Kategorie: Wissensarchiv

  • Folge #49 – ELGA, die österreichische eHealth-Lösung

    In dieser Folge sprechen Christian und Renato über die österreichische eHealth-Lösung ELGA, die elektronische Gesundheitsakte Österreichs. Dabei erläutern die beiden, wie digitale Gesundheitsdaten in Österreich organisiert und sektorenübergreifend verfügbar gemacht werden. Außerdem geht es um den Einsatz etablierter Standards wie IHE XDS sowie um den pragmatischen Ansatz bei der Umsetzung von eHealth-Anwendungen. Anhand der Erfahrungen aus Österreich wird diskutiert, welche Erfolgsfaktoren zu einer breiten Nutzung beitragen und welche Impulse sich daraus auch für das deutsche Gesundheitswesen ableiten lassen.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Haben eben Hauptteil mit der ELGA beschäftigen. Also die ELGA, die österreichische Patientenakte hatten sie ja schon mal angekündigt, dass das als einer der nächsten Themen noch ansteht. Nachdem wir uns ja schon mal Frankreich angeschaut haben und wir uns auch schon mal was, was der in dem Markt, nee. Die Schweiz rutscht doch. Ja genau, die Schweiz angeschaut haben. Dann ist jetzt ein weiterer Nachbar dran und zwar an. 

    Fangen wir an mit der Historie. Das Ziel der ELGA ist erinnert jetzt fragte ich mal im Gesundheitswesen, wenn man solche Projekte aufsetzen. Welche Begriffe müssen auf jeden Fall drin vorkommen? Interoperabilität, Quartal, ihn nicht sollten, man welche werden vorkommen. Das, das was wir auch beide in den Vorlesern genauso wie Stefan Sohn, schönen Grüße, Kollege von uns alle drei immer drauf rumreiten. Zwei Begriffe. Semantische Interoperabilität. Nein. Effektivität. Ja, genau. Also Effektivität und Effizienz und genau das kommt da drin vor, willst du es mal kurz was mal auf jeden Fall hinzutehen, just in Timetest, was ist Effektivität und was ist Effizienzrenate? Effektivität ist, ob man das Ziel erreicht und Effizienz ist, ob man es auch mit geringem Aufwand erreicht. Genau. So, das Ziel der ELGA war die Steigerung der Qualität, der Effektivität und der Effizienz der gesundheitlichen Versorgung durch einheitliche Vorgaben für einheitliche Dokumentation und Kodierung der Information. Es gab einen Arge ELGA, die von 2006 bis 2010 an der Spezifikation gearbeitet hat und zwar im Auftrag des Gesundheitsministeriums und am ersten Jänner für die Pfiffkes unter euch, das ist der erste Januar. 2013 ist das ELGA gesetzt in Kraft getreten und damit gibt es dann also eine rechtsgrundlage für eine österreichweite ELGA. Und was ist in diesem Gesetz alles beschrieben worden? Einmal die technischen Komponenten zu den du gleichkommen wirst, also unter anderem das Zugangsportal für die Bürger, aber auch ein Patientenindex, das also Patienten österreichweit identifiziert werden können, aber auch die schrittweise Bereitsstellung von Gesundheitsdaten. Da wirst du gleich auch nochmal dazu kommen, was dort alles geht. Soll dann also bis 2022 einen stufenweisen Rollout geben, des Erste, womit gestartet werden sollte, war die eMedikation. Im Februar 2014 ist dann aber bekannt geworden, dass die eMedikation ohne AMTS startet, also ohne zum Beispiel Wechsel, Wirkungsprüfung, also nicht geguckt wird, Mensch, der Patient bekommt schon Blutverdünner, wenn man es noch als anderes Blutverdünnen es geben, wäre das nicht so gut. Warum? Weil das einfach im Pilot-Versuch nicht so gut funktioniert hat. Das heißt, da ist ein Punkt, wo dann von der Planung zurückgegangen werden musste. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es ja sowas durchaus häufiger gab. So viel dazu, das war die Historie. Ich habe auch einen Artikel gefunden im Internet, wo drin steht, wie viel die Älger bisher gekostet hat und wenn es kein Fehler ist, dann liegt das um ein hohen Faktor niedriger als das, was in Deutschland die eGK bisher gekostet hat. Wenn du gleich die Funktion nämlich erklärst, schau ich mal kurz nach, es gibt so eine Seite, da stehen die aktuellen kostene eGK für Deutschland. 

    Dann kommen wir zu den Funktionalitäten des Gute an dieser ELGA, ist unter anderem auch. Es gibt so einheitliches Portal, also alle österreichischen Bürger melden sich über ein einheitliches Portal an und haben damit eben auch die gleiche Funktionalität zur Verfügung. Aktuell sind es vor allem zwei Funktionalitäten, die genutzt werden können. Es können befunde gespeichere und eingesehen werden und es können Medikamenten Rezepte und Medikamenten Verordnungen eingesehen und gespeichert werden. Bei den befunden, ja, kann man sich die befunde anzeigen lassen, man kann Filtern, man kann sie auch exportieren, um einige befunde vielleicht nicht jedem zur Verfügung zu stellen, kann man die auch sperren, man kann theoretisch befunde auch löschen, all das ist möglich und bei der Medikation ist es ähnlich. Dann gibt es, um das quasi verwalten zu können, auch noch die Funktionalität, Gesundheitsdiensteanbieter, GDA abgekürzt. Dort kann man dann einstellen, wer Zugriff auf die Akte haben soll und wie lang. Im Standards sind es meistens 28 Tage, es geht aber auch bis 365 Tage, das zu erweitern. Wenn man Änderungen vornehmt, sowas wie sperren, löschen und so weiter, dann wird das nicht sofort gemacht, sondern das Ganze passiert dann über eine Auftragsliste, die man dann nach abarbeiten kann. Der Hintergrund ist da unter anderem auch, dass man Änderungen nicht einfach so macht, sondern dass man die Signieren muss. Es gibt mehrere Signaturemöglichkeiten, die Zuhörerkenn bestimmt über ihre Banking-App, die Möglichkeit, das Ganze über Handy-Signatur zu machen, also man gibt ein Passwort ein und dann kriegt man auch Sandy einen Tan geschickt und dieser Tan, den gibt man dann in der Oberfläche ein und das ist dann die Signature damit stelle ich sicher, dass ich auch wirklich derjenige bin, der das macht. Das gibt in Österreich auch eine Bürgerkarte, die man verwenden kann, die auch als elektronische Signatur herangezogen werden kann. Also das, was du gerade meintest, ist dann klassische Zwei-Faktor-Authentifizierung oder? Ja, dann gibt es noch Protokoll, wo man eine Änderung zieht und man kann die Teilnahme, kann man einschränken, wenn man jetzt zum Beispiel an der E-Medikation nicht teilnehmen will, dann kann man das separat ausschalten. Man kann auch über das Portal komplett seine Teilnahme an der ELGA abschalten. Was ich tatsächlich nicht gefunden habe, war eine iPhone-App, vielleicht habe ich nicht ausgeblich genug gesucht oder die Leute sagen, dann kann ich auch einfach über den Browser mir das anschauen, aber das habe ich tatsächlich nicht gefunden. 

    Gut, machen wir weiter, ich habe kurz nachgekommen. Was meintest du, wie viel hat die EGK schon gekostet? 200 Millionen. Ist falsch. 1,8 Milliarden. Und zwar gibt es so eine Seite, was kostet uns die elektronische Gesundheitskarte von der IKKEV und dort sieht man, wie viel die kostet sie kündlicher, da sind wir gerade bei 1,791 Milliarden Euro. Ich habe jetzt auch noch mal nachgeguckt, ich habe keine gute Quelle gefunden. Mehr Kulpa grad ganz schnell nur auf den Wikipedia-Attickel ELGA Österreich geschaut. Da steht auch, dass es ein veraltete Information ist, aber dass die Einführung der Elga 130 Millionen bisher wohl gekostet haben soll und danach jährlich 18 Millionen Kosten und es ist wohl so, dass die von ausgehen, dass 130 Millionen Euro pro Jahr dadurch gespart werden. Also selbst wenn das um Faktor 5 dein Leben liegt, ist das immer noch nicht vergleichbar, mit dem, was wir in Deutschland ausgegeben haben, jetzt was dem Benefit angeht für die Ärzte und für die Patienten sind die einfach schon ein gutes Stück weiter. Ja, es ist schon Wahnsinn, also das kann man glaube ich auch nicht nur auf die kleine Größe des Landes schieben, da ist einfach viel schlimmes passiert in den letzten 15 Jahren, aber es liegt vergleich auch dran, dass es einfach so lange dauert hat und die ganzen Änderungen und so weiter, die gehen dann einfach ins Geld. Ja, also wir haben dann vermutlich irgendwann eine technisch saubere Lösung, Stichwort VPN und so weiter, aber bis jetzt gibt es ja noch kaum Benefit, aber egal, das haben wir ja jedes Mal eigentlich fast schon gesagt. Gut machen wir weiter mit organisatorischen, es gibt also eine Webseite ein Portal, wo sich der Bürger anmelden kann, du hast ja gerade schon gesagt, wir sich anmelden kann. Dort stehen nicht nur die information, die du gerade genannt hast, sondern das ist ja ein zentrales Portal, dort kann man sich auch informieren, über die häufigsten Krankheiten, man sieht Telefonnummern für die Seelsorge etc. Also das Ganze ist tatsächlich ein Portal mit ganz vielen Möglichkeiten, die man sich informieren kann. Es würde auch viele andere Webseiten verwiesen, etc. Also das ist schon sehr gut gemacht, finde ich, um den Bürgern die Angst zu nehmen, gibt es dort auch einige Erklärber-Videos, die alle so zwei, drei Minuten lang sind und animiert, also manche mit riesigen Kopf, die dann halt erklären, dass wenn man in dem Einbundesland schiefährt und sich verletzt, dass der Arzt dann trotzdem auf die Arztbriefe zurückgreifen kann aus dem Bundesland, wo man eigentlich wohnt, wie so ein Video klingt, wollen wir euch jetzt einfach jemand paar Sekunden einspielen? Zum Einstieg in ihre persönliche Elga klicken Sie auf den Link Elga-Partal. Nun befinden Sie sich auf der Startseite ihre persönlichen Elga. Oben in der Kopfleiste sehen Sie Ihren Namen. Sind Sie stellvertretend für eine andere Person eingestiegen, sehen Sie das ebenfalls in der Kopfleiste? Unter dem Namen des eigentlichen Elga-Teilnehmer steht, vertreten durch und Ihr Name. 

    Das war Österreichisch. Das war Hochdeutsch. Jetzt habe ich ein Thema Datenschutz, also eines der größten Kritikpunkte, wenn es um solche Patientenakte geht, möchte ich hier bei der Elga auch noch mal kurz aufgreifen. Du hast dir gerade schon gesagt, dass man sich für die ganze Elga oder auch Teilbereiche austragen lassen kann und das ist eine tatsächliche Besonderheit. Hier in Österreich, zumindest wenn man das mit Deutschland vergleicht, dort sind die Anwendung, die Use-Cases sind alle erst mal gesetzt. Das heißt, wenn du dich als Bürger Österreichs nicht dagegen wärst oder nicht dich austrägst, bist du erst mal überall mit eingetragen. Deutschland haben wir ein Opt-In für die meisten Anwendung der Elga, die geplant sind, insbesondere für die Patientenakte. Das heißt, dort musst du sagen, nee, ich möchte teilnehmen, wenn du gar nichts machst, bist du automatisch nicht dabei. Wenn du in Österreich nichts machst, bist du automatisch dabei. Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob das gut ist oder nicht. Auf der einen Seite glaube ich natürlich, dass es geschickt ist, wenn viele Leute mitmachen, dass man tatsächlich doppelt Untersuchung vermeidet, etc. Auf der anderen Seite gibt sicher Leute, die vielleicht auch die technische Hürde oder Scheuen eigentlich nicht mitmachen wollen, aber aus Bequemlichkeit oder aus Angst, dass sie sich damit nicht auskennen, dann doch mitmachen. Dieses Opt-Out ist nicht nur auf Teilbereiche der Elga bezogen, sondern man kann auch sagen, dass man für bestimmte Indikationen dort nicht teilnehmen möchte. Also wenn man zum Beispiel eine HIV-Erkrankung hat, kann man sagen, dass soll dort bitte nicht mit drinstellen. Wenn man Schwangerschaftsabbruch gemacht hat, kann man auch sagen, dass soll in der Elga nicht drinstellen, genauso wie psychische Erkrankung und genetische Analysen. Was man auch immer wieder sagen muss, was viele Leute auch nicht verstehen, dass die Elga selbst diese medizinischen Daten gar nicht speichert, sondern wir haben ja im Podcast auch schon mal HIV-XDS gemacht und haben dort eben auch erklärt, dass es verweist Datenbanken gibt, wo eben drinsteht, welche Dokumente zu welchen Patienten wo vorliegen, aber dass die Dokumente aber häufig auch beim Ersteller liegen können im Repository. Was man also sagen muss, dass die Elga selbst die Daten gar nicht speichert, sondern einfach vernetzt. Weil es in Österreich zum Thema Datenschutz auch noch gut ist, dass die Krankenanstalten, die Apotheker, die haben Zugriff, die Ärzte auf diese Dokumente, wenn sie eben auch Zugriff haben dürfen, andere Berufsgruppen wie Betriebsärzte, Amtsärzte oder Ärztem-Ausland, Behörden, Versicherung, die dürfen auch auf die Verweise nicht zugreifen, also die dürfen nicht nur auf die Dokumente zugreifen, sondern auch auf die Verweise nicht. Also das heißt, dort sind die Leute, die eventuell die Informationen nutzen könnten, gegen den Patienten, die sind dort ausgenommen zum Großteil, was ich sehr gut finde. Genau, von daher muss ich sagen, dass mir das bis hierhin jetzt schon recht gut gefällt, wenn ich was ändern könnte, würde ich vielleicht das Opt in noch anpassen, also dass man nicht automatisch dabei ist, sondern dass man sich dafür melden muss. Aber ansonsten finde ich das bis hierhin, unter dem Datenschutzaspekt eigentlich ziemlich sauber. 

    Renato, du bist da ja noch ein paar Tagen härter als nicht, wie viel ist du es? Ja, ich finde, opt-out-Geschichten grundsätzlich problematischen, besondere, ältere Patienten sind ja diejenigen, bei denen ziemlich viel reingestellt wird und die gehen nicht einfach auf eine Webseite. Das ist dann einfach schwierig, für die sich dann auch wirklich abzumelden. Man natürlich kann man das auch schriftlich machen, aber der Aufwand, den man da betreiben muss, der ist so enorm, dass das viele wahrscheinlich nicht machen, denen es vielleicht doch gar nicht recht wäre. Ja, sicher prinzipiell genauso, vielleicht kurze Anmerkung noch. Der Aufwand ist nicht enorm, sondern du kannst dir wirklich was runterladen, Ausdruck unterschreiben und eben mit Hinblick auf diese älteren Patienten. Es ist so, dass du auch die Vollmacht geben kannst, dass also auch andere benutzer auf deiner Akte zu greifen können und auch, damit helfen können, dass du eben das Opt-out machst. Also wenn z. B. Die Großmote in der Krone Zeitung gelesen hat, dass es jetzt diese Älger kommt und sie nicht mitmachen möchte, dann kann sie eintragen lassen, dass sie Enkel die Sachen für sie verwaltet und der Enkel regelt dann alles, dass sie ihm dort auch nicht mitmachen möchten. Also das geht schon und so kompliziert ist das gar nicht. Aber prinzipiell bin ich dabei, der ich finde auch ein Opt-in eigentlich geschickt hat. 

    Erzähl uns was zur Technik. Ja, Technik. Auch hier hat Österreich viel richtig gemacht. Sie setzen auf bewährte Standards, du hattest ja eben schon gesagt, dass hier IHE-Profilet zum Einsatz kommen. Eines davon ist das bei uns auch schon behandelte XDS und dann gibt es noch ein IHE-Profil XUA. Da geht es um Asertion und XDS kommt dort zum Einsatz, in dem die Daten dann bei verschiedenen Anbietern liegen oder auch im Krankenhaus verbleiben in einem Repository und die Kommunikation erfolgt über Gateways, so dass die Verschlüsselung und die Sicherheit der Daten da gewährleistet ist. Also ist eigentlich ziemlich genau wie in der Schweiz auch, mit dem elektronischen Patienten industrial, d.h. Wir haben unterschiedliche Affinity Domains. In diesem Affinity Domains sind dann die Teilnehmer drin, in die Krankenhäuser, niedergelassenen Ärzte, etc. Und wenn du dann ein Dokument brauchst von einer anderen Affinity Domain, also vielleicht von einem anderen Bundesland, dann wird das eben über diese Gateways gemacht, d.h. Bluefrags. Bei deinem Gateway an gibt es noch was anderes zu den Patienten, das spricht dann von mir aus mit einem Gateway aus Salzburg und dann wird dort nachgeschaut, ob es noch was zu diesem Patienten gibt. Also wir haben die klassischen Player von XDS mit Document Consumer, Repository und Registry und so weiter. Haben wir also mehrfach in Österreich, nämlich immer in diesen Affinity Domains. 

    Genau, was natürlich wichtig ist, haben wir vorhin schon gesagt, dass man die Patienten eindeutig identifiziert. Dafür gibt es einen zentralen Patientenindex in Österreich, weiten und das wird dann eben über so eine IHE ProfilPix geregelt, da gibt es dann eine PIX Query und dann gibt es eben diese unterschiedlichen Affinity Domains und in jeder Domain gibt es dann eben das Repository, also wo Sachen gespeichert sind, den Document Consumer, der also einen Dokument haben möchte und eine Registry, wo also drinsteht, welche Dokumente zu welchem Patienten in dieser Affinity Domain vorhanden sind. Ich glaub, das reicht technisch Renato oder weil IHE XDS haben wir ja schon mal gemacht oder schon mehrfachen eigenen Podcasts, wir haben es besprochen als es ums APD gegen, lass uns mal sanft drübergleitend zu der Bewertung, vielleicht eine Überleitung, jetzt macht die Schweiz das mit IHE XDS, jetzt macht Österreich das mit IHE XDS, ja, hoffen wir das für uns da anschließen. 

    Ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Also um das österreichisches System von meiner Seite aus zu bewerten, da ist viel richtig gemacht worden, da hat man sich über viele Sachen die richtigen Gedanken gemacht, vor allem eben auch um denjenigen, den es letztendlich geht, um den Patienten. Ich habe mich jetzt selbst natürlich, weil ich kein Österreicher bin, in der Oberfläche nicht zu Recht finden müssen, aber die Erklär-Videos, die zeigen, dass das eine super einfache und gut zu bedienende Oberfläche ist, zumindest was ich jetzt im Moment so sehen kann. Da ist kein Schnickschnack, da ist keine komplizierten Sachen, sondern da kann man sich eigentlich gut zu Recht finden. Und daher ist von meiner Seite hier ein Daumenhoch von mir auch ein Daumenhoch nicht nur, weil ich es machen muss, weil ich mit Österreicher ein Zusammenleb und ansonsten kein Abendessen mehr bekommen würde, sondern ich finde es auch wirklich super. Es gibt auch bei mir ganz wenige Sachen, die ich dort ändern würde, ob in ist einer der Punkte, ich würde schauen, ob man nicht auch eine Wechselwirkung von der Medikamenten frühzeitig mit reinnehmen kann. 

    Und ganz ehrlich, da bin ich nicht tief genug drin, ich hoffe, dass wenn sie CDA machen, haben wir auch nur ganz kurz im Rande erwähnt, dass sie entweder SNOMED oder wenn ich möglichst bald auf CDA Level 3 überwächsterlen, dass man dann also auch alle Informationen semantisch anutiert hat, denn das ist ein notwendiger Schritt, um die Sachen dann vielleicht auch wieder in die Primärsysteme zurück zu importieren. Da kam sie doch noch meine semantische Interoperabilität. Genau, spannend, effizient, effektivität, portal, portal. 

    Links zum Podcast

  • Folge #48 – Consumer Health Informatics

    In dieser Folge sprechen Bernhard und Monika Pobiruchin über das Thema Consumer Health Informatics und die zunehmende Bedeutung von Patienten und Bürgern im digitalen Gesundheitswesen. Dabei erläutern die beiden, was sich hinter dem Begriff verbirgt, welche Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind und warum es bislang kein passendes deutsches Pendant gibt. Anhand verschiedener Projekte wird aufgezeigt, wie digitale Anwendungen Menschen im Umgang mit Gesundheit und medizinischen Informationen unterstützen können. Außerdem wird kurz auf die Aktivitäten der gleichnamigen Arbeitsgruppe „Consumer Health Informatics“ der Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) eingegangen.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Jetzt erst mal unseren Gast begrüßen. Das ist Monika Pobiruchin, Medizininformatikerin aus Heilbronn vom Gekko-Institut. 

    Monika vielleicht stellt sich mal kurz vor und er leut das Meer und unseren Hörern in dem Zusammenhang auch, was das Gekko-Institut denn ist und ob das außerdem Logo noch eine weitere Bedeutung oder Zusammenhang mit Eideksten hat. Ja Hallo Bernhard, danke für die Einladung zum eHealth-Podcast, das Gekko-Institut. Was für was steht Gekko? Gekko steht für Gesundheit, Computing, Kosten und Outcomes. Und wer jetzt fleißig mitgeschrieben hat oder sich das im Geiste noch mal vorstellt, dann merkt er, dass die Anfangs Buchstaben das Gekko-Akronüme ergeben. Und da Gekko ist tatsächlich auch das Maskottchen, das Logo, das Institut. Was machen wir? Wir beschäftigen uns mit den Schnittstellen der Medizinökonomie und Informatik. Das erklärt sich am besten dadurch, dass wir hier in Halbronia den Medizininformatikstudiengang haben, quasi das Urgestein der Medizininformatikstudiengänge. Es gibt ja schon seit 1972 und seit fast zehn Jahren gibt es eben auch das Gekko-Institut bei uns in Halbron. Und sag es auch noch ein paar Worte zu dir. Wer bist du und was machst du, was erforscht du so? 

    Ja gerne. Ich bin Mitarbeiterin im Gekko-Institut. Ich habe meine Promotion letztes Jahr abgeschlossen, die gegen um die Nutzung von Krebsregisterdaten um da gesundheitsökonomische Modelle abzuleiten. Das sieht man vielleicht auch schon wieder die Schnittstelle medizin undökonomie und beschäftige mich neben dieser Arbeit mit Daten. Ist man heute dann vielleicht so gerne als Data Science zeichnet auch eben mit dem Thema Consumer Health Informatics. Ja und damit hast du ja auch schon das Thema für die heutige Folge verweggenommen. Consumer Health Informatics. Darum soll es geht es zum Thema für die heutige Folge über. Im Monika hat es ja schon erwähnt. Also keine Spoilerfreien, podcast folgen heute, sondern direkt zu Beginn wurde gesagt. Es geht um das Thema Consumer Health Informatics und da stellen sich wahrscheinlich viele Hörer die Frage, was ist denn überhaupt Consumer Health Informatics? Was hat das Ganze mit Medizin und Gesundheitsinformatik zu tun? 

    Monika, vielleicht kannst du da ein bisschen was zu sagen. Gerne und vielleicht stellen sich auch die eine oder andere die Frage, ja, gibt es da keinen deutschen Begriff dafür, müssen wir jetzt da einen englischen Begriff verwenden. Und es ist gar nicht so leicht, da eine deutsche Entsprechung zu finden. Bei der Consumer Health Informatics da steht der Mensch, der Bürger, der Patient, der Versicherte im Mittelpunkt der Forschung oder der Dienst. Also im Gegensatz zur medizinischen Informatik, der erst mal den Leistungsabringer Mitglied der Gesundheitsberufe, den Arzt, der MTA und so weiter in den Mittelpunkt stellt, hat man eben gemerkt, vor allem in den 1990er Jahren, man muss da den Fokus ein bisschen mehr auch auf den Patienten und auf den gesunden Bürger, der jetzt noch kein Patienten ist, lenken. Das ist auch ein bisschen beeinflusst durch die Entwicklung des Internets als Informationsquelle für Menschen. Kennt ja jeder von uns, wenn man mal einen Zipperlein hat, schlägt man doch gerne mal im Internet nach, was es denn sein könnte. Und 2000 gab es dann von Gunther Eysenbach eine Publikation im BMJ, wo er diesen Begriff Consumer Health Informatics eigentlich maßgeblich geprägt hat. Die Publikationen können wir auch gerne in die Show Notes packen, dann kann sich dann jeder noch mal mit den Anfängen dieses Feldes befassen, wie kam es zu Consumer Health Informatics. Ja, das ist ja schon mal gut dahin weist, dann können alle das in der Show Note nachlesen, das klingt nach einem sehr interdisziplinären Feld, oder? 

    Absolut, wenn wir uns überlegen, wir haben einen Menschen, der im Internet etwas sucht, dann sind da ja auch gewisse Hürden mit verbunden. Also zum einen braucht man die Informatik, die Technik, dass man überhaupt ins Internet kommt und in Zugriff hat auf die Technik. Aber genau, so gut muss man sich überlegen, ne, sind die Texte, die jetzt jemand hier liest, sind überhaupt verständlich genug oder müssen das für ein gewisses Ziel publikum anders formulierte Textes sein. Also es geht auch in die Richtung Sozialwissenschaft und die Frage, wie kompetent sind denn die Nutzer von Internetseiten, von Geräten und so weiter. Da gibt es ja gerade auch in Deutschland-Untersuchungen, dass es mit der Gesundheitskompetenz der Bürger und Bürgerinnen nicht ganz so gut bestellt ist und genauso gut kann man sich fragen, wie es ist denn um die eHealth Literacy, um die E-Health-Kompetenz bestellt. Also da spielt ziemlich viel mit rein, Sozialwissenschaften, aber auch Ärzte, die sich überlegen, wie kommt denn das, was ich gesagt habe überhaupt dann beim Patienten an und eben auch die Informatiker. Wie können wir Gesundheitsinformation darstellen? Wie bauen wir Portale? Wir strukturieren, wir das Wissen in in Akten und wie passiert dann wieder der Austausch zwischen einer persönlichen Akte und dem Arztinformation-System? Das klingt spannend, das waren jetzt ganz, ganz viele Stichworte, auch aus den unterschiedlichen Nutzergruppen. 

    Vielleicht kannst du offenbar Projekte eingehen, damit sich unsere Hörer noch mehr darunter vorstellen können, wo Consumer-Helstinformatics tatsächlich ansetzt. 

    Aus dem ganzen Topf dieser Schnittmengen, ja da möchte ich jetzt mal gerne zwei Projekte näher vorstellen. Das erste Projekt, das war eine Initiative, die wir hier in Halbrunn hatten. Ich und eine Handvoll Kollegen, wir haben uns gefragt, diese ganzen Wearables und Running-Apps, die eingesetzt werden. Was wird denn überhaupt eingesetzt von den Läufen? Und wie genau sind in diese Geräte? Ich glaube von unseren Hörern haben auch schon welche mal sich überlegt, wie genau ist denn jetzt die Sportwatch an meinem Handgelenk? Und das passt gar nicht so zusammen mit dem, was mir jetzt eine App anzeigt. Und wir wollten das einfach mal systematisch beleuchten. Und sind dann hier in Halbrunn auf den Trollinger Marathon gegangen, 2016. Und haben sozusagen den Läuferinnen und Läufern aufs Handgelenk geschaut, haben freundlich gefragt, was nutzen Sie denn für ein Gerät beim Laufen, fürs Aufzeichnen Ihrer Läufe? Auch im Selbstversuch seid ihr auch selbst mitgelaufen. Ich bin selbst mitgelaufen tatsächlich. Auch mit zwei Geräten ausgestattet, einmal mit Schrittsehler und einmal mit einer bekannten Running-App. Ich durfte dann aber bei der Umfrage nicht mitmachen, um einem Bias auszuschließen. Das klickt nach wissenschaftlich sauberem Arbeiten. Was habt ihr rausgefunden bei dem Einsatz? Wir haben graus gefunden, dass 75 Prozent der Läufer, also das waren zum einen Walker, also eher die Freizeit-Sport, aber auch die Halbmarathon-Läufer und die Marathon-Läufer, also 75 Prozent von diesen benutzen irgendeine Technologie. Und davon die meisten ja eines Sport-Ur-Sports-Watch-GPS-Basierte-Ur, aber auch häufig anzutreffen, die Running-App, die Laufapp, die dann auf dem Handy einfach mitläuft. Aber eben in Viertel sagt auch, Ne, ich brauche das nicht, ich brauche zum Laufen, kein piepsendes Ding am Handgelenk, ich höre einfach auf meinen Körper. Wir haben dann auch einen Ziel, die Leute nochmal befragt. Was hat denn ihr Gerät jetzt angezeigt, was für eine Strecke haben sie denn zurückgelegt? Weil so eine Marathon-Strecke, die ist in der Regel genau vermessen nach internationalen Kriterien, damit man da eben auch rekorde laufen kann. Klar, eine Ideallinie kriegt man selten hin, aber wenn man genügend Leute befragt, kriegt man da ja doch ein gutes Bild und kann rausfinden, ist jetzt eine GPS-Sport-Ur-Genauer als zum Beispiel ein Smartphone. Da habe ich jetzt auch schon das Ergebnis ein bisschen vorweg genommen. Die GPS-Uhren hatten tatsächlich dann eine geringere Abweichung auf die Halbmarathon-Strecke als ein Smartphone, aber auch die Smartphone-Jusa muss jetzt keine Angst haben. Das war immer noch ein Bereich an Abweichungen, nämlich unter 500 Meter, so auf die Halbmarathon-Strecke und 21 Kilometer. Damit kann man doch ganz gut leben als Hobby-Sportler. Ja, das war ein schönes Beispiel, wo man eben auch sehen konnte, das Consumer-Helstinformatics bei gesunden Bürgern anzutreffen ist, weil die wenigsten Patienten werden wahrscheinlich mit ihren Erkrankungen, die 21 bzw. 42 Kilometer absolvieren, gibt es auch Projekte, wo ihr bei Patienten-Konsumer-Helstinformatics-Themen analysiert haben. 

    Ja, die gibt es natürlich auch. Ich hatte ja schon angesprochen, großes Thema. Wie finden wir Informationen im Internet? Wie finden wir gute Gesundheitsinformation? Und wir haben auch eine Arbeitsgruppe, Konsumer-Helstinformatics in der GMS, deutsche Gesellschaft für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie, die Mitglieder sind in ganz Deutschland verteilt und mit einer Ärztin aus Jena haben wir analysiert, welche Texte, welche Gesundheitstexte im onkologischen Bereich, sind denn frei für fügbar für Patienten. Also, das kann ein Buchlet von einem Farmahersteller genauso sein, wie zum Beispiel Informationsangebote vom Krebs-Informationsdienst oder DKFZ und analysiert eben, wie leicht verständlich ist und das, was da geschrieben steht. Und da gibt es eben Lesbarkeitsmetriken, die sind jetzt nichts Neues. Gibt es auch für die deutsche Sprache. Beispiel die Wiener Sachtextformel, da gibt es aber auch Metriken aus dem Engelsprachigenbereich, zum Beispiel Smok oder Flashkin-Cade, wie das etwas sagt. Ja, dann haben wir eben analysiert, wie lesbar sind in diese Texte. Und das Ergebnis war auch, neja, wenn man jetzt überlegt, Mensch hat eine Krebserkrankung, ist erstmal sehr unterstress, kann vielleicht gar nicht so gut das Gelesene auch verarbeiten. Das sollte das und möglichst niederschwelliges Informationsangebote sein, also gut zu verstehen. Und die Broschüren sind da doch etwas zu hoch angesetzt, was die Schwierigkeit oder die Lesbarkeit angeht. 

    Es klingt nach einem sehr interessanten Projekt. Zumal, man in Deutschland ja, ich habe neulich ein paar Zahlen gelesen, eine sehr hohe Anzahl an Analphabeten und vor allem an Funktionalen an Analphabeten gibt, also vor allem an Personen, die Schwierigkeiten haben, längere komplizierte Texte zu verstehen, die natürlich aber genauso von irgendwelchen Krankheiten betroffen werden, wie alle anderen, die diese Texte verstehen und da irgendwie eine Hilfestellung zu haben, zu einer Bewertung, welche Texte einfach verständlich sind und welche nicht. Das ist sicherlich ein guter Ansatz, der vielen Menschen hier helfen kann. Genau. Und wenn man sich überlegt, dass diese Lesbarkeitsmetriegen auf Satzstrukturen häufig gehen und Wortlängen, gibt es jetzt auch Überlegungen, Kollegen von mir hier in der Hochschule Heilbronn, haben sich gedacht, er könnte man das nicht mit etwas moderneren Ansätzen mit maschinen Lennverfahren auch unterstützen, dass man nicht mehr nur sklarfisch, silben Zähl und Wörter zähl, sondern dass man Support-Wektor-Maschine nutzt. Zum Klassifizieren ist es jetzt eher ein Lein geeigneter Text oder eher ein Expert-Text und das dann auf Basis des eingesetzten Vocabulas. Und es gab auch schon Untersuchungen, wie in sprechen sich diese zwei unterschiedlichen Ansätze von Metriken, also eher die klassischen Struktur basierten und so ein Vokabular basierte Ansatz und da zeigt sich, dass es entspricht sich ganz gut, auch wenn das natürlich unterschiedliche Dimensionen abdeckt. Also könnte ja ein kurzer Satz sein, der aber ein kompliziertes Vokabular hat und damit ist ja jemand auch nicht geholfen, der jetzt diese medizinische Fachsprache nicht versteht. Ja, jetzt hat es du gerade schon die GMDS AG, Consumer Health Informatics erwähnt, was passiert in dieser AG? 

    Was passiert in der AG? Wir versuchen zumindest einmal im Jahr einen Workshop zu organisieren und wir haben letztes Jahr 2017 einen Workshop im Rahmen der conhIT-Satelliten-Tage. Also das ist immer der Tag vor der eigentlichen conhIT-Messe in Berlin, die aufmerksamen Pöre haben sich ja schon etwas von der conhIT gehört. Haben wir einen Workshop mit Versorgungsforschern organisiert, weil wir uns gedacht haben, die Versorgungsforschern brauchen ja genau diese Daten aus der Real World, aus dem Alltag, der Patienten oder auch der Konsumenten. Und wir dachten, es ist sehr sinnvoll, wenn sich die Medizininformatiker mit den Versorgungsforschern zusammensetzen und wir überlegen, kann man den Konsumentendaten insbesondere eben für die Versorgungsforschung einsetzen. Da hatten wir verschiedene kleine Vorträge gehört und dann abschließend eben diskutiert, geht das, geht es nicht, was sind die Hürden dabei? 

    Und ganz ein kurzes Fazit geben, geht das? Das kurze Fazit war, dass wir alle ein bisschen ernüchtert waren. Also jeder sieht die Möglichkeit und das ist toll wäre, wenn man Konsumentendaten für die Versorgungsforschung nutzen könnte, aber wir sehen stand heute noch nicht, dass es gehen würde, weil häufig fehlt der Kontext der Daten. Also wenn man noch mal zu diesem Drollingerbeispiel gehen, so eine Abweichung von 3,400 Meter auf 21 Kilometer. Für den Hobby-Sportler ist das okay, weil Ben hat, du hast es ja auch schon angesprochen und Patient wird kein Halbmarathon laufen. Und wenn man jetzt überlegt, man hat einen Telemonitoring ansetzt und man würde so eine Smartphone-App nutzen, die da zur Abweichung von mehreren 100 Metern kommen, denn es ist ein chronisch erkrankter, der vielleicht nur 50 Schritte am Tag gehen kann, dann ist es dann doch schon verpierender Unterschied. Wie viel aktive gibt es denn in der GMDS-Forschungsgruppe Consumer-Helstinformatics? Das ist immer ein bisschen Jahreszeiten abhängig. Ja, wir haben den aktiven Kern mit 5, 6 Personen und dann kommt es tatsächlich auch auf die Projekte oder die Workshops an, die wir anstreben. Also dass man jetzt zum Beispiel noch Versorgungsforschung mit dabei hat oder eine Sozialwissenschaftler, der jetzt mal stärker mit einsteigt, weil er im Rahmen eines Workshops involviert ist. Also wie gesagt, das ist auch sehr Projekt bezogen. Wir treffen uns einmal im Jahr üblicherweise auf der GMDS-Jahrestagung, dann versuchen wir eben noch ein anderes Angebot mit dem Workshop zu schaffen und der Rest läuft dann über E-Mails und regelmäßige Telekos. So alle zwei bis drei Monate telefonieren wir uns dann zusammen und überlegen, was können wir als nächstes angehen? Welche Themen wollen wir besetzen? Welche Schwerpunkte wollen wir für das nächste Jahr uns geben? 

    Was muss ich tun, wenn ich jetzt sage, oh das interessantes Thema im Podcast gewesen? In so einer Arbeitsgruppe da könnte ich mir auch gut vorstellen, vielleicht mal mitzumachen, selber aktiv zu werden? Da muss man nicht viel tun, da muss man einfach mal auf die Homepage, der GMDS gehen, da gibt es eine Unterseite für unsere Arbeitsgruppe, Consumer Health Informatics. Wir legen auch den Link gerne in die Show Notes und da findet man alle Kontaktinformationen, da findet man aktuelle Termine oder auch Zusammenfassung der Workshops, die letzten Forschungsergebnisse und so weiter. Wer möchte ihr auch auf Twitter folgen? Ja das ist auch ein schöner Call for Action am Ende unseres Podcasts. Ich glaube wir haben einen kleinen Einblick geben können oder du hast einen kleinen Einblick geben können in ein sehr junges und sehr spannendes interessantes Feld, was sicherlich noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Ich sage schon mal ganz vielen Dank für den interessanten Einblick.

    Links zum Podcast

  • Folge #46 – Fallakte und I/E-Health NRW

    In dieser Folge sprechen Bernhard und Jakob Scholz von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen über elektronische Fallakten und den sektorenübergreifenden Austausch von Gesundheitsdaten. Im Mittelpunkt steht das Projekt I/E-Health NRW, das bestehende digitale Insellösungen im Gesundheitswesen miteinander vernetzen und die intersektorale Versorgung verbessern möchte. Außerdem geht es um die Herausforderungen und Chancen eines einrichtungsübergreifenden Datenaustauschs sowie um die praktische Erprobung entsprechender Lösungen in Modellregionen.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Wir wollen heute sprechen über die Fallakte und ein bisschen über das Projekt I-E-Health-NRW und dazu haben wir auch wieder einen externen Gast eingeladen. Das ist heute Jakob Scholz von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, der KGNW. Herzlich willkommen, Jakob. 

    Vielleicht stellst du dich auch mal kurz vor unseren Hörern. Ja, Hallu Bernhard. Ich stelle mich gerne mal vor. Ich habe den Master in Medizininformatik, einer Fachhochschule Dortmund und gemacht. Ich bin also ein Jünger von Prof. Haas und arbeite seit jetzt 7 Jahren bei der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Referent für eigentlich alle Themen, die so mit IT im Krankenhaus zu tun haben. Also auch den Datenschutz, dem Thema IT-Sicherheit, mit dem Thema intersektorale Versorgung und allgemein gesprochen und mit dem Thema Schwerpunkt, Gesundheitstelematik. Ich bin seit September 2016 Projektleiter im Förderprojekt I/E-Health. Mit der KGNW haben wir erst mal einen Player der Selbstverwaltung hier im Podcast an Bord. 

    Was macht die KGNW eigentlich als Krankenhausgesellschaft und was macht ihr vielleicht auch im Bereich I-Health? Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen ist ein Zusammenschluss der Krankenhaussträger in Nordrhein-Westfalen und ihrer Spitzenverbände. Vertritt die ungefähr 350 Nordrhein-Westfälischen Krankenhäuser, vielleicht nur zwei oder drei Zahlen dazu, es sind uns insgesamt 260.000 Beschäftigte, die in Nordrhein-Westfalen in den Einrichtungen arbeiten und behandelt werden jährlich ungefähr 4,6 Millionen Patienten mal mehr mal weniger. Was sind die Aufgaben der Krankenhausgesellschaft? Wir informieren, wir beraten, wir unterstützen unsere Mitgliedskrankenhäuser. Eigentlich in allen Fragen, die das Gesundheitswesen betreffen, sind juristische Fragestellungen, fachliche Fragestellungen, Fragen zu Gesetzesnobilierungen und Ähnlichem. Wir vertreten die Interessen der Krankenhäuser gegenüber den anderen Beteiligten im Gesundheitswesen gegenüber den anderen Beteiligten auch. Selbstverwaltung benehmen auch die gesetzlich verankertene Aufgaben beim Selbstverwaltung für die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen wahr. Das Ganze tun wir natürlich auch mit Schwerpunkt-Informationstechnik. Was sind so unsere Themen? Wir haben unter anderem zum Thema Einführung in die telematigen Fragestruktur unsere Häuser begleitet und beraten. Wir haben sie darüber aufgeklärt, welche Konsequenzen es für die Krankenhaus IT hat, für die Prozesse in den Krankenhäusern. Bisher Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft EGK-HBA-Nordrhein-Westfalen haben dort den Online-Rollort-Stufe 1 in der Testrägung best begleitet, unter anderem, in dem wir Krankenhäuser akquiriert haben und das Ganze auch fachlich begleitet haben. 

    Also jede Menge Projekte, jede Menge Aktivitäten und eins dieser Projekte wollen wir uns heute ein bisschen näher anschauen, dass Projekt I, I, Health, NRW drum geht’s in diesem Projekt. Ja, ganz kurz gesprochen geht’s darum, elektronische Fallakte und elektronischen einrichtungs- bzw. sektoren übergreifen verfügbar zu machen und auch anzuwenden, also in die Anwendung zu bringen. Wir sind natürlich aus einem stationären Bereich, jetzt vor allem mit dem Thema Fallakten unterwegs. Wir möchten das Potenzial von elektronischen Fallakten in der Versorgung aufzeigen mit dem Projekt. Wir möchten eine kritische Masse schaffen, die diese Technologie nutzt und wir möchten natürlich damit auch die Akzeptanz der Lösung fördern, Investitionssicherheit bringen, einfach aber grundsätzlich anwender und industrie davon überzeugen, dass das eine sinnvolle Technologie ist. Wir linkt das, grundsätzlich gelingt das, sonst werden wir mit dem Projekt nicht angetreten. Also wir haben die Hoffnung, dass wir das mit dem Projekt zeigen können, wir haben uns deswegen auch mit verschiedenen Partnern zusammengeschlossen, also das Projekt machen nicht nur hier als Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, sondern bis sind die beiden KV aus Nordrhein-Westfalen mit dabei, wir haben die Healthcare IT Solutions, eine Tochter des UK Aachen, die Alakte betreibt mit dem Projekt. Wir haben Softwaresteller mit Duria und CGM mit dabei, wir haben die Fachhochschule dort und die das ganz fachlich begleitet. Dann sind weitere Partnern noch die KV Telematik, die KV Connect betreibt, den Kommunikationsdienst im sicheren Netz der KV und die Telekom Health Care Solutions als Kissanbieter. Also jede Menge Player, die es geht uns so einem gemeinsamen Ziel zu vereinen, die muss ich mir so Scenarien vorstellen in diesem Projekt, also was wollt ihr da unterstützen? Wir haben das Projekt so aufgebaut, dass wir gesagt haben, wir kümmern uns um drei Bereiche. Wir kümmern uns um die Technik, also Schaffung einer Kommunikationsinfrastruktur, aber auch Schaffung der Schnittstellen. Wir kümmern uns um diese Mantik, das heißt, dass wir im Projekt die gleiche Sprache sprechen, dass wir die Zweckkot für eine elektronische Fallakte vereinbaren. Dass wir Dokumenten, Typen und Ähnliches eben ja gemeinsam vereinbaren, dass wir das Ganze über den Terminologiserver regelmäßig dann auch verbreiten und entsprechende Updates spielen. Und wir wollen das Ganze in vier Modellregionen erprogen, und diese vier Modellregionen haben unterschiedliche Versorgungsszenarien. 

    Welche Modellregionen sind das? Wahrscheinlich alle in Nordrhein-Westfalen, als Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen? Genau, so ist es. Wir haben in Münster, Warendorf, eine Geriatriakte, die wir planen, mit sehr vielen unterschiedlichen Behandlern im Bereich der Alpenpflege natürlich dann auch Einrichtung, die nicht direkt Mediziner sind. Dann haben wir bei dieser Geriatriakten natürlich der Herausforderung der Multimorbidität, das heißt, im Rahmen einer elektronischen Fallakte ist es ja eigentlich so, dass man sich sehr nah an der Indikation bewegt an einer. Und wir aber in der Geriatri eigentlich der Herausforderung haben, dass wir Multimorbiete Patienten haben. Das heißt, wir müssen auch Datenschutzrechtlich dahin wirken, dass wir so eine Fallakte trotzdem abbilden können. Unser Ziel ist es eben eine Geriatriakte, die über einen längeren Zeitraum geht zu führen, über die alle Behandler Krankenhausniedergelassene Art, Alpenpflege, Einrichtung, Therapeuten. Ihre entsprechende medizinischen Informationen beisteuern können. 

    Das war es zur Projektregion in Münster. Du war das gesagt, es gibt insgesamt vier. Was sind die anderen drei Regionen? Ja, wir haben in Borden, in Szenario das Recht ähnlich ist. Da geht es um die Behandlung demenziell erkrankter Patient. Dort setzen wir auch auf eine bestehenden Kooperation, nämlich das auch im Effeprojekt, das ist das Projekt gemeinsam. Dort geht es um die Kommunikation zwischen Niedergelassen im Arzt, im Krankenhaus und in Therapeuten. Das ist eine analoge Kooperation und wir gehen jetzt eben hin und digitalisieren das unter Mitunterstützung der elektronischen Fallakte. Dann haben wir in Dortmund eine Pädiatrieakte, also die Kinderärzte in Dortmund und das Klinikum Dortmund mit der dortigen Kinderklinik. Auch die arbeiten schon zusammen und zwar auch im Rahmen sogar einer elektronischen Fallakte. Das Ganze bauen wir aus und wollen vor allem die bidirektionalität fördern, sprich das auch die Niedergelassenen Ärzt, in Richtung Kinderklinikum, dann Dokumente medizinische Informationen transportieren. Das Ganze idealerweise eben übernarkte, gegebenenfalls, wenn wir das noch erweitern, um eine Chronikerakte. Dann haben wir noch Düren. In Düren haben wir das Vorhaben einer Notfallakte und einer Vertreterakte. Die Notfallakte ist letztlichen Ansatz der Vorsicht, wenn ein Niedergelassener Arzt sieht, dass ein Patient im Pflegeheim gegebenenfalls, am Wochenende kann man aus eingeliefert wird, dann legt er für ihnen vorsorglich eine Notfallakte an. Sollte diese Einweisung passieren, wird dann über das Krankenhaus diese Akte eingesehen und den Ersten im Krankenhaus stehen, die Behandlungsinformationen, die medizinischen Informationen, die der Hausarzt eingestellt hat, dann so verfügen. 

    Jetzt hast du gesagt, betreibt er eine Fallakte oder bringt wird eine Fallakte ins Feld bringen? Jetzt hatten wir bei uns im Podcast schon mal das Thema elektronische Patientenakten. Wo ist der Unterschied zwischen der Fallakte und dem Thema elektronische Patientenakten? Das Thema elektronische Fallakte ist letztlich eine eingeschränkte elektronische Patientenakte. Was haben beide gemeinsam? Erstens sind beide Arzt geführt, sie sind dadurch für die erstlichen Beteiligten verlässlicher, was die Informationen angeht, die in der elektronischen Fallakte stehen. Und sie orientiert sich immer sehr nah an einem spezifischen Behandlungsfall. Das heißt, der ursprüngliche Gedanke der elektronischen Fallakte ist eben, dass es eine Indikation gibt und zu dieser Indikation eine Fallakte. Und dass alle Einrichtungen, die an der Behandlung des Patienten beteiligt sind, ihre medizinischen Informationen. Diesen Fall betreffend in die Fallakte einstellen. Dieses Konzept gibt es, weil datenschutzrechtlich der Gedanke einer elektronischen Patientenakte, vor allem eine Einrichtungsübergreifenden, elektronischen Patientenakte, natürlich noch in den Kinder schon steckt. Das heißt, da sind die Regelungen noch nicht geschaffen, dass sowas einfach so funktionieren kann. Deswegen dieser EFA-Ansatz für diese elektronische Fallakte gibt es auch eine entsprechende Bestätigung der Datenschutzbeauftragten, dass die Datenschutzkonform ist. Deswegen haben wir uns diese Technologie eben genommen und sie jetzt im Projekt auch mit KV Connect, dem Kommunikationsdienst der KV und verheiratet. Das heißt, damit werden auch die niedergelassenen Ärzte an diese Akte angebunden. 

    Genau, man kann sich das so vorstellen, dass wir zwei zentrale Infrastrukturkomponenten haben. Das ist einmal das E-Verproweitersystem, also die E-Ver der Kern der elektronischen Fallakte. Und wir haben auf der anderen Seite KV Connect. Das ist eben der Dienst, der im sicheren Netz der KV und läuft und der bei den niedergelassenen Ärzten eine hohe Akzeptanz hat. Es ist so, dass es innerhalb von KV Connect schon den elektronischen Arztbrief als sprechen Anwendungsdienst gibt und dieser elektronische Arztbrief oder auch im Rahmen unseres Projektes in der Modellregion Dürren schon eingeführt. Und dort ist es tatsächlich so, dass die Krankenhäuser in Dürren und niedergelassenen Ärzte über den elektronischen Arztbriefintersektoral schon kommunizieren. So, diese beiden Technologien verheiraten wir miteinander. Der elektronische Arztbrief ist ja eine Arzt-zu-Arzt-verschlüsselter Arzt zu kommunizieren. Und die elektronische Fallakte soll ja mehrere Behandler integrieren und es möglich machen, da zentral abzulegen und alle Behandler einsehbar zu machen. Und das Ganze tun wir, indem wir in KV Connect einen neuen Anwendungsdienst schaffen. Der heißt Aktenkommunikation. Diesen Anwendungsdienst, den wir spezifiziert haben, können die PVS-Ersteller umsetzen. Und über einen Adapter, den wir ebenfalls im Projekt entwickeln, sollte an die Anknüpfung an das EFA-Probeider-System im Projekt funktionieren. 

    Jetzt ist das Projekt ja, ich glaube relativ frisch noch gestartet, noch gar nicht so alt. Gibt es denn schon Projekt-Erfahrungen, die du jetzt schon weitergeben kannst an unsere Hörer oder an andere Bundesländer, die vielleicht sagen, wir wollen das auch in unseren Bundesländern einführt, dann der eine Akte zur Vernetzung von verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen? 

    Ja, also es gibt sicherlich viele positive Dinge, die wir jetzt mitnehmen können aus dem bisherigen Projektverlauf. Aber es gibt eben auch einige Dinge, wo der Teufel noch im Detail steckt, wie wir festgestellt haben. Also das erste, habe ich gerade angesprochen, wir haben eine EAR-Sprichkommunikation etabliert, entdüren, das ist sehr positiv. Wir haben die Infrastrukturkomponenten fortentwickelt. Also wir haben geschaut, dass sich die EFA-Inrichtungen KV Connect öffnet und wir haben dafür gesorgt, dass sich KV Connect in Richtung elektronischer Fall-Akt öffnet. Also dass wir die beiden Kerntechnologien der beiden Sektoren miteinander sprechen lassen wollen. Da steckt natürlich der Teufel im Detail, diese Arbeit treiben wir aber voran. Wir haben uns auch Expertise dazugeholt im Bereich elektronische Fall-Akt öffnet. Das ist Fraunhofer ISST, das uns unterstützt, KV Connect-Experten dazugeholt. Da sind wir in ganz großes Stück weitergekommen. Wir haben in EFA-Providersystem ausgeschrieben. Die ZV, das Rechentzentrum Vollmaschneiden wird für uns die elektronische Fall-Akte umsetzen, das Providersystem stellen. Und wir werden auch noch eine Portalhösung ausschreiben, sprich dann auch ein entsprechendes EFA-Teilnehmer-System. Ja, das klingt ja nach vielen positiven VH-Hummet dem Projekt. Gibt es denn auch negative Sachen zu berichten? Also gibt es noch Dinge, die vielleicht nicht so gut laufen? 

    Ja, es gibt durchaus auch Dinge, die uns in den letzten Monaten vermehrt beschäftigt haben und wo wir vielen Nahesteuern mussten. Zum einen ist es natürlich so, dass die Software-Steller grundsätzlich den Nutzen der Fall-Akte als Technologie nur bedingt sehen. Es gibt einfach auch noch keineszenarien, auf die wir da wirklich aussetzen können, wo wir sagen können. Da funktioniert es doch wunderbar, sieht euch den Nutzen doch dort an. Dann haben wir natürlich die Herausforderung, dass die Telematik-Infrastruktur ihre Schatten vorauswirft. Und wir immer wieder darauf verweisen, dass unser Vorhaben natürlichen Migrationsfahrt in die Telematik-Infrastruktur vorsieht. Aber EFA und E-Patienten, einfach geist dann eben durch die Lande, Elektronische Grießen aus dem Boden. Und da müssen wir eben immer wieder zeigen, dass unsere Fall-Akte vor allem anhand unserer Scenarien beschrieben. Durchaus in andere Richtung geht nämlich keine patientenmoderierte Akte, sondern eine Fall-Akte, die vom Arzt moderiert ist. Bei Patientengruppen, die eben vielleicht auch gar nicht in der Lage sind, Elektronische Resultats-Akte auch selbst zu bedienen, selbst zu moderieren. Und das da wichtig ist, ist die erzlichen Beteiligten diese in Verantwortung danach übernehmen. Und wir merken, dass die erzlichen Beteiligten in den Modellregionen natürlich mitgenommen werden müssen, dass wir denen die Fall-Akte erklären müssen, dass wir sie vom Nutzen überzeugen müssen. Und zu guter Letzt der schnöde Mammon, die Finanzierung muss natürlich geregelt sein und da haben wir glaube ich das Problem, was viele Förderprojekte haben nämlich, dass die Finanzierung natürlich auch über das Projektende hinaus geregelt sein muss und geregelt werden muss. Da stecken wir gerade mitten in der Arbeit, das wir uns dazu Gedanken machen. Das wird unser Fall-Akten-Szenario dann auch nach Projektende weiter betreiben können. Kannst du was zum Zeitholz und sagen, bis wann soll da die Kommunikation über diese Fall-Akte stattfinden? Unser aktuelles Ziel ist, dass wir im Januar 2019 das Eva Pro-Weider-System laufen haben und die unterschiedlichen Teilnehmer-Systeme laufen haben, die da sind einmal eine Kiss-Schnittstelle mit direkte an die elektronische Fall-Akte. Einmal das Portal, das ich gerade schon angedeutet habe und dann eben diese Anwendungsdienste-Auskaffer-Connect, der sich über den Adapter an die Fall-Akte anbieten. Das Ganze sollen im Januar 2019 zur Verfügung stehen, bis das Ganze dann bei den erzlichen Beteiligten angekommen ist, ja, sie bei der Einführung dann auch begleitet haben, wird es im Mitte 20.10. Das heißt noch so ca. 25 bis 30 Podcast folgen, sind bis dahin zu überbrücken und dann können wir einen Follow-Up oder ein Update machen zum Thema Fall-Akte und uns mal anschauen, wie viel davon umgesetzt wurde und was bisher kommuniziert wurde. Ja, das klingt spannend. Das muss man dann im Podcast ja auch noch mal sagen dieses Wort. Auch wenn es am Ende etwas spät vielleicht noch kommt, wir haben was interessantes mitgenommen von dir, Jakob. Also vielen Dank. 

    Links zum Podcast

  • Folge #44 – Zuweisermanagement

    In dieser Folge sprechen Bernhard und Gast Christian Gehne über das Thema Zuweisermanagement im Gesundheitswesen. Dabei erläutern die beiden, warum ein strukturiertes Zuweisermanagement für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnt und wie entsprechende Prozesse gestaltet werden können. Außerdem werden mögliche Erfolgsfaktoren sowie die Rolle unterstützender Softwarelösungen im Kontext von Kommunikation, Organisation und Patientensteuerung eingeordnet.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    [Nach den] News kommen wir nun zum Thema des heutigen Podcasts, zum Zuweisermanagement. Da ich davon nicht so viel Ahnung habe, habe ich mir dazu einen Gast eingeladen, und zwar den Christian Gehne von der CompuGroup. Herzlich willkommen, Christian. Vielleicht stellst du dich mal selber kurz vor. — Ja, vielen Dank, Bernhard, schön, dass ich da sein kann. Ja, genau, mein Name ist Christian Gehne. Ich bin Projektleiter bei der CompuGroup und beschäftige mich dort seit diesem Jahr mit dem Thema der intersektoralen Vernetzung. Vorher war ich viele Jahre bei einem großen Krankenhausverbund in der schönen Stadt Essen und habe mich dort drei Jahre intensiv mit dem Thema Zuweisermanagement beschäftigt.

    Das klingt nach wunderbaren Voraussetzungen, also du scheinst unser Mann zu sein, und mit dem Namen Christian fällt es mir dann natürlich auch leicht, den Podcast im üblichen Stil abzuhalten. Und dann wollen wir auch wenig Zeit verlieren und direkt mit der ersten Frage mal starten: Was versteht man denn eigentlich unter Zuweisermanagement?

    Ja, der Begriff Zuweisermanagement ist ja zweigeteilt. Und Zuweiser meint wirklich in diesem Zusammenhang so den zu- oder auch einweisenden Haus- oder Facharzt eines Krankenhauses. Und das Zuweisermanagement besteht in diesem Fall aus der strategischen Komponente, das heißt die strategisch angelegte Kooperationsarbeit eben zwischen genau diesem Krankenhaus und dessen einweisenden Ärzten. Und im Kern geht es bei dieser Thematik um die systematische Steuerung eben dieser zentralen Stakeholder mit dem Ziel, Strukturen, Prozesse und auch Maßnahmen entsprechend zu etablieren, um die Zufriedenheit dieser Zuweiser zu erhöhen. Und da in vielen deutschen Krankenhäusern durchschnittlich heute auch so ca. die Hälfte der Patienten wirklich elektive Fälle sind und über den einweisenden Arzt kommen, sollen durch dieses gezielte Management entsprechend die Patientenströme in Richtung des eigenen Hauses gelenkt werden.

    Warum sollte man sich mit dem Thema Zuweisermanagement beschäftigen, oder wer sollte sich mit diesem Thema beschäftigen? — Ja, warum — da sprechen in meinen Augen wirklich mehrere Gründe für. Schaut man sich mal die Lage an, dann schätzen ja Experten, dass so bis zu 50 Prozent der deutschen Krankenhäuser rote Zahlen schreiben. Und betrachtet man bei alledem zusammen mal noch den milliardenschweren Investitionsstau, dann wird klar: Krankenhäuser brauchen heutzutage eine Lösung. Und im digitalen Zeitalter kann man da einfach nicht sagen ‚macht mehr Fälle‘, das wäre wirklich zu kurz gegriffen. Und vor dem Hintergrund, dass drei Viertel der deutschen Krankenhäuser wirklich kleine Häuser sind, so unter 400 Betten, und teilweise gar keine feste Spezialisierung haben, aber in Einzugsgebieten von wirklich großen Häusern mit mehr als 800 Betten und auch Universitätskliniken liegen, können gerade diese Häuser wirklich von einem Zuweisermanagement profitieren, indem sie sich von den Wettbewerbern in dieser Form differenzieren.

    Nun gibt es ja auch immer noch Einweisungen als Notfälle und Elektiv-Einweisungen — gibt es denn da irgendwie Zahlen? Also bei den Notfällen kann ich natürlich wenig machen, aber gibt es da Zahlen, um wie viel Prozent ich das Ganze steigern kann mit einem Zuweisermanagement? — Ja, die Zahlen gibt es in der Tat. In diesem Zusammenhang spielen natürlich verschiedene Faktoren eine große Rolle, das hängt so ein bisschen auch von der Lage des Hauses ab oder auch von der Größe. Aber im Mittel kann man sagen, dass so durchschnittlich 5 Prozent jährlicher Anstieg der Fallzahlen durch so ein systematisches Zuweisermanagement erreicht werden kann.

    Ich kenne aber auch Häuser, die in dem Zusammenhang ganz andere Ziele verfolgen, beispielsweise diese Beziehungen mit den niedergelassenen Ärzten einfach zu stabilisieren. Denn Krankenhäuser stehen ja heute auch unter anderem in Konkurrenz zu den einweisenden Ärzten durch die ambulant erbrachten Leistungen oder auch die eigenen MVZs. Und gerade vor diesem Hintergrund ist es dann auch für Häuser interessant zu sagen, wir möchten diese niedergelassenen Ärzte nicht verlieren. Und da kommt dann beispielsweise so eine Intensivierungsstrategie zum Tragen, die das wirklich dann in dieser Hinsicht so weit trägt, dass Häuser dann entsprechend ihr Profil schärfen, vielleicht auch als Experten für ein bestimmtes Krankheitsbild auftreten und dann entsprechend gar nicht die Fallzahlenerhöhung im Vordergrund haben, sondern wirklich den Ausbau bzw. die Intensivierung der Einweiserbeziehungen mit den bereits bestehenden niedergelassenen Ärzten.

    Jetzt hast du gesagt, das ist ein strategisches Planungsinstrument, das über einen längeren Prozess geht — kannst du diesen Prozess vielleicht mal beschreiben? — Ja, gerne. Wie auch bei so vielen Dingen gibt es in dem Fall nicht den einen Prozess. Aber in meiner Vergangenheit hat sich doch eine Vorgehensweise an der Stelle besonders etabliert. Also zuerst sollte man wirklich das umliegende Versorgungsgebiet analysieren. Sprich, es sollte wirklich geprüft werden, welche Situation herrscht aktuell am Markt vor und welche Bedarfe gibt es auch. Und quasi zeitgleich kann man dann auch mit der internen Analyse der eigenen Institution beginnen. Das heißt, man betrachtet in diesem Fall die Marktentwicklungen und korreliert diese Informationen dann mit den eigenen Unternehmensdaten.

    Als Beispiel kann dann eben an der Stelle herauskommen, dass man feststellt, sage ich mal, marktseitig ist ein Anstieg an beispielsweise geriatrischen Fällen mit Demenz zu verzeichnen. Und jetzt sollte natürlich die eigene Institution überprüft werden, und man kann sich in diesem Fall Fragen stellen wie beispielsweise: Haben wir eine entsprechende Expertise auf dem Gebiet? Haben wir räumliche Ressourcen, die genau diese Belange des Klientels widerspiegeln? Wissen unsere einweisenden Ärzte überhaupt, dass wir so ein Klientel behandeln können? Wer weist uns bereits ein, wer weist uns noch nicht ein? Und mindestens solche Fragen kann man sich in diesem Zusammenhang stellen.

    Wer stellt diese Fragen, wer triggert das an, also wer beschäftigt sich da in einem Krankenhaus dann mit diesen Fragen? — In der Regel ist es an dieser Stelle auch jemand aus dem Management, also in meinem Fall, in der jüngsten Vergangenheit, war es so, dass ich mich als Zuweiserbeauftragter eben dieses Krankenhauses mit diesen Fragen beschäftigt habe und entsprechend mich mit Chefärzten, der Geschäftsführung und auch vielleicht anderen partizipierenden Stellen an der Stelle zusammengesetzt habe.

    Okay, und dann haben wir diesen Prozess erarbeitet, es gibt entsprechende Korrelationen, Dinge, auf die ich irgendwie reagieren muss, wie ein Anstieg von Fällen. Wie geht es dann weiter im Prozess? — Ja, wenn man weiß, was der Markt möchte und wie wir entsprechend dazu aufgestellt sind, kann man natürlich anfangen, entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und zu etablieren. Das heißt, an dieser Stelle wird überprüft: Was können wir tun, um entsprechend unser vorher definiertes Ziel zu erreichen? Und so ein Ziel kann man natürlich entsprechend, ich sag mal, definieren, indem man beispielsweise — bleiben wir vielleicht mal bei dem Fall der Demenzpatienten, die wir vielleicht generieren möchten —, dass man das klar aufschreibt und sagt: Mein Ziel [ist die] Erhöhung der Demenzpatienten unserer geriatrischen Einweiser um 5 % binnen sechs Monaten. Das ist ein Ziel, das ist greifbar, und das muss an der Stelle natürlich operationalisiert werden.

    Das heißt, wir können jetzt natürlich versuchen, Einweiser zu generieren und zu finden, die uns genau diese Fälle schicken wollen. Und was können wir tun? Beispielsweise eine Maßnahme, die wir umsetzen können, wäre, dass wir jetzt eine Informationsveranstaltung genau für diese einweisenden Ärzte durchführen, wo wir uns genau zu diesem Krankheitsbild positionieren und entsprechend darüber versuchen, die einweisenden Ärzte dazu zu bewegen, uns entsprechende Fälle zu senden, da sie sehen, dass wir einfach eine Experteninstitution für dieses Gebiet sind.

    Wo ist der Vorteil für diese einweisenden Ärzte, warum kommen die zu einer Informationsveranstaltung, warum entscheiden die sich im Anschluss, Patienten einzuweisen oder zu überweisen? — Ja, das ist so: Niedergelassene Ärzte können ja nur bis zu einem gewissen Grad die Patienten behandeln, und die müssen am Ende natürlich auch irgendwann sagen, ich übergebe meine Patienten jetzt vom ambulanten in den stationären Sektor. Und da ist es natürlich gut zu wissen — wenn ein niedergelassener Arzt seinen Patienten vielleicht 5, 10 oder 15 Jahre kennt —, dass er weiß, dass an einer anderen Stelle eine Institution diesen Patienten entgegennimmt, die wirklich Ahnung von der Thematik hat, die entsprechend aufgestellt ist. Und vielleicht sieht der Arzt durch diese Informationsveranstaltung, die sogar im eigenen Haus abgehalten wird, ja mal ganz andere Stellen, der sieht beispielsweise mal: oh, schöne Cafeteria, barrierefrei, netter Empfang, und kann sich natürlich da ein ganz anderes Bild vom Haus machen als über so subjektiv gefärbte Broschüren.

    Und kann man auch sagen, was Erfolgsfaktoren sind beim Zuweisermanagement? Also solche Dinge sind sicherlich schon mal ganz gute Einstiege, also Barrierefreiheit und irgendwie nette Cafeteria, aber gibt es irgendwie so Kriterien oder einen Kriterienkatalog, wo man sagt, das sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren, wenn man darauf schaut, dann kann Zuweisermanagement gut gelingen? — In meinen Augen gibt es die. Ich habe die seinerzeit mal geclustert und habe die im Endeffekt die KO-Kriterien des Zuweisermanagements genannt. Das habe ich allein aus der Namenskonvention abgeleitet, die fangen nämlich alle drei mit den Buchstaben K und O an. Und der erste Erfolgsfaktor in meinen Augen ist die Kompetenz.

    Das heißt, ein niedergelassener Arzt möchte nicht nur durch Broschüren und die Homepage von einer Leistung eines Krankenhauses überzeugt werden. Das heißt, er testet vielleicht wirklich die Einweisungen, indem er leichte oder mittelschwere Fälle mal an ein Krankenhaus, das er bislang nicht kennt, übersendet. Und dann wird der Patient im Nachgang auch wirklich befragt — das habe ich sehr oft festgestellt, dass der Patient gefragt wird, wie haben Sie diesen Aufenthalt empfunden? Das heißt, hier ist natürlich wichtig die medizinische Kompetenz, die pflegerische Kompetenz, aber auch gerade das, was der Patient am Ende beurteilen kann, das heißt so diese administrative Kompetenz, wie ich sie nenne: Hat das Essen geschmeckt, waren die Leute freundlich, gab’s Parkmöglichkeiten, wie lange hat er auf bestimmte Untersuchungen gewartet? Das sind Faktoren, die spielen so in diesen Bereich mit rein.

    Dann gibt es in meinen [Augen] auch noch einen zweiten wichtigen Aspekt, der auf gleicher Ebene rankiert, das ist der Aspekt der Kommunikation. Das heißt, hier möchte ein Arzt nicht nur in einem stark verspäteten Entlassungsbericht in irgendeiner Form über seinen Patienten informiert werden, keine Möglichkeit der Rücksprache haben und entsprechend nur etwas diktiert bekommen vom Krankenhaus, das er hinnehmen muss, sondern er möchte wirklich interaktiv in die Kommunikation. Er möchte frühzeitig informiert werden, er möchte entsprechend dort auch dann erfahren, dass sein Patient entsprechend gut behandelt wurde, und das, wie gesagt, zeitnah. Und sind diese beiden Punkte, die Kompetenz und Kommunikation, bei einem niedergelassenen Arzt zufriedenstellend bewertet worden, kann er dann auch in dem dritten Fall, beim Erfolgsfaktor Kooperation, langfristig ans Haus gebunden werden.

    Das klingt super: also Kompetenz, Kommunikation, Kooperation, drei KO-Kriterien beim Zuweisermanagement. Und jetzt sind wir ja hier auch im eHealth-Podcast — gibt es dann auch irgendwie IT-Systeme, mit denen man das Ganze irgendwie unterstützen kann? — Ja, die gibt es in der Tat. Auch in diesem Bereich gibt es eine Vielzahl an Software-Systemen, die Einsatz finden können. Ich würde an dieser Stelle gerne zwei so ein bisschen hervorheben wollen. Und zwar hatte ich ja gerade bei dem Prozess erzählt, dass man Marktanalysen oder auch Analysen in der eigenen Institution durchführen sollte. Und das kann man natürlich mit klassischen Managementwerkzeugen machen, wie beispielsweise SWOT-Analyse und Co. Aber es gibt Software-Produkte, die an dieser Stelle auf ganz anderen Ebenen unterstützen können, beispielsweise ein Geomarketing-Tool.

    Ein Geomarketing-Tool kann die eigenen Unternehmensdaten mit externen Daten koppeln und diese visualisieren. Das ist insofern spannend, als dass man teilweise mit reinen Kennzahlen gar nicht so viel Informationen bekommt, wie eigentlich nötig wären. Ich führe an dieser Stelle immer gerne das Beispiel auf, dass ein niedergelassener Arzt, der zwar im gleichen Postleitzahlengebiet wie unser Krankenhaus liegt, aber nichts einweist, vielleicht doch nicht so spannend ist wie vielleicht der weiter entfernte Einweiser, der allerdings einen besseren Zugang hat. Weil was zum Beispiel bei so einer Visualisierung über eine Geokarte rauskommt, ist, dass der nah an unserer Klinik liegende Arzt beispielsweise durch ein brückenloses Gewässer oder auch eine Autobahn ohne Auffahrt blockiert wird und deswegen vielleicht die Patienten zu einem Krankenhaus schickt, das, ich sag mal, auf seiner Seite des Flusses entsprechend liegt.

    Ja, das Geomarketing-Tool klingt spannend — um beim Wort des Podcasts auch nochmal zu bleiben, das du ja auch schon aufgegriffen hast. Gibt es weitere Tools? — Ja, in der Tat. Ein zweites, wichtiges und interessantes Tool ist eins, mit dem man wirklich diese eben besagte Kommunikation deutlich effizienter gestalten kann. In der Vergangenheit wurden diese Tools auch Zuweiserportal oder Ärzteportal bezeichnet, heute nennen wir diese Sachen oftmals Plattform, also Telematikplattform beispielsweise.

    Ein Arztbrief ist heutzutage noch in vielen Fällen die einzige Korrespondenz, die zwischen einem Krankenhaus und einem niedergelassenen Arzt ausgetauscht wird. Dazwischen erfolgt in vielen Fällen gar keine Form der Kommunikation. — Und wie funktioniert so eine Vermittlung von einem Arztbrief heute? — Ein Arztbrief wird entsprechend erstellt, ausgedruckt, eingetütet und versendet. Auf der anderen Seite geht eine Arzthelferin hin und packt diesen Brief wieder aus, scannt ihn entsprechend ein und legt ihn dem Arzt in einer pseudo-digitalisierten Version vor. Allein dieser Versandprozess dauert heute mehrere Tage, das sind viele Tage, in denen diese wertvollen Informationen nicht zur Verfügung stehen.

    Und durch den Einsatz von einer entsprechenden Plattform kann genau an dieser Stelle angesetzt werden. In einem Krankenhausinformationssystem wird das Dokument nach wie vor erstellt, aber jetzt nach der Freigabe direkt elektronisch übermittelt, das heißt beispielsweise als E-Arztbrief. Und an dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass dieses Dokument dann wie eine E-Mail direkt zur Verfügung steht. Das heißt, hier entfällt nicht nur der lange Transportweg, sondern auch in der Arztpraxis entsteht etwas Positives, denn das Auspacken des Briefes und das entsprechende Einscannen entfällt an dieser Stelle.

    Ja, das war es dann auch schon zum Thema Zuweisermanagement, also über die KO-Kriterien als Erfolgsfaktoren und die entsprechenden Tools, die zum Einsatz kommen. Ganz vielen lieben Dank, Christian, an dieser Stelle, dass du hier warst und uns da ein bisschen aufgeklärt hast zu diesem Thema. — Ja, vielen Dank, Bernhard, dass ich hier sein durfte, hat mir wirklich Spaß gemacht.

    Links zum Podcast

  • Folge #43 – Kommunikationsserver

    In dieser Folge beschäftigen sich Renato und Christian mit Kommunikationsservern im Krankenhausumfeld. Ausgehend von Systemen wie KIS, RIS, PACS, DMS, PDMS und LIS erläutern die beiden die zentrale Rolle von Kommunikationsservern bei der Integration und dem Datenaustausch zwischen unterschiedlichen IT-Systemen. Darüber hinaus werden Funktionen, Vor- und Nachteile sowie typische Einsatzgebiete und Anbieter solcher Integrationslösungen im Gesundheitswesen eingeordnet.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Renato, ein Kommunikationsserver, was ist denn das? Da stellen wir uns jans dumm und überlegen uns erst mal, wie ist es dazu gekommen. Also die IT-Landschaft hat sich ja in den letzten Jahrzehnten so ein bisschen gewandelt im Krankenhaus früher, was durchaus üblich, dass es so monolitische Architekturen gab, ein Anbieter für das gesamte Krankenhaus. Heutzutage pricht das ein bisschen auf. Es gibt immer wieder diesen Best-of-Bread-Ansatz. Man holt sich das System, das einem bestimmten Wirkler am Besten unterstützt und das ist nicht immer das vom größten Anbieter oder nicht immer das von dem, was man die schon einmal haus hat. Und das erfordert dann letztendlich, dass diese verschiedenen Systeme miteinander kommunizieren. In Zukunft natürlich, dass die Digitalisierung Krankenhaus immer weiter voranschreitet und immer mehr Bereiche digitalisiert werden. Wenn früher zum Beispiel die Kurve noch auf Papier war, dann gibt es jetzt immer mehr Krankenhäuser, die das auch elektronisch umsetzen. Und dann nimmt man sich teilweise eben auch mal Fremdefirmen noch dazu und Haus und dadurch, wie gesagt, entstehen immer mehr Kommunikationspartner und wenn jetzt tatsächlich alle miteinander kommunizieren wollen, dann nimmt mit jedem Kommunikationspartner die Komplexität dieser Kommunikation immer mehr zu. Kann sich ja vorstellen, einer drei Kommunikationspartner alle reden miteinander, da gibt es drei Schnittstellen. Bei vier Kommunikationspartnern kommen jetzt drei Schnittstellen noch dazu, dann sind wir schon bei sechs und bei fünf Kommunikationspartnern kommen jetzt vier dazu, dann sind wir bei zehn. Also es nimmt Rapide zu und um diese komplexe Kommunikation zumindest etwas zu vereinfachen, bricht man es auf, dass jeder mit jedem kommunizieren muss, also dass diese Peer-to-Peer-Kommunikation stattfindet und man macht eine Sternförmenege Kommunikation. Das heißt, jede Kommunikation läuft über einen zentralen Punkt und selbst wenn ich jetzt direkt mit einem System kommunizieren will, geht das quasi einmal über Bande über einen zentralen Server. In dieser zentrale Server ist dann eben genau dieser Kommunikationsserver, weil er sich in die Kommunikation von diesen ganzen Systemen einschaltet. Die Vor-Nachteile, die werden wir gleich noch ein bisschen auseinander tröseln, das ist vielleicht erstmal so zur Architektur. Trösel, das ist eigentlich so ein Wort aus dem Saarland. Steht das im Duden? Nee, das ist ein Hochdeutsches Wort. 16 des Jahrhundert kommt von Drosophila. 

    Gut, dann drösel ich jetzt mal weiter und zwar was für Aufgaben, was für Funktionen kann, denn so normaler Kommunikationsserver. Mit das Wichtigste ist sicher, dass er übersetzt oder konvertiert. Und mit übersetzen oder konvertieren ist sowohl gemeint, dass von einem Kommunikationsstandard in einen anderen Kommunikationsstandard konvertiert werden kann, also HL7 nach DICOM oder umgekehrt, LDT, nach HL7 oder umgekehrt oder auch HL7 in proprietäre Schnittstellen, wie zum Beispiel BAPI von SAP. Es kann aber auch, und das kommt im Alltag dann wirklich häufig vor, dass Daten innerhalb eines Kommunikationsstandards angepasst werden. Also das, was ja gerade bei HL7 vor 2 häufig vorkommt, also dass eine Information von System A im 12. Feld erwartet wird von einem Segment und in einem anderen System von mir aus im 13. Feld und da kann Kommunikationsserver helfen, der weiß einfach, welches System an welcher Stelle die Information erwartet und schickt dann jedem System die Nachricht genau so, wie sie braucht und muss natürlich vor die Nachrichten entsprechend anpassen. Das ist das zweite und das dritte, was übersetzen oder konvertieren angeht, kann man auch da drunterfassen der Übertragungsweg. Also es kann sein, dass moderne Systeme heutzutage von mir aus über ein Web-Service angesprochen werden wollen, dass es Mittelalte-Systeme gibt, die vielleicht Dateien in einem Filesystem ablegen und dort der Kommunikationsserverregeln mäßig nachschaut. Oder es gibt auch Systeme, es gibt nichts, was es nicht gibt, hier auch schon von Systeme gehört, die neue Nachrichten über klassische e-Mail-Protokolle versenden wie SMTP und Pop 3. Du hast Klippeln. Klippeln, Klippeln 3. Nachdem nicht alle Systeme, alle Übertragungswege können, kann dort der Kommunikationsserver auch helfen. Also auf diesen drei Ebenen von einem Kommunikationsstandard zum anderen konvertieren. Eins, zwei, innerhalb eines Kommunikationsstandards innerhalb einer Nachricht, natürlich die Daten anpassen und das dritte den Übertragungsweg auch überbrücken. 

    Was macht zum Komsover noch? Der kann natürlich filtern. Also wenn eine Nachricht nicht an gewisse Systeme gehen soll, dann werden die einfach dort nicht weiter geleitet. Als ein Beispiel, das Riss muss erst dann von einem Patienten Bescheid wissen, wenn zu diesem Patienten radiologische Auftrag angelegt wird, vorher sollte der Kommunikationsserverlass entsprechend nicht durchlassen. Ein Essenssystem, natürlich, wenn das elektronisch von Statten geht und wenn das so eine entsprechende Schnittstelle hat, sollte direkt Bescheid wissen, wenn ein neuer Patient aufgenommen wurde. 

    Aufgabe 3, nach übersetzen, konvertieren und filtern, ist Monitoring. So ein Kommunikationsserver kann auch dafür eingesetzt werden, um zu gucken, ob die Systeme tatsächlich noch laufen, ob die noch leben. Klassischerweise, wenn eine Nachricht geschickt wird, gibt es auch zwei unterschiedliche Bestätigungsmeldungen, dass die Nachricht also angekommen ist, das sogenannte ACK, das kann man noch mal unterteilen in ein Transport ACK, ja, die Nachricht ist angekommen und ein, sagen wir mal, Anwendungsak, ja, die ist angekommen und ich habe es auch verstanden, das ist alles in Ordnung. So was kann so eine Kommunikationsserver auch mit Monitoring und wenn normalerweise üblich ist, dass vielleicht ein System A alle zwei Minuten der Nachricht schickt und dass jetzt mal eine halbe Stunde stillsteht, könnte so ein Kommunikationsserver auch das mitbekommen und könnte eine Warnung schicken an den Administrator etc. 

    Aufgabe 4, loggen, kann also mit protokuliert werden, welche Daten reingekommen sind, wie sie transformiert worden sind und wie sehr wieder rausgegangen sind. Für was ist das wichtig, wenn jetzt tatsächlich mal ein Fehler fall auftritt und im PDMS-System auf der Intensivstation zum Beispiel ein Patient nicht angekommen ist, also elektronisch nicht angekommen ist, nicht im System drin ist, dann kann man im Kommunikationsserver nachschauen und kann gucken, wo dran das denn jetzt liegt, ist die Nachricht vielleicht beim Patienten führenden System gar nicht ausgelöst worden, wo die gar nicht generiert, hängt es am Kommunikationsserver oder wurde eine richtige Nachricht rausgeschickt, anders PDMS und dort liegt dann irgendwo der Fehler, das heißt man kann es dort an einer zentralen Stelle relativ gut nachschauen und dann Fehlerursachen feststellen und als letztes puffern, speichern, klöpeln und archivieren, wenn also ein System vielleicht mal heruntergefahren werden muss, ja bleiben wir mal bei dem Essenssystem und ist ein Update bekommt und vielleicht deswegen zwei, drei Stunden nicht online ist, wäre es natürlich doof, wenn dann das System die ganzen Nachrichten nicht bekommt und somit die Patienten, die in dieser Zeit aufgenommen worden sind im Essenssystem gar nicht bekannt sind und da kann man den Kommunikationsserver sagen okay, wir haben jetzt ein Wartungsfenster von mir aus, das heißt du puffer jetzt mal alle Nachrichten, die an das Essenssystem gehen sollen, die schickst du nicht raus sondern die merkst du dir und wenn die es Wartungsfenster zu Ende ist, sagen wir jetzt schickt die Nachrichten wieder raus ans Essenssystem und zwar in der gleichen Folge, wie sie in echt Zeit rausgegangen werden, sodass dann nach einer gewissen Zeit auch dieses Essenssystem wieder auf dem aktuellen Stand ist. Wenn man Kommunikationsserver nicht hat, muss man das irgendwie anders machen, das puffern. 

    Also das waren so grob die Aufgaben, übersetzen, auf den unterschiedlichen Ebenen, filtern, monitorn, ob alles in Ordnung ist, ob eine Nachricht angekommen ist oder nicht, protokulieren, zu fehlersuche, puffern, speichern und so weiter. Also das kann man natürlich auch beliebig kombinieren, das sind so die Hauptaufgaben, die einen Kommunikationsserver hat. 

    Renato, ich habe die Agenda Form hier von daher weiß ich, dass du uns jetzt dringend etwas zu den Vor- und Nachteilen von Kommunikationsservern erzählen magst. 

    Das mag ich genau. Also ein großer Vorteil, der sich auch schon aus der Herleitungen ergibt, die ich vorhin gesagt habe, ist, dass die Komplexität herabgesetzt wird. Ja, wir haben nicht mehr eine Kommunikation zwischen jeden Teilnehmer, sondern wir haben eine größere Schnittstelle zwischen den Teilnehmern und dem jeweiligen Kommunikationsserverkommt, ein neuer Teilnehmer hinzu. Dann gibt es eine neue Schnittstelle mit dem Kommunikationsserver und der Kommunikationsserver verteilt dann alles. Das reduziert die Komplexität, macht es wesentlich leichter, wartbar, macht es wesentlich leichter, handelbar, insbesondere für die Administratoren, die sich im Krankenhaus befinden, die können da sich etwas besser und einfacher zurücklehnen. Die haben natürlich dann auch mehr Aufgaben, aber sie haben bessere Übersicht über das, was sie tun. Ob den Anbiet dann immer so ganz recht ist, wenn sie jetzt mit einem Kommunikationsserver zu tun haben, das mag vielleicht dahingestellt sein, das liegt unter anderem aber daran, dass man sich natürlich auch jeder einzelne Schnittstelle bezahlen lässt und da kerben wir auch schon zu einem weiteren Vorteil. Zumindest aus Sicht der Krankenhäuser. Ein Vorteil kann sein, dass man durch so einen Kommunikationsserver die Kosten senken kann. Ich sag bewusst kann, es hängt sehr davon ab, wie viel Schnittstelle man davor hat, wie viel Kommunikationspartner man hatte, also wie viel Schnittstellen man dadurch dann einspart. Es hängt auch natürlich davon ab, was für einen Kommunikationsserverber man wählt, denn auch hier können natürlich noch große Kosten anfallen und es hängt natürlich auch davon ab, wie stabil das Ganze läuft, wenn man sich jetzt einen Kommunikationsserver ins Haus holt, der dann mehr Problem macht, als dass er einem hilft, dann hätte man vielleicht besser mit den alten Schnittstellen gearbeitet. Also die Kosten können ein großer Faktor sein, wenn man aus zehn Schnittstellen auf einmal vier oder fünf macht, dann kann man dadurch schon einiges an Geld einsparen. Dann ist ja vorhin schon rausgekommen, das Loggen, das manipulieren können, das zeigt, dass wir eine größere Transparenz bei der Kommunikation haben. Wir haben also die Möglichkeit, hier in den Strom direkt einzukreifen, was vielleicht vorher nicht gut möglich war, wenn es zu einer Piotopia-Kommunikation bekommen ist. Als Krankenhaus möchte man vielleicht nicht jedes Mal jede kleine Änderung über den Hersteller laufen lassen, sondern vielleicht an kleineren Änderungen auch direkt arbeiten und da bietet der Kommunikationsserver die Möglichkeit dazu. Komponenten sind leichter austauschbar, wenn ich also eine Komponente austausche, dann muss ich nicht alle Schnittstellen austauschen, die es von den anderen Komponenten zu meiner neuen Komponente gibt, sondern die anderen Komponenten kommunizieren ganz normal weiterhin mit dem Komponikationsserver und bekommen gar nicht mit, dass auf der anderen Seite jetzt eine Komponente ausgetauscht wurde. Das waren jetzt alles Vorteile mit den Kosten, das war so ein halb halb, was aber auf jeden Fall ein Nachteil ist, ist, dass dieser Kommunikationsserver there in der Mitte natürlich eine unheimliche Verantwortung hat. Im Ein Single Point of Failure, wenn der kaputt geht, dann steht quasi das ganze Haus früher, wenn ein Azubi des Haus-Lamlegen wollte, dann musste er vielleicht an vier der fünf Systemen, musste er dran rumtreten und heutschaft, der es, wenn er ein System, ein zentrales System lahmlegt. Also kann ich mitnehmen, dass Kommunikationsserver sehr azubifreundlich sind. Ja, definitiv. Kommunikationsserver sollte man immer anwenden, wenn man nicht ganz so fege azubi ist hat. Also das auf jeden Fall einen kritischer Punkt, dieses zentrale Element, das kaputt gehen könnte in Anführungszeichen. Und natürlich haben Kommunikationsserverwendungen, wenn man sie richtig verwendet, auch eine gewisse Komplexität, in die man sich einarbeiten muss. Das muss einem bewusst sein, aber wenn man Technik-Affien ist, dann kann es durchaus sein, dass man sich da gerne einarbeitet und das gar nicht als Belastung sich. 

    Okay, jetzt zu unserem letzten Punkt schon Christian, was gibt es denn alles für Kommunikationsserverso auf dem Markt? 

    Danke für die Überleitung, Renato. Also es gibt ein paar größere, den Mirth Connect zum Beispiel, der ist sogar kostenlos verfügbar, den setzt sich auch selbst in einer meiner Übung ein. Wenn man sich gar nicht damit auskennt, kann ich das wirklich nur empfehlen, dass man sich den mal runterlädt, gibt eine nette Web-Oberfläche, gibt es schon relativ viele Kommunikationsstandard, die der direkt out of the box spricht. Was gibt es noch? Es gibt von CorePoint Health, die CorePoint Integration Engine, es gibt den klassischen Cloverleaf von Health-Com. Es gibt zwei, die ehrlich gesagt mir bisher noch nicht untergekommen sind, aber vielleicht sind sie doch groß, kann ich tatsächlich nicht sagen, den Dataf-Kommunikationsserver und ein GKV-Kommunikationsserver. Und von der Firma Extension aus Österreich gibt es Orkestra. Gerade schon gesagt, falls man sich mit dem Thema mal ein bisschen beschäftigen möchte, und da ist wirklich die Lernkurve sehr schnell und sehr hoch bei diesem kostenlosen Produkt von Mirth Connect, dem Mirth-Kommunikationsserver unter mirth.com/mirth.com/mirth, der unterstützt direkt out of the box. HL7-DICOM-XML-X12 kann HL7-2. X auch nach XML umwandeln, natürlich nicht in ein valides HL7-V3-Format. Dazu fehlen natürlich bei einer klassischen HL7-V2-Nachricht zu viele Informationen. Der hat auch viele Connectoren, heißt das hier, also diese Übertragungswege. Der kann MLLP, das ist sowas wie TCP für HL7, der kann HTTP, also Web Services, der kann E-Mail. Ich habe hier vorhin schon gesagt, dass es Leute gibt, diese was machen, der kann klassisches altes, normales TCP. Der kann FTP, also da teilen, ablegen, über das File Transfer Protocol, der kann Datenbankverbindung direkt machen und so weiter und so weiter. Also der kann sehr viel, relativ schön erklärt, und das sind quasi meine letzten Worte, falls man sich damit nicht auskennt. Oder falls die IT-Liter sind in einem kleinen Haus und haben Angst davor sich einen großen Kommunikations-Servantshaus zu holen, die jetzt aber Geschmack bekommen haben oder Interesse dran bekommen haben, dann installieren sie sich mal den Mirst und damit kann man alleine schon sehr, sehr viel machen. 

    Links zum Podcast

  • Folge #42 – Zeitschriften in der Medizinischen Informatik

    In dieser Folge sprechen Christian und Bernhard über wissenschaftliches Publizieren in der Medizinischen Informatik. Dabei geben sie einen Überblick über wichtige Fachzeitschriften und erläutern, wie sich diese hinsichtlich Reichweite, Qualität und wissenschaftlicher Bedeutung unterscheiden. Außerdem werden Kennzahlen wie der Impact-Faktor und der Hirsch-Index vorgestellt und deren Rolle im wissenschaftlichen Umfeld eingeordnet.

    In dieser Episode des eHealth-Podcasts sprechen Christian und Bernhard über wissenschaftliches Publizieren in der Medizinischen Informatik. Dabei geben sie einen Überblick über wichtige Fachzeitschriften und erläutern, wie sich diese hinsichtlich Reichweite, Qualität und wissenschaftlicher Bedeutung unterscheiden. Außerdem werden Kennzahlen wie der Impact-Faktor und der Hirsch-Index vorgestellt und deren Rolle im wissenschaftlichen Umfeld eingeordnet.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Und nun wird man uns unserem eigentlichen Thema, also so ein bisschen die Frage, wo finde ich denn Ergebnisse, aktueller Forschung in der medizinischen Informatik, welche Zeitschriften sind da so relevant, das wollen wir so ein bisschen adressieren. 

    Dann leg los, welche Zeitschriften sind relevant, wo fängt man an? Also es gibt natürlich eine ganz große Anzahl von Zeitschriften, die in der medizinischen Informatik relevant sind. Vorgleich mit anderen Wissenschaften ist diese Zahl natürlich verschwinden gering, aber um da irgendein Reihenfolge mal reinzubringen, nachdem wir in der letzten vorletzten Podcast die GMDS-Jahres-Tagung hatten, starten wir mal mit den Publikationsorganen, die aus GMDS sicht interessant sind. Und da ist sicherlich als erstes die Methods of Information in Medicine zu nennen. Das ist das internationale Journal der GMDS und auch offizielles Journal von der IMIA und der EFMI. Für diejenigen, die sich jetzt fragen, das wirft in der da wieder für komische Abkürzung in den Raum. IMIA, das ist die International Medical Informatics Association, also der internationale weltweite, verband der Medizin Informatiker und die EFMI ist die European Federation of Medical Informatics, also das Pendant auf europäischer Ebene. Das sind also irgendwelche Zeitschriften von Organen aus unserer Branche. Was gibt es denn noch? Auch von der GMDS als Publikationsorgan empfohlen ist die Applied Clinical Informatics (ACI), die Applied Clinical Informatics. Da werden eher Anwendungsorientierte Praxisnahe Dinge publiziert. Dann gibt es die BMC Medical Informatics and Decision Making, die BMC Medical Informatics and Decision Making, aus der großen Biomed-Gruppe. Die JAMIA, also wenn die Europäer ein internationales Journal haben, dann wollen die Amerikaner natürlich auch so was. American Medical Informatics Association, die AMIA, hat eine Zeitschrifte, die JAMIA, Journal of American Medical Informatics Association. Darüber hinaus noch interessant, dass Journal of Medical Internet Research oder beispielsweise das International Journal of Medical Informatics. 

    Jetzt hast du ganz viele Namen gedroppt. Ich bin sicher, dass du auch viel Arbeit nachher machen wirst, die alle zu verlinken. Wie unterscheiden die sich denn? Da gibt es mehrere Kriterien, also zum einen natürlich von den Themen. Ich hatte gerade schon mal gesagt, die Applied Clinical Informatics, wie es im Namen schon drin steckt, hat eher Anwendungsorientierte Fälle, die da berichtet werden im International Journal of Medical Informatics, geht es viel um die Evaluation, Bewertung von entsprechenden Studien, von Forschungsergebnissen. Das ist sicherlich ein Kriterium. Dann gibt es das Kriterium, wer kann denn überhaupt diese Artikel einsehen? Also bei einigen Artikeln oder Zeitschriften gibt es Open Access, das bedeutet frei für jeden. Man kann diese ganzen Artikel alle komplett einsehen, herunterladen als PDF-Datei. 

    Was noch gibt es, was ich kenne es aus der Medizin des Impact Points. Also haben die Zeitschriften in Impact-Faktor und wenn ja, was ist das? Genau, das ist natürlich auch ein wesentliches Kriterium. Diese Zeitschriften unterscheiden sich natürlich auch im Impact-Faktor. Was ist ein Impact-Faktor? Ich glaube, der Begriff ist vielleicht schon mal einem ein oder anderen Podcast. Zumindest man reinein, der gebt es jahres Darum gefallen. Der Impact-Faktor ist ein Index, der sich berechnet aus der Anzahl der Zitate der vergangenen zwei Jahren, geteilt durch die Anzahl der Artikel der vergangenen zwei Jahre einer Zeitschrifte. Das heißt, wenn ich eine Zeitschrifte habe, mit 100 Artikeln und diese Artikel wurden in den letzten Jahren 200 Mal zitiert und hätte ich ein Impact-Faktor von 2. Jeder Artikel wurde im Durchschnitt zweimal zitiert, das wäre für die medizinische Informatik schon ganz ordentlich. Wir liegen meist beim Impact-Faktor zwischen 1 und 2. Die Message of Information hat beispielsweise ein Impact-Faktor von 1,7 im Jahr 2016. Das heißt, man kann sagen, je höher dieser Impact-Faktor ist, desto qualiter und der lässt vermuten, dass dann auch die veröffentlichen Artikel oder arbeiten dort höhere Qualität haben, weil die häufiger zitiert werden. Genau, das mit der Qualität ist natürlich eine entsprechende Vermutung, wie du schon sagst. Aber man kann auf jeden Fall sagen, ein hoher Impact-Faktor bedeutet. Artikel dieser Zeitschriften werden häufiger zitiert. In der medizinischen Informatik sind vor eher so zwischen 0,5 und 2 oder 2,5 unterwegs. Wenn man andere Zeitschriften wie die Nature vergleicht, da liegt der Impact-Faktor auch gerne mal bei 40 in den letzten Jahren. 

    Gibt es noch andere Kriterien, an der man erkennen kann, ob jetzt die Zeitschriften gut ist und ob ein Autor gut ist? Ja, beim Autor gibt es was vergleichbares, also bei dem Autor ist ja nicht der Impact-Faktor selber relevant, sondern da gibt es den Hirschindex. Hirschindex oder auch H-index. Das ist ein Kriterium, mit dem ich feststellen kann. Wie viel der Autorr an Publikationen oder Artikeln veröffentlicht hat, die schon häufiger zitiert wurden. Und der Hirschindex berechnet sich dadurch, dass ich X Publikationen habe, die mindestens X mal zitiert wurden. Auch das vielleicht an einem kurzen Beispiel. Ich habe 10 Artikel, von den 10 Artikeln, die ich selber auch insgesamt veröffentlicht habe, sind 4 Artikel auch schon mindestens 4 mal zitiert wurden, dann hätte ich einen Hirschindex oder einen Hirsch-Index von 4. Wenn ich jetzt noch einen weiteren Artikel habe, der vielleicht irgendwie 10 mal zitiert wird, dann hätte ich insgesamt 11 Artikel, selbst wenn einer davon 10 mal zitiert wird, dann käme ich also maximal auf einen Hirschindex von 5. Das heißt, es wird nach oben herschnell dünn. Es wird nach oben schnell dünn. Wie viel hast du denn, wie viele Hirscher hast du? Das müsste man mal nachgucken bei Scopus oder dem Web of Science, da kann man das entsprechend berechnen lassen. Das ist insofern ein bisschen schwieriger, dass man natürlich erst mal die richtigen Einstellungen finden muss, je nachdem, wie eindeutig, der eigene Name ist. Bei Namen, die mehrfach vergeben sind, dann muss man natürlich ein bisschen Arbeit reinstecken, erst mal nur die eigenen Artikel zuzuordnen. Und dann ist die Frage, was zählt einige Wissenschaftler sagen, also für so einen Hirschindex zählen eigentlich nur die Full Paper, also die auch wirklich bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift, bei einem der Organe, die ich gerade vorgestellt habe, eingereicht wurden, andere sagen, alles, was irgendwie veröffentlicht ist, im Web of Science und da würden teilweise eben auch die internationalen Konferenzbeiträge mit rein zählen. Was ist mit ein Reihenfolge, also das heißt nur die erste Erstautor oder der zweite dritte auch noch oder wenn man anstelle 19 kommt, wird es mir auch noch gewichtet oder ist das egal? Bei dem Hirschfaktor, wenn man den bei der Online-Berechnung bei Scopus macht, dann berücksichtigen die Reihenfolge nicht. Auch da gibt es einige, die sagen, also eigentlich zählen nur die erste Autorranschaften, andere neben die Geschichten, die bei der Habilitation häufig gelten, nämlich erst Autorranschaften und letzt Autorranschaft. First and senior authors, auch das ist eben nicht ganz klar und das ist vielleicht auch insgesamt so ein Kritikpunkt, der an diesem Hirschfaktor geäußert wird. Dass diese Zahl alleine natürlich irgendwo eine Idee ist, wie publikationsstark ist jemand, aber dass man natürlich nicht genau prüfen kann oder kaum jemand die Mühe macht, was da eigentlich hintersteckt. 

    Warum sollte man überhaupt seine Ergebnisse publizieren? Ja, wir haben wissenschaftlichen Fortschritt und den sollte man natürlich da sollte man natürlich andere dann teilhaben lassen, also wenn es irgendwelche spannenden Erkenntnisse gibt, müssen das fortjahnen noch mal droppen, haben wir diese Folge ja noch gar nicht. Und dann ist es spannend, ja genau. Deswegen, z. B. Gibt es sehr gute Beiträge, ich hab mir immer so ein paar Artikel angeschaut, da gibt es um Vorhersagen von Depressionen auf Basis-longitudinaler-Daten, also was kann ich denn mit Big Data machen? Kann ich da in dem Fall Depressionen vorhersagen von Personen, von Patienten. Und das sind natürlich neue Erkenntnisse, die für viele interessant sind und für viele relevant sind. Und da könnte ich mich also auf den aktuellen Stand zu bestimmten Themen bringen, wie Clinical Decision Support, was gibt es da Neues? Was gibt es dafür für Dinge, die ich vielleicht irgendwie in meinen nächsten Informationssystemen berücksichtigen sollte? 

    Das ist ja das Konsumieren von wissenschaftlichen Ergebnissen, aber was hat man denn als Autorr, wenn man seine Ergebnisse publiziert? Ja, Ruhm und Ehre, wie immer. Man publiziert das Ganze natürlich, um irgendwo auch in der Szene bekannt zu werden und die eigenen Forschung so ein bisschen nach außen zu tragen und zu sagen. Also wir produzieren hier nicht nur, wir sitzen hier nicht nur im Elfenbein-Turm und basteln irgendwelche ganz, ganz schön Sachen, sondern das hat auch irgendeine Relevanz für jemanden da draußen und derjenige draußen, der muss natürlich auch dann die Möglichkeit haben, das zu finden. Also veröffentlicht man die Sachen in der Hoffnung, dass man dann selber sehr häufig zitiert wird, dass darauf zurückgegriffen wird und man Ergebnisse dieser der eigenen Forschung in Folgeprojekten wiederfindet. 

    Und wie leucht es ab, wenn ich jetzt also Jungwissenschaftler wäre und publizieren möchte, wie mache ich das? Also meistens bin ich ja in irgendeinem Forschungsprojekt aktiv und wenn ich dann irgendwie nach X Monaten oder Jahren auf dem Standpunkt stehe, das ist ja jetzt habe ich auch wirklich was rausgefunden, was neu ist, dann würde ich diese Ergebnisse meiner Forschung aufschreiben und würde mir als erstes mal ein passendes Journal aussuchen. Also würde gucken, passt das vielleicht thematisch eher in die Applied Clinical Informatics oder ist das eher was für die Methods? Also erst mal inhaltlich schauen, in welcher Zeitschrift wäre es am besten untergebracht, dann würde ich das dort einreichen, muss mir die entsprechenden Formatierungskriterien runterladen, wie ist die Struktur bei dieser Zeitschrift, was für Formatangaben fordern die und dann reiche ich eben diesen Artikel bei einer Zeitschrift ein. Dort gibt es dann den Editor der Zeitschrift, der guckt sich erstmal an, ob das überhaupt thematisch passt. Also ist das ein Artikel, der thematisch und auch sprachlich überhaupt auf einem Niveau ist, dass man das irgendwo veröffentlichen könnte und überlegt dann, wenn diese beiden Entscheidungen zutreffen, wer könnte denn die Qualität dieses Artikels beurteilen und weist diesem Artikel verschiedene Reviewer zu? Genau, andere Wissenschaftler der Community bekommen dann meinen Artikel und müssen entscheiden, dass es gut, dass es schlecht oder bestimmte Punkte sind gut, bestimmte Punkte sind schlecht, ist das logisch aufgebaut, wurde korrekt zitiert, publiziert er jemand was, was schon lange bekannt ist oder dass das wirklich neuland was da betreten wird. Und anhand dieser Kriterien entscheidet der Editor dann, ob es eine Veröffentlichung gibt oder ob es was in einem meisten Fällen sehr wahrscheinlich ist, eine Überarbeitung durch den Autorrnotwendig ist, das ist die Reviewer sagen. Also da gibt es schon gut potential, aber folgende Dinge müssen nochmal klarer zusammengefasst werden und so weiter, denn überarbeitet man einen Artikel und reicht ihn wieder ein. Es kann natürlich auch dazu kommen, dass es ganz abgelehnt wird, dass die Gutachter sagen, also hier sind zu viele gravierende Fehler gemacht worden, dass man sagt, also so ein Artikel den kann man in dieser Form bei unserer Zeitschrift nicht annehmen. 

    Jetzt gibt es ja bei klinischen Studien, Qualität sichende Maßnahmen, so was wie blind, doppelblind und noch dreifach blind, gibt es so was hier auch, also sollte ein peer-review normalerweise doppelblind stattfinden, also dass die Leute, die prüfen nicht wissen von wem der Artikel ist und auch derjenige, der geprüft wird, wird nicht weiß, wer die prüfer sind. Das wird in unterschiedlichen Zeitschriften, unterschiedlich gehandhabt, da sind einigen Zeitschriften, ist es so, dass die Reviewer durchaus sichtbar sind, also dass ich weiß, wer meinen Artikel reviewed und auch die Kommentare der Reviewer anschließend öffentlich sichtbar sind. BMC Medical Informatics and Decision Making macht das beispielsweise so, dann kann ich also wirklich transparent nachlesen, was haben denn die Reviewer an meinem Artikel auszusetzen und wer sind diese Reviewer auch? In den meisten Fällen ist es eher doppelblind, dass ich als Autorr nicht bekannt bin, dass diese Sachen rausgenommen werden, das ist auch dann bei der Einreichung so, dann bekommt man den Hinweis, bitte eine Version einreichen, in der eben kein Rückschluss auf die Institution möglich ist, alle Namen weg in der Version und alle Institutionen weg und auch die Reviewer in so einem Fall dann nicht bekannt sind. 

    Ja, dann sind wir glaube ich durch, oder? 

    Links zu den vorgestellten Zeitschriften:

  • Folge #41 – Elektronische Patientenakten

    In dieser Folge beschäftigen sich Renato und Christian mit dem Begriff der elektronischen Patientenakte und den unterschiedlichen Formen digitaler Gesundheitsdokumentation. Dabei erläutern sie die Unterschiede zwischen ePA, eFA und Gesundheitsakten und ordnen ein, welche Ziele mit elektronischen Patientenakten im Gesundheitswesen verfolgt werden. Außerdem zeigen die beiden auf, warum der Begriff „ePA“ häufig unterschiedlich verwendet wird und welche Kriterien helfen, verschiedene Aktenkonzepte besser voneinander abzugrenzen.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Wird direkt übergehen zum Hauptthema und zwar zur Patientenakte. Und zwar ist es so, dass wir andauernd Nachrichten hier haben oder hören zum Thema elektronische Patientenakte, sei es, dass die AOK oder die Techniker eigene Akten machen, sei es, dass die KBV die Spezifikation dafür machen möchte, wir haben uns Andauer und in den News elektronische Patientenakte ist in der medizinischen und in der Gesundheitsinformatik einer der zentralsten Begriffe und nachdem jeder den irgendwie nutzt, wollen wir heute mal ein bisschen Unterscheidung machen oder ein paar Kriterien an die Hand geben, wie man denn jetzt unterscheiden kann, ob man sich tatsächlich über das Gleiche unterhält mit dem Gesprächspaner. Das wollen wir machen an der Einteilung von Professor Haas, die hat er in seinem Buch, wo wir auch den Link nachher schon auspacken werden, mal vorgenommen und hat er auch in der aktuellen Veröffentlichung von ihm von der Bertelsmann-Stiftung zum Thema Patientenakten, auch noch mal ein bisschen angepasst und erweitert. Wir werden aber hier hauptsächlich die Version von 2005 besprechen. Das heißt, wir geben euch jetzt ein paar Kriterien an die Hand, wenn ihr euch mit jemanden über Patientenakten unterhaltet, könnt ihr diese Kriterien durchgehen, vielleicht am Anfang des Gesprächs und dann sicherstellen, dass ihr euch wirklich auch mit dem Gesprächspartner über das Gleiche unterhaltet, dass sie das gleiche darunter versteht, also ein bisschen stichwort: semantische Interoperabilität. 

    Das erste Kriterium oder der erste Parameter ist der Gegenstandsbereich, also was so eine Patientenakte enthält, welche Informationen, also Informationen, über einen Behandlungsfall in einer Versorgungsinstitution zum Beispiel, ein Fall in einem Krankenhaus, dann ist es eine einfache Fallakte. Wenn es alle Behandlungsfälle in einer Versorgungsinstitution ist, dann nennt man es eine institutionelle Epa, also das davor ein Fall, eine Einrichtung, Fallakte. Alle Fälle in einer Einrichtung ist die institutionelle Epa-Elektronische Patientenakten. Dann wird es immer größer, jetzt, das heißt, man kann auch eine elektronische Patientenakte haben über alle Fälle und alle beteiligten Organisationen, dann nennt man das Einrichtungsübergreifende Epa und wenn man das Ganze noch größer macht, dann wäre es eine elektronische Gesundheitsakte, dann nennt man es also nicht mehr Patientenakte, sondern die Gesundheitsakte, da ist all das drin, was wir vorher gehört haben, also alle Fälle, über alle Organisationen, plus erweitert um zusätzliche Informationen, die von mir aus der Patient direkt selbst eintragen kann, also irgendwelche Fitnesswerte, Blutdruck, wenn er gerade nicht im Krankenhaus oder beim niedergelassenen Arzt ist und so weiter. Genau, also das ist eigentlich die Einteilung, was noch ein bisschen außerhalb aus dieser Einteilung ist, es gibt natürlich auch einzelne Abteilungsakten im Krankenhaus, zum Beispiel, die vielleicht noch in losgelösten Systemen existieren, vielleicht auf der Intensivstation oder auch in der Kardiologie. Also das war jetzt eine von den fünf Unterscheidungskriterien, das war der Gegenstandsbereich. 

    Genau, und während du dich jetzt auf die Inhalte fokussiert hast, kommt mein Unterscheidungskriterium jetzt für das, was die Akte soll, also der Verwendungszweck, wobei man hier sagen muss, dass man Akten jetzt nicht unbedingt in eine dieser drei Kategorien einteilen kann, sondern häufig haben Akten mehrere dieser Zwecke. Also, also nicht disjunkt. Nicht disjunkt, keine Klassifikation, sondern eher so was wie eine Nomenklatur. Der Verwendungszweck, also darum geht’s, der primäre Verwendungszweck für so eine Akte ist sicherlich die Unterstützung der Behandlung, Dokumentation der Tätigkeiten, Abrufen der Tätigkeiten, sowohl vom ärztlichen, als auch vom nicht ärztlichen Personal. Das ist aber nicht der alleinige Zweck einer Akte. Es gibt einen Sekundärenzweck oder mehrere Sekundärenzwecke. Erfüllung gesetzlicher Vorgaben steht hier im Fokus. Also, dass die Akte dafür da ist, die gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentation zu erfüllen. Was man da vielleicht auch noch mit reinbringen könnte, wäre die Unterstützung der Abrechnung oder das ganze so als Tätigkeitsnachweis sehen für Erzdetien der Ausbildung sind. Das würde vielleicht auch noch in den Sekundären Verwendungszweck mit rein passen. Und dann noch der tertiäre Verwendungszweck. Da geht’s um Forschung und Lehre, also die Patienten Daten dafür verwenden, Behandlung an sich zu verbessern oder die Patienten Daten dazu zu verwenden, so in Form von Case Studies, Medizinstudenten einen möglichen Behandlungsfall näher zu bringen. Hier kann man ganz guten Verweis setzen, auch wieder auf die Förderinitiative Medizin Informatik, wo man sagen kann, dass eben der Primäre und der Sekundäre Verwendungszweck, die du gerade nannt ist, ja eigentlich schon bei den meisten Patientenakten so gegeben sind, aber der tertiäre Verwendungszweck, Forschung und Lehre eben noch nicht so und dass das gefördert wird, hat man ja auch schon hier im Podcast. 

    Gut, was hast du noch für ein Unterscheidungskriterium? Genau, nach Gegenstandsbereich und Verwendungszweck haben wir jetzt noch den Implementationsumfang und zwar ist das auch wieder ein drei Bereiche unterteilt. In der niedrigsten Stufe hat man einfach nur die Patienten und Falldaten elektronisch zur Verfügung und vielleicht Verweise zu einer Papierakte. Das ist also der niedrigste Grad der Digitalisierung des Implementationsumfangs. Zweite Stufe, man hat alle Informationen digital, allerdings überwiegend in gescannter Form, also man erfasst es auf Papier, was scannt nach rein und dann hat man es zwar digital, aber eben nicht strukturiert. Und die dritte Stufe werden eben, man hat alle Informationen in strukturierter und auch häufig formalisierter Form, also eben nicht eingesgennt und nicht freitextlich einfach am PC erfasst, sondern tatsächlich mit strukturierten Werten. Oder man erfasst es digital, drückt es dann aus, scannt noch mal ein, lässt eine OCR drüber laufen, übernimmt das in die eigene Dokumentation und drückt es dann noch mal aus, um es dann einzuschauen. Hast du, du, jetzt wieder verweise auf die Cannabisgeschichte am Anfang, du hast jetzt nicht vorher nicht geraucht, oder? Leider die Realität in addigen Krankenhäusern. Also auch hier bei dem Implementierungsumfang muss man glaube ich noch dazu sagen, dass es jetzt keine Akten gibt, die nur das ein oder das andere sind, häufig haben wir je nach Abteilung oder durch Dringungsgrad der IT dann einen Konklimarat aus mehreren Implementationsumfängen. 

    Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Inhalt oder der Krankheitsbezug, also Akten können entweder Krankheitsbezogen sein auf eine spezielle Krankheit, wie zum Beispiel eine Diabetesakte oder eine Tumorakte oder können Krankheitsübergreifend sein. Das wäre dann ja eine allgemeine Patientenakte, wo innerhalb eines Krankenhauses alles drin erfasst wird. Genau, das ist manchmal ein bisschen schwierig zu differenzieren mit dem Gegenstandsbereich, weil es ja euch erinnert, das war eben Fallakte, institutionelle, Epa, Einrichtungsübergreifende, Epa und so weiter. Der Unterschied dort ist, dass die Fallakte eher administrativ ist, also ein Fall ist in Deutschland meistens der Abrechnungsfall. Und hier unten ist dieser Inhalt oder Krankheitsbezug, also das, was du gerade gesagt hast, kann auch Fall übergreifen sein, wenn man den Abrechnungsfall meinen, aber bleibt immer Krankheitsbezogen. Was man bis jetzt machen kann, nochmal kleine Wiederholung, wir haben im den Gegenstandsbereich Verwendungsweg Implementationsumfang und Inhalt oder Krankheitsbezug und bei allen den Sachen kann man eigentlich sagen, was wenn man jetzt eine volle Digitalisierung anstrebt, eigentlich das ideale wär. Das wär beim Gegenstandsbereich die elektronische Gesundheit sagte, also alle Daten von allen Beteiligten plus zusätzliche Gesundheitsinformationen. Verwendungsweg alle drei zusammen, primär Sekunde und herzieher. Implementationsumfang wäre ideal, wenn man alle Informationen natürlich in strukturierter Form hat. Und wenn man natürlich die Information auch Krankheitsübergreifend hat, das wär bisher beim Thema Digitalisierung eigentlich so das Beste. 

    Jetzt komme zu einer weiteren Kategorie nämlich der Moderation und da kann man nicht mehr so leicht sagen, was denn jetzt am besten wär. Nämlich unterscheidet sich die Moderation zwischen Patienten moderiert und Arzt moderiert. Bei Patienten moderiert entscheidet überraschenerweise der Patient, was dort alles reinkommt, welche Informationen und wer worauf Zugriff hat und bei Arzt moderiert entscheidet der Arzt, welche Inhalte hineinkommen und auch wer Zugriff hat allerdings gemeinsam mit dem Patienten. Beide, moderationsmöglichkeiten haben natürlich vor Nachteile, wenn es Arzt moderiert ist, dann sind die Informationen in der Regel vollständiger und verlässlicher. Dafür hat man dort ein bisschen Probleme, was den Datenschutz angeht. Bei Patient moderiert, wenn also der Patient allein nicht entscheidet, was rein kommt und was raus kommt, ist die Datenqualität in der Regel nicht so hoch, allerdings hat man dort, weil der Patient das eben aktiv einstellt, in der Regel keine Probleme mit dem Datenschutz. Letztendlich werden wahrscheinlich beide Konzepte nebeneinander existieren, müssen wir werden, um die Arzt moderierte kranken Akte nicht drum rumkommen. Das hat auch schon allein rechtliche Gründe, weil es ja rechtliche Dokumentationspflicht gibt, die man jetzt nicht einfach an den Patienten abdrücken kann. Aber dazu werden wir vielleicht noch mal in einen der nächsten Podcasts, was sagen und vielleicht auch noch mal über die Archivierung sprechen. 

    Hast du absolut recht, also die Arzt moderierte Akte, die wird weiter bestehen, bleiben, wenn man eine Fallakte oder auch eine institutionelle ePA hat. Also das Krankenhaus wird natürlich weiter die Sachen in der Akte speichern, die der Arzt dort reinpackt, der wird der Patient bei einem Großteil nichts dran ändern können. Was natürlich dann unterschied ist, wenn der Patient zum Beispiel Geld zahlt, um auf eine Internetakte seine Daten reinzustellen, dann wird das Patienten moderiert sein. Und in Zukunft wird es hoffentlich so sein, dass wir eine zentrale Akte haben, wo dann gesetzlich geregelt ist, was dort alles reinkommen kann, welche Informationen. Wenn diese Informationen vom Arzt sind, wird das entsprechend gekennzeichnet. Wenn der Patient seine Daten reinstellt, wird das auch entsprechend gekennzeichnet. Also irgendwie du gerade schon gesagt hast, ein Mix aus beide. 

    Das sind also die Unterscheidungskriterien, die man eigentlich vorher zumindest kurz durchgehen muss. Ansonsten kann es sein, dass man sich zwei Stunden über eine ePA unterhält und streitet. Und nachher feststellt, dass es völlig sinnfrei war, weil man einfach von unterschiedlichen Sachen gesprochen hat. Also Gegenstandsbereich, von Fall in einer Institution, über alle Fälle, über alle Institutionen, plus Zusatzinformation, Verwendungszweck, Primär bis Terzieher, Implementationsumfang, nur Patient- und Falldaten, bis hin zu alles elektronisch und in digitalisierter Form, Inhalt oder Krankheitsbezug, Krankheitsbezogen oder Krankheitsübergreifend und die Moderation, ob es Patienten moderiert oder Arzt moderiert ist. 

    Links zum Podcast:

    • https://lesen.amazon.de/kp/card?preview=inline&linkCode=kpd&ref_=k4w_oembed_9GmanQzFWvf9K0&asin=B00TSOYS0M&tag=kpembed-20
    • https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/VV_eEPA_Expertise_final.pdf
    • http://e-health-com.de/details-news/aerzteschaft-betritt-neuland/f039c4778abb12c455c39606802251e3/
    • https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/digitaler-gesundheitsmarkt-wird-bis-2020-stark-wachsen-a-36034
    • https://m.aerzteblatt.de/news/83122.html
    • https://www.heise.de/tr/artikel/Therapie-beim-Chatbot-3865304.html
  • Folge #38 – xDT

    In dieser Folge widmen sich Renato und Gast Michael Schober den xDT-Schnittstellen im ambulanten Gesundheitswesen. Im Fokus stehen dabei die etablierten Standards ADT, LDT, GDT und BDT, die seit vielen Jahren in Arztpraxen eingesetzt werden. Die beiden erläutern Aufbau, Einsatzgebiete und Bedeutung dieser filebasierten Schnittstellen und ordnen ein, warum sie trotz ihres Alters weiterhin eine zentrale Rolle in der ambulanten Versorgung spielen.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Wieder Michael Schober von medatixx als Gast und heute geht es um das Thema XDT. 

    Hallo Michael. Hallo Renato, Grüß dich. Genau, wir wollen uns das Thema xDT anschauen. XDT sagt man ja auch dafür und schauen uns zuerst mal so ein groben Überblick an, was das überhaupt ist und wofür das gut ist. Bevor wir dann uns ein bisschen vertiefen in zwei spezielle xDT. Einmal BDT, da schauen wir uns an, wofür man das gut verwenden kann und werden auch so ein klein bisschen politisch und dann noch das GDT für die Gerätekommunikation. Da schauen wir uns mal den technischen Aufbau der xDT an, die alle relativ ähnlich sind. Deswegen können wir das als Passprototo nehmen, wir können das als Beispiel nehmen und wissen damit auch, was die anderen so tun. Ja, dann würde ich sagen, starten wir gleich los und gehen ins eingemachte. Michael, was machen denn XDT überhaupt? Wofür steht das und was ist das für ein komischer Begriff? Ich versuche mich mal. Der XDT Standard steht für mehrere Kommunikationsprodukte, die für den Datenaustausch vor allem im niedergelassenen Umfeld in Deutschland entwickelt wurden. Das X in XDT steht dabei als, wenn man so will, als Variable für die unterschiedlichen Einsatzgebiete von XDT und das DT in XDT steht immer für die Bezeichnung Datentransfer. XDT passiert dabei auf einer Textorientierten Sundax, in dem jedes Feld einen eigenen Satz wiederum darstellt. Der XDT Standard hat seinen Ursprung Ende der 80er-Jahre genommen, da die kassen alsliche Bundesvereinigung, die Quartalsabrechnung statt wie bis zur damaligen Zeit in Papierform quasi in Zukunft auf elektronischem Wege und mit einem bundesweit einheitlichen Format umsetzen wollte. Bis zu dieser Zeit war es so das prokassenherzliche Vereinigung letztendlich unterschiedliche Abrechnungsvorschriften gehalten. Es wollte man also vereinheitlichen und vor allem digitalisieren, wenn man es zu dem Zeitpunkt schon sagen darf. Ja und aus dieser Initiative der KBV entwickelt es sich dann 1987 der erste XDT Standard, der sogenannte Abrechnungsdatentransfer, kurz ADT bei der damaligen Entwicklung vom ADT, wurde sich schon an gängigen Geschäftsverkehrstandards, wie zum Beispiel Edie Fakt angelehnt. Und der ADT wurde dann als Anfang der 90er immer mehr Praxissoftwareverlösungen einzug in die Arztpraxen hielten von der KBV als der Standard für die elektronische Quartalsabrechnung etabliert und die niedergelassenen Ärzte konnten damit dann auf Diskette abbrechnen. 

    Das heißt wiederum, dass eigentlich bis heute jeder Praxissoftware der Anbieter ADT zwingend unterstützen muss und sich auch dafür regelmäßig bei der KBV zertifizieren lassen muss. 

    Ja super, jetzt haben wir ADT als einen dieser DT sehr schon kennengelernt. Was gibt es denn noch für DT’s? Welche Standards haben wir denn noch in diesem Bereich? Ja, nachdem der ADT erfolgreich als quasi Standard für die elektronische Abrechnung etabliert waren konnte, entstanden wiederum schnell Initiativen um weitere Schnittstellen auf dieser ADT bzw. XDT Basis zu entwickeln. Da wurde Anfang der 90er, also kurz nach dem ADT, wurde dann das ZI, das ist das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung von der KBV beauftragt, basierend auf XDT an Standard zum Austausch von den gesamten Behandlungsinformationen in den Praxissoftware -Lösungen zu entwickeln, den sogenannten Behandlungsdaten-Transfer kurz BDT und damit war es eben einem Arzt möglich bei einem Wechsel des Praxissoftwares für Anbieters, die nahezu, ja ich sage mal nahezu, gesamten Patienten-Dokumentationen aus seinem Allsystem in das neue Praxissoftwareesystem zu übertragen. Zum BDT kommen wir nochmal neben dem BDT, gibt es noch den sogenannten Labordaten-Transfer, kurz ADT, ist ein weiterer wichtiger Standard, der ADT wurde ebenfalls von der KBV entwickelt und ist seit Mitte bzw. Ja Ende der 90er Jahre der Standard für die Übertragung von Daten zwischen Praxissoftware -Lösungen und Labor. Ein weiterer nennenswerter Standard ist der Gerätedatentransfer kurz GDT, gehen wir dann auch nochmal drauf ein, der GDT wurde nicht von der KBV, sondern vom QMS, vom Qualitätsring medizinische Software entwickelt und wird für die Datenübertragung zwischen Praxissoftware und Medizintechnik, beziehungsweise Medizintechnik Software eingesetzt und gilt auch als Standard. Ja und eben, denen ich jetzt genannt habe, gibt es noch eine ganze Reihe von auf XDT-basierten, Formaden wie SADT, KADT und so weiter, die aber nur in eher speziellen Einsatzzenarien genutzt werden. Der ADT wird bis heute noch von der KBV gepflegt und BDT, GDT und LDT werden mittlerweile alle vom QMS gepflegt und weiterentwickelt. 

    Vielleicht dann nochmal zusammengefasst, wir haben diese vier HauptDT, ADT für Abrechnung, BDT für vor allem Migration, LDT für Labordaten und GDT für die Geräteanbindung. Richtig. 

    Okay, die Migration, das ist ja immer so ein heikles Thema, klar, dass ein Anbieter jetzt nicht gerne hat, wenn er durch jemanden anderen abgelöst wird, aber es gibt ja immer den Vorruf der Politik, dass es sowas wie eine Migration immer nur schwer möglich macht und dass die Hersteller das bewusst unterbinden wollen und dass sie das schwer machen, aber jetzt ist ja gerade dieser BDT genau dafür gemacht. Erzähl doch ein bisschen was über diesen BDT und weswegen es diese ganze Kontroverse gibt. Ja, wie beschrieben gibt es für die Daten übernahme, es sage ich mal, von PraxisoftVA, zu PraxisoftVA eigentlich diesen BDT-Standard. Der Vorwurf der Politik gegenüber der Industrie, da geht weniger in die Richtung, dass es heute keinerlei technischen Möglichkeiten zur Daten übernahme gibt, sondern dass die Daten übernahme an sich einen spürbaren Kostenfaktor beim Systemwechsel darstellt. Das hat sich auch jüngst in einem Beschluss vom ersten Juni 2017 zur Neufassung des Paragraphen 291DSGB5 niedergeschlagen. Dort ist es jetzt vermerkt, dass IT-Systeme, die in der ärztlichen Versorgung und in Krankenhäusern eingesetzt werden, also PraxisoftVA und KIS-Systeme, standardisierte Schnittstellen für die Archivierung und für die Übertragung vom Patientendaten beim Systemwechsel integrieren müssen. Das ganze läuft jetzt so ab, die Selbstverwaltung muss ich auf eine Schnittstelle einigen, die wir als PraxisoftVA anbauen und auch die Kisern wieder umsetzen müssen und müssen diese Schnittstelle ins Interoperabilitätsverzeichnis der Gematik eintragen lassen und ab diesen Zeitpunkt haben alle PraxisoftVA und Kisern wieder dann zwei Jahre Zeit diese Schnittstellen verpflichtend umzusetzen. Ja, und wir hoffen eben dabei logischerweise, dass die vorhandenen Standards wie eben BDT berücksichtigt werden. Und ich will mal ein Beispiel erklären, dass die Komplexität an einem Datenübernahme erklärt und vielleicht auch ein bisschen darstellt, warum das mit Kosten verbunden ist. Der Arzt hat in der PraxisoftVA relativ individuelle Möglichkeiten, seine patienten Dokumentation freizugstalten. Er kann sich also zum Beispiel individuelle Krankenblatt- und Rupriken festbligen. Zudem ist es so, dass jede PraxisoftVA schon allein historisch bedingt mit unterschiedlichen Krankenblatt-Rupriken arbeitet. So kann zum Beispiel in anderen Näße in einer PraxisoftVA mit A, in der nächsten mit A, N und in einer weiteren PraxisoftVA mit A, N, A abgekürzt sein oder die Erfassung vom Fremderdressen ist auch immer ein super Beispiel, also zuweisern, in System A wird der Titel der Vornahme und der Nachnahme in Einfeld geschrieben, in System B in drei Fälle zum Beispiel. Und genau diese Unterschiede machen eine Datenübernahme oder Datenkonvertierungs- so komplex und verursachen damit logischer weise Kosten, da es zwar einen BDT-Standard gibt, der es als Zwischenformat fungiert, aber jede Datenübernahme von Praxis A nach Praxis B ist aufgrund dieser verschiedenen Dokumentationsmöglichkeiten, ich gerade erglädt ab, trotzdem immer ein Stück weit individuell und bin der Dressusen. Und mittlerweile haben sich am Markt Unternehmen platziert die quasi passende Ex und teilweise auch Import-Routinen für diese unterschiedlichen Praxisoft–Lösungen anbieten. Das heißt, der Export wird wahrscheinlich einfach sein, das Importierende, die eigene Datenbank bereitet, dann ist die großen Probleme. Ich würde nicht von großen Problemen reden, aber ich würde zumindest sagen, tatsächlich der Export ein bisschen einfach richtig, aber jedes Mal muss man das Ganze anfassen und muss vorher vor dem Export sehr genau schauen, was will der Arzt eigentlich alles mitnehmen ins neue System und muss dann versuchen, schon bevor die Datenübernahme stattfindet, ein bisschen eine Vereinheitlichung der Daten hinzubekommen. Und das ist natürlich, wenn man es schon einiges in die neue Software reingesteckt hat, immer noch so zuse sich erprocken, den die Ärzte wahrscheinlich nicht gerne dann ausgeben wollen. Richtig, der aber aus momentan der dänische Sicht eigentlich unumgänglich ist, da dieses manuelle anfassen und einbinden von Ressourcen da immer auf jeden Fall dabei ist. Von Prozesse muss man sich quasi eine Datenübernahme wie vorhin vorstellen, der Arzt entscheidet sich für einen Praxisoft-Verwechsel und der Mitarbeiter oder der Service-Badener des neuen Anbieters. Er stellt dann mit Hilfe dieser genannten Routinen einen auf BDT-Basschen-Export-Ausenal-System für dann in aller Regel erstmal eine Probe-Konvertierung ins neue System durch, meistens nur von einem Teil der Altdaten sage ich mal und schaut dann ist das ganze vollständig, passt die Daten-Konsistenz und so weiter, hol dem Idealfall sogar den Arzt dazu oder die Ärzte dazu ans neue System und schauen mit ihnen über die Daten und erst wenn da alles in Ordnung ist, wird dann die finale Konvertierung quasi durchgeführt, so läuft der Prozess ja. Und wo sind da die größten Fallstricke, was macht immer am meisten Probleme bei so was? Ein Problem ist das Thema Zeit sogar, würde ich sagen, da es einfach so ist, dass das häufig am Wochenende stattfinden muss zum Beispiel, also ist ja dann so der Arzt, will natürlich am Eiden, dass da viele Tage oder mehrere Tage irgendwie die Praxis geschlossen ist, deswegen ist es dann oft so, dass sie im Allsystem noch irgendwie bis dahin oder frei nach arbeiten und dass es dann relativ zügig gehen muss und dann auch nichts mehr schiefgehen darf, dass sie eben am Mondach wieder mit der neuen Software schon starten können zum Beispiel. Deswegen ist diese Probe-Konvertierung und ganz entscheidender Punkt, was noch schiefgehen kann ist, dass sich manches Systeme besser eignen, sage ich mal, ne? Dem gewisses Systeme, die am so spezielle Datenformate oder auch Speicherformate, das ist ganz schwierig, es im neuen Systemnis zu übernehmen oder man anderes Beispiel, es gibt ein Impfmodul zum Beispiel in der Praxis Software A, weil der Arzt bisher war und er wechselt zu einer neuen Praxis Software und die hat gar keinen Impfmodul, dann ist eben die Frage, was passiert mit solchen Daten? Ja, ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade die Medikationsdaten, die an jedem System unterschiedlicher fast werden, dass die dann auch immer eine gewisse Hürde darstellen mit den Raten und mit den Gaben und so. 

    Gut, das war BDT, also der Datensatz, der den Ersten bei der Migration von einem in das andere System hilft, dann werden wir jetzt ein bisschen technischer und schauen und den Standard mal unter der Lupe an und das, an Beispiel von GDT, also von den Geräte-Daten. 

    Vielleicht fangen wir da auch wieder mit dem Prozess an, wie sieht es denn aus, was für Geräte werden angebunden und wie sieht der Prozess der Datenübernahme aus? Wie gesagt, wird GDT geräte Datentransfer für den Austausch zwischen der Praxis Software und Medizintechnik, beziehungsweise der dazugehörigen Medizintechnik Software eingesetzt. Wenn wir einen klassischen Prozess beschreiben, der klassische Prozess sieht dabei so aus, dass die Praxis Software eine neue Untersuchung anfordert und dazu eine GDT-Datei erstellt, die die gesamten Patienten-Daten enthält. Das heißt, in der Praxis Software kann man sich so vorstellen, man steht im Patienten-Michael Schober und sagt, der mir jetzt okay, weil Michael Schober möchte ich einen EKG durchführen und ruft dann diese Medizintechnik Software auf und währenddessen passiert diese Patienten-Datenübergabe. Und dann öffnet sich quasi automatisch die Medizintechnik Software und liest diese GDT-Datei, die von der Praxis Software geschrieben wurde ein und öffnet daraufhin automatisch den richtigen Patienten, also Michael Schober und mein Beispiel zu bleiben und stattet die Untersuchung oder Messung, also das EKG in dem Fall. Dann führt es diese Messung durch, führt es EKG durch und nachdem die durchgeführt wurde, erstellt wieder um die Medizintechnik Software eine GDT-Datei, die jetzt von der Praxis Software eingelesen wird und die die Untersuchungsergebnisse enthält. Und diese werden dann in das Krankenblatt von Michael Schober in der Praxis Software automatisch reingeschrieben und so funktioniert eigentlich der klassische Prozess in der Kommunikation zwischen Praxis Software und Medizintechnik Software. 

    Okay, also das könnte man so ein bisschen wie ORM und ORU bei HL7 vergleichen. Ja, nicht richtig. Dem Unterschied, dass wir hier tatsächlich nicht über TCP/IP kommunizieren, also über direkt Internetverbindungen, sondern über einen Datei austausch. Richtig, fallbasier. 

    Okay, das klingt jetzt nicht sehr fortschrittlich, aber du hast ja gesagt, das ist auch schon ein bisschen älterer Standard. Richtig ist es auch und sicherlich auch ein bisschen pragmatisch geprägt, sage ich mal, aber auch was du gerade gesagt hast, mit diesem IP-Konikation und so weiter, weil man eben weiß, dass auch das Thema Vernetzung in der klassischen Niedergelassenen Arztpraxis noch nicht megawide fortgeschütten ist im Regelfall. Ist es sicherlich ein Ansatz, dem man in Zukunft auch gehen kann, aber momentan sehe noch keine wirkliche Alternative für GDT und ja, da können wir vielleicht ja nachher nochmal ganz kurz drauf aufbauen, vielleicht jetzt so ein bisschen, ohne dass wir die Leute verlieren, aber so ein bisschen ins technische Gegend, wie sieht denn so eine Nachricht aus? 

    Okay, ich versuche es mal mit Worten zu erklären, also vielleicht noch als Hinweis für die Zuhörer, wir werden auch noch eine Beispiel Nachricht in die Show Notes packen, also alles, was mich jetzt gleich erzählt, kann man sich dann noch live in den Show Notes angucken. Genau, richtig. Ja, die GDT-Schnittstelle oder der Standard verwendet. Verschiebene so genannte Satzarten für wiederum unterschiedliche Einsatzzenarien, also es gibt zum Beispiel die Satzer 63.01 für das Patientendaten übermitteln. Da würde ich zum Beispiel mal eine Beispiel, da drei dann zur Verfügung stellen für die Show Notes oder eine andere Satzer, der zum Beispiel die 30.11 für die Daten einer Untersuchung anzeigen. Also, diese Satzarten sind ein bisschen an diesem Prozess, den ich gerade versucht habe, zu beschreiben, bisschen gekoppelt. Und welche Informationen in einer GDT-Data übergeben werden, ist in so genannten Feldkennungen geregelt. Die GDT-Data an sich ist zahlenbasiert, es stehen also verschiedene Zahlen untereinander weg, so kann man sich das vorstellen und die einzelnen Zahlen sind wiederum in vier Spalten aufgeteilt, die direkt hintereinander weggeschrieben werden, also wenn jemanden der Sonne da einmal aufmacht, schau es einfach, wie ein String aus, sage ich mal. Die erste Spalte definiert dabei die Zahlenlänge des Eindrages, die zweite Spalte von den vier, definiert die Feldkennung, die dritte Spalte ist dann der tatsächliche Inhalt, beziehungsweise der Wert dieses Feldes und die vierte Spalte definiert lediglich das zahlenende, also Linefeed oder solche Geschichten. Und wie sind diese Spalten getrennt? Die sind überhaupt nicht getrennt, die sind hintereinander weggeschrieben. Ah, okay, alles klar, dann habe ich’s, also das jetzt einfach, es steht am Anfang der Zahl, dann steht noch eine Zahl, damit wir gehen der Text und am Schluss gibt es noch ein Leinfied. Richtig genau. Die beiden Lösungen, um beim Beispiel von oben zu bleiben, also sowohl die Praxis Software, also die EKG Software in diesem Fall müssen quasi beide diese Syntax kennen einfach, um wissen, wie sie damit umgehen müssen. Ich will’s noch mal ein bisschen konkrete machen, dann kann man es sich vielleicht noch besser vorstellen. Wenn ich oben bei meinem Beispiel bleib, diese Satzer 63.01, also machen wir mal eine Beispiel Datei für das Patienten-Daten übermitteln, die könnte dann wie folgt aussehen. In der ersten Zahl wird die Satzer hat genannt, die Satzer des 360.01, also Patienten-Daten übermitteln. In der zweiten Seile in der GDT-Datei wird die Länge der gesamten GDT-Datei genannt, der dritten Seile die eingesetzte GDT-Version und ab der vierten Seile kommt Seile für Seile die einzelnen Patienten-Daten, weil ich ja eben versuchen, mit dieser GDT-Datei Patienten-Daten zu übermitteln. Und so eine Beispiel Datei würde ich einfach mal anhängen, weil ich glaube, dass man sich deutlich besser vorstellen kann, wenn man das mal vorsicht hat und im Podcast vielleicht parallel hört oder sich dann nachhin anziehen. 

    Auf jeden Fall. Und das bemerkenswerte bei diesen GDT-Nachrichten ist dann natürlich auch, dass sie vom Menschen einigermaßen lesbar sind, jetzt im Gegensatz zu einkommen. Also ähnlich wie halt sieben lesbar sind auf den ersten Blick. Ja, was ich gerade beschrieben habe, sieht man auch sehr schön, wenn man einfach mal in der Reihe aufmacht. Diese vier Spalten sich mal gedanklich dazu denkt, dass das sich schnell schnell erkennen. Und wenn ich jetzt sagt, lesbar, dann wird’s bei einigen wahrscheinlich in den Ohren klingeln und sagen, oh, wenn das dann aber jetzt jeder lesen kann, diese Datei, die ja dann irgendwo akkuleg werden muss, besteht da auch ein gewisses Datenschutzproblem, gibt’s da denn Möglichkeiten der Verschlüsselung oder sieht das der Standard nicht vor. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, wirklich eine Möglichkeit. Was ein Stück weit das Thema sicher ist, sicherlich, dass dieses gegenseitige Einlesene GDT 1 nur funktioniert, wenn System A und System P ihre gegenseitige GDT ID kennen, da gibt’s so eine eindeutige ID und jeder softwehranbieter der GDT einsetzen will, muss es ja einmal umsetzen und sich einmal beim QMS gegen diese Brüfsoftware laufen. Ich weiß nicht, ob das das Thema ein bisschen schützt, am Ende nicht 100% sicherlich, aber Verschlüssel ist das momentan nicht. Das ist also der Aufbau, wie man sieht, so ein bisschen, ich sag mal, altbacken im negativen oder konservativ, wenn man es positiv ausdrückt, gibt’s denn Ansätze, die sind doch etwas in die Jahre gekommenen Standard zu modernisieren oder gibt’s alternativen, die das tun. Also A ist es so, dass diese XDT Standard ständig weitentwickelt werden, beziehungsweise weiter gepflegt werden, wie gesagt, ADT wird weiterhin von der KBV gepflegt und BDT, GDT und LEDT vom QMS und da gibt es neue Reversionen von den Schnittstellen, also es gibt zum Beispiel einen BDT30, es gibt einen LEDT30 und so weiter und auch noch immer wieder neue Versionen von GDT, die natürlich auch mit der Zeit gehen, also dann teilweise XML passiert sind und so weiter. Grundsätzlich ist es aber zum Großteil nur fallbasiert, was da passiert, gerade gesehen in der Erklärung. Wir sind uns relativ sicher, wenn jetzt tatsächlich die Telematikinfrastruktur einzug hält in die Praxen und somit alle Praxen, auch mehr der weniger mit dem Internet verbunden sind auf sicherem Wege, dass sich dann auch andere Vernetzungsmöglichkeiten etablieren. Also ich will mal einen Beispiel nennen, zum Beispiel der elektronische Arztbriefe, sie heute nicht besonders stark verbreitet, aber der passiert ein Stück weit auf CDA, dass sich solche Dinge einfach mehr etablieren, wenn tatsächlich man eine Vernetzung da ist und auch in anderen Anwendungen, andere internationale Standards aus den Gesundheitswesen angewandt werden. Ich denke dann verbreitet sich automatisch auch auf diese Themen wie Labor-Kommunikation, Geräte-Kommunikation und so weiter. 

    Okay, aber bis dahin müssen wir auf jeden Fall mit dem Auskommen, was wir haben und aktuell funktioniert es ja auch gut. 

  • Folge #36 – Blockchain im Gesundheitswesen

    In dieser Folge sprechen Renato und sein Gast Dr. Johannes Bittner über die Blockchain-Technologie und deren mögliche Einsatzgebiete im Gesundheitswesen. Dabei werden grundlegende Konzepte wie verteilte Datenhaltung, Transparenz und Fälschungssicherheit erläutert sowie die Unterschiede zu klassischen Datenbanksystemen eingeordnet. Darüber hinaus diskutieren die beiden, welche Potenziale Blockchain-Anwendungen im Gesundheitswesen bieten und warum die Technologie weit über Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum hinausgeht.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Ein etwas ungewöhnliches Programm, der New-Style entfällt. Dafür haben wir einen Gast eingeladen, Herr Dr. Bittner erzählt uns etwas über die Blockchain. Und zwar fängt er damit an, sich selbst kurz vorzustellen, dann wird er uns die Blockchain näherbringen, auch so ein bisschen ins technische Detail gehen. Dann wird er uns vier Einsatzgebiete erzählen, in denen die Blockchain sinnvoll ist. Und am Schluss gibt es noch ein praktisches Anwendungsbeispiel, das wir uns da zugemiete führen. Und was ich vermutlich kritisieren werde. Aber so viel zur Einleitung, danke Renato, legen wir los. Gerade habe ich übrigens, aber das gleiche ist schon mal gemacht und ich der Pop vergessen, auf den Aufnahmeknopf zu drücken. Also von daher ist es für euch, liebe Zürich, das erste Mal für uns das zweite Mal. 

    Herr Bittner, wir haben Sie heute als Gast hier, haben Sie Lust, sich ein zweites Mal vorzustellen. Ja, vielen Dank für die Einladung, mache ich gerne. Wir haben es bitten, als mein Name, ich bin von Haus aus Arzt, bin ein Kilo und Resten studiert und bin dann über ein selbstgegründetes Sozialunternehmen. Was habe ich die Ehe in die digitale Medizin rein gerutscht, war dort einige Jahre tätig. Und bin jetzt aktuell in der Bertelsmann Stiftung im Projekt der Digitale Patienten. Das ist ein Projekt, in dem wir untersuchen, wie Digitalisierung und die Gesundheitsversorgung verändert. Und wie man sie vor allem so gestalten kann, dass auch am Ende der Patient den größten möglichen Nutzen durch die Digitalisierung hat. Genau, dazu gibt es auch einen Block, wo dann regelmäßig interessante Block-Einträge kommen. Und genau darüber haben wir sie auch gefunden, da gibt es einen Blockeintrag zu unserem Haupt-Zema heute, wie ein Blockchain im Gesundheitswesen. Vielleicht, wenn Gas da ist, machen wir mal ganz kurz Werbung. Die nächste gibt es auch einen TED Talk von Ihnen, glaube auch, geht ganz grob in die Richtung. Was habe ich D. E., vielleicht noch zwei, drei Sätze dazu, bevor wir uns dann in die Blockchain stürzen? Genau, der TED Talk in der August-Stadt und ist irgendwann danach auch online zu finden. Dort geht es tatsächlich nicht um digitale Medizin, sondern um ein Projekt, was ich vor zwei Jahren ins Leben gerufen habe, namens Ich helfe jetzt. Das ist eine Latform, wo sich Menschen, die flüchteten helfen wollen, zusammen tun können, mit denen Menschen, die diese Hilfe brauchen oder diese beiden Gruben werden miteinander vernetzt. Und dementsprechend geht es in dem TED Talk um die digitale Transformation des Ehrenamts und die Frage, wie Digitalisierung im Menschen dazu befähigen kann sich besser in unserer Gesellschaft zu engagieren. Also ein bisschen ein X-Kurs zur Gesundheit, aber trotzdem ein wichtiges und spannendes Thema. Okay, spannend. Ist ja hier so das Wort des Podcasts sozusagen. Aber wo war gerade bei Buswords in Renato, hast du auch eine Blockchain zu Hause? Nee, ich muss gestehen, ich habe mir sowas noch nicht zugelegt. Ich würde ich irgendwann mal machen, aber es ist so groß, es passt nicht in meine Wohnung. Ich habe eine etwas Holz, es sieht eigentlich ganz gut aus. Also was ist eine Blockchain, weil es du, was es ist, Renato? Ich bin durch die Ereignisse der letzten Wochen durchaus mal mit Blockchain in Berührung gekommen, deswegen habe ich so eine grobe Vorstellung, aber natürlich freue ich mich. Dass wir jetzt einen Experten da haben, der uns etwas näher ist, darüber erzählen kann. Ja, Experte für Blockchain, so weit, glaube ich, sind wir noch nicht, aber uns gibt es schon ganz genau so, dass wir dieses Busword aufgegriffen haben, immer wieder und auch in Kontext-Gesundheide aufgegriffen haben. Was uns natürlich hat aufhorchen lassen und unser Ziel ist, ist, dieses Thema jetzt auch einordnen zu können. Deshalb ist dieser Block-Post entstanden, wie sie angesprochen haben und was wir machen wollten, war im ersten Schritt auch tatsächlich zu verstehen, wie funktioniert diese Technologie, die ja oft irgendwie unweigerlich auch mit Bitcoin als Kryptowährung verbunden ist. Und was tut sich gerade im Kontext mit digitaler Gesundheit und dieser Technologie und den man sprechen, haben wir uns einen ersten Überblick verschafft und den auch geteilt. Blockchain wird immer wieder genannt am Beispiel von Bitcoin, Bitcoin ist ja eine oder so die erste oder zumindest die definitiv größte Kryptowährung. Ich habe übrigens so kurzem auch mal Kryptowährung gekauft. Eta, Eta, Ethereum, irgendwie so, weiß nicht, wie man es ausspricht. Hab ich gekauft für nicht viel 250 Euro und direkt nachdem ich es gekauft habe, ist es abgestürzt auf 160. Also, ich bin da erstmal geheilt. Aber jetzt geht es konkret. 

    Was ist denn jetzt die Blockchain? Was ist das vielleicht ein bisschen technisch mal? Also die Blockchain an sich kann man sich tatsächlich, wenn man es wörtig übersetzt, als eine Nanderkettung von Blöcken, in diesem Fall von Daten, Blöcken vorstellen. Die zamannter Idee an der Blockchain ist, dass die Blockchain am Ende die Möglichkeit gibt, Transaktionen oder Informationen über Transaktionen dezentral abzulegen. Das heißt, wir sprechen hier nicht von einer zentralen Datenbank, die auf einem großen Server gespeichert ist und auf die von allen Seiten zugegriffen wird, sondern wir sprechen davon, dass diese Blockchain, wir jetzt mal einfach auch mal als Datenbank benannt. Die Zentral also an vielen Orten in identischer Form vorliegt quasi in identischen Kopien und verteilt ist. Und es somit quasi die Möglichkeit gibt, dass man Manipulationssicherheit letztendlich herstellen kann, weil nicht einfach jemand eine zentrale Datenquelle irgendwie verändern kann, sondern entsprechend alle Kopien zur Datenbank auch verändern müsste, um zu manipulieren. Wenn es jetzt also dann die Technologie hinter Bitcoin ist, würde das bedeuten, dass wenn man vermutlich leicht diese Blockchain von Bitcoin auch auf seinem Rechner speichern kann, kann ich dann alle bezahlvorgänge nachvollziehen. Wer wem die viel bewiesen hat, das ist ja… Genau, man hat immer so das Bild davon, dass das alles sehr anonym ist, gerade weil es auch viel negativ presset, so Dagnet und der Bezahlung von illegalen Waffen, etc. Mit Bitcoin erfolgt ist, dass das alles sehr anonym und undurchsichtig ist. Aber genau das ist die Blockchain nicht, sondern es ist, wie sie es richtig sagen, ich kann sie mir auf meinen Computer laden und alle Transaktionen einsehen. Diese Transaktionen sind dort, das kann man sich so vorstellen, gespeichert mit Konto-Nummer, letztendlich, also von Konto A auf Konto B wurde zu dem und dem Zeitpunkt dieser Betrag überwiesen. Was ich natürlich nicht weiß, ist, welche Person steckt hinter welcher Konto-Nummer und was ich auch nicht weiß, ist, da hat eine Person eine Konto-Nummer, oder hat sie vielleicht 1000 Konto-Nummer. Das heißt, dass entdeckt die Personalisierung der Daten ist, schwierig ist unmöglich, aber die Blockchain hat sich, wenn sie als offene Blockchain etabliert ist, so wie es bei Bitcoin der Fall ist, ist sie so 100% Transparen. Diese Konto-Nummer ist dann so eine wallet-idee, heißt das dann glaube ich, oder? Genau, so. Natürlich schreiben dann die Terroristen da auch nicht beim Überweisungssträger mit Bitcoin, Waffen, Fähiges, Plutonium waren. Okay, also das heißt, Blockchain ist sozusagen eine Datenbank. Das ist ja dann so ein bisschen wie diese ganzen NoSQL-Datenbank-Management-Systeme, die ja auch Daten auf unterschiedlichen Serbanspeichern, so dass man schneller darauf zugreifen kann, das ein Grund. Aber da sind nicht alle Daten auf allen gespeichert und das ist bei der Blockchain schon so. Da kann man erstens reinschauen und das sind auch alle Daten drin. Was für Vorteile hat das denn? Das ist die Nachvollziehbarkeit, oder? Genau, und Frage warum hat man überhaupt eine eine andere Reihen, wie ist der Block? Das ist vielleicht auch nochmal ganz relevant an dieser Stelle. Und zwar ist es so, dass in jedem neuen Block, der jetzt endlich in diese Kette drangegangen wird, eine verschlüsselte Information aus dem vorhergehenden Block zusätzlich gespeichert wird. Die eindeutig ist, das heißt, wenn ich in der Vergangenheit ein Block manipulieren wollte, müsste ich auch alle Block, die im Nachgang entstanden sind, entsprechend manipulieren. Und das auf allen Instanzen oder auf mindestens der Hälfte einer Instanz dieser Datenbanken. Das heißt, hier kriegt man durch diese Idee der eine andere und der Block wird tatsächlich eine weitestgehende Manipulation-Sicherheit hin. Okay, das ist also der Hauptgrundfälschungs- oder Manipulation-Sicherheit. Jetzt tacken wir ja in der letzten Woche die Aufsplitung von Bitcoin, in Bitcoin Cash und Bitcoin. Und dort war immer wieder die Rede von den Miners. Was haben die denn damit zu tun? Jetzt endlich kann man sich das so vorstellen, dass die Blocks irgendwie generiert werden müssen. Und das werden sie in dem ein Computer ein Rätsel löst, da kann man sich natürlich jetzt fragen. Was ist das für ein Quatsch, warum muss jetzt ein Computer ein Rätsel lösen, um einen Block an die Blockchain zu hängen? Aber letztendlich wird genau dadurch der Gegenwert dieser Sicherheit erzeugt. Und dann sagt es, wenn eine Rechenleistung erbracht werden muss, dann ist das jetzt endlich ein Investment. Und das steht am Ende dieser Sicherheit gegenüber. Und für das Mining, also das Schirfen der neuen Bitcoins, dann müssen wir vielleicht gleich auch noch darüber reden. Das generieren dieser neuen Blöcke, sind dann diese meiner zuständig. Das kann letztendlich jeder mit einer guten Grafikarte an seinem Rechner zu Hause machen. Dann lohnt sich dann meistens nicht, weil die Stromkosten nicht in Generation stehen zu dem Aufwand. Aber es gibt tatsächlich komplette Mining-Farmen, aber zum Beispiel auf Island, wo ganzen Heilen gebaut werden, wo sich Tausende Grafikarten ratan und dieses Mining der Bitcoins durchführen. Also es wird Geld in Form von Strom investiert, um Geld in der Bitcoin-Währung dann zu schürfen. Genau, genau. Also die meiner haben letztendlich dann zwei Aufgaben, das eine ist das generieren der neuen Blöcke, in denen wieder Transaktionen gespeichert werden können. Das andere ist das Schirfen, so ein der Schirfen neuer Bitcoins, Bitcoins sind so programmiert, dass es nur definierte Menge davon geben kann, nur 21 Millionen Stück. Und das Schirfen der Bitcoins wird immer anspruchsvoller. Also die Rechnerleistung, die man aufbringen muss, wird immer größer, so dass es hier am Ende ein geschlossenes, die versionäres System ist. Wobei wir hier auch noch mal irgendwie klarstellen müssen, dass wir schon sehr, sehr stark uns jetzt ein Bitcoins fokussieren und das schon weitergeht, auch von der Blockchain und ihren Einsatzmöglichkeiten. Das heißt, hier müssen wir vielleicht auch einen Bogen schlagen, weil einfach auch die Blockchain, wenn wir im Kontext Gesundheit sprechen, überhaupt nicht mit Kriptowierung zusammenhängt oder zusammenhängen muss. Genau, also wenn man nämlich die Blockchain in Gesundheitswesen einsetzen würde, wird man sicher nicht meinen. Also es wird nicht in Island-Farmen geben müssen, damit man da einen neuen Blutzucker werte und verspeichert. Genau. Hoffentlich, sonst wirst du mich sind frei. 

    Was gibt es denn für Anwendungsgebiete im Gesundheitswesen? Das war eigentlich die Hauptfrage, die ich mir gestärte, wie ich dann auf ihren Blockeintrag gekommen bin. Da muss man sich ja eigentlich überlegen, was sind die Bereiche im Gesundheitswesen, wo eine Fälschungssicherheit extrem wichtig ist. Und da haben sie im Blockeintrag vier Bereiche herausgearbeitet. Können Sie die bitte mal vorstellen? Ja, das kann ich gerne tun, möchte voranstellen, ja, das ist richtig, das Thema Fälschungssicherheit ist das eine. Aber wir haben einen wesentlichen zweiten Aspekt noch nicht angesprochen, der wichtig ist, um die konkreten Einsatz-Szenarien zu verstehen. Und zwar stellt sich überhaupt die Frage, warum dieses dezentrale System und warum können wir nicht mit bestehenden Technologien und Systemen genau diese Frage-Stellungen identisch lösen. Beispiel Bitcoin, wir haben ja Geld und wir haben eine Möglichkeit, Geld zu transferieren. Und als vielleicht macht es das Beispiel eine Überweisung deutlich, wenn ich Ihnen zehn Euro überweise, dann steht zwischen uns noch die Bank. Wir vielleicht eine Bank, vielleicht zwei Banken. Und diese Banken haben letztendlich die Aufgabe, uns beiden Sicherheit zu geben. Mir die Sicherheit, dass wenn ich das Geld auf den Weg schicke, es auch bei Ihnen ankommt und Ihnen die Sicherheit, dass Sie das Geld auch am Ende überwiesen bekommen. Was die Blockchain-Schaft ist, tatsächlich diese Instanz in der Mitte, überflüssig zu machen, weil Sie Vertrauen schafft dadurch, dass die Transaktionsinformation eben manipulationssicher und die Zentrale gespeichert ist. Und das ist auch ein wesentlicher Aspekt, warum wir andere Szenarien, jetzt sage ich bewusst auch noch mal spannende Szenarien auch im Gesundheitsbereich finden können in der Anwendung. Und die vier Beispielen, die wir im Block vorgestellt haben, geben ersten Eindruck sind, aber auch nicht viel mehr als eine Ideengrundlage. Und ich glaube, wir können uns freuen, auf noch viel viel mehr gute Ideen, die entstehen, aber muss konkret zu machen. Natürlich ist ein spannender Einsatz weg der Umgang mit Gesundheitsdaten. Das heißt, wir können überlegen, was gibt auch inzwischen White Paper dazu, wie die Blockchain Gesundheitsdaten, Patientendaten dezentral speichern kann. Also, wie sie vielleicht unterstützen kann, in der Frage, wie lassen sich Einlichungsübergreifen der elektronisch Patientenaktien tatsächlich realisieren. Das White Paper, was in Systemlands Metric beschreibt, macht zum Beispiel dort den Vorschlag, dass in der Blockchain selbst keine Gesundheitsdaten gespeichert werden. Aber die Blockchain letztendlich eine Art Index bilden kann und abbildet, wo einzelne Daten eines Patienten gespeichert sind und sozusagen dann im Bedarfshall auch zusammenführen kann. Also, so war es wie die Registry beim Epofil XDS, was wir auch schon her hatten. Ja, so kann man sich das tatsächlich vorstellen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann sieht dieses White Paper tatsächlich, aber auch eine Blockchain vor, in denen es meiner gibt und gegen Währung letztendlich für die Rechenleistung, die dann zur Verfügung gestellt wird, sind dann Gesundheitsdaten. Also, man kann sich vorstellen, wie sie wahrscheinlich. Wissenschaftler gerne eine Analyse machen möchte und dann entsprechend mit Rechenleistung dafür bezahlt, dass er natürlich dann anonymisierte Gesundheitsdaten zu Forschungsvergen nutzen kann. Solche Szenarien werden da beschrieben. Man merkt, das wird sehr schnell schon sehr skurril, aber es ist eben ein Szenario, in dem Blockchain anwenden finden kann. Wenn wir beim Thema elektronisch Patientenakten sind, dann ist es vielleicht auch spannend zu erwähnen, dass die Blockchain hier eine Rolle spielen kann, wie der Patient sich involviert fühlt in den Prozess, weil am Ende Blockchains immer eine Art Demokratisierung von Prozessen auch mit sich bringen. Und wenn sie im Fallpatientenakte natürlich der Patient sich schnell involviert fühlen kann, wenn er selbst auch kontrollieren kann und transparent einsehen kann, was passiert mit seinem Gesundheitsdaten. Jetzt kommt natürlich direkt die Idee. Wir haben ja vorhin gesagt, man kann die Transaktionen, zum Beispiel von Bitcoin nachvollziehen und wenn man jetzt die Zuordnung hat von so einer Wallet-ID, also von der Kontinummer zu einer Person, könnte man nachvollziehen, was die für Transaktionen gemacht hat. Wenn man jetzt eine Patienten-ID oder wie auch immer, dann nachher Daten in der Blockchain im Gesundheitswesen gespeichert werden, dann könnte man ja auch nachschauen, was für Sachen dort gespeichert sind, oder? Genau, eine berechtliche Frage und auch tatsächlich keine, die ich beantworten kann, wie sich das lösen lässt, die Ideenpapiere, die existieren, scheinen dafür Lösungen zu haben. Was man aber hier noch erwähnen kann, ist, dass die Blockchain auch nicht zwingend so gestaltet sein muss, wie sie bei Bitcoin gestaltet ist, sondern sie kann theoretisch auch eine geschlossene Blockchain sein. Das heißt, nicht jeder hat eine Kopie davon, ob seinem Rechnal der das möchte, sondern nur autorisierte Instansten, zum Beispiel alle Leistungserbringer, was alle konnten, weil dann alle Arztpraxen haben, eine Blockchain Kopie gespeichert oder nicht jeder kann sie einsehen, das ist ebenso möglich. Das heißt, es muss nicht zwingend diese ganz offene, ganz transparente Variante sein, auch wenn die natürlich die höchste Sicherheit hat und das größte Vertrauen schafft. Okay, also wir haben jetzt dann quasi zwei Anwendungsbeispiele, jetzt schon gehört, 1a wäre dann quasi eine verteilte Patientenakte und da wäre es nur die Registry, also eine Verweist-Datenbank, eine Verweist-Blockchain oder 1b-Wendern, die Daten selbst in der Blockchain auch zu speichern. Was gibt es noch für Anwendungswelle? Es gibt Projekte, die Blockchain basiert, die Identität von Personen, sichern wollen, es gibt ein Projekt von Accentral und Microsoft zum Beispiel, ID2020 heißt das. Was am Ende die Ambition hat, jedem Menschen der Welt ein sicheren Identitätsnachweis zu ermöglichen, Blockchain basiert, was natürlich auch ein langfristig ein großes Problem lösen kann, nämlich den Authenticitätsnachweis eines Nutzers beim Zugriff auf Patienten-Daten. Egal, ob das jetzt der Patient selbst ist oder ein Arzt, zum Beispiel. Das wäre ein zweites, spannendes System, wo man nicht direkt an Gesundheit denkt, aber ein Problem lösen kann, was im Moment auch im Raum steht, wenn wir über Patienten-Dachten und Zugriff auf Patienten-Daten sprechen. Dann können wir weiter gucken, zum Beispiel in den Bereich Supply Chain Management, also die Frage der Sicherung von Produktketten. Da gibt es ein spannendes Start-up in der Schweiz, was zum Beispiel ein Temperatur-Sensor entwickelt hat, der den Transport pharmazeutischer Produkte begleitet. Und in der Blockchain die Temperatur speichert, sodass man am Ende meine Produktion sichern und Lückenlos nachweisen kann, dass zum Beispiel die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Und das lässt sich natürlich auf andere Aspekte von Produktionsketten auch nachweisen, das heißt, hier auch wieder Vertrauensherstellung und eine Polation sich halt. Das sind eben die Aspekte, die im Vordergrund stehen. Das ist auch das, was mir direkt in den Sinn gekommen ist, als ich mir überlegt habe, was gibt es für Anwendungsfälle? Hier die PZN, die Farmatzentralen, die beschreibt, was für ein Medikament in welcher Packungsgröße und so weiter sich handelt. Und da wird es nachfolge geben, das ist die PPN. Da ist das Prinzip ganz grob so, dass man je nachdem, wo das Medikament gerade ist, also beim Hersteller des Gens ein, wird gesagt, okay, jetzt ist es hergestellt. Wenn es dann weiter verteilt wird, an die Apotheken wird es eingesken, dass es in der Apotheke ist, also genau eine Packung und wenn es dann rausgegeben wird, an den Patienten wird es auch eingesken. Dann wird es quasi als mitgegeben, gekennzeichnet so, dass man dann nachher Felschungen von Medikamenten herausfinden kann, weil die einfach gar nicht existieren beim Hersteller in der Datenbank oder vielleicht ausgetragen sind. Und das ist erst, was mir eingefallen ist, dass man sowas natürlich auch bei Blockchain und Medikamenten machen kann. Also, dass man nachweisen kann, dass Medikament ist jetzt schon gegeben worden. Ist das ein sinnvoller Ansatz oder ist das mit Kanon auf Spazen geschossen, reicht es da diese PPN? Ja, es wirkt vielleicht jetzt, wie mit Kanon auf Spazen geschossen, weil die Technologie noch in den Kinder schon steckt und einfach niedrigschwellige Anwendungsfälle noch irgendwie sehr weit wegscheinen. Aber ich denke, wenn wir ein bisschen nach vorne denken und der Einsatz von Blockchain-Technologie tatsächlich zu einem Punkt kommen, wo wir die Technologie gut verstanden haben, dann können wir sie natürlich auch anstellen, einsetzen, wo sie vielleicht erstmal an einer kleinen Baustelle ansetzen, aber wenn sie Sinner geben, warum nicht? Gibt es denn aktuelle Alternativen zur Blockchain? Also, dass man sagt, man nimmt eben nicht dieses mit Kanon auf Spazen schießen, diesen großen Aufwand, sondern man bakt kleine Brötchen, man nimmt vielleicht nur Teile daraus und macht eine abgespeckte Version. Ja, man muss die Formulierung umdrehen und muss sagen, die Blockchain kann im Moment die Alternative zu bestehen und Prozessen sein und das man sich jetzt schon glaube ich genau festlegen kann in welchen Bereichen genau. Aber was wir auch bedenken müssen, ist, dass die Technologie nicht alt ist und in ihrer ursprünglichen Formen sowie wir jetzt über sie sprechen, vielleicht auch nur der Anfang einer neuen Entwicklung ist und auch einer neuen Weise, wie man über Datenverteilung nachdenkt. Auch das macht sich jetzt bei den Kryptowährungen wieder deutlich. Das auch dort ist schon die ersten Nachfolger, die nicht mehr unbedingt auf einer ursprünglichen Blockchain-Technologie aufbauen, sondern die z. B. Mit viel, viel komplexeren Netzen arbeiten. Das sind nicht mehr mit einer lineareren Blockkette, sondern mit einem verworbenen Netze aus kleinen Blocken oder Transaktionen und genauso große Sicherheit und eine viel bessere Skalierbarkeit haben können, das heißt, wir haben jetzt nicht eine fertige Technologie und werden mit der in den nächsten Jahrzehnten arbeiten, sondern wir haben vielleicht eher eine Technologie, die uns zum Umdenken von digitalen Prozessen anregen kann. Es ist natürlich wichtig, dass ich semplichester Kolder in irgendeiner Form damit auseinandersetzen, was die Technologie jetzt schon kann und auch ausprobieren. Dementsprechend ist es sehr zu begrüßen, dass Moment Einwaltpapier nach dem anderen erscheint mit neuen Ideen, so passiert die Entwicklung und das lässt sich beobachten, aber sicherlich auch zu einem gewissen Teil sind voll mitgestalten. 

    Ich habe noch eine Idee für ein Anwendungsfall, und zwar, wo es noch wichtig, dass Vertrauen geschafft wird, das ist in der klinischen Forschung, also gerade bei Zulassungssstudien. Wenn nachher Messwerte an irgendwelchen Gruppen entscheiden, ob ein Medikament zugelassen wird oder nicht, steckt massiv gelter hinter. Und wenn man solche Werte natürlich öffentlich einsehbar, aber trotzdem anonym speichert, werden das vielleicht eine konkrete und sinnvolle Anwendungsfall um Vertrauen herzustellen, oder wie würden Sie das bewerten? Tatsächlich gibt es auch die Versuche, das schon zu tun, es gab eine Studie, die zu dem Thema veröffentlicht wurde, die zeigen sollte, dass die Vertrauenswürdigkeit der Forschungsergebnisse sich durch Blockchain-Technologie stärken lässt und auch die Reliabilität letztendlich von Ergebnissen bestätigen kann. Da ist aber der aktuelle Stand, dass die Studie von den Autoren nochmal zurückgufen wurde, nachdem es Kritikler in der Metodik gab, sodass wir darauf nicht unbedingt beziehen können, aber sie haben vollkommen recht. Es muss also, wir brauchen Vertrauen in klinische Forschungsergebnisse und vielleicht kann auch da die Technologie einen Beitrag zu leisten. Und dann gibt es so ein konkretes Projekt, mit dem Dispenser das Dinge. Genau, den Hans-Welt-Fitter aufgegriffen, den Dispenser gibt es, das hier ist, glaube ich, noch zahlreiche Projekte, von denen wir vielleicht jetzt auch nicht, oder ich zumindest auch nicht weiß. Es gibt einen spannenden Anwendungsfall, weil der eigentlich einfach schon sehr konkret ist, ein Start-up in den USA, wenn ich richtig informiert bin, was ein Medikamenten Dispenser entwickelt hat, in Verbindung mit einem Test schreifen, um endlich jemandem Blutzucker-Test macht und letztendlich ermöglicht, dem Patienten zu Hause eine eigene Blutanalyse durchzuführen und dann über die Blockchain durchlesensierte Ärzte, die Ausgabe von Medikamenten direkt durch diesen Dispenser zu Hause ermöglicht, der quasi vorbefüllt ist. Zum Beispiel bei einem Test auf Vitamin-Mangel vorstellen, und es gibt eben die Vitamin-Tabletten in den Dispenser und wenn der Blut-Test ergibt, das aktuell einen Mangel voll liegt, dann spuckt der die Tabletten aus und sonst nicht, das ist tatsächlich schon sehr abgefahren. Und vor allem, ich verstehe überhaupt nicht, was das mit der Blockchain, also für den Sinn der Blockchain, in dem Anwendungsfall, verstehe ich überhaupt nicht. Ja, man kann sich das, glaube ich, am ersten so vorstellen, dass hier eine Manipulation-Sicherheit gegeben sein muss, dass die Tablette tatsächlich dann auch nur ausgegeben wird, wenn ein bestimmter Labuanwert ermittelt wird. Und das muss sicher sein. Aber das Problem, wenn es solche Dispenser gäbe, da wäre ja, glaube ich, die größte Angriffsfläche nicht das Speichern der Daten, sondern eher sicherstellen, dass tatsächlich derjenige, das nimmt oder bekommt, von dem man das Blut genommen hat und so weiter und so weiter. Also das ist eine coole Technologie, dass man später, wie auf der Enterprise Earl Grey heiß sagen kann, sondern es malfach Blut abgibt und dann putzen und genau die Medikamente raus. Aber ich glaube, der ist das größte Problem, weniger die Speicherungen der Daten, sondern eher alles drum herum. Mit Sicherheit. Mit Sicherheit in der Tat ist das eigentlich ein klassischer Fall, wie eben geschildert, der versucht ein Anwendungsfall umzusetzen und um sich diese Technologie zu nutzen macht. Über den Erfolg oder Messerfolge wird man erst anders sagen können, wenn es tatsächlich im Praxiseinsatz ist. Denkt halt nach Marketing, so zu sagen, ja, wir innovativ die Idee und wir haben Blockchain dabei und über Blockchain reden die Leute, dann drüber, weil das gerade so ein gehyptes Thema ist, so klingt es nämlich. Klar, kann ein Hintergrund sein, dazu müsste man jetzt sicherlich TV auch in 2Paper schauen, welchen Stellenwert die Technologie für dieses Projekt hat und was sich die Autoren und Gründer dabei gedacht haben. Aber natürlich ist Blockchain auch ein Halbthema und wird sicherlich gerne mit drauf geschrieben. Deswegen haben wir es auch im Podcast hier. Renato, warst du noch eine Frage? Gibt es noch irgendwas, was wir unbedingt erwähnen sollten? Ich glaube, wir haben schon sehr, sehr viel über Blockchain geladed. Also, ich habe eigentlich keine Frage mehr. 

    Herr Bittner haben wir irgendwas, was wir sie fragen sollten. Ich habe noch was, was ich sagen will, wenn ich das gerne noch los, ich glaube, der Halbthema und Blockchain ist erst mal gut und das Thema auszuloten. Und vielleicht sind wir noch zu früh für viele konkrete Anwendungen, aber wir sind an einem Punkt, wo wir darüber jetzt schon reden können, wie Blockchain Technologie tatsächlich den Patienten eine stärkere Möglichkeit zur Einbindung in die Behandlung seiner Erkrankung geben kann. Das heißt, durch Demokratisierung von Prozessen und von Daten letztendlich auch könnte man es schaffen, dass der Patient besser involviert werden kann. Und da sehe ich jetzt eigentlich eine große Chance der Technologie auch, wenn wir noch weit weg sind, davon dieses Ziel zu erreichen. 

    Alles klar, das war ja dann eine fast flammende Rede für Blockchain im Gesundheitswesen. Ich bitte jetzt alle Zuhörer noch mal um mit meinen Crypto-Währung zu kaufen, damit die wieder steigt und ich mit der Schwarz-0 rausgehen kann. Kann schöne Grüße an den Herrn Scheible und ich sage tschüss. 

  • Folge #34 – §301 Kostenträgerkommunikation

    In dieser Folge geben Renato und Christian einen kompakten Einblick in die Kostenträgerkommunikation nach §301. Im Fokus steht dabei der Datenaustausch zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen bei stationären GKV-Patienten. Die beiden erläutern die grundlegende Bedeutung des Standards und ordnen dessen Rolle im deutschen Gesundheitswesen sowie in der digitalen Kommunikation zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern ein.

    Podcast: Play in new window

    Transkription

    Am Anfang des Podcasts haben wir die Frage: Worum geht es heute? Heute geht es um § 301. Und jetzt haben wir schon die Hälfte der Leute verloren. § 301 wird genutzt, damit Krankenhäuser stationäre Kassenpatienten mit den Krankenkassen abrechnen können. Renato, was kommt jetzt als Nächstes? 

    Wir haben ein Rollenspiel vor. Wenn man über Schnittstellen redet, dann ist es manchmal ganz gut, sich das nicht so abstrakt anzuschauen, sondern sich einfach mal vorzustellen, dass zwei Leute miteinander reden. Häufig ist die Schnittstellenkommunikation sehr ähnlich. Deswegen würde ich vorschlagen: Du bist das Krankenhaus, ich bin die böse Krankenkasse, und du willst Geld von mir. Dann lass uns überlegen, wie wir diese Konversation führen. 

    Also erstmal, liebe Krankenkasse: Ich will nicht dein Geld, sondern ich habe deine Versicherten behandelt. Ich bin in Vorleistung getreten. Also immer schön den Ball flach halten. Ich habe vor drei Tagen einen Patienten aufgenommen, und heute ist auch der späteste Tag, an dem ich dir diesen Aufnahmesatz schicken muss. Ich übermittle dir Basisangaben zum Patienten: Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Anschrift und so weiter. Außerdem Informationen wie mein Institutionskennzeichen als Krankenhaus, Tag, Uhrzeit und Grund der Aufnahme, die Einweisungsdiagnose kodiert nach ICD-10-GM, die voraussichtliche Dauer der Krankenhausbehandlung, die Arztnummer des einweisenden Arztes sowie die aufnehmende Fachabteilung und so weiter. 

    Vielleicht kurze Anmerkung noch: Das sind Sachen, die bei mir die Ärzte im Krankenhaus immer wieder vergessen und wo ich immer wieder mit Argusaugen drauf achten muss, dass die Ärzte auch tatsächlich die Aufnahmediagnose kodieren und die geplante Verweildauer irgendwo eintragen im KIS. So, jetzt bist du dran. 

    Und ich als Krankenkasse prüfe das natürlich alles. Ich schau, dass das auch tatsächlich mein Patient ist, ich schau, ob das alles so stimmig ist, und dann kommt meine Nachricht an dich auch wieder über unsere tolle Schnittstelle, auch spätestens drei Tage, nachdem ich deine Nachricht erhalten habe. Und ich bestätige dir, dass ich die Kosten übernehme, in einem Kostenübernahmesatz. Okay, damit [bin] ich wieder dran. 

    Du, Krankenkasse, ja, wir müssen reden. Fang an. Da ist was zwischengekommen: Die zehn Tage, die ich gesagt habe, dass der Patient bei uns bleiben wird, das können wir nicht halten, der wird länger bleiben, nochmal zwölf Tage. Okay, und jetzt — das war deine Nachricht an mich — und jetzt schick ich dir die Frage, warum. Gib mir eine medizinische Begründung dafür. Genau, das heißt, ich habe dir die Verlängerungsanzeige geschickt und du schickst mir den Anforderungssatz für die medizinische Begründung. Und dann sag ich, ja, ganz normal, der ist multimorbid, der hat ein hohes Alter, der ist übergewichtig. Also es resultiert natürlich nicht daraus, dass wir nicht gut behandelt haben, sondern es sind einfach die Begleitumstände. 

    So, wenn ich, Krankenkasse, mich jetzt nicht brutal beschwere, dann schick ich einfach nach diesen zwölf Tagen, liebe Krankenkasse, dir die Entlassanzeige, dass der Patient also jetzt entlassen ist. Dafür habe ich auch drei Tage Zeit nach der tatsächlichen Entlassung oder auch Verlegung, wenn es also eine Verlegung gegeben hat. Hab ich jetzt [als] Krankenhaus auch drei Tage Zeit, das der Krankenkasse zu melden, und da müssen dann natürlich auch Informationen mitgeschickt werden, wie zum Beispiel welche Operationen durchgeführt worden sind, nach OPS verschlüsselt, welche Prozeduren, Tag, Uhrzeit, Grund der Entlassung oder Verlegung. Falls es eine Verlegung in ein anderes Haus ist, dann das Institutionskennzeichen der neu aufnehmenden Einrichtung, Aussagen zur Arbeitsfähigkeit und so weiter, also durchaus relativ viele Informationen, die die Krankenkassen dann dort bekommen. 

    Also das muss spätestens drei Tage nach der Entlassung passiert sein, diese Informationen zu schicken, und dann werde ich in der Regel wöchentlich einen Rechnungssatz als Krankenhaus an die Krankenkasse schicken, worüber die sich natürlich immer am meisten freuen. Ja, ja. Und ich werde da drei Tage nach Erhalt des Rechnungssatzes, spätestens drei Tage danach, dir einen Zahlungssatz schicken. Jo, und dann sind alle glücklich. 

    Vielleicht eine Sache noch mal, haben wir am Anfang ja schon gesagt: Es geht also um die Abrechnung stationärer GKV-Patienten mit den Krankenkassen, sind also hier im Bereich Kostenträgerkommunikation, und das ist ein deutscher Kommunikationsstandard, kein internationaler. Wir haben uns ja schon ein paar Mal über FHIR gesprochen, über HL7 gesprochen, über DICOM gesprochen, das sind alles internationale Kommunikationsstandards. Paragraph 301 ist aber eine rein deutsche Geschichte. Renato, wofür [wird] Paragraph 301 beziehungsweise der dort definierte Kommunikationsstandard noch genutzt, auch wenn es sich nicht um stationäre Patienten handelt? 

    Also es gibt noch das ambulante Operieren. Das bedeutet ja, dass der Patient weder davor noch danach eine Nacht in der jeweiligen Einrichtung verbringt, aber trotzdem wird hier mit dem 301-Satz gearbeitet. Was man auch noch sagen muss: Reha-Einrichtungen arbeiten auch mit einem 301-Satz, der aber nicht so ausführlich ist wie der 301-Satz von normalen Krankenhäusern. 

    Okay, vielleicht eine Anekdote. Ich saß mal bei einem Verantwortlichen der Klinik für diese 301-Geschichte, und der hat mir dann erzählt — ich hoffe, ich kriege es noch genauso zusammen —, dass an Weihnachten die Sachbearbeiter sich da ja auch so ein bisschen kennen, vielleicht nicht persönlich, aber so vom Namen her, dass die dann auch [den] 301[-Satz] nutzen, um sich dann zum Beispiel vor Weihnachten [etwas] zu wünschen. Ich glaube, das läuft dann über die Anforderung als medizinische Begründung, schickt denn die Krankenkasse an das Krankenhaus und sagt, Frohe Weihnachten, liebe Liselotte, ich wünsche dir einen guten Rutsch, nicht zu viel Sekt, und natürlich [schickt] das Krankenhaus in der medizinischen Begründung zurück: Ja, Ute, wünsche ich dir auch, viel Spaß und rutsch auch gut. Da gewinnt unser Rollenspiel von eben noch mal eine ganz andere Bedeutung, da unterhalten sich da tatsächlich zwei Leute miteinander. 

    Genau, Renato, ich weiß, dass du es nicht magst, deswegen stelle ich dir die Fragen einfach so als Überleitung. Renato, weißt du, wie denn dieser Übertragungsweg aussieht, also von der Krankenkasse zum Krankenhaus und zurück? Eine Frage, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Oh, doch, sie steht hier auf meinem Skript drauf. Pling. Ironie aus. 

    Ja, es ist ein Sammelsurium aus doch teilweise etwas veralteten Standards, da war ich etwas überrascht, aber so, wie ich das rausgelesen habe, nehmen Krankenkassen nicht nur eine Art der Kommunikation entgegen, sondern die bieten mehrere Kommunikationswege an. Was vielleicht jeder kennt und dabei auch überrascht: Es gibt E-Mail, also dass man das Ganze per E-Mail überträgt, die [Daten] teilen. Es gibt einen etwas eigentümlichen Standard, das FTAM. Das wird tatsächlich, glaube ich, nur noch in der Behördenkommunikation verwendet. Also das ist die Kostenträgerkommunikation im Gesundheitswesen und noch einige Behörden, die darüber Daten austauschen. Sonst wird dieser Standard fast nicht mehr verwendet. Er setzt auf ISDN auf, ist selbst ähnlich wie FTP, aber viel mächtiger. Dieses Aufsetzen auf ISDN ist mittlerweile auch etwas veraltet. Da tut sich was, und es wird auf TCP/IP umgestellt. 

    Vielleicht kurze Frage: FDP ist doch jetzt auch wieder im Kommen, oder? Mit dem Lindner. Genau. Ein Standard, der tatsächlich FTP enthält, ist SFTP. Das ist sicheres FTP mit Verschlüsselung, darüber können die Daten auch ausgetauscht werden. 

    Und dann gibt es noch eine ganz besondere Kommunikation, und zwar über X.400, wird auch MHS, also Message Handling System, genannt, oder früher Telebox 400 von der Deutschen Bundespost. Das ist so ein ähnliches Verfahren wie E-Mail, setzt nur auf OSI auf. Also alle, die sich mit Rechnernetzen so ein bisschen auskennen, denen sagt OSI was, und dieses X.400 ist ein OSI-basiertes E-Mail-System. 

    Ich glaube, wir müssen noch dazu sagen, dass da unser Wissen nur so halbgar ist, oder? Also die Übertragungswege — ich weiß, dass definitiv ISDN vor so sechs, sieben Jahren noch genutzt wurde. Aber falls wir uns da verhauen haben, liebe Zuhörer und Fachexperten, dann sagt uns Bescheid, dann machen wir wieder ein Erratum. Was du noch vergessen hast, ist natürlich der Akustikkoppler, [der ist] bei vielen Krankenhäusern noch im Einsatz. Oder man kann natürlich auch für jedes Bit [ein Lichtsignal] rüberschicken. Morsen. Morsen. Gut, das war es, Renato.