alle zu Herzen nehmen und das tut mir in der Gesetzgebung genauso wie den Förderrichtlinien. Wenn uns jemand nachweist, dass das noch besser geht und zwar für alle noch besser geht, nicht nur für sich im Einzelfall, wo gemerkt wir machen, der absagte Förderbedingung. Dann sind wir die letzten, die uns dagegen wären, solche Hinweise auch aufzunehmen. Ja, ich glaube auch insgesamt, also ich habe das als ein sehr sehr positives Signal wahrgenommen, um auch einfach zu sagen, das ist ein Bereich, den müssen wir jetzt einfach fördern, unabhängig von der ganz konkreten Höhe oder der ganz konkreten Idee. Aber einfach zu sagen, Digitalisierung in Krankenhäusern, da kommen wir nicht mehr dran vorbei, auch unabhängig von Corona. Das ist wahnsinnig wichtig dieses Thema und da müssen wir auch ein politisches Signal setzen und damit einer klaren Förderstruktur hineingehen. 

Und so mit den Aufschwung oder das Gefühl des Aufschwungs ein bisschen anzukurbeln. Und ich glaube, das ist auch ein bisschen mein Eindruck, dass es vielen Fällen auch schon sehr sehr gut gelungen ist. Ja und es ist, wenn ich das echt sagen, dass ich mich keinen Lobhudelblock machen, aber das ist halt, das hängt schon davon ab. Ich möchte jetzt nie mit die Illusion geben, aber es ist jetzt nicht so, dass alle in der gesamten Bundesregierung gewartet haben und gesagt haben, ob am Konjunkturpaket, da müssen wir aber unbedingt auch noch Krankenhäuser rein. Das ist halt auch eine Frage. Also sozusagen, wenn ich immer die Illusion haben sollte, so war es nicht, kann ich ja nicht sagen. Die mann, der dann in solchen Situationen und wobei ich mich keinen Lobhudelblock machen, aber ich glaube, was dem Gesamtsystem gut gelingt im Moment ist. Vom Minister, über alle Verbände und alle, die hier zusammenwirken, deutlich zu machen, welche Bedeutung dieses Bereich für die Bundesrepublik hat, in Pandemiezeiten, aber auch über Pandemiezeiten hinaus. 

Und dass das geglückt ist und dass sozusagen in diesem Konjunkturpaket, sowohl für die Krankenhäuser, wie für den öffentlichen Gesundheitsdienst, eine sehr hohe Einstellige Milliarden, so eine zur Verfügung gestellt wurde. Das hat es in der Bundesrepublik vorher nie gegeben, seit 60 Jahren und wir können immer hoffen, dass es das schnell wiedergibt, aber für mich so schnell kommt das auch nicht wieder. Und da haben viele, der Erfolg hat ja viele Väter und wir freuen uns einfach, dass es am Ende wirklich gelungen ist und jetzt zeigen wir halt allen, dass es dann nicht nur gelungen ist, das geht da reinzuschreiben, sondern dass wir das Geld jetzt auch noch alle miteinander sinnvoll investieren. Ja, wirklich gelungen ist auch der kurze Überblick. Wir haben jetzt eigentlich so die wichtigsten Themen durch, vielleicht als letzte Frage, habe ich noch irgendwas vergessen, sie zu fragen, was sie noch los werden mussten. 

Nein, eigentlich nicht. Sind wir so schnell durchgegangen, jetzt machen wir es jetzt mal aus so schnell, ich bin ja ganz ehrlich, die länger reden sollen wahrscheinlich, ja bereits. 

Wir können noch gerne noch ein paar Fragen anhängen. Ja, alles gut, alles gut. Nein, ich glaube, war wieder ein sehr rundes Gespräch. 

Wir können das ja auch gerne irgendwie mal ein paar Monaten dann noch mal wiederholen, wenn wir das Thema Förderkriterien draus und eine Anträge draus noch mal sehen, ich finde das wirklich ein sehr, sehr spannendes Thema. Also es ist ein, weil es einfach in der systematischen Neuausrichtung sehr spannend ist. 

Genau und viele Leute mit an Bord holt, also sowohl diejenige, die die konkreten Projekte voranbringen, als auch diejenigen, die das Ganze dann evaluieren. Da ist die Wissenschaft vielleicht auch wieder dann mit im Boot. Wir haben die IT-Abteilungen, die Software-Firmen im Gesundheitswesen, die da aktiv werden können, so vernetzt auch sicherlich noch mal alle Parteien untereinander und das ja glaube ich insgesamt eine sehr, sehr fruchtbare Grundlage für tolle Projekte, die da raus entstehen. Genau, so ist es. Soll es das Schlusswort sein. 

Shownotes