In dieser Folge sprechen Renato und Jens über die Termin- und Ressourcenplanung in Arztpraxen sowie deren Entwicklung im Kontext neuer IT-Möglichkeiten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Online-Terminbuchung. Dabei wird zwischen der direkten Terminvergabe an Patienten und der Koordination über zuweisende Fachärzte unterschieden. Für eine effiziente Planung stehen drei zentrale Fragen im Vordergrund: Wer ist der Patient, welche Art von Termin wird benötigt und zu welchem Zeitpunkt soll dieser stattfinden?
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Transkription
Gut, dann kommen wir zu unserem Hauptthema wieder mit Jens Naumann, der sich ja in dem Bereich ambulanten Bereich super auskennt aufgrund seine Hintergrund ist und heute ist das Thema die Online-Terminvergaben Jens. Wir haben uns ja vorgenommen, das Thema so aufzuziehen, dass wir erst mal so ein bisschen über die Vergangenheit, dann über die Gegenwartungen und im Schluss über die Zukunft reden. Deswegen am Anfang die Frage, mit was wir Problemen hatten, die Ärzte und die Patienten früher zu kämpfen, dass sie überhaupt auf das Thema Online-Terminvergabe gestoßen sind.
Ja, hallo Renato, schön wieder, bei euch zu sein. Das Thema kennen wir natürlich seit vielen Jahren. Praxen haben seit vielen Jahren komplexe Terminplanungssysteme je nach Fachrichtung natürlich unterschiedlich ausgeprägt. Da macht die Erfahrung, dass selbst bei hoch digitalisierten Praxen der Terminplaner aufmals noch eine komplexe Papierkladde ist, wo man Patienten nahmen, übereinander schreibt, weil man weiß, der kommt sowieso nüch, also komplexe Prozesse. Wir merken natürlich, dass insbesondere bei bestimmten Fachrichtungen, wie Fachärztlichen, Internisten, Orthopäden, Neurologen, Psychotherapeuten, insbesondere der Druck von Patienten, neue Termine zu bekommen, immer größer wird. Und die Praxen relativ viel Zeit brauchen, um telefonisch, teilweise per E-Mail, teilweise per SMS, die Termine zu koordinieren, und den Patienten relativ zeitnahe Termine anbieten zu können und unnötige Wartezeiten in der Praxis zu vermeiden. Es geht weit über eine einfache Terminvergabe hinaus, sondern es geht wirklich um Ressourcenmanagement. Die Zeit des Arztes, der benötigt Medizinischen Fachangestellten (MFA), der Geräte vielleicht sauber zu koordinieren. Und da ist Schritt für Schritt in den Praxen, haben sich komplexe Ressourcenmanagement, Zeitmanagement, Systeme etabliert. Die heute in aller Regel offline laufen, in der Praxis verfügbar sind, um darüber Telefon, über andere Wege, die verantwortliche MFA, die Daten mit den Patienten dort vereinbart.
Genau, also ich glaube jeder von uns, der beim Arzt war, aus den früheren Tagen kennt es ja auch noch, wenn da so handschriftliche Terminkalender geführt worden, mit viel durchgestrichen und viel Farbe und viel Textmarker. Das waren wirklich erschreckende Zeichen der Organisationsplanung, aber es wird ja etwas besser mit der heutigen Zeit und mit den Terminvergabelsystemen. Wie ist es denn aktuell?
Aktuell ist ja die Online-Terminvergabe noch nicht das Mittel der Wahl bei vielen Praxen, wie läuft es denn aktuell so normalerweise?
Ja, die Zahlen sind ein bisschen schwierig zu ermitteln. Es gibt aktuell eine Studie der Stiftung Gesundheit, die eine relativ repräsentative Umfrage gemacht haben. Da haben da die Aussage bekommen, dass 15% der niedergelassenen Ärzte derzeit eine Online-Terminbuchung anbieten. Wie immer man das jetzt berechnet hat. Unsere Wahrnehmung ist, dass es da zwei große Trends gibt. Der eine ist, dass diese Ärzte, die es schon tun, unterscheiden, ob sie eine Online-Terminbuchung tatsächlich für die Patienten und ihre zuweisenden Kollegen ermöglichen. Oder ob sie es unterscheiden. Wir merken durchaus, dass insbesondere große fachärztliche Internisten und Orthopäden, Neurologen, also Fachrichtungen, die von Zuweisern leben. Online basiert ihren zuweisenden Ärzten, Tools bereitstellen, damit ohne telefonischen Kontakt gebucht werden kann. Das ist ein Trend, es ist ein Service für den Zuweisern, es erspart, die oftmals dann auch sehr dringlich stattfindenden Telefonate, wenn Patienten beim Zuweisenden Arzt mit hoher Dringlichkeit einen Termin beim Facharzt benötigen Zögerlich, so ist unsere Wahrnehmung, sind die niedergelassenen Praxen heute noch bei der Bereitstellung von Online-Terminen für die Patienten an sich. Das unterscheidet sich von Regionen und Fachrichtungen sicherlich etwas. Aber wir merken, dass es da Zurückhaltung gibt und wir haben das auch mal versucht zu analysieren und haben da so drei Punkte daraus kristallisiert. Zum einen sagen die Ärzte, es sind ja drei Dinge, die geklärt werden müssen, welcher Patient kommt, welcher Art von Terminen benötigt er und wann genau ist dieser Termin? Und schon bei der Frage, welcher Patient stellt sich ja die Frage, es ist ein älterer, es ist ein jüngerer, stellt sich die Frage ganz wichtig. Für die Terminvergabe ist es ein Kassenpatient oder ein Privatpatient. Die nächste Frage, was brauche für einen Termin, ist es notwendig, bei diesem Termin eine Ressource einzuplanen, wie ein Ultraschallgerät oder ähnlich ist. Und dann nicht zuletzt die Frage, wollen wir wirklich sieben Coloscopieden hintereinander in unserer Praxis machen. Also all das muss man, wenn man Online-Terminplanung komplett anbieten wollen, um dem Frontend für den Patient und berücksichtigen. Und das machen die wenigsten, sondern was wir jetzt wahrnehmen, ist, dass bestimmte Arten von Terminen gut planbare Vorsorgen zum Beispiel beim Gynäkologen oder beim Urologen online angeboten werden. Das sind dann eben 15, 20 Termine pro Woche, die sind auf der Webseite des Arztes verfügbar oder können über die Webseite angefragt werden. Aber das ist ein Großteil der komplexeren Termine weiterhin telefonisch oder über e-mail oder andere Wege vergeben wird. Und wir merken auch durchaus, dass viele dazu sagen, mein Terminplanungsystem ist gut etabliert. Ich habe das mit dem Telefon gut im Griff und ich brauche da keine Online-Unterstützung. Also interessant auch in der Studie der Stiftung Gesundheit ist, wurden einige Online-Temen angesprochen und da ist das Thema Online-Terminbuchung, das mit der größten Skepsis in Bezug auf einer flächendeckende Verbreitung von den Ärzten bewertet wird. Das deckt sich auch mit unserer Wahrnehmung im Markt.
Hast du das Gefühl, dass es mehr an den Patienten liegt oder mehr an den Ärzten?
Wir diskutieren da auch viel darüber, weil wir natürlich Produkte haben, die wir gerne idealerweise allen unseren Kunden verkaufen möchten. Es hängt sehr stark von der Region in unserer Wahrnehmung ab unter Fachrichtung. Also wenn man zum Beispiel in Berlin heute eine hauseärztliche Praxis hat oder eine fachärztliche internistische Praxis, dann wird man wahrscheinlich zumindest in bestimmten Bezirken über einen Angebot einer Online-Terminplanung nicht mehr umkommen. Wenn man neue Patienten haben will, weil in Berlin eine hohe Arzticht ist. Wenn man bei uns ihren Bamberg zum Beispiel, ich glaube nicht, dass es ein Konstanz anders ist oder anderen kleineren Orten. Ein Termin bei einem Orthopäden möchte, dann ist das weniger eine Frage. Komm ich über den Telefon und da komme ich über die Website und dann komme ich relativ schnell auf die Frage. Gibt es überhaupt einen freien Termin? Also, ich habe mit einem Kunden von uns mal intensiv darüber diskutiert und da hat mir gesagt, wissen Sie, ob ich nun online meinen Patienten sage, dass ich keine freien Termine habe oder am Telefon. Das ist relativ egal. Also es ist eine Mischung aus allem. Ich glaube auch, dass die Wahl eines Arztes, wenn man irgendwo ist, nicht davon abhängt, ob er eine Online-Terminbuchung hat. Also ich mer so, wie man sich das in Start-Up-Greisen vielleicht vorstellen, meine App nehme, in meiner App zeigen, lasse welche Orthopäden rund um mich gerade da sind. Und dann bei jenen einen Terminbuke, der zufällig eine Online-Terminbuhrung anbietet. Das Suchen sind ganz andere Kriterien wichtig, nach denen nicht mehr meine Arzt aussuchen. Und es ist eine Mischung aus allem. Die Praxen, die es konsequent durchführen, haben wir auch welche. Das spüren wir, dass sie eine Entlastung in Bezug auf die Anrufe ihrer Mitbehandeln im Kollegen haben, dass das von den mitbehandelnden durchaus angenommen wird. Wenn man da sich darüber abgesprochen und committet hat, also die Mitbehandler müssen das auch lernen, dass das so geht. Und wir haben so Faszichte, wie z. B. Vorhin schon genannte Gynäkologie oder die Urologie, wo Standard-Vorsorge-Untersuchungen gut planbar sind. Ich weiß auch, dass das in der Zahnmedizin für Vorsorge-Untersuchungen sehr gut genutzt wird. Und dort wird sich das Schritt für Schritt aus unserer Sicht etablieren.
Und ist das ein Problem, dass ich quasi mit der Zeit sowieso in Luft auflöst, weil die Jüngeren eher mit der Technik umgehen wollen, als die älteren sowohl aufseiten der Ärzte, also aufseiten der Patienten. Oder ist hier die Altersverteilung unwesentlich?
Also das ist unsere Wahrnehmung bei allen Digitalisierungsthemen, dass die Altersverteilung relativ unwesentlich ist, auch bei unseren Kunden. Der Niedergelassene Arzt lässt sich ja so durch mit Ende 30, Anfang 40 Nieder, wenn er dann aus der Klinik kommt. Und übernimmt dann eine Praxis und kommt in die Kaufmanischen, organisatorischen, wirtschaftlichen Zwänge und Rahmenbedingungen in dieser Selbstständigkeit. Und da handelt er im Kern nicht anders, wenn er Ende 30 ist, als der Arzt, der mit Anfang Mitte 60 seine Praxis betreibt. Wenn ich mir anschaue, wer bei uns die Online-Terminthalung macht, dann sind das eher die großen Gestande nennen, seit Jahren in ihren Positionen etablieren Praxen mit behandeln, mit der Ende 50 Anfang 60. Das hat nichts mit Alter zu tun.
Okay, also eher die regionale Verteilung größere Städte, ja ländliche Gegend eher nahen.
Ja, und zum Beispiel, ich kenne Ärzte, die sagen, mir Mensch, ich habe eine bestimmte Gruppe von Patienten, denen möchte ich gerne Online-Termine anbieten. Also zum Beispiel für besondere Leistungen, die die Leistungen. Oder das für den schon angesprochenen Thema der Privatpatienten, die man bei der Terminplanung heute einfach anders behandelt, das ist einfach so. Aber wie soll ich das auf meiner Homepage darstellen, sagt ich mich dann der Arzt hier. Hier Patienten, Termin, vor allem möglich, aber nur für Privatpatienten, das macht ja auch niemanden. Und sofern ist das dann eher ein Dialog zwischen der MFA am Telefon und dem anrufen den Patienten, wo man die Dringlichkeit und möglicherweise auch das Versichungsverhältnis abfragt.
Spielt denn da das neue Gesetz zur Terminvergabe auch eine Rolle bei diesem Thema Online-Terminevergabe?
Ja, es gab ja vor einiger Zeit eine Gesetzgebung, die das dann auch öffentlich und meiner Wahl mir auch sehr polimisch diskutierte Thema. Den Deutschland zu lange Wartezeiten auf insbesondere Facharzttermine aufgegriffen hat und wo der Gesetzgeber dann die kassenärztlichen Vereinigungen aufgefordert hat, Terminservicestellen zu etablieren. Also für Patienten, den es nicht gelingt im normalen Prozess. Das Einruf ist bei der Praxis, oder wo immer, ein Termin zu bekommen, sich dann Hilfe suchen, an die KV zu wenden und die KV dann durch Ansprache der benötigten Facharzttermine zu bekommen. Es war allen, die in das Szene etwas tiefer sind, relativ klar, dass das so nicht funktioniert und das zeigen, die auch aktuell für öffentlichen Zahlen einiger Terminservicestellen sind bundesweit. Sehr sehr geringe Zahlen von Patienten, die sich darüber Termine geben lassen, weil so die Realität ist am Ende doch funktioniert in der Praxis, wenn ein Patient einen dringenden Termin benötigt. Und eine interessante Studie, schon daneben Effekt, eine indirekte Terminvereinbarung, also ich als Patient hole mir bei der KV den Termin für zu einer signifikant höheren No-Show-Quote, also einer Quote von Patienten, die einfach nicht kommen. Manige KV an der Statistiken veröffentlicht, das ging bis 30 Prozent der Patienten, die über diesen Struktur einen Termin bekommen, aber sich dann in der Praxis nicht haben sehen lassen. Und wir nehmen wahr, wenn ein Patient wirklich einen dringenden Termin braucht, klassische Situation, beim Hausarzt wird etwas festgestellt, dass eines Terminens beim Facharzt benötigt, dann kümmern sich die Hausärzte auch um zeitnahe Termine bei den Facharzt. Das ist gelebte Realität, da ist natürlich eine Online-Termin-Plattform des Facharztes durchaus hilfreich, schnell einen Termin zu bekommen, aber das gut verwendet.
Bevor wir zu den technischen Einzelheiten kommen, vielleicht noch die allgemeine Frage, was sind denn jetzt zu die Erwartungsstellung der Ärzte und der Patienten ein solches Terminsystem? Was wollen die von diesem Terminsystem?
Ja, das ist schön, das kann man sehr gut unterscheiden. Es gibt ja derzeit auch viele Studien, was sich Patienten vom Digitalisierungsthema erwarten. Und die Antwort bei der Online-Terminbuchung ist einfach, ich möchte sofort jederzeit unabhängig von Zeitort und verwendendem Telefon oder Öffnungseiten der Praxis bei Bedarf einen Termin bei der Praxis meiner Wahl vereinbaren können. Das ist der Wunsch des Patienten, der ist nachvollziehbar, aber der ist natürlich nicht Realitätsnah. In Deutschland, eine Versorgungsstruktur, eine Bedarfsplanung, es gibt eben nicht so viele Orthopäden oder Gynäkologen, dass ich, wenn es mir heute einfällt, ich morgen dort oder übermorgen meinen Wunsch-Termin bekomme, das lässt unser System nicht zu. Und wenn es den Antwort etwas runterfahre, heißt es, also ich möchte schnell online über eine App über, dass die Webseite der Praxis mehr meinen Termin aussuchen können. Insanterweise, in aller Regel bei dem Arzt, bei dem ich schon bin, das ist den Patienten wichtig, dass ich mir einen neuen freien Arzt suche und dort einen Online-Terminbuchung mache, findet sich ja auch statt. Aber die meisten wünschen es bei dem Arzt, den sie bereits kennen, und der der Arzt ihres Vertrauen ist. Wenn man mit den Ärzten spricht, dann sind das dies schon vorhin genannten Punkte zum einen gerade Fachärzte sagen, ich möchte meinen Überweisern und Service bieten, dass sie für wirklich dringliche Fälle schneller einen Termin für ihre Patienten bekommen. Da in entsprechende Portale auch bereitstellen, auch die Kosten dafür übernehmen. Und die anderen, die das für die Patienten einführen, sagen, ich möchte einfach, dass Telefonen aufkommen, für die Standardterminvereinbarung in meiner Praxis senken. Und den Patienten, den so etwas wichtig ist, auch einen entsprechenden Service anbieten. Also da geht es eben auch wieder um die Gruppe der Patienten, die gut versicherte, ersatzkassend versicherte Patienten sind, bei denen die Möglichkeit besteht, Zusatzleistung und zu verkaufen. Oder das Thema der Privatpatienten, das sich eben einen Service anbieten und mein Patient sich von mir auch als Kunde gut betreut fühlt. Das sind so die Hauptargumente, die wir spüren. Und das kommt je nach Fachrichtung, je nach Regionen, wie ich würde, bereits sagte auch, durchaus gut an bei den Patienten. Und dann machen wir jetzt mal ein Schwenk ins etwas technische, wie sieht denn dann die technische Umsetzung aus? Wir hatten ja vorhin schon glaube ich zwischen verschiedenen Versionen und unterschieden, die es in dieser Online-Terminvergabe gibt. Wie sieht das Ganze dann konkret aus in der technischen Umsetzung? Ja, wir haben wir uns hinter andern, das ist eine Terminologie oder eine Klassifizierung, das die Weltweit gültig ist, aber wir haben sie wir uns mal aufgesetzt. Wir unterscheiden zwischen der Online-Termin Buchung und der Online-Termin-Planung einfach um für uns die unterschiedlichen Ansätze klarzumachen. Die Online-Termin-Planung kann man sich rein technisch so vorstellen, dass es ein vollständiges Termin- und Ressourcenplanungssystem für eine Praxis ist, die web basiert läuft. Gibt es Anbieter im Markt? So, wie für die Firma samedi, die so etwas ja komplex und gut ausgereift anbietet. Der Arzt schaltet den in seiner Praxis-Soft für integrierten Termin- und Ressourcenplaner ab, und wird über eine Schnittstelle sich mit diesen samedi jetzt beim Beispiel zu bleiben, system verbinden. Und hat damit einen web basierten Terminplaner für sich selbst eine ganz normale Termin- und Ressourcenplanung in der Praxis vorzunehmen, und dieser Terminplaner kann durch Konfigurationen nach außen online freigeschaltet werden, also er kann bestimmte Sichten für die mitbehandeln in Kollegen freigeben und er kann bestimmte Sichten für die Patienten freigeben, die auf seiner Homepage oder auf einem unterseite seiner Homepage dann dargestellt werden. Zur Folge der Arzt schaltet seinen internem Terminplaner an seiner Praxis-Soft für ab, hat ein anderes System und muss über entsprechende Schnittstellen, die im System was anbietet, dann die Verbindung zwischen Praxis-Software- und Terminplanungsmanagement-System herstellen. Das gibt es im Markt, das ist durchaus verbreitet, und der Patient hat dann je nach Zugriff oder je nach Konfiguration, sieht da eben mehr oder weniger Termine, die ihm die Praxis freigegeben.
Das andere Thema, die Online-Termin-Buchung, da gibt es wiederum auch zwei Konzepte, die Grundidee ist immer, ich gehe auf die Homepage meines Arztes oder vielleicht in eine App, aber die meisten sind da Homepages oder ich gehe auf Homepages auf denen Arzt-Termine cumuliert angeboten werden. Und ich sehe die freien Termine, die diese Praxis für eine Online-Buchung bereitgestellt hat, läuft praktisch so, dass man mit einem gewissen Vorlauf in der Praxis in seinen Terminplaner schaut und sagt den Montag vormittag, den Freitag-Nachmittag, den Donnerstag, den geben wir frei für ein halbstündige Vorsorge-Termine und stellt das im System online frei. Und dann kann der Patient das entsprechend buchen und kriegt eine E-Mail in die Praxis gesendet oder wenn es schon Schnittstellen zwischen den lokal laufenden Terminplanungssystemen, der in der Praxis-Software und diesem anderen System gibt, dann wird diese zur Verfügung Stellung der Daten und die Buchen der Daten automatisch repliziert. Unsere Wahrnehmung ist, dass die meisten Systeme da ohne Schnittstellen laufen und dass es eine händische Pflege ist und die verantwortliche MFA in der Regel dann beide Kalender überwacht. Mit all dem dazugehörigen Problemen, dass Totentermin vergeben wird, während gleichzeitig da einen Termin vergeben wird und das permanent aufräumen muss sozusagen. Die erste Gespräche über Schnittstellen, aber diese Schnittstellen sind nicht trivial, weil ich aus Praxis-Software auf Web-Service ist permanent freie Termine replizieren muss und sicherheitsansprüche. Da ist die Frage der Technologie, die man da im Hintergrund verwendet, da gibt es keine Standards und da kommt jeder Web-Termin-Kalender-Anbieter mit eigener Schnittstellenvorstellungen, dann entwickelt sich gerade eine Form von Standard. Und die andere Variante dieser Online-Termin-Buchung ist, dass ich quasi gar keine freien Termine sehe als Patient auf der Homepage meines Arzes. Sondern ich sage, ich stelle eine Anfrage. Ich hätte gerne eine Vorsorge untersuchen, in den nächsten vier Wochen bevorzugt am Nachmittag. Und dann wird mit diesen Suchkriterien eine Anfrage in die Praxis-Software geschickt, der Terminplaner der Lokallaufende wird durchsucht. Es werden drei, vier Termine vorgeschlagen, die werden temporär blockiert und der Terminplaner. Und werden dann auf der Homepage dargestellt, der Patient wählt dann einen Punkt aus und dann wird dieser Termin für ihn gebucht und die anderen werden dann in der Praxis wieder freigegeben. Auch das sind Konzepte, die derzeit beginnen, sich zu verbreiten und diese drei Ansätze stehen im Wettbewerb zueinander. Für jedes gibt es vor und Nachteile. Und wir glauben auch, dass sich dann nicht eines komplett durchsetzen wird. Und dass es je nach Ansatzfachrichtungen, Idee, die Parallelität dieser Ansätze geben wird. Alle mit unterschiedlichen Integrationsanschforderungen an eine Praxis-Software.
Auch innerhalb einer Praxis, dass mehr von diesen Systemen eingesetzt werden. Also sowohl Planung als auch Buchung, als auch Anfrage, oder würde sich wahrscheinlich eine Praxis dann für eines dieser Systemen entscheiden.
Ja, das ist spannend. Also wir kennen so große Einrichtungen wie M4Zs oder so die mehrere Fachrichtungen haben. Da kennen wir schon, dass die eine Fachrichtung sagt, unsreicht eigentlich nur Standard Homepage, wo man paar freigegebene Termine drauf schreiben kann. Während die andere Fachrichtung sagen, wir möchten wirklich einen Zugriff unserer Mitbehandler auf unseren Kalender. Da ist das dann eben heterogen, dass eine Praxis, ein Diabetologe oder ein Kardiologe, zwei oder drei unterschiedliche Wege führen wird. Das glaube ich persönlich nicht. Aber man muss bei den Digitalisierungsthemen auch immer vorsichtigkein da kommt es. Erstens immer anders und zweitens als man denkt. Oh, da kann ich auch noch so einen Plattenspruch. Vorher sagen, sind sehr schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Ja, das passt ja auch. Das ist mein Lieblingszitral von Heisenberg, genau.
Aber wir gerade bei Plattenspruchen sind, also sehr schön ist ja auch dieser Spruch bei diesem ganzen Digitalisierungsthemen. Alle haben gewusst, es ist nicht geten und dann kam einer, der hat nicht gewusst, es ist nicht geten, hat es einfach gemacht. Das ist schon so, dass wir teilweise Ansätze sehen, wo wir uns als mit unseren 20 Jahren Erfahrung in der Branche anmüchtern an den Kopf schlagen und sagen so einen Quatsch. Aber nach einer Weile, man ihn doch erkennt, dass dadurch Ausgluge, wie sagt man, heutzutage Disruptive-Ideen dahinter stehen. Ob das bei Online-Terminitarungen so ist, weiß ich nicht. Das muss dann wahrscheinlich einfach ein paar mutige, unwissende Geben, die es dann trotzdem tun. Aber das beschreibt sehr gut, ist die Lämme an dem gerade diese Digitalisierungsthemen, da ist die Online-Terminbogen ein gutes Beispiel stehen. Ich habe es ja gerade schon versucht zu erklären, das ist nicht trivial, was da technisch erfordert wird. Und am Ende sind ja alle Anbieter, auch wenn sie erst mal vielleicht mit Investorengläsern unterwegs sind, darauf erpicht, dass die Summe ihre Einnahmen größer als die Summe herausgaben ist. Dass er das Ziel eines jeden Unternehmens auch des Unseren, auch das der Praxis logischerweise. Und jetzt kommt genau die Frage, was ist eine Praxis bereit für so einen Online-Terminbogen-System, mal egal welche von den drei Beschriebenen zu bezahlen, monatlich, einmalig, wie auch immer. So und da sind oftmals, und das ist auch eine Besonderheit in der ambulanten Welt, die Aufwendungen, die man hat, um ein solches System zu entwickeln und zu pflegen, nicht in dem richtigen Verhältnis zu dem, was der niedergelassen Arzt ist, bereit ist dafür zu vergüten. Und da bau ich im hohes Kalierung, war also viele Tausende Anwender, bis sich das dann rechnet. Und der Weg bis dahin bis zum Break even ist eben für viele Anbieter, durch Erwebblösungen, auch für uns, wenn sie was selber entwickeln hat, Praxis auf ein Anbieter. Einfach um schwieriger, weil die Preis-Sensibilität des niedergelassen Arztes bei solchen Themen exorbitant hoch ist.
Ja, wenn ich auf die Zeit koge sehe, ist es schon extrem vorangeschritten, aber eine Frage wollte ich noch stellen und zwar die Frage über die Zukunftsperspektive, wo läuft es hin, wenn wir uns in 15 Jahren oder 20 Jahren zu dem Thema unterhalten, wie werden wir uns darüber unterhalten? Was werden deiner Meinung nach die Ergebnisse sein?
Da kann ich jetzt mit deinem Heisenberg zitieren, der gesagt hat, vorher sagen für die Zukunft sind es sehr schwierig. Aber wir haben natürlich einen Bild davon, wir haben auch etwas daran, wir glauben, wir glauben, dass das Thema Online, Termin, Buchung zwischen Ärzten, also der Kooperationsgrad in der Behandlung erhöht sich. Wir nehmen wahr, dass gerade der Hausarzt und der Facharzt wirklich kranken Patienten eng zusammenarbeiten und dass sich in diesem Bereich auch diese Digitalisierung von Termin vereinbar und so schlichtweg etablieren wird. Ich glaube, dass dieser Bereich mehr und mehr elektronisiert digitalisiert wird.
Und bei den Patienten glauben wir, dass die Standard-Untersuchungen, also ich habe es schon mehrfach genannt, es gibt im Standard-Vorsorge-Untersuchungen bei der Gynneologie, bei der Urologie, mein großer Gesundheitscheck bei meinem Hausarzt, also die Themen, die immer wiederkommen oder folge Termine, von denen die Praxis weist, dass sich die Vereinbarung oder die Praxis mir vorher gesagt hat, dass sich die Vereinbarung soll. Dass sich das Zunehmend digital erbreiten wird, wir glauben auch daran, dass das Zunehmend in Apps wandern wird. Wir haben selber die Sicht, dass es unser Glaube, dass es eine App geben wird, die den Arzt und den Patienten miteinander verbindet. Diesen einen Arzt und diesen einen Patienten und in dieser App wird Kommunikation stattfinden, über Termine, über Verordnungen, über Vitaldaten, darüber werden von Dritt App an Britann-Daten in die Praxis geschoben werden. Es wird typisch sein, dass ich meine App nehme, in der mein Hausarzt eingesperrt ist oder mein Zahnarzt, ich reingehe und sage jetzt ganz freien Terminen, da Anfrage machen. Das wird sich etablieren. Entscheint ist auch die Frage, wie werden die Finanzierungsmodelle dazu aussehen, werden solche Apps werbefinanziert sein. Wird der Arzt dafür 10, 15, 20, 30 Euro im Monat zahlen, damit seine Patienten eine solche App verwenden können? Das sind die großen Fragen, die hinter 90% der Aktuellen Digitalisierungsansätze und Gesundheitswesen stehen, wer soll es bezahlen? Und es werden nicht die Kassen sein, die das alles bezahlen. Das glaube ich nicht, kann ich deren gesetzliche Auftrag.
Aber das spielt ja dann noch eine ganz viele andere Bereiche mit rein, das geht ja dann schon fast in den Bereich Telemedizin. Also das geht ja dann schon weg von der Online-Terminbuchung und erweitert ja das Spektrum von der Kommunikation zwischen Arzt und Patientinormen.
Ja und wir glauben, dass die Frage, welchen Arzt ich wähle, um mich mit einem bestimmten Krankheitsbild behandeln zu lassen? Nicht von der Frage abhängt, ob der mir eine Online-Termin-Buhung anbietet oder nicht. So eine Sankt von der Frage, welchen Rufe der Arzt, wie ist das Spektrum vertraue ich diesem Arzt, was sagen andere zu dem? Und nicht hat eine tolle Homepage mit einer Online-Termin-Buhung. Also, ich persönlich glaube nicht dran.
Genau, man muss hier nur auf sich selbst gucken, wenn man sich selbst dabei beobachtet, wie man seine Ärztes sucht. Also, ich würde es auch noch nicht so sehr auf die Online-Terminbuchung geguckt. Aber vielleicht ist das ja mal das Zünglein an der Waage, wenn es zwei Gute gibt und der eine bietet es einen der anderen nicht. Dann könnte es vielleicht der Fall sein. Wenn du in die gute Situation kommst, Renato, bei diesem beiden guten Arzten wählen zu dürfen, wo du einen Termin kriegst, dann wird das vielleicht dein Quateriorum sein. Weil du musst du froh sein, wenn du von einem, bei einem, von beiden einen Termin bekommst. Das stimmt ja.
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Online Terminbuchung, Arzt, PKV, GKV, Praxis, Ressourcenplanung
