In dieser Folge sprechen Christian und Bernhard über die medizinischen Ordnungssysteme ICD und OPS, die im Gesundheitswesen zu den am häufigsten eingesetzten Klassifikationen zählen. Dabei erläutern die beiden die Unterschiede zwischen Klassifikationen und Nomenklaturen sowie den grundsätzlichen Aufbau und die Einsatzgebiete von ICD und OPS. Außerdem geht es darum, welche Rolle diese Systeme im Klinikalltag, bei der Dokumentation und Abrechnung spielen und wie entsprechende Informationen auch Patienten bei der Orientierung im Gesundheitswesen unterstützen können.
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Transkription
Zum Thema ICD-OPS, bevor wir da starten, würde ich dich bitten, dass du deine kleine Einordnung machst. Was sind Klassifikationen und SNOMED CT hatten? Weil ja auch schon, das ist mein Nomenklatur, das tut man so ein bisschen erklärst. Was gibt für unterschiedliche Ordnungssysteme?
Ja, gerne. Also SNOMED CT hatten wir hier schon mehrfach im Podcast in den News-Mal erwähnt, auch eine eigene Podcast-Folge nur zum SNOMED CT. Und wenn wir heute uns um ICD und OPS kümmern, dann macht es natürlich Sinn zum Nest mal zu schauen, wo ist denn der prinzipielle Unterschied zwischen einer Nomenklatur und einer Klassifikation? Also SNOMED CT, du hast es gerade gesagt, ist eine Nomenklatur, dabei geht es um eine systematische Zusammenstellung von Bezeichnung. Mit einer bestimmten Dokumentationsaufgabe da hintersteckt eine Systematik, eine Begriffsordnung. Bei einer Nomenklatur geht es vor allem darum, dass ich möglichst genau und detaher beschreibe, was ich mit diesen standardisierten Begriffen ausdrücken möchte. Deswegen ist SNOMED CT auch so mächtig und so komplex und kann eben vielfältige Forschungs- und Routineaufgaben eingesetzt werden. Bei einer Klassifikation hingegen, da geht es um eine Begriffsordnung, die aber auf dem Prinzip der Klassenbildung beruht. Das heißt, ich fasse, verschiedene Begriffe in einer Klasse zusammen und gebe dieser Klasse dann einen Schlüssel und einen Klassennamen. Da randet sehr deutlich, dass die Anzahl der Begriffe im SNOMED natürlich wesentlich umfangreicher sind oder einer Nomenklatur in so einem Fall. Als bei einer Klassifikation, da ich ja viele konkrete Krankheiten eine gemeinsame Gruppe packe und diese Gruppe dann mit einem entsprechenden Klassenschlüssel versehe. Unterschied ist auch noch, dass du bei einer Klassifikation nur eine Art von Beziehung hast, während du bei einer Nomenklatur sagen kannst, das ist ein Unterbegriff oder das ist eine Folge eines anderen Begriffs, etc. Also das heißt, du hast viel mehr Möglichkeiten, das Wissen zu repräsentieren, bei einer Nomenklatur als bei einer Klassifikation. Genau, bei einer Klassifikation, bin ich in die hierarchische Struktur, kann ich dann nutzen. Also kann sagen, ein Begriff gehört zu einer Oberklasse oder hat weitere Unterklassen, aber diese weiteren Beziehungen gehört zu, steht in einer Verbindung mit, wie wir das aus und den unseren Datenbankvorlesungen kennen, die sind natürlich mit einer Klassifikation so ohne weiteres nicht möglich. Klassifikationen haben häufig einen ganz bestimmten Einsatzzweck, da geht es ganz häufig darum, Statistiken zu erstellen oder wie in Deutschland natürlich an verschiedensten Stellen eingesetzt zur Abrechnung, Thema Qualitätsmanagement, daher spielen die natürlich insgesamt eine große Rolle und werden heute hier zurecht thematisiert.
Gut, dann kommen wir also jetzt zu den beiden Hauptthemen ICD. Ich werde direkt schon sagen, dass man ICD ein gutes Stück ausführlicher waren, während als den OPS, weil viele Sachen, die ich jetzt für den ICD erklären werde, auch fast gleich für den OPS sind. Zuerst also ICD, was ist das? Das ist ausgeschrieben die internationale, statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme in kurz, das ist eine Klassifikation für ärztliche Diagnosen. Wie ist der ICD aufgebaut? Es gibt 22 Krankheitskapitel, das ist die oberste Gliederungs-Ebene, der drunter gibt es dann die Gruppen, davon gibt es 261 und dann gibt es noch drei und vierstellige Krankheitsklassen. Jetzt haben wir ein E-Head-Podcast, das heißt, wenn jemand Software anbietet, die den ICD als Datenbasis hat, kann man eine Möglichkeit dem Kunden oder dem Benutzer bieten, dass er sich einfach durchhangelt, also erst sich das Kapitel aussucht, dann werden ihm zu dem Kapitel die Gruppen gezeigt, dann wird er sich die Gruppe aus und hanget sich so dann runter, bis er die Diagnose hat, was natürlich viele Erzte auch nutzen wollen, ist, dass man einfach über den ganzen Katalog Freizext sucht.
Lieber Bernhard, wer gibt das denn heraus? Ja, wie du schon gesagt hast, Christian, die ICD und sagt auch, übrigens die ICD, weil es ja eine eine Klassifikation ist, die ICD wird international von der WHO herausgegeben und auch von der WHO gepflegt und weiter entwickelt. Es gibt aber, da werden wir ja gleich auch noch drauf kommen, die German Modification, also eine deutsche Version, die angepasst ist an die speziellen Regeln, die wir hier zur Abrechnung in Deutschland nutzen. In Deutschland wird das vom DIMDI herausgegeben, hatten wir gerade schon in den News, das DIMDI ist das deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Informationen und kümmert sich solche Themen, Pflege von Klassifikationen und ab jetzt eben, ab oder ab dem ersten vierten stehen diese auch kostenlos zur Verfügung. Genau, aber vielen Dank für den Hinweis, ich will das auch immer wieder mir aneignen, aber irgendwie schaffe ich das nicht, ich sage immer weiter, der ICD, wie du hast natürlich recht ist, die ICD, aber ich weiß nicht, ob ich nicht so in meinen alten Schädel immer noch mit rein bekommen.
Wofür wird der genutzt? Also du hast ja gerade schon gesagt, es gibt eine deutsche Version, kommen wir gleich auch noch mal dazu, die heißt ICD 10 German Modification, die wird genutzt für die DRG, also für die Abrechnung von stationären Patienten, Patienten im Krankenhaus, die wird genutzt für den EBM, also die Abrechnung von gesetzlich versicherten, wenn sie zum niedergelassenen Arzt gehen, die ICD, die wird auch genutzt für den Morbi-RSA, der Morbiditäts-Risikostrukturausgleich, der besagt, dass wenn eine Krankenkasse, zum Beispiel die AOK, viele multimobite alte Patienten zum Beispiel hat, das ungerecht ist gegenüber, zum Beispiel bei sich einer Technikerkrankenkasse, die vielleicht jüngere gesündere Patienten hat, dann muss die Technikerkrankenkasse Geld an die AOK überweisen, weil sie einfach gesündere Patienten hat und um zu vergleichen, welche Krankenkasse, wie viele, wie sehr erkrankte Patienten hat, wird auch die ICD genutzt. Dann ist es so, dass die ICD genutzt wird für Arbeitsunfähigkeitsbescheinung, das steht dort drauf, wichtig, dass man dann den richtigen Zettel an den Arbeitgeber gibt und den anderen an die Krankenkasse, sonst weiß der Arbeitgeber, was man hat, auf einem dieser Zettel steht nämlich die ICD, ziffer drauf, auf dem anderen nicht und eine Sache ganz wichtig, die versuche ich allen Studenten und allen Leuten, den ich was erzähle über, ICD und OPS immer wieder einzubeleuen, frag ich dich einfach mal, wovon nach entscheidest du, in welches Krankenhaus du gehst oder sagen wir mal deine Großmutter, deine Oma kommt und sagt, sie muss uns Krankenhaus, Oberschenkel, Halsbruch, wie würdest du vorgehen, um ihren Krankenhaus zu empfehlen? Eine Variante wäre natürlich sich mal anzuschauen oder wenn Thema OPS besser gesagt, wie häufig wird in etwas in einen bestimmten Krankenhaus behandelt und da kann man sich beispielsweise die weiße Liste anschauen und da einfach mal nachgucken, wie häufig, welcher OPS-Kurt zum Beispiel neues Hüftgelenk, neues Kniegelenk oder irgendwelche solche Sachen in diesem Krankenhaus behandelt werden und dann könnte man versuchen zu schließen, dass etwas, was da sehr, sehr häufig behandelt wird, hoffentlich von Ärzten durchgeführt wird, die das gut beherrschen. Das war nicht abgesprochen, aber das ist genau richtig beantwortet, ganz viele Leute, die ich kenne, die sagen, sie gehen in das Krankenhaus, weiß, einen guten Ruf hat. Ja, ist die Frage, also das ist hier überhaupt nicht quantifiziert, aber was ist ein guter Ruf? Ein Patient sagt, ist ein guter Ruf oder es hat ihm da gefallen, weil das Essen gut war oder nette Pflegekraft dort war, wenn man das Ganze aber irgendwie systematisch angeht, dann guckt man sich die Qualitätsberichte an der Krankenhäuser, die Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, regelmäßig zu veröffentlichen, welche Diagnosen sie wie häufig gestellt haben und welche Maßnahmen sie wie häufig gemacht haben. Und das kann man sich anschauen, wenn also vier, fünf Krankenhäuser in der näheren Umgebung zur Auswahl stehen, dann sollte man vielleicht schauen, wie häufig die Operation, die Beeindruckung gemacht werden soll, in den Krankenhäuser durchgeführt wird und das auf jeden Fall in seine Entscheidung mit einbeziehen. Das war jetzt was sehr praxisnahes und ganz, ganz großer wichtiger Tipp meiner Meinung nach für für den Entscheid, wo man sich ins Krankenhaus legen will. Jetzt mal ein paar Beispiele gehört, wo die ICD-10 in der German Modification genutzt wird in Deutschland und es gibt noch eine weiteren ICD, nämlich die ICD-WHO, also die internationale Version, die wird in Deutschland auch genutzt und zwar für die Todesursachen Statistik. Da wird nicht die deutsche Version genommen, sondern die internationale, um dort auch international vergleichbar zu bleiben. Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann ist hat man damals angefangen, die Todesursachen zu klassifizieren, zu verschlüsseln und daraus ist letzten Endes dann irgendwann die ICD hervorgegangen. Vielleicht noch ganz kurz zu German Modification. Warum gibt’s das, weil wir im Gegensatz zur internationalen Version, manche Krankheiten einfach nicht mehr so häufig haben in Deutschland oder in Mitteleuropa. Also die Lungenpest kommen nicht so häufig vor, dass wir hier dann einfach eine Ziffer dafür haben, die AR20.2 in anderen Ländern ist es vielleicht anders, die müssen das noch genauer differenzieren. Also in manchen Bereichen sind wir ungenauer als die internationale Version und in anderen Bereichen, wederum sind wir genauer einfach aufgrund des Abrechnungssystems. Stichwort Fallkostenpauschale DRG unterbrochen einfach manche Diagnosen spezifischer um dann die Fallkostenpauschale besser berechnen zu können und da war als Ursprung, genau wie die DRG, haben wir in Deutschland dann auch für die erste Version die australische ICD als Vorlage genommen. Also viel zum Thema German Modification jetzt vielleicht mal ein Beispiel, wie so eine ICD aussucht, die beginnt immer mit einem Buchstaben, dann kommen zwei Ziffern, dann kommt ein Punkt und dann kommen eins, zwei Ziffern. Genau, also ein Beispiel werde ICD 10.10, das ist eine maliegne essenzielle Hypertonie und jetzt die 1.0 am Ende bedeutet ohne Angabe einer Hypertensiven Krise. Also wenn ihr eine Klassifikation oder so eine Kombination seht, ein Buchstabe, zwei Ziffern und Punkt, dann kann man relativ sicher sein im medizinischen Kontext, das ist sich um ICD handelt. Was auch noch beim ICD machbar ist, das ist die Kreuz Stern-Systematik und zwar kann man zwei Diagnosen zueinander in Bezug sitzen, man kann eine Primärdiagnose festlegen und dann Sekundärschlüssel. Sekundärschlüssel wird mit einem Stern gekennzeichnet und die Primärdiagnose mit einem Plus oder einem Kreuz. Warum ist das sinnvoll? Auch wieder ein Beispiel, wenn man Diabetes mellitus-Typ eins hat mit Augenkomplikation, könnte man das verschlüsseln als ICD 10.30, dann ein Plus dahinter, das ist der Primärschlüssel und dann könnte man eine zweite Diagnose noch mit dem Sternchen verschlüsseln, eine Retinopathie bei Diabetikern, also eine Augenerkrankung, die ursächlich in dem Diabetes ist. Also was kann man machen mit Kreuz Stern, man kann Diagnosen zueinander in Bezug setzen. Was noch, Inklusivum-Exklusivum, weil es der ICD nicht so hundertprozentig intuitiv disjunkt ist, also wenn man nicht sofort weiß, wo man was findet, ist bei vielen Kapiteln direkt am Anfang ein Inklusivum und ein Exklusivum. Man sieht also, du bist gerade in dem und dem Bereich, falls du das und das Mainz bist du hier falsch springen bitte in folgendes Kapitel oder man sieht, das war das Exklusivum oder man sieht ein Inklusivum, das und das Di Krankheit ist auch hier zu finden, so eine Art eingebauter FAQ, also irgendwelche Fehler, wo Ärzte gesagt haben oder was falsch verschlüsselt haben, wird dann quasi auch so eine Art Wissensbasis mitgepflegt, dass man da dann link beispielsweise setzt auf ein anderes Kapitel, wo ähnliche Krankheiten sind. Hier neben den Sachen wie Kreuz Sternklassifikation und Inklusivum-Exklusivum gibt es auch noch ein paar Spezialbereiche, die nur in der Ambulance gelten, also das ist ja gerade schon erwähnt, Christian, den EBM und wenn ich damit Diagnosen verschlüssel, dann gibt es noch ein paar Spezifilke, zumindest in Deutschland, die ich dann mitangeben muss, dass eines die Diagnose Sicherheit, da gibt es die vier Ausprägungen, A) wie ausschluss einer solchen Erkrankung, G) wie gesicherte Diagnose, V) wie Verdacht auf und Z) ein symptomloser Endzustand nach überstehen einer Erkrankung, das ist einmal das Kapitel Sicherheit und es gibt den Bereich Localisation mit den Ausprägungen rechts, links beidseits.
Schnell mal fast fertig, eine Sache möchte ich noch anmerken, es gibt natürlich beim Katalog immer diese Ziffern oder die Codes und es gibt dazu dann offiziellen ICD-Text. Häufig ist es aber so, dass auch Krankheiten unter einem anderen Namen kennt und die vielleicht trotzdem finden möchte. Ein Beispiel, was ich da immer mache, was ich bei den Studenten auch mal ganz gut einbrennt, ist die Stinknase. Stinknase ist wohl etwas, wenn man einen Nasensprayabusus hat, also zu Häufig, sich irgendwelche, weiß ich nicht, nasivinen oder sowas nutzt, also jetzt nicht die klassischen Mehrseitslösung, sondern was die Schleimhäute abschwellen lässt, dann kann es wohl passieren, dass die Schleimhäute nicht mehr gut durchblutet werden, absterben und dann diese Schleimhäute stinken und im Volksmund nennt man das Stinknase. Der Begriff, unter dem es im ICD zu finden ist, ist aber die chronische Rhinitis. Wenn das jetzt etwas ist, was nicht so häufig vorkommt und ein Arzt und niederglassene Arzt damit konfrontiert ist, und der soll das verschlüsseln, dann kann er sich entweder durchhangeln, also von den obersten Gliederungsebene bis runter dann zu chronischen Rhinitis. Wenn er das jetzt aber nur als Stinknase kennt und der Stinknase eingeben würde und nur der normale Katalog hinterlegt wäre, dann würde das natürlich nicht finden. Deswegen gibt es noch den Diagnosen Thesaurus. Thesaurus kennt ihr vielleicht bei Word, wenn ihr zu häufig ein Word benutzt und ihr euch nicht wiederholen wollt, kann man ja mit rechts draufklicken, kann desauros auswählen und dann werden inhaltlich ähnliche Begriffe dort angezeigt. Und so was ähnliches gibt es eben auch beim ICD, bietet auch dem, die an und dort stehen viel viel mehr Begriffe drin und jeder Begriff verweist auf eine konkrete Diagnose, wenn man also die diesen Diagnosen Thesaurus auch in seiner Software mit umgesetzt hat. Kann der Arzt auch nach Stinknase suchen und würde dann trotzdem die chronische Rhinitis finden.
Dann vielleicht ein paar Beispiele, ein paar ICDs, die weiß nicht unterhaltsam und einfach Beispiele sind. Es gibt zum Beispiel die E66.2. Das ist Fettleibigkeit, die Positas gerade drei bei Patienten über 18 Jahre und von einem BMI Body Mass Index von 40 oder mehr, das ist schon eine ordentliche Hausnummer. F15, das ist eine Psychische und Verhaltensstörung durch andere Stimulanzieren, einschließlich Koffe in, das ist etwas, was ich bei mir selbst auch pflege. Und eine F10, das ist eine Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, gerade diese Diagnosen, die mit F beginnen, das sind was für welche. Ja, das sind im weitesten Sinne Funktionsstörungen. Also ich glaube, die offizielle Überschrift im Kapitel lautet psychische und Verhaltensstörung in der ICD. Da geht es also um Abhängigkeiten, Verhaltensstörung, Abhängigkeiten von sämtlichen Dingen, Alkohol, Medikamenten, Drogenabhängigkeiten, Verhaltensstörung in sämtlichen Ausprägungen wird Psychologie und in einer Psychiatrie genutzt, um Krankheiten zu verschlüsseln und zu klassifizieren. Eine ganz lustige ist, die, glaube ich, häufig bei uns Professoren vorkommt, es gibt ein ICD-Code für und wie unnötigne Redeschwahl. Wortschwahl oder nicht näher bezeichnet? Nein, ich glaube es kriege mich auf Kette. Egal, also quasi unsere Podcast-ICD.
Machen wir mal weiter, es gab eine ICD-9, es gibt aktuell den ICD-Zählen vermutlich wird danach der ICD und ist noch in der Entwicklung, sollte auch schon einig etwas eher am Start sein, befindet sich noch bei der WHO, die ja dafür international verantwortliches aktuell in der Entwicklung. Auf den Seiten der WHO ist die neue Version, die ICD-11 für 2018 angekündigt. Warum hat sich das jetzt ein bisschen länger hingezogen? Also dieses Mal sind ganz gravierende Änderungen gemacht worden, das ist deutlich erweitert worden, die ICD. Es ist jetzt auch möglich, die Postcoordination, die wir bei Snowme CT vielleicht schon mal gehört haben zu verwenden. Man kann also Begriffe aus den Diagnosen Klassen noch um weitere Coats erweitern, um da eben noch mehr Genauigkeit in diese Begriffe hinein zu bringen und das Ganze wird hoffentlich dann ab Juni 2018 international veröffentlicht und man kann einig sicher sein, es wird dann auch irgendwann danach eine deutsche Version geben, die an den an die deutschen Bedürfnisse angepasst ist. Dazu gab es schon eine Studie von der TMF im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums, die haben einen ICD-11 Feld-Test durchgeführt und bescheinigen der ICD eigentlich ganz gute Statistiken. Also es wurde untersucht, wie die Vollständigkeit ist und die wurde als sehr gut beurteilt. Für selten Erkrankungen gibt es noch ein bisschen Nachholbedarf, die war noch nicht ausreichend präzise, aber insgesamt wurde der sehr positiv bewertet, wer sich davon selber ein Bild machen will. Es gibt auf den Seiten der WHO schon einen entsprechenden Browser in einer Beta-Version und auch ein entsprechendes Coating Tool, die beiden Links dazu kommen natürlich mit in die Show-Nodes.
Gut, dann vielleicht letzte Information noch im ICD, es gibt auch Sonder, ICD ist nämlich für die Onkologie.
Komm jetzt zum OPS, für den gilt eigentlich fast alles, was wir einführend gesagt haben. Hier auch wird genutzt für die Abrechnung, wird vom Sozialgesetzbuch fünf vorgeschrieben, also es muss danach kudiert werden, ansonsten kann nicht abgerechnet werden. OPS bedeutet Operationen- und Prozedurenschlüssel, wird also auch vom DIMM die rausgegeben. Monohearchische Klassifikation, vielleicht zwei Anmerkungen, noch bevor wir uns Beispiele anschauen. Erstens der OPS wird genutzt, um für die DIG auch Sachen abrechenbar zu machen, die ansonsten kein Sammermalviehikel hätten, abgerechnet werden zu können. Also zum Beispiel, wenn ein Patient viele sehr teure Medikamente bekommen hat, stationär oder wenn er viele Blutprodukte bekommen hat, dann gibt es Ableitungsregel, wenn also eine gewisse Menge an Blutprodukten erreicht wurde oder beschritten wurde, dann darf eine OPS generiert und abgerechnet werden über die DIG. Das heißt, da wird OPS als Transport-Viehikel genutzt, um Sachen abrechenbar zu machen. Das ist das eine, das zweite ist, dass auch wenn es Operation Prozedurenschüssel heißt, dort sind nicht nur Operationen aufgeführt und deswegen möchte ich die Kapitel kurzen nennen, Kapitel 1 heißt Diagnostische Maßnahmen, sehen wir schon Diagnostische Maßnahmen sind eben keine Operationen in der Regel. Kapitel 3 ist bildgebene Diagnostik, da stehen an Sachen drin wie MRT, wie CT etc., Kapitel 5, da kommen wir dann zu den Operationen Kapitel 6, sind Medikamente, Kapitel 8 nicht operative therapeutische Maßnahmen und Kapitel 9 ergänzende Maßnahmen. Was ist denn mit Kapitel 2 und 4 und 7? Genau, der OPS ist aus dem ICPM entstanden und um das noch halbwegs kompatibel zu halten, wurden einfach die Kapitelnummern beibahalten aus dem ICPM und die Sachen, den OPS nicht reingehören, die wurden einfach nicht übernommen. Also Kapitel 2 aus dem ICPM gehört offensichtlich und Kapitel 4 nicht in den OPS mit rein, deswegen haben wir da Lücken im OPS.
Auch da wir dann ein paar Beispiele ist von den Coats ein bisschen anders, der startet also nicht mit einem Buchstaben, sondern der startet mit einer Ziffer, dann kommt ein Minus oder Bindestrich und danach kommen weitere Ziffern. Beispiele, wir haben ja schon gesagt, Kapitel 3 bildgebene Diagnostik, deswegen ist die 3 Strich 806, ein Magnetresonanztomographie des Muskelskelettsystems, Kapitel 1 war eine Diagnostische Maßnahme, da könnte man auch für die 1,8,5.3 Diagnostische per Kutane-Punktion eines Gelenkes oder Schleinbeutels, eine 5 waren Operationen, also eine Rhythmus-Schirurgie und andere Operationen an Herz und Perikard, Herz-Transplantation wäre die 5 minus 3,7,5.0, aber es gibt auch so Sachen wie künstlerische Therapie mehr als 4 Stunden, das wäre dann eine neuen forne, also ergänzende Maßnahmen oder nicht operative, therapeutische Maßnahmen, Kapitel 8 haben wir vorhin gehört, Injektion eines Medikaments in Gelenke der Wirbelsäule zur Schmerztherapie.
Was sollte man mitnehmen? Ähnlich der ICD wird für die Abrechnung genutzt und beschreibt eben nicht nur Operation, sondern ein gutes Stück mehr. Und wir packen einfach ein paar Beispiele vom ICD und OPS auch mit in die Show Notes. Genau, relativ lang, wir hatten eigentlich gedacht, ICD, OPS und kleines aller Weltsthema, aber es ist jetzt noch relativ lang geworden. Dann sagen wir schnell schiss, Podcast vor 50.
Links zum Podcast
- https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitswirtschaft/article/958329/telemedizin-gruenes-licht-weitere-projekte-laendle.html
- https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/e-health/gesundheitskarte/article/958518/umfrage-e-gesundheitsakte-buerger-sehen-nutzen.html
- https://icd.who.int/dev11/l-m/en
Schlagwörter
ICD, OPS, Medizinische Klassifikation, Nomenklatur, Gesundheitswesen, Krankenhaus, Medizinische Dokumentation, Abrechnung, DRG, Kodierung, eHealth, Gesundheitsdaten, Krankenhauswesen, Digitale Gesundheit, Patienteninformation, Healthcare IT, Diagnoseklassifikation, Prozedurenklassifikation, Klinikalltag
